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Forum Garten-pur  |  Garten- und Umwelt  |  Atelier (Moderatoren: Nina, Globalmod pur)  |  Thema: Unkonventionelle Rosenbögen « previous next »
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   Autor  Thema: Unkonventionelle Rosenbögen  (Gelesen 11121 mal)
Heinone
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Unkonventionelle Rosenbögen
« am: 24.01.2005 13:57:09 Uhr »
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Fertig gekaufte Rosenbögen finde ich in meinem naturnahen Ambiente eher deplaziert, zumindest solange, bis sie nicht vollständig in ihr Kleid eingehüllt sind. Aber irgendworan müssen sie ja wachsen, die Kletterer.
Eine für mich höchst zufriedenstellende Lösung sieht so aus:

2 Stangen Baustahl, 8 mm Durchmesser, je etwa 4-5 m lang, rostend. Die Stangen im gewünschten Abstand in die Erde stecken und in der gewünschten Höhe mit (wichtig!) reichlich Überlappung und nicht zu dickem Draht zu einem Hufeisen zusammenbinden. Ein- oder beidseitig eine Hainbuche mit fingerdickem Stamm an die Stangen pflanzen, plus die gewünschte Kletterrose(n). Der Stamm der Hainbuche(n) wird straff um den Baustahl gewunden und festgebunden, die Rosen angebunden. Jedes Jahr wird das Längenwachstum der Hainbuchen  weiter um den Baustahl gewunden und festgebunden. Irgendwann kreuzen sich die Hainbuchen im Scheitel des Bogens, sie sind bei guter Bestigung sogar zum Bergabwachsen fähig. Munter Mitwachsen tun die Rosen.

Nach wenigen Jahren bilden die Baustahlstäbe die Seele eines Knotenstocks, der sich aus den miteinander verwachsenen Hainbuchenstämmen entwickelt hat. Sogar eine gemeinsame Rinde bildet sich aus. Der Stahl ist nicht mehr sichtbar, und allenfalls eine Überraschung für die Säge des Ignoranten, der den Bogen mal irgendwann entfernen will...

Das ganze Ding ist außerordentlich elastisch und trotzt den stärksten Stürmen, obwohl das Schwanken im Wind insbesondere in den ersten Jahren beeindruckend aussieht. Voraussetzung ist jedoch immer striktes Anbinden des Austriebs, bzw. der Schnitt der Seitenäste der Hainbuchen.

Der erste so gestaltete Bogen bildete die Autoeinfahrt zu unserem alten Haus und erregte bewundernde Blicke vorbeigender Spaziergänger. Beteiligte: 2 Stäbe, 1 Hainbuche, 1 New Dawn. Den 2. Bogen habe ich gerade gestartet: 1 verplanzter Hainbuchensämling von gut 2 m Höhe, bis auf etwa 5 - 8 cm lange Stummel entastet, 2 Stäbe wie oben, 3 etwa 3 m lange jährige Peitschen (zusammengebunden) von Bobby James als Gegenpart, bei dem natürlich ständige Präsenz und sorgfältiges Lenken schon der sehr jungen Langtriebe erforderlich sein wird. Nur wenige Zeit zu spät ist Bobby James sperriger, als daß selbst große Männerpranken ihn bändigen könnten...

Wie macht ihr eure Bögen?
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Feder
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Liebe Grüsse Maria

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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #1 am: 24.01.2005 15:28:44 Uhr »
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Interessante Idee. Konkurrenzieren die Hainbuchen die Rosen nicht? Im Boden und in der Luft?
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Das Natürliche bleibt immer gleich. Das Normale ändert sich alle 100 km oder alle paar Jahre.
                                                Pat Parelli
Heinone
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #2 am: 24.01.2005 15:46:44 Uhr »
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Nein, tun sie nicht, jedenfalls nicht, solange ich lenke. Im  Boden gibt's keine Probleme. Der erste Bogen steht seit 8 Jahren und ist prächtig. Natürlich wollen alle Triebe möglichst steil nach oben zum Licht hin. Im Scheitelbereich des Bogens muß ich deshalb jedes Jahr mehrmals zum Draht greifen, um auch horizontales Wachstum zu erzwingen. Das gelingt sehr gut. Und ich versuche. Buche und Rose in etwa die gleiche Blattmasse zuzugestehen. Die blühenden Triebe von New Dawn lasse ich in Bögen überhängen. Die Hainbuche bildet den Pelz, aus dem heraus die Rose blüht.

Das alles trifft möglicherweise auf Bobby James als Sparringspartner nicht so zu, weil dieser wilde Geselle "anders" mit der Hainbuche umgeht. Diese Symbiose ist erst im Werden begriffen. Dann bin notfalls aber auch ich noch da, mit der blauen Schere...
« Letzte Änderung: 24.01.2005 15:48:16 Uhr von Heinone » Gespeichert
Eva
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #3 am: 24.01.2005 15:53:45 Uhr »
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Heinone, das hört sich spannend an, aber ich hab's nicht ganz kapiert - wo sind denn die Blätter der Hainbuche? nur oben?

Ich hab aus Baustahl Obelisken gebaut - dreibeinig und an der Spitze zusammengebunden. An den Seiten Etagen mit Bändern aus dünnerem Baustahl (weiß der Geier, wofür die eigentlich gedacht sind, aber sie sind ganz hübsch, gibts mit verschiedenen Mustern).

Sieht ganz gut aus - nur die Meisen mögen dort nicht so gern an die Meisenknödel - wahrscheinlich kriegt man da kältere Füße.
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Heinone
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #4 am: 24.01.2005 16:04:59 Uhr »
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Stell dir einen Torbogen aus Hainbuche vor, komplett belaubt. Die Form ergibt sich aus der "Seele" aus Baustahl. Mitwachsen tut von Anfang eine Rose, die nur durch Abschneiden auf Bodenniveau von der Hainbuche getrennt werden kann, so sehr ist alles ineinander verwachsen. Die außerordentlich "plastische"  Hainbuche kann Triebe anderer Gehölze komplett einschließen. Das hab ich auch mal bei einem Holunder gesehen, durch dessen Stamm quer der Haupttrieb eines Knöterichs lief. Beide lebten prächtig.
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Felizia
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #5 am: 24.01.2005 17:32:35 Uhr »
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Hallo Heinone,

läßt sich die Stange denn so biegen,dass es auf beiden Seiten etwa gleich aussieht?Lassen sich die Stangen überhaupt biegen?
Du biegst sie also zueinander und verbindest sie oben miteinander?
Oder biegst du eine ganz runter zum Hufeisen?Nee,oder?
4 Stangen stelle ich mir dann auch gut vor,die oben mittig sich kreuzen.
Bis jetzt habe ich immer nach Raphaelas Anleitung gebaut,mit Draht als Bogen.Das reicht aber nicht,um größere Einfahrten  zu überbauen.

LG Felizia
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Raphaela
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #6 am: 24.01.2005 17:36:58 Uhr »
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Hört sich spannend an , hast du auch Fotos?
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brennnessel
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #7 am: 24.01.2005 17:41:28 Uhr »
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Wie weit entfernt  von der Buche setzt du die Rose?
Ich habe (hatte) mehrere Jahre Bögen aus je zwei Weidenruten, einer Art, die schöne lange Triebe macht. Daneben pflanzte ich Clematisse. Es ging einige Jahre gut, aber mit einem Mal starben die Clematisse .
.Ich denke, die Weide nahm ihnen zu viel Wasser und Nährstoffe. Rosen sind da nicht so empfindlich.
Die Weidenaustriebe musste ich pro Jahr einige Mal schneiden.
Lebende Bögen waren gar nicht geplant gewesen, aber wie halt Weiden so sind, haben sie gleich Wurzeln geschlagen  !
LG  Lisl
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cimicifuga
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #8 am: 24.01.2005 18:41:29 Uhr »
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Problem: Wie transportiere ich 5m lange Stahlstangen?
Ansonsten: Kein Problem    Derartiges Grundkonstrukt werde ich im Frühjahr mal bauen...

@Lisl: Neben Weiden wächst hier nicht einmal Lonicera - die WEiden saugen alles weg 
« Letzte Änderung: 24.01.2005 18:42:32 Uhr von cimicifuga » Gespeichert

hendlnarrisch
brennnessel
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #9 am: 24.01.2005 18:46:08 Uhr »
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ja, cimi, war eh nicht gscheit von mir    !
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Günther
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #10 am: 24.01.2005 18:48:05 Uhr »
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Keine Baustelle in der Nähe, wo man sowas "finden" kann?
Allerdings wirst Du auch beim Biegen des Baustahls Probleme haben (oder Du ißt eine kräftige Portion Fleisch vorher, Spinat wirkt nur bei Popeye).
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Eva
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #11 am: 24.01.2005 18:51:32 Uhr »
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Baustahl gibt's bei der Raifeisen. Die schneiden einem auch Stücke ab, wenn man lieb guckt.

Biegen stell ich mir auch schwierig vor. Vor allem soll das dann doch eine bestimmte Form kriegen, und nicht nur irgendwie krumm werden, oder?
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Lilo
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #12 am: 24.01.2005 19:13:44 Uhr »
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Baustahl biegen ist nicht so schwer. Es ist nämlich ein Stahl dessen Zusammensetzung mehr auf Elastzität als auf Starre abgestellt ist. Es gibt solche Teile, ähnlich geformt wie ein überdimensionierter primitiver Dosenöffner, das hakt man am Stahl ein und durch den langen Hebel kann man dann mit ein wenig Kraft biegen.

Abgeschnitten wird 6 - 8 mm Stahl mit dem Bolzenschneider und dickerer Stahl mit der Metalltrennscheibe von der Flex oder dem Winkelschleifer. Es gibt solche Aufsätze auch für Bohrmaschinen.

Erhältlich sind Baustahlmatten und Stangen im Baustoffhandel. Man kann auch meist vor Ort auf dem Hof die Teil in transportfähige Stücke schneiden.
« Letzte Änderung: 24.01.2005 19:17:46 Uhr von Lilo » Gespeichert
Eva
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #13 am: 24.01.2005 19:17:08 Uhr »
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Stimmt, Lilo

ich hatte übersehen, dass Heinone 8er Stahl nimmt, der lässt sich biegen. Ich hab 12er, da kann man draufspringen und es passiert nicht wirklich was.
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Elfriede
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Re:Unkonventionelle Rosenbögen
« Antwort #14 am: 24.01.2005 19:18:04 Uhr »
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Hallo!
Ich habe für meinen Buchenbogen einfache Pflanzenstangen verwendet. Die gibt es in 3m Länge in jedem Gartencenter. Oben ebenfalls mit einer Pflanzstange verbunden. Nach 3 Jahren braucht man diese Dinger dann gar nicht mehr.
LG
Elfriede
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LG Elfriede
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