bernhard
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Klimazone 6b (550 m ü. NN)
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Nun, da ich mit Cercis canadensis 'Forest Pansy' einen Vertreter, der diese botanische Besonderheit aufweisenden Gehölze im Garten habe, würde mich mal interessieren, was aus rein botanischer Sicht "dahintersteckt".
Warum machen manche Gehölze sowas? Warum ist das eher selten?
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| « Letzte Änderung: 09.02.2004 12:20:44 Uhr von bernhard » |
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pjoter petrowitsch
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Re:Kauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #1 am: 09.02.2004 10:50:13 Uhr »
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Es könnte mit den Bestäubern zusammenhängen, sind diese vergleichsweise schwer, wie es bei Fledermäusen und kleinen, kletternden Säugetieren der Fall ist, so kommt diesen, für ihre "Tätigkeit", die Stammblütigkeit sicher entgegen.
Gibt es eigentlich außer Cercis noch andere Gehölze mit Stammblütigkeit, die in unserem Klima gedeihen?
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Crocus
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Re:Kauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #2 am: 09.02.2004 12:05:40 Uhr »
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Natürlich liegz an den Bestäubern. Cauliflorie ist deshalb in den gemäßigten Zonen unnötig und nur als Relikt einer tropischen Verwandtschaft anzusehen. In Regenwäldern ist Cauliflorie alltäglich. Bekannte Beispiele: Theobroma cacao, Carica papaya.
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Günther
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #3 am: 09.02.2004 12:35:45 Uhr »
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Kann man Papaya eigentlich überhaupt dazu rechnen? Das Ding schaut ja eigentlich nur wie eine überdimensionale Staude aus, keine Äste (in der Regel), ein großer Blattschopf, drunter hängende Früchte - da müßten praktisch alle Palmen auch dazu gerechnet werden. (Außerdem schmecken mir Papaya nicht, auch nicht die besseren vor Ort, eine fade Angelegenheit, eine billige Massenfrucht)
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pjoter petrowitsch
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #4 am: 09.02.2004 12:40:30 Uhr »
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Neben den Bestäubern scheinen auch noch die "Konsumenten" der Früchte eine Rolle zu spielen. Ein konkretes Beispiel: Wenn also eine Pflanze von einem dicken alten Orang-Utan verbreitet werden möchte, so kommt sie diesem Zweck durch Früchte die am Stamm hängen, sicher sehr entgegen ;-)
Zwei Arten die zumindest in subtropischem Klima vorkommen und Stammblütigkeit bzw. Stammfrüchtigkeit aufweisen sind Feigen und Johannesbrot.
Bei Gleditsia die ja bei uns überall angepflanzt wird bin ich mir nicht ganz sicher (muß ich noch genau nachschauen), aber ich glaub die gilt auch.
Wer bestäubt eigentlich Cercis?
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Crocus
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #5 am: 09.02.2004 13:00:11 Uhr »
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Papaya ist ein Schopfbaum - wie Palmen auch.
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Günther
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #6 am: 09.02.2004 13:03:05 Uhr »
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"Verholzen" die Papayastämme überhaupt? Ich hab sie eher grün in Erinnerung. Dann wäre z.B. Rizinus auch ein Baum, zumindest Strauch...
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pjoter petrowitsch
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #7 am: 09.02.2004 13:36:37 Uhr »
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Würd schon sagen, daß die verholzen, je nach Art können das ja durchaus kleine verzweigte Bäume sein. Erinnere mich da an an Bilder von Carica pubescens.
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Tolmiea
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #8 am: 10.02.2004 17:36:11 Uhr »
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und ich meine es gibt auch Papayas die ihre Fruechte an einem langen Stiel tragen...Ist diese Goethepflanze net auch stammbluetig....?
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Günther
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #9 am: 10.02.2004 17:46:19 Uhr »
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Stammblütigkeit sollte ja nix mit der (Blüten-, Frucht-)Stiellänge zu tun haben.Soferne wir HIER keinen Taxonomen und Systematiker auftreiben, scheint mir, daß von Stammblütigkeit nur die Rede sein kann, wenn es auch Äste gibt, und die Blüten NICHT auf den (jüngeren) Ästen sitzen.
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bernhard
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #10 am: 10.02.2004 17:57:49 Uhr »
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hallo günther,
zwei botaniker (andi, crocus) müssten eigentlich auslangen .
ich hatte eigentlich auch die vorstellung von bäumen mit ästen... wie eben cercis oder ceratonia.
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Konstruktiven Gruß, Bernhard
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Crocus
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #11 am: 19.02.2004 11:37:23 Uhr »
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Sicher verholzen Papayas. Nur stimmt es, daß der blühende Teil meist noch nicht verholzt ist. Es handelt sich trotzdem um cauliflorie, weil die ist funktionell bestimmt: die Blüten oder Blütenstände sitzen nicht über oder zwischen Blättern, sondern darunter und in Stammnähe. Sind die Blüten lang gestielt, so spricht mensch nicht von Cauliflorie. Wenn allerdings erst die Früchte lang gestielt sind, beeinträchtigt das die -florie nicht, denn dann sinds ja keine Blüten mehr  Weibliche Papayas sind üblicherweise cauliflor, männliche nicht - hier hängt die Cauliflorie nicht mit den Bestäubern, sondern mit den Fruchtfressern zusammen. Papayas sind typische Säugerfrüchte (farblich unscheinbar, geruchintensiv, groß), und die betreffenden Viecher (Primaten) tun sich einfach leichter mit nahe am tragfähigen Stamm sitzenden Früchten. Es gibt aber auch Früchte an lang gestieleten Fruchtständen. Es handelt sich dann meist um zwittrige Pflanzen.
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Crocus
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #12 am: 19.02.2004 11:40:45 Uhr »
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Ach ja, natürlich ist Rhizinus ein Gehölz. Nur weil er in unserem Klima einjährig ist, heißt das nicht, das er deswegen auch in seiner Heimat einjährig ist. In warmgemäßigten Gebieten (etwa auf den Kanaren) wächst er als Halbstrauch, in den Tropen als hoher Strauch. Mit Cauliflorie hat er als anemophile und autochore Pflanze allerdings nix am Hut.
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Tolmiea
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #13 am: 22.01.2005 12:58:03 Uhr »
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Ich liebe ja solche botanischen Besonderheiten, vielleicht können wir im Laufe der Zeit hier eine kleine Bildersammlung der verschiedenen caulifloren Vertreter aufbauen. Fände ich zumindest, sehr nett.
Hier erstmal noch ein interessanter Link zum Thema. http://waynesword.palomar.edu/plmay99.htm
Liegrü g.g.g.
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pjoter petrowitsch
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Re:Cauliflorie - die Stammblütigkeit
« Antwort #14 am: 27.01.2005 11:03:45 Uhr »
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Wurde Carambola die Sternfrucht schon erwähnt?
Wer befruchtet eigentlich das Johannesbrot? Die Blüten sollen grauslich stinken.
PP
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| « Letzte Änderung: 27.01.2005 11:06:36 Uhr von pjoter petrowitsch » |
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