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|23|10|Also 5 cm könnte hinkommen, aber bei der Dicke hört es meist beim Bleistift auf.  (Zitat aus einem Fachthread)

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Autor Thema: Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen  (Gelesen 39070 mal)

mime7

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Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« am: 04. November 2008, 09:56:11 »

Hallo,
welche Praxiserfahrungen habt ihr denn mit den actinidia Argutas gemacht? Stimmen bei irgendjemandem die Werbeversprechen? Widerstandsfähig, grosse erträge, wuchsstark, Reife nach dem meisten einheimischen Obst, wohlschmeckend und lagerfähig?

Bei mir verhalten die sich wie folgt:
- es werden regelmässig die falschen Sorten verkauft, ich hatte nie Issai gepflanzt, aber dennoch habe ich nun eine Issai da stehen, wo eigentlich eine männliche hätte blühen sollen.
- Spätfrostempfindlich, ganze Triebe sterben bei Spätfrost ab.
- Blühfaul (nach 4 Jahren kaum Ertrag, erst Issai hat einzelne Früchte)
- langsamwachsend
- früchte sind steinhart und sehr sauer bis in den Oktober. Plötzlich und ohne Vorankündigung sind dann alle Früchte matschig und reif für die Tonne. Also extrem kurzes Erntefenster, maximal 2 tage.
- sollte man mal eine zu fassen kriegen, die schon etwas weich, aber nicht matschig ist, dann ist der Geschmack auch nicht so toll, und in der Konsistenz sind sie eher mehlig.

Ich überlege ernsthaft, die jetzt nach 4 jahren rauszureissen und durch Rebstöcke zu ersetzen. oder gibt es da noch andere Erfahrungen? Sind das Kinderkrankheiten? Oder muss man auch die Actinidia Argutas als Marketing-Gag einstufen, evtl ähnlich schlimm wie die Maibeeren?
Gruss.
« Letzte Änderung: 04. November 2008, 10:32:11 von bristlecone »
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bristlecone

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Re:Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« Antwort #1 am: 04. November 2008, 10:36:33 »

Wenn Du in der "erweiterten Suche" das Obstforum auswählst, als Suchbegriff "arguta" eingibst und die "maximale Zeit seit dem letzten Beitrag" auf 6000 Tage (oder jeweils einen höheren Wert als die voreingestellten 60 Tage) erhöhst, bekommst Du eine Reihe von Beiträgen angezeigt, in denen Erfahrungen mikt A. arguta geschildert sind.
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Gurke

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Re:Actinida Arguta - Minikiwi
« Antwort #2 am: 04. November 2008, 10:52:57 »

Widerstandsfähig, grosse erträge, wuchsstark - ja aber man muß ihnen Zeit geben das ist halt Arttypisch, dass die meisten lange brauchen um Vollertrag zu bringen aber dann ordentlich

Reife nach dem meisten einheimischen Obst - kommt wie bei allen Obstarten auf die Sorte an, es gibt frühe und sehr späte

wohlschmeckend und lagerfähig - wie bei den großen Kiwis, entweder noch hart ernten dann kann man sie länger liegen lassen wenn sie reif sind halten sie sich nicht so lange

es werden regelmässig die falschen Sorten verkauft - das problem hatte ich auch schon das kann aber überall passieren, dass was vertauscht wird

Spätfrostempfindlich, ganze Triebe sterben bei Spätfrost ab
- das ist bei mir nicht so, nur wenn sie bereits ausgetrieben haben richtet der Frost schäden an wie bei vielen anderen Kulturen auch daher ist richtige Standortwahl wichtig (Halbschatten)

Blühfaul (nach 4 Jahren kaum Ertrag, erst Issai hat einzelne Früchte) - siehe oben, Issai fruchtet bereits als junge Pflanze ist aber etwas frostempfindlich

langsamwachsend - sortenabhängig, Issai wächst z.B. schwächer als Weiki und Weiki schwächer als Kens Red (aber das sind nur meine Erfahrungen und evtl. auch Standortabhängig)

früchte sind steinhart und sehr sauer bis in den Oktober. Plötzlich und ohne Vorankündigung sind dann alle Früchte matschig und reif für die Tonne. Also extrem kurzes Erntefenster, maximal 2 tage.
- sollte man mal eine zu fassen kriegen, die schon etwas weich, aber nicht matschig ist, dann ist der Geschmack auch nicht so toll, und in der Konsistenz sind sie eher mehlig.
- naja bei Brombeeren ist es auch nicht anders wobei ich das nicht ganz bestätigen kann ich ernte halt wenn sie reif sind, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Anfang Oktober sind sie aber abgeerntet. Der Geschmack ist hier auch Sortentypisch und die meisten sind viel süßer als die Supermarktkiwis.

Minikiwis werden schon seit langem züchterisch bearbeitet und es gibt x Sorten also sollte man sich eher mit dem Bergriff Marketing auseinandersetzen. Außerdem ist hier ja nicht nur A. arguta an der Züchtung beteiligt, A. kolomikta und A. melanandra bachten auch gute Sorten hervor.
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Dicentra

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Re:Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« Antwort #3 am: 05. November 2008, 22:14:39 »

Hallo,
nun ja, Erfahrungen habe ich mit den Mini-Kiwis noch nicht allzu viele, gerade mal ein halbes Jahr ;D. Im Frühjahr habe ich mir eine 'Issai' gekauft und da der Pflanzplatz leider (immer noch) nicht frei war, habe ich sie in einem Kübel geparkt. Sie hat dort geblüht und sogar 3 Früchtchen entwickelt, die wir im Oktober geerntet haben. Sie waren süß und saftig und überhaupt nicht mehlig, sondern haben recht gut geschmeckt. Ich hoffe, dass die Mini-Kiwi den Winter gut übersteht und richtig durchstartet, sobald ich sie endlich richtig eingepflanzt habe.

LG Dicentra
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brennnessel

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Re:Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« Antwort #4 am: 06. November 2008, 07:05:49 »

Zitat
es werden regelmässig die falschen Sorten verkauft - das problem hatte ich auch schon das kann aber überall passieren, dass was vertauscht wird
ich habe vor jahren bei einem gartenfreund selbst stecklinge seiner voll tragenden Issai genommen und kann mir nicht erklären, warum meine pflanzen bis jetzt nur männliche blüten trugen!
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Gurke

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Re:Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« Antwort #5 am: 06. November 2008, 19:38:48 »

ich habe vor jahren bei einem gartenfreund selbst stecklinge seiner voll tragenden Issai genommen und kann mir nicht erklären, warum meine pflanzen bis jetzt nur männliche blüten trugen!
:o ??? :o
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Dicentra

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Re:Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« Antwort #6 am: 06. November 2008, 23:43:44 »

ich habe vor jahren bei einem gartenfreund selbst stecklinge seiner voll tragenden Issai genommen und kann mir nicht erklären, warum meine pflanzen bis jetzt nur männliche blüten trugen!
Vielleicht machen die Schlingel das wie die Schisandra und wechseln ihr Geschlecht? Oder die männlichen Blüten erscheinen eher und die Damen lassen sich Zeit *räusper* ;D.

Ich wäre an einer ernsthaften Erklärung aber auch interessiert ;).

LG Dicentra
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zwerggarten

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Re:Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« Antwort #7 am: 07. November 2008, 01:41:42 »

bei mir hat eine recht junge issai sowohl im ersten jahr der pflanzung ein paar früchte erbracht, wie auch jetzt ein jaar später nach erneutem umpflanzen.

die zwei weikis machen tendenziell etwas mehr probleme, die habe ich als ältere containerpflanze(n) gepflanzt und sie hatten dann 2007 immerhin zwei, drei früchte. nach dem umpflanzen haben sie in diesem jahr erstmal gar nicht geblüht und ob die frau überhaupt noch lebt, weiß ich dadurch auch nicht. ::)

insgesamt kann ich aber nicht klagen, ich bin sehr zufrieden über die naschobsternte im oktober/november! :) allerdings sind meine erfahrungen erst zwei jahre alt...
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mime7

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Re:Actinida Arguta - Minikiwi
« Antwort #8 am: 07. November 2008, 08:26:17 »

Widerstandsfähig, grosse erträge, wuchsstark - ja aber man muß ihnen Zeit geben das ist halt Arttypisch, dass die meisten lange brauchen um Vollertrag zu bringen aber dann ordentlich
Dann kriegen sie noch ein Jahr Gnadenfrist


wohlschmeckend und lagerfähig - wie bei den großen Kiwis, entweder noch hart ernten dann kann man sie länger liegen lassen wenn sie reif sind halten sie sich nicht so lange
Dann mach ich nächstes Jahr die steinharten ab.

es werden regelmässig die falschen Sorten verkauft - das problem hatte ich auch schon das kann aber überall passieren, dass was vertauscht wird
Stimmt, passiert gelegentlich. Aber bei den Kiwis ist es besonders ärgerlich, wenn man sich für ein Pärchen entscheidet und sich dann nach Jahren erst rausstellt, dass alle Individuen nur männliche oder nur weibliche Blüten haben.
Dann muss man eins nachkaufen, und bis das dann blüht gehts wieder Jahre.
Spätfrostempfindlich, ganze Triebe sterben bei Spätfrost ab - das ist bei mir nicht so, nur wenn sie bereits ausgetrieben haben richtet der Frost schäden an wie bei vielen anderen Kulturen auch daher ist richtige Standortwahl wichtig (Halbschatten)
Bei den Kiwis wars dieses Jahr wirklich auffällig: Ganz leichter Spätfrost, ca -1 Grad, und alle Neutriebe aller Kiwipflanzen waren schwarz. Allen anderen Pflanzen im Garten hat man nichts angesehen. Zudem haben sich die Kiwis kaum erholt: Spät wieder ausgetrieben und der gesamte Jahreszuwachs der neuen Triebe war ungefähr soviel, wie beim Frost schon erfroren war.


früchte sind steinhart und sehr sauer bis in den Oktober. Plötzlich und ohne Vorankündigung sind dann alle Früchte matschig und reif für die Tonne. Also extrem kurzes Erntefenster, maximal 2 tage.
- sollte man mal eine zu fassen kriegen, die schon etwas weich, aber nicht matschig ist, dann ist der Geschmack auch nicht so toll, und in der Konsistenz sind sie eher mehlig.
- naja bei Brombeeren ist es auch nicht anders wobei ich das nicht ganz bestätigen kann ich ernte halt wenn sie reif sind, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Anfang Oktober sind sie aber abgeerntet. Der Geschmack ist hier auch Sortentypisch und die meisten sind viel süßer als die Supermarktkiwis.
Brombeeren sind da schon anders: erstens kann man die auch ohne Probleme schon vor der optimalen Reife ernten. Zweitens hat der gesamte Stock immer Beeren im unterschiedlichen Stadium, wennn mal die eine oder andere überreif wird macht das nichts, es gibt ja noch genug andere im richtigen Zustand.
Der Geschmack ist hier auch Sortentypisch und die meisten sind viel süßer als die Supermarktkiwis.
Welche Sorten sind denn nicht ganz so süss? Ich mag ja Kiwis, aber die ISSAi z.B. ist mir eindeutig viel zu süss.
Oder was macht ihr aus diesen kleinen Zuckerbomben?

insgesamt kann ich aber nicht klagen, ich bin sehr zufrieden über die naschobsternte im oktober/november! :) allerdings sind meine erfahrungen erst zwei jahre alt...
Naschobst ist das ja bei mir gerade nicht. Dazu müssen sie zu schnell geerntet werden, sonst werden sie matschig
« Letzte Änderung: 07. November 2008, 08:27:18 von mime7 »
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cydorian

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Re:Actinida Arguta - Minikiwi
« Antwort #9 am: 07. November 2008, 10:13:32 »

Stimmt, passiert gelegentlich. Aber bei den Kiwis ist es besonders ärgerlich, wenn man sich für ein Pärchen entscheidet und sich dann nach Jahren erst rausstellt, dass alle Individuen nur männliche oder nur weibliche Blüten haben.
Dann muss man eins nachkaufen, und bis das dann blüht gehts wieder Jahre.

Genau das ist mir an zwei Standorten mit der Weiki passiert. Weiblicher bzw. männlicher Trieb geht ein, der andere wächst fröhlich voran, wenn er dann endlich mal blüht stellt sich raus dass es für die Katz war.

Ich habe dann eine Issai danebengepflanzt, die ja angeblich männliche und weibliche Blüten entwickelt. Das soll aber nicht klappen, wie ich später erfahren habe. Issai und weibliche Weiki sollen sich nicht befruchten.

Das Problem mit den Spätfrösten habe ich auch. Hier ist es einfach zu winterwarm, die Kiwi treibt früh aus und der kleinste Frost macht die jungen grünen Triebe alle. Ein Bekannter auf der rauhen Hochfläche eines Mittelgebirges erntet dagegen jedes Jahr kiloweise von derselben Sorte. Die Pflanze geht offenbar stärker in Winterruhe, triebt dann um Wochen später aus.

Weitere Probleme: Wasserbedarf grundsätzlich deutlich höher wie unsere Niederschläge, mag keinen Kalk.

Kiwis, das ist zickiges Obst. Meine frühere "Jenny" (Keine Arguta) wuchs und wucherte sechs Jahre lang am Haus, ohne ein einziges Mal zu blühen.
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Kiwi-Frank

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Re:Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« Antwort #10 am: 13. November 2008, 23:25:18 »

Hallo,
welche Praxiserfahrungen habt ihr denn mit den actinidia Argutas gemacht? Stimmen bei irgendjemandem die Werbeversprechen? Widerstandsfähig, grosse erträge, wuchsstark, Reife nach dem meisten einheimischen Obst, wohlschmeckend und lagerfähig?

Bei mir verhalten die sich wie folgt:
- es werden regelmässig die falschen Sorten verkauft, ich hatte nie Issai gepflanzt, aber dennoch habe ich nun eine Issai da stehen, wo eigentlich eine männliche hätte blühen sollen.
- Spätfrostempfindlich, ganze Triebe sterben bei Spätfrost ab.
- Blühfaul (nach 4 Jahren kaum Ertrag, erst Issai hat einzelne Früchte)
- langsamwachsend
- früchte sind steinhart und sehr sauer bis in den Oktober. Plötzlich und ohne Vorankündigung sind dann alle Früchte matschig und reif für die Tonne. Also extrem kurzes Erntefenster, maximal 2 tage.
- sollte man mal eine zu fassen kriegen, die schon etwas weich, aber nicht matschig ist, dann ist der Geschmack auch nicht so toll, und in der Konsistenz sind sie eher mehlig.

Ich überlege ernsthaft, die jetzt nach 4 jahren rauszureissen und durch Rebstöcke zu ersetzen. oder gibt es da noch andere Erfahrungen? Sind das Kinderkrankheiten? Oder muss man auch die Actinidia Argutas als Marketing-Gag einstufen, evtl ähnlich schlimm wie die Maibeeren?
Gruss.



Hi Mime7, versteh ich gar nicht, habe nur beste Erfahrungen mit den Mini-Kiwis gemacht. Spätfröste sind gefährlich, aber dagegen kann man etwas tun, ein wenig abdecken reicht da schon, mit Flies oder auch mit Plane. Was den Geschmack angeht ist die Issai (für mich) wirklich nicht die Beste. Habe noch ein paar andere Sorten, gesichert weiblich und auch männliche Befruchtersorte. Gebe gern gegen kleinen Unkostenbeitrags ab. Hier mal ein paar Bilder von meinem Kiwi-Paradies.

http://forum.planten.de/galerie/v/user/Kiwikenner/

Gruß Kiwi-Frank
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zwerggarten

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Re:Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« Antwort #11 am: 13. November 2008, 23:52:15 »

hallo kiwi-frank,
beschreib mal den geschmack besserer sorten - ich kenn ja bisher (fast) nur issai - sind die süßer? fruchtiger? würziger? saftiger? säurehaltiger? 8)

neben kens red habe ich noch von ambrosia gehört - und deine bilder zeigen auch eine julia. unterschiede?
« Letzte Änderung: 13. November 2008, 23:54:17 von zwerggarten »
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mime7

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Re:Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« Antwort #12 am: 14. November 2008, 09:51:45 »

Hi Mime7, versteh ich gar nicht, habe nur beste Erfahrungen mit den Mini-Kiwis gemacht.
Na dann hoff ich mal, dass sich meine in den nächsten Jahren noch berappeln
Spätfröste sind gefährlich, aber dagegen kann man etwas tun, ein wenig abdecken reicht da schon, mit Flies oder auch mit Plane.
Das mach ich aus Prinzip nicht, dazu ist mein Garten zu gross. Was das lokale Klima nicht verträgt, fliegt raus und wird ersetzt. Das gilt auch für alle andern Pflanzen bei uns.
Was den Geschmack angeht ist die Issai (für mich) wirklich nicht die Beste.
Stimmt, die ist für unseren Geschmack unerträglich süss. Dann hoff ich mal, dass die andern Sorten besser sind.
Habe noch ein paar andere Sorten, gesichert weiblich und auch männliche Befruchtersorte. Gebe gern gegen kleinen Unkostenbeitrags ab.
Dank für das Angebot, ich muss aber erstmal abwarten, was ich denn nun für Sorten hab. Gekauft habe ich Maki, Nostino, Weiki männlich und weiblich.
Der Herr Nostino ist nun ein Issai, der Rest hat nicht geblüht. Ich hab also noch keine Ahnung, ob ich ein Männchen brauch oder eher Weibchen.

Gruss.
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Kiwi-Frank

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Re:Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« Antwort #13 am: 14. November 2008, 15:14:37 »

Wow, du bist aber radikal mit deinen Pflänzchen! Na gut, wenn sie sich nicht in der Höhe behaupten, hats vielleicht auch keinen Zweck. Aber wo hat man schon ideale Voraussetzungen?

Zu meinen Pflanzen. Ich habe seit 10 Jahren die Weiki, männlich und weiblich, absolut zuverlässig in Blüte und Fruchtansatz. Seit 2 Jahren die Issai, Kens Red, Julia (auch Sachsenkiwi genannt) Kiwino (manchmal als Ambrosia bezeichnet), Red Princess, 74-49, Ananas und Kokuwa (beides Raritäten), Geneva II, Red Beauty (ziemlich anfällig), Maki und den Herrn Milano.

Geerntet habe ich die Weiki, Julia, Kiwino, Issai. Die Kiwino und die Issai waren geschmacklich nicht so doll, die Julia ok, die Weiki immer gut. Im nächsten Jahr erwarte ich die 74-49, die Ananas, die Kens Red und evtl. die Red Princess. Die besten und süßesten sollen die Ananas und die Kokuva sein, gleich dahinter die nicht ganz so süße Geneva II. Der Geschmack hängt letztendlich auch immer stark von der Bodenbeschaffenheit ab. Wer den süßen Geschmack nicht mag , für den wird die Minikiwi wohl nicht unbedingt das richtige sein.

Wie süß die Frucht ist, hängt enscheidend vom Reifegrad ab. Grundsätzlich gilt die Besonderheit, dass beschattete Früchte früher reif werden und nicht ganz so süß sind. Je länger in der Sonne, desto später die Reife (verrückt oder?) und desto süßer. Gerntet wird aber erst wenn sie weich werden, sonst sind sie entsetzlich sauer.

So long Kiwi-FRanki

 

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b-hoernchen

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Re:Actinida arguta - Minikiwi: Anbauerfahrungen
« Antwort #14 am: 09. Juni 2013, 22:17:04 »

Hab mir dieses Frühjahr auch ein paar Mini-Kiwis (A. arguta) gekauft.
Möchte die an den gekappten und viel zu nahe am Zaun wachsenden Sträuchern und Blutpflaumen hochranken lassen, dann gibt's vielleicht mal Obst an den Zierpflanzen... .

Eine meiner Pflanzen, die männliche, hat alle Triebspitzen verloren. Irgendwas frisst die Pflanze auf. Dabei heißt es doch, Schädlinge wären bei A. arguta kein Problem... ?

Eine weibliche Pflanze daneben steht unversehrt (immer vorqausgesetzt, was auf den Etiketten steht, stimmt).

Den stark kalkhatligen Tonboden stecken die Minikiwis anscheinend locker weg.

Eine Actinidia deliciosa, "Jenny", die ich experimentierenderweise ebenso gepflanzt habe, hat nach wenigen Wochen bereits deutlich verfärbte, fleckige Blätter. wächst aber noch munter.
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Placet experiri.
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