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Autor Thema: Wie winterhart sind Campsis?  (Gelesen 5729 mal)

Eckhard

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Re: Wie winterhart sind Campsis?
« Antwort #15 am: 15. September 2016, 15:47:55 »

Hm, selbst die Pflanzen im Mittelmeerraum, die angepflanzt überall rumstehen, sind meines Erachtens keine reinen grandiflora, sondern haben zu unterschiedlichen Anteilen radicans-Anteile.
Aber ist ja auch egal, wenn sie der grandiflora nahekommen UND frostfest sind, dann sind die Pflanzen aus der Pfalz die Campsis der Wahl!
« Letzte Änderung: 15. September 2016, 17:26:49 von Eckhard »
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Eckhard

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Re: Wie winterhart sind Campsis?
« Antwort #16 am: 15. September 2016, 17:22:38 »

Weil ich mir selbst immer nicht sicher bin, habe ich nochmal recherchiert wie man radicans und grandiflora morphologisch unterscheidet:

- grandiflora ohne, radicans mit Haftwurzeln
- Abstände der Blütenquirle im Blütenstand bei grandiflora groß (bis 11 cm), bei radicans klein (bis max. 1,4 cm)
- vom Blütenstand abzweigende Stiele der Blüten bei grandiflora lang ( 5 bis 12 cm), bei radicans kurz (- 3 cm)
- Spitze der Früchte bei grandiflora abgerundet, bei radicans spitz.

Naja und die Hybriden irgendwo dazwischen  :)


(in: P1. Syst. Evol. 196:173-183 (1995) )

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botaniko

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Re: Wie winterhart sind Campsis?
« Antwort #17 am: 18. September 2016, 09:14:37 »

Hallo und einen schönen Sonntagmorgen,

wenn es schon die ganze Nacht endlich den ersehnten Landregen nach all der Trockenheit gebracht hat, was liegt dann näher, auch noch was zu radicans, grandiflora & X tagliabuana zu sagen.

Also grandiflora in der Pfalz, das geht selbst dort nicht, was man da an der Weinstraße sieht, sind vor allem X tagliabuana-Hybriden, die mal mehr oder weniger lachsig (Mme. Galen) oder orange ausfallen und tatsächlich das sind, was man in Deutschland anpflanzen sollte. Reine radicans-Hybriden sind viel zu starkwüchsig, vor allem 'Yellow Trumpet' deckt hier ganze Dächer von 2-stöckigen Häusern und ich möchte nicht unbedingt wissen, was unter dem Blattwerk mit den Ziegeln passiert ...

C. grandiflora ist leider, leider nicht winterhart genug, ich habe 4 Versuche hinter mir, alle gescheitert, weil man das Nasskalte nicht fernhalten kann. Vielleicht geht es am Neusiedler See oder in Ungarn, also in bedeutend trockeneren Gegenden als hier im Westen, besser. Aber die Blüten sind wirklich eine Schau!

Als Trost bleibt, dass es von C. X tagliabuana ebenfalls mittlerweile tolle Sorten gibt, man sollte allerdings nur blühende Exemplare kaufen, dann aber erst im Fj. auspflanzen. Geht man nach den Sortenschildchen, ist man häufig der Gelackmeierte ...

Gruß
« Letzte Änderung: 18. September 2016, 09:16:23 von botaniko »
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Waldmeisterin

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Re: Wie winterhart sind Campsis?
« Antwort #18 am: 18. September 2016, 18:59:54 »

ich habe auf dem Pflanzenmarkt Madame Galen gekauft. Die soll die hintere Veranda begrünen und scheint mir zu so einem alten Gemäuer zu passen. Auf der Veranda ist eine Dachterrasse, es sollte also auch kein Problem sein, sie nach oben hin unter Kontrolle zu halten. Soll ich nun aber mit dem Auspflanzen bis zum Frühjahr warten?
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botaniko

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Re: Wie winterhart sind Campsis?
« Antwort #19 am: 18. September 2016, 19:07:40 »

Hallo Waldmeisterin,

das würde ich jedenfalls, vor allem, nachdem ich mir Deine location angeschaut habe. Wäre doch schade um die Madame, oder?
An die Südwand stellen bis Dauerfrost angesagt ist und dann hinein in eine kalte Garage, o. ä. Macht nicht viel Aufwand.

Gruß
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Waldmeisterin

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Re: Wie winterhart sind Campsis?
« Antwort #20 am: 18. September 2016, 19:11:32 »

ok, an der Südwand, wo sie letztlich auch hin soll, steht sie schon. Wenn's kalt wird, kommt sie ins Gewächshaus. Soll ich vorher nochmal umtopfen? Es missfällt mir, die alte Dame so schnöde einfach an die Wand zu stellen  :P
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Eckhard

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Re: Wie winterhart sind Campsis?
« Antwort #21 am: 18. September 2016, 19:32:25 »

Hallo Botaniko,  woher hattest du denn die echte grandiflora?  Ich liebäugele mit ihr als Kübelpflanze.Ein Steckling wäre mir noch lieber?  :P
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botaniko

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Re: Wie winterhart sind Campsis?
« Antwort #22 am: 18. September 2016, 19:56:00 »

Hallo Eckhardt,

2 Exemplare mitgebracht aus Ligurien, eine Pflanze war - glaube ich - von Stauden-Stade und die 4. - tja, ich denke Belgien oder Holland, bin aber nicht ganz sicher.
Da alles schon recht lange her ist, kann ich nicht mit Steckling dienen, leider. Die Pflanzenpreise waren aber nicht hoch, da bin ich sicher, meist 1-2triebig bei knapp 1m Höhe.
Hast Du meinen Beitrag bzgl. Deiner Mondwinde gelesen?

Viele Grüße
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Biotekt

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Re: Wie winterhart sind Campsis?
« Antwort #23 am: 21. September 2016, 17:58:15 »

Zumindest Campsis radicans überlebt sogar in der Eifel als kleine Pflanze ... ;)
Den letzten Winter hat sogar eine Mme Galen im vergessenen, vollschattig stehenden  Plastiktopf überstanden. Allerdings hat es bis Ende Juni gedauert bis sie durch auffälligen Austrieb meine Aufmerksamkeit wieder erlangte und dann auch gerettet wurde.
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Auch 2017 sollte regelmäßiger nächtlicher Regen (23.00 Uhr bis 05.00 Uhr) auch dann völlig genügen wenn es außerhalb dieser Zeiten > 23° C warm ist.
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