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Thema: Jokergemüse (Gelesen 3918 mal)
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Lehm
Gast
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Allzu vielen ist das Gemüsebeet verleidet, sie haben nur noch Ziergarten.
Kein Wunder, ist Gemüseanbau doch oft eine sehr diffzile Sache nördlich der Alpen. Erst ists im Frühling noch wochenlang nasskalt, und wenn die schwächlichen Setzlinge dann doch endlich aufs Beet dürfen, warten schon fressgierige Schnecken, die überlebenden Pflanzen werden bald von Krankheiten befallen, etwa die Tomaten von Braunfäule, und wenn dann doch noch was ausreift, ists mickrig klein, jedenfalls viel unansehnlicher als das aus dem Supermarkt.
Gesucht sind daher Gemüse, die trotz allem Freude bereiten: Jokergemüse eben.
Das bislang bestimmt einfachste und am leichtesten anzubauende Gemüse ist m.E. Topinambur.
Auf Platz zwei: Knoblauch.
Rang 3: Haferwurzel
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frida
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Topi schmeckt vielen nicht und Knoblauch bekommt in feuchten Sommern schnell Rost.
Du könntest ja nach dem Vorbild von Sywas Tomatenhitliste eine (kleinere) Gemüsehitliste organisieren, jeder macht fünf Vorschläge, bei welcher Gemüseart er die Kultur besonders einfach und lohnenswert findet. Um Dich zu motivieren, fang ich schonmal an:
1. Mangold - wenig Fraßfeinde, unkompliziert, schmeckt gut 2. Tomaten - unter Dach wenig Probleme, Geschmack eigener Tomaten ist unvergleichlich 3. Lollo Rosso - wird von Schnecken meist verschmäht, würziger Salat 4. Rote Bete - wenig Fraußfeinde, hält im Winterlager eingeschlagen bis ins Frühjahr 5. Kürbis - haben die Pflanzen erst einmal die kritische Größe überschritten, ist die Kultur unkompliziert und ertragreich - die Früchte lassen sich sogar im Wohnzimmer bis in den Spätwinter lagern
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| « Letzte Änderung: 21.04.2008 10:13:32 Uhr von frida » |
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Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind (Karl Valentin)
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Aella
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eindeutiger platz 1: inkagurke robust, genügsam, große und ausdauernde ernte von juni bis oktober/november. naschgemüse für direktverzehr roh oder gedünstet.
haferwurzel ist bei mir übrigens immernoch nicht gekeimt . beim knoblauch konnte ich bisher immer nur "zwiebeln" anstatt knollen ernten. ich hoffe, ich hab mit der herbststeckung 2007 nun diesen sommer/herbst bei der ernte mehr glück.
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Der Mensch leidet am meisten durch das Leiden was er fürchtet und das dann nicht eintritt. So leidet er mehr als ihm das Leben zu leiden gibt - Weiser Spruch eines Optimisten
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Lehm
Gast
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@frida: Nö, sone Liste mag ich jetzt nicht erstellen, auch weil ja doch einiges an den lokalen Umständen hängt, wie deine kritische Anmerkung zum Knoblauch zeigt, Rost hatte meiner jetzt noch nie, auch in feuchten Sommern nicht.
Der Thread soll durch reale Positivmeldungen Zweifler auf den Pfad der Tugend zurückführen, sie also davon abbringen, ihr Gemüsebeet mit öden Stauden oder gar Rosen zu verunstalten, oder Blüemlifreaks zu einem frischen Gemüsexperiment motivieren. Welche gemüse Mühe machen, behalten wir daher bitte tunlichst für uns.
Als sehr motivierend diesbezüglich habe ich auch die Rauke (Rucola) erlebt.
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| « Letzte Änderung: 21.04.2008 10:20:49 Uhr von Lehm » |
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tamara89
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Hier kann ich mich auch mal melden. Ich habe ja noch nicht viel Ahnung vom Anbau und versuche mir auch möglichst wenig Arbeit zu machen.
Super einfach mit viel Ertrag ist Rucola, dann Buschbohnen und Stangenbohnen. Um den Guten Heinrich braucht man sich auch nicht zu kümmern, er wächst total gut. Zum Naschen ist Süßdolde auch pflegeleicht.
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Sabine G.
Gast
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1) Pastinake ( auch mengenmaessig zum wirklich satt werden  2) Kuerbis und Zucchini 3) Knolau ( meine Haende stinken noch vom einfrieren am Wochenende ) 4) Etagenzwiebel
Schwarzwurzeln funktionierten auch ganz manierlich, Haferwurzeln sind bei mir immerhin schon gekeimt. Ergebnis folgt 
LG Sabine
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Sabine G.
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er nun wieder... Bei mir waechst Kohl und Dill im Rosenbeet. ist das ethisch vertretbar
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Moorhex
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Klimazone 7b (200 m ü. NN)
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Der Thread soll durch reale Positivmeldungen Zweifler auf den Pfad der Tugend zurückführen, sie also davon abbringen, ihr Gemüsebeet mit öden Stauden oder gar Rosen zu verunstalten, oder Blüemlifreaks zu einem frischen Gemüsexperiment motivieren. Welche gemüse Mühe machen, behalten wir daher bitte tunlichst für uns.
Als sehr motivierend diesbezüglich habe ich auch die Rauke (Rucola) erlebt.
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Ich ließe mich ja gern bekehren Lehm, aber abertausend verfressene Schnecken haben was dagegen. Das heißt vielmehr sie freuen sich über den gedeckten Tisch denen ich ihnen bereite, sobald ich mal irgendwas anderes außer Tomaten in den Garten bringe 
Keimlinge und Herzen von Jungpflanzen enden grundsätzlich in hungrigen Schneckenmägen.
Zwiebelgewächse, die von den Schleimern verschmäht werden enden auf andere tragische Weise, indem sie verfaulen... warum auch immer.
edit: äh sorry, das war wohl eher nichtmotivierend Ist aber nunmal der Grund weshalb ich auf Gemüseexperimente keine Lust mehr habe.
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| « Letzte Änderung: 21.04.2008 12:25:52 Uhr von Moorhex » |
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Grüße aus dem WSS (.. dem Wilden Sonnigen Süden :-))
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MartinK
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Bei mir: Steckzwiebel und Schalotten. Nie Probleme mit gehabt, setzen im April, einmal durchhacken und das wars. Ansonsten sind auch noch Frühkartoffeln ziemlich einfach zu handhaben.
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Es grüßt der Kartoffelbauer!
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Marion
Gast
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Gemüse mit wenig Frustrationspotential, der Thread kommt mir sehr entgegen. 
Mein eigener Garten taugt für Gemüse nicht, er ist zu klein. Meine Gier zieht mich jetzt in den Riesengarten zweier Bekannten, wo ich ein paar Beete beackern könnte.
Was mich besonders interessiert würde, wäre "pflegeleichtes", öfter als alle 1-2 Wochen kann ich nicht dorthin fahren. Wenn überhaupt.
Plaudert mal weiter.
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Staudo
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Das allermeiste, normale Gemüse ist pflegeleicht. Kein professioneller Gemüsegärtner kann täglich um seinen Pflänzchen herumwuseln. Mein Gemüsegarten von fast 200 m² muss mit maximal 2 Stunden in der Woche auskommen. Wenn man konsequent hinterher ist, vor allem regelmäßig hackt und dem Unkraut von vornherein keine Chance lässt, reicht das zeitlich völlig zu und trotzdem erntet man sehr gut.
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Mach es wie der Löwenzahn: Schau mich nicht so muffig an ... (Dunkle B.)
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Marion
Gast
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| Mein Gemüsegarten von fast 200 m² muss mit maximal 2 Stunden in der Woche auskommen. |
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Echt? Das kann ich mir nicht vorstellen. Inklusive einsäen, pickieren, hacken und weiß-nicht-was?
Peter, gib doch mal deine Joker an.
Was ist z.B. mit Schwarzwurzeln? Sind die jokerverdächtig?
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frida
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Ich denke, das mit den 2 Stunden gilt für einen gut angelegten und gut laufenden Garten.
Natürlich gibt es mehr oder weniger aufwendige Pflanzen, z.B. Tomaten mit dem Entgeizen und Aufbinden brauchen viel Zeit.
Ich denke aber, dass Peters Einschätzung nicht falsch ist. Voraussetzung ist ein reiner Gemüsegarten, keine Beerenfrüchte mit drin. Regelmäßigkeit beim Hacken ist ganz wichtig. Lange Beete, die übersichtlich sind.
Die allermeiste Zeit benötige ich bisher noch bei allen möglichen Neuanlagen (Tomatenhaus, Schneckenzaun, Rankhilfen etc.) und Neupflanzungen. Und fürs Jäten brauche ich noch viel Zeit, da ich viel Gräsersamen im Boden habe und man gegen die Gräser mit dem Hacken in der feuchten Jahreszeit nicht ankommt. Ich hoffe da auf den Sommer.
Kulturschutznetze helfen sowohl gegen Schädlinge (erleichtert den Möhrenanbau) sowie gegen Unkrautsamen-Flug.
Mit solchen Netzen sind viele Kulturen einfacher: Kohl (keine Fliege, keine Kohlweißling), Möhren, Lauch, Rettiche...
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Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind (Karl Valentin)
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Staudo
Master Member
    
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Die zwei Stunden sind die laufende Pflege. Umgraben (im Herbst-Winter) und Ernte dauern länger. Gehackt wird eigentlich wöchentlich, das dauert vielleicht eine reichliche Stunde. Etwas größer gewordenes Unkraut wird gezogen. Ein Gärtnerkollege hat mal gesagt, man müsse Unkraut bekämpfen, bevor es zu sehen ist. 
Schwarzwurzeln sollten unkrautfrei bleiben. Mehr Mühe machen sie nicht.
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Mach es wie der Löwenzahn: Schau mich nicht so muffig an ... (Dunkle B.)
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Lehm
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Das Hacken ist dann also wirklich wichtig, ich hab das immer mal wieder vernachlässigt.
Sehr gut kommen bei mir ohne weitere Pflege auch Cardy. Aufwändig dann allerdings das Bleichen im Herbst.
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