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Autor Thema: Mistelsamen  (Gelesen 20213 mal)

Crispa †

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Re:Mistelsamen
« Antwort #15 am: 27. November 2008, 18:02:40 »

Hervorragend kann man Misteln auf der Felsenbirne ansiedeln. Man spießt die weißen Mistelfrüchte einfach auf die Dornen der Felsenbirne auf und wartet ab. Zuerst bilden sich ganz kleine Pflänzchen welche man kaum wahrnimmt. Eben wie kleine Keimlinge. Diese wachsen dann in einigen Jahren zu großen Pflanzen.

Ansonsten wie es auch die Drosseln machen. Sie putzen nach dem Fressen ihren Schnabel an den Zweigen der Bäume und schmieren dabei auch schon einmal einen Mistelkern an die Rinde.
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Liebe Grüsse Crispa

Gartenlady

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Re:Mistelsamen
« Antwort #16 am: 27. November 2008, 18:36:35 »

In dem bereits erwähnten Buch steht, dass man Leinengewebe über dem Samen befestigen soll. Damit er nicht abfällt oder Vögel ihn klauen. Bestimmt geht auch Gaze, z. B. Verbandsmaterial.

das klingt gut, gefällt mir eigentlich besser als kleben, da weiß ich nämlich nicht, welchen Kleber, außer dem der an den Samen haftet, ich nehmen sollte ohne dem Samen zu schaden.
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BigBee

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Re:Mistelsamen
« Antwort #17 am: 27. November 2008, 19:27:26 »

Erwähnenswert ist noch, dass die Mistel in 3 Unterarten vertreten ist und auf bestimmte Wirte spezialisiert ist.
So gibt es die Laubholz- die Tannen- und die Föhrenmistel.
Du müsstest also wissen, von welchem Baum die Mistel stammt.

Meines Erachtens sind aber die meisten käuflichen Misteln von Laubbäumen

Viel Glück! Berichte weiter. Ich wollte es auch schon einmal probieren :).
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Gurke

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Re:Mistelsamen
« Antwort #18 am: 27. November 2008, 20:15:19 »

Hervorragend kann man Misteln auf der Felsenbirne ansiedeln. Man spießt die weißen Mistelfrüchte einfach auf die Dornen der Felsenbirne auf und wartet ab.

Die Felsenbirne (Amelanchier) hat doch gar keine Dornen ???
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Crispa †

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Re:Mistelsamen
« Antwort #19 am: 27. November 2008, 20:36:45 »

Hervorragend kann man Misteln auf der Felsenbirne ansiedeln. Man spießt die weißen Mistelfrüchte einfach auf die Dornen der Felsenbirne auf und wartet ab.

Die Felsenbirne (Amelanchier) hat doch gar keine Dornen ???

na ja sind wohl eher dünne Ästchen
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Liebe Grüsse Crispa

feminist

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Re:Mistelsamen
« Antwort #20 am: 27. November 2008, 20:41:00 »

und es hat auch keinen Sinn die Misteln mit irgendwas anzukleben. Oder mit Gaze abschirmt. Kann ich auch nicht sagen, dass das nötig gewesen wäre, es hat super gut funktoniert. Ohne alles. Aber möglicherweise ist es nicht das was hier gefragt ist.
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BigBee

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Re:Mistelsamen
« Antwort #21 am: 27. November 2008, 20:44:46 »

Richtig. Einfach den Samen ranpappen. Den Rest macht Mother Nature. Wenn Baum und Mistel kompatibel sind.
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Gartenlady

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Re:Mistelsamen
« Antwort #22 am: 27. November 2008, 20:47:53 »

Der Samen produziert offenbar eigenen Kleber, aber bis er den produziert hat, werde ich ihn doch besser unter die eingeritzte Rinde klemmen.

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feminist

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Re:Mistelsamen
« Antwort #23 am: 27. November 2008, 21:33:27 »

nee, so geht das gaaanich. Unter der Rinde hat der Keimling keine Motivation. Er ist ja schon als Embryo grün, das heißt er assimiliert schon in der "Mutterblase", der Beere. Nur wenn er eine Aussicht hat, also Licht, dann geht der Prozess weiter.

Beeren kann man auch in einer Tüte oder der Jackentasche vergessen, und wiederfinden, dann sind sie genau richtig und man zerdrückt sie mit den Fingern bis der Schleim rauskommt und spinnbar ist - so nennt man das als Biochemiker - und dann macht man das was jeder Volgel tut, den Schnabel - oder den Finger - an einem Ast abstreifen, bis man das Klebezeug wieder quitt ist.

Das ist alles.

Vorteilhaft ist eben auch, wenn in diesem Stadium kein arger Frost mehr droht. In Kombination mit starker Sonneneinstrahlung hat man ein Gefriertrockenverfahren, das der Keimling nicht gut findet.
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Gartenlady

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Re:Mistelsamen
« Antwort #24 am: 27. November 2008, 21:52:30 »

Hier habe ich einen Artikel gefunden, der mir gut gefällt, natürlich werde ich den Samen nicht in der Rinde begraben, aber Anritzen wird an verschiedenen Stellen empfohlen, schließlich muss die Wurzel unter die Rinde gelangen.
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feminist

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Re:Mistelsamen
« Antwort #25 am: 27. November 2008, 23:29:39 »

das hat sie jahrtausendelang auch ohne das Zutuen des Menschen geschafft und jahrelang in meinem Garten. Just do it!
« Letzte Änderung: 27. November 2008, 23:43:22 von pearl »
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Nina

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Re:Mistelsamen
« Antwort #26 am: 27. November 2008, 23:37:31 »

Auch noch zum Thema: Misteln vermehren
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Re:Mistelsamen
« Antwort #27 am: 28. November 2008, 00:04:29 »

das muss ein heikles Thema sein mit großen Hemmungen. Einfach etwas schleimig klebriges spinnbares zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und so lange an die Rinde von Bäumen schmieren bis dass es dran festklebt.

Wobei man dann auch merkt, dass es ziemlich lange am Finger klebt bis man es los ist. So ähnlich wie Popel.

Wissenschaftlich gesehen handelt es sich hier um ein Makromolekül, eine Kette aus organischen Bausteinen, die Aminosäuren heißen. Dieses Makromolekül ist wasserlöslich und seine räumliche Struktur und Funktionsfähigkeit ist so lange gegeben, solange genügend Wasser da ist. Ein Gemisch solcher Substanzen mit Wasser ist keine echte Lösung, sonder ein Kolloid.

Eine kolloidale Lösung kann verschiedene Zustände haben. Bei gewissen Substanzen sind sie ineinander überführbar. Wir kennen Schmelzen und Gefrieren, Verdunsten und Kondensieren. Kolloidale Lösung bestimmter niedermolekularer Substanzen sind von ihrem Gelzustand in den Solzustand und wieder zurück überführbar und darüber hinaus bis zum völligen Trocknen und wieder zum vollständigen Lösen zu bringen. Gelatine.

Bei der Substanz in der Mistelbeere handelt es sich um einen Kleber auf Eiweißbasis. Die Klebefunktion besteht nur so lange, solange genügend Wasser vorhanden ist.

Das ist die Phase in der wir die Beere zwischen unseren Fingern zerquetschen. Sofort verdunstet Wasser und indem wir versuchen den Schleim an der Rinde des Zielbaums abzuwischen vergrößern wir die Oberfläche des Kolloids. Damit verliert es durch Verdunstung Wasser. Der Solzustand geht in einen Gelzustand über. Dabei wird genau der Punkt erreicht, den die Evolution dafür eingerichtet hat. Der Inhalt der Beere erreicht durch partielle Eintrocknung genau den Zustand zwischen Sol und Gel in dem er die größte Klebekraft besitzt. Mit dieser Klebekraft heftet er sich dann an der Rinde fest.

Macht man das 20 mal, was man nur tun sollte natürlich, wenn man sich nicht zu sehr davor ekelt, dann ist nächstes Jahr eine kleine Mistel gewachsen. Wenn man sich die Stelle im Baum merkt, den Baum merkt und sich nicht den Hals gebrochen hat, weil man von der Leiter gestürzt ist.
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lttp

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Re:Mistelsamen
« Antwort #28 am: 28. November 2008, 05:11:20 »

Hast schon recht. Relativ unwahrscheinlich, dass in der freien Natur ein Wesen einen Baum anritzt, einen Mistelsamen einklemmt und das ganze mit einem Stückchen Gaze fixiert. Und vielleicht noch mit Mundschutz, Kittel und Skalpell :-X

Ich denke auch, dass es ohne den Aufwand funktionieren muss. Interessant würde ich nur finden, ob sich so vielleicht die Erfolgsquote steigern lässt, oder ob es vielleicht so gar nicht funktioniert.

Mal sehen, vielleicht hab ich ja irgendwann die Muße...
« Letzte Änderung: 28. November 2008, 05:12:28 von tob »
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uliginosa

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Re:Mistelsamen
« Antwort #29 am: 28. November 2008, 07:29:48 »

Ihr bringt eine ja auf Ideen! ::)

Während des Biologiestudiums haben wir das so gelernt, dass die Mistelsamen mit Hilfe des Schleims an Zweigen festkleben, und dort auskeimen.

Leider gibt es hier im Trockengebiet so gut wie keine Misteln. Die letzten habe ich in Wörlitz bei Dessau an der Elbe gesehen, dort sind sie häufig.

Leider sind unsere Bäume noch so klein, aber wenn ich an Früchte komme, könnte ich es ja trotzdem mal probieren, ein bißchen geschützt an der N bis W-Seite 8)

Vielleicht könnte es helfen, ein paar Samen auf den Zweigen mit diesen löchrigen Brottütenfolien zu umwickeln, dass sie nicht so leicht austrocknen - Geburtshilfe im Trockengebiet ;)
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Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
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