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Autor Thema: Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln  (Gelesen 160514 mal)

Dietmar

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #15 am: 28. Februar 2009, 16:42:51 »

@JörgHSK

Eine Erfolgsquote von 75 % wäre sehr gut für das Pfropfen von Weinreben unter nichtprofessionellen Bedingungen. Ich hätte eher 25 % und weniger erwartet.
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trauben-freund

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #16 am: 28. Februar 2009, 16:46:44 »

den einzigen termindruck den ich mir beim schneiden setze ist der aufkommende saftstrom der ein biegen sehr heikel werden lässt , da brechen nämlich die triebe viel viel leichter. bei mir wird morgen begonnen mit dem schnitt, mal schauen wieviel ich am vormittag schaffe, hoffe alle reben im gewächshaus durchzubekommen, auf den anderen liegt teilweise noch 30-40cm schnee, da eilt es noch nicht.

hab mich auch schon im baumarkt nach material für spalier umgesehn, dieses jahr wird die südwand erschlossen ;D


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Dietmar

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #17 am: 28. Februar 2009, 17:00:39 »

@trauben-freund

Zitat
hab mich auch schon im baumarkt nach material für spalier umgesehn, dieses jahr wird die südwand erschlossen

Weil Du im Gebirge wohnst, hast Du wohl mit der Nordwand begonnen? ;D

Na ja, Du hast ja einige Standortvorteile, denn Du wohnst ca. 500 m näher zur Sonne als ich. ;D
« Letzte Änderung: 28. Februar 2009, 17:02:28 von Dietmar »
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trauben-freund

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #18 am: 28. Februar 2009, 18:56:09 »

die südwand st schwer erschließbar gewesen und ich habe mich erstmal mit der ostwand begnügt.

südwand: kaum pflanzplatz, teilweise musste ich den stamm 2,5 ziehen bevor ich waagrecht gehen konnte aber diese hürden habe ich genommen und ich werde erstmals ertrag, wenn auch geringen, an der südwand haben. (garant, schöne boznerin).

sobald geschnitten und gebogen wurde, wird gedüngt, dann spalier, dann folie und teilzeit-bedachung usw.......
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max.

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #19 am: 28. Februar 2009, 19:07:06 »

Zitat
...sobald geschnitten und gebogen wurde, wird gedüngt,...

jetzt schon? und womit?
neulich hat jemand bei einem vortrag empfohlen, bei mineralischer stickstoffdüngung diese auf zwei gaben zu verteilen: die erste 4 wochen vor der blüte als kalkstickstoff, die zweite kleinere in form von harnstoff und als blattdünger beim weichwerden der trauben.
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Werner987

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #20 am: 01. März 2009, 15:53:52 »

Das ging schon, die Rinde ist ja da, nur ganz dünn. Man muss ziemlich vorsichtig sein. Ehrlichgesagt hatte ich da gar nicht so dran gedacht, ich hatte die frischen Reiser und dachte "die musst du haben". Es gibt da auch kein Holzschildchen, da muss man das Mark drinlassen. Eine von vier Veredelungen ist nicht angegangen.

das ist zweifellos eine ungewöhnliche methode der rebveredelung. ich gratuliere dir zu deinem erfolg. 8)
ich nehme an, daß du die okulation am gleichjährigen holz der "unterlage" ausgeführt hast?
wie sieht es mit der mechanischen belastbarkeit der veredelungsstelle aus?
(chip-veredelungen brechen relativ leicht ab.)
stelle doch mal bilder ein. ich bin sicher, daß auch andere trauben-fans interessiert sind.

den größten teil meiner reben habe ich heute geschnitten.
in den vergangenen jahren war ich damit spätestens mitte februar fertig.
an ausgereiftem holz ist die rinde noch deutlich grün.
nur einige der probeweise aufgeschnittene knospen zeigten frostschäden.
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Dietmar

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #21 am: 01. März 2009, 16:39:48 »

Auch ich hatte heute Rebschnitttag. Im vergleich zum Vorjahr war der Zustand der Reben dieses mal deutlich schlechter. Ich schätze, dass ca. 25 ... 30 % der Reben mausetot sind. Bei weiteren ca. 50 % ist der Zustand indifferent, d.h. mit Glück schlagen diese wieder aus. Der Rest scheint OK. zu sein.
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Giaco85

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #22 am: 01. März 2009, 19:33:30 »

Heute habe ich noch Nachbars Frühe Malingre geschnitten, das war es dann erstmal.
Schaden durch den Winter hat bei mir keine Rebe genommen. Wir hatten auch nur zwei Nächte um die -13 °C.
Von den neugepflanzten neuen Sorten ist nur Juliana aufgefallen, die Holzreife bei gut 2 m Trieb ist so miserabel gewesen, das ich sie auf 2 Augen zurück schneiden mußte.

Die frühe Malingre macht Ihren Namen alle Ehre:


Frühe Malingre 1 01.03.09

,

Frühe Malingre2 01.03.09


Sie steht an einer Südwand und treibt.

Auf freier Fläche steht Arolanka.


Arolanka 01.03.09


Das wäre dann wirklich die früheste, die anfängt zu treiben.

Da wir hier kaum von nennenswerten Frösten ab März heimgesucht werden, sehe ich es gelassen.
VG
Giaco


« Letzte Änderung: 01. März 2009, 19:36:21 von Giaco85 »
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Apfelfreund

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #23 am: 01. März 2009, 20:47:07 »

Dietmar,

bei den Ausfällen, die Du hast würde ich reif für die Klappsmühle sein :o. Naja, ich geh ja bald wieder zur Arbeit...

Trotz der schlechten Nachrichten für Dich, kannst Du vielleicht sagen, welche Reben erfroren sind? Davon können wir noch lernen.
Waren es Neuanpflanzungen oder schon ältere Reben?

Ich habe heute ganz entspannt 2x Regent und einmal Königliche Eshter geschnitten. Sie stehen frei und ich habe sie am Stock erzogen. Pro Rebe habe ich dieses Mal ganz resolut nur 3 Bögen gebunden.
Mit drei Bögen hatte ich vor 3 Jahren eine super Ernte. Das Jahr darauf wurde ich gierig und habe 5 Bögen angeschnitten. Außer jede Menge Kraut und ein paar mikrigen Trauben nichts. Letztes Jahr entschloß ich mich 4 Bögen anzuschneiden. Weniger Kraut und mehr Trauben waren das Ergebnis. Aber nicht so gut wie mit 3 Bögen. Vielleicht sollte ich mal die Nerven haben und nur 2 Bögen anzuschneiden.

Aber wer weiß, dann hebe ich mir noch einen Bruch an den Trauben... :D

Wieviel Bögen schneidet ihr denn so bei freistehenden Reben an? Habt Ihr auch schon mal ausprobiert, mit wieviel Bögen ihr das beste Ergebnis habt?

Die Winzer an der Mosel sind schon teilweise bei einem Bogen angekommen und roden noch einige Reihen heraus, um weitere Abstände zu haben.

In jedem Fall war es ein super herrlicher Tag heute mit milden Temperaturen und die Winterdepressionen schwinden schnell.
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Apfelfreund

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #24 am: 03. März 2009, 20:54:21 »

Noch ne Frage:

Hat es einen Einfluß auf den Ertrag, wenn ich den Zapfen über oder unter dem Bogen anschneide?

In meinem Fall ist die Rebe erst 3 Jahre alt. Letztes Jahr habe ich aus einem Zapfen, den ich das Jahr davor kurz über dem Boden anschnitt, zwei lange Triebe erhalten. Den unteren habe ich wieder als Zapfen angeschnitten und den oberen Trieb als Bogen mit 14 Augen angeschnitten. Dieser Bogen brachte mir sage und schreibe 12 Trauben mit insgesamt 10 kg Ertrag (Im Gewächshaus). Da die Trauben 30 cm lang waren, hingen sie aber teilweise auf dem Boden.

Dieses Jahr möchte ich von dem Bogen des letzten Jahres wieder einen Trieb als Bogen und einen Trieb als Zapfen anschneiden. Der Trieb aus dem Zapfen des letzten Jahres ist zu tief am Boden, so daß mir die Trauben wieder am Boden hängen würden. Nun stehe ich vor der Entscheidung, wo ich den Zapfen anschneiden soll. Die Triebe des Bogens sind so gewachsen, daß ich einen kräftigen Trieb als Bogen anschneiden möchte. Leider ist darunter kein Trieb, so daß ich von den Trieben darüber einen Zapfen anschneiden müßte. Oder ich nehme einen schwächeren Trieb von den oberen als zukünftigen Bogen und wähle den unteren kräftigen Trieb als Zapfen.

Alles klar? ::) :-\
« Letzte Änderung: 03. März 2009, 21:04:26 von Apfelfreund »
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Natura

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #25 am: 03. März 2009, 21:29:32 »

Hallo Apfelfreund, hast du welche im Gewächshaus und welche im Freiland? Aber 3-5 Bögen :-\
Wir haben einen ganz normalen Weinberg, da wird auch nur eine Rute gezogen, das reicht. Geschnitten wurde bei uns schon längst, wenn es jetzt wärmer wird, kann man anbinden. Ich denke nicht, dass viel erfroren ist.
Zum schneiden deines Traubenstocks kann ich dir keinen rechten Rat geben, du hast ihn ganz anders erzogen, als man es in einem Weinberg macht. Dein Spalier auf dem Bild ist ja sagenhaft.
Bei uns werden sie, wenn sie über den 3. Draht gewachsen sind, gegipfelt. So sieht unser Weinberg aus:

« Letzte Änderung: 04. März 2009, 14:53:42 von Natura »
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Apfelfreund

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #26 am: 04. März 2009, 00:09:32 »

Hallo Natura, ein eigener Weinberg ist auch mein Traum, aber hier in Friesland vielleicht doch zu ungewöhnlich.

Ich habe die meisten Reben im Garten, bis jetzt eine im Gewächshaus, weitere folgen.
Wenn Du einen Bogen anschneidest, hast Du dann nicht auch einen Zapfen, aus dem Du für nächses Jahr wiederum einen Bogen bindest? Oder ziehst Du den Bogen aus einem Trieb des Bogens?

Welche Sorten baust Du denn an und wo liegt Dein schöner Weinberg?

Immer wieder Fragen... ???

Gute Nacht Apfelfreund
« Letzte Änderung: 04. März 2009, 00:10:52 von Apfelfreund »
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Natura

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #27 am: 04. März 2009, 14:38:17 »

Warum träumen nur alle von einem Weinberg ???
In unserem wächst nur die Sorte Weißburgunder und er liegt im Kraichgau. Das ist Nordbaden, Nähe Heidelberg, jetzt auch bekannt durch das Stadion in Sinsheim, wo "Hoffe" Fußball spielt.

Für den Bogen für das nächste Jahr wird normalerweise eine neue Rute, die aus dem diesjährigen Bogen wächst, genommen. Man kann auch zur Sicherheit noch einen Zapfen anschneiden.

 Junge Reben werden erst einmal so aufgebaut, dass ein Stamm entsteht.
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Werner987

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #28 am: 04. März 2009, 17:04:50 »

Nun stehe ich vor der Entscheidung, wo ich den Zapfen anschneiden soll. Die Triebe des Bogens sind so gewachsen, daß ich einen kräftigen Trieb als Bogen anschneiden möchte. Leider ist darunter kein Trieb, so daß ich von den Trieben darüber einen Zapfen anschneiden müßte. Oder ich nehme einen schwächeren Trieb von den oberen als zukünftigen Bogen und wähle den unteren kräftigen Trieb als Zapfen.

der (ersatz-)zapfen sollte in der vorgesehenen stammhöhe angeschnitten werden.
alles andere ist zweitrangig.
je nach wuchsstärke würde ich dann 1-2 strecker (an schwächeren Trieben statt einer bogrebe) anschneiden.
junge rebstöcke können leicht überlastet werden - wuchsdepressionen sind möglich!
den bodennahen zapfen würde ich unverzüglich entfernen, damit im unteren stammbereich später keine große wunde entsteht.
kurz über dem erdboden befindliche blätter sind stärker mehltaugefährdet.

die mögliche anzahl und länge der bogreben älterer stöcke ist von verschiedenen faktoren abhängig:
-wuchskraft der sorte
-verwendete unterlage
-bodenbeschaffenheit, nährstoffe
-klima
-vorjahresertrag
-regulierende maßnahmen (ausdünnen)

3 oder 4 bogreben sind nur bei sehr stark wachsenden weinreben sinnvoll.
die traubenanzahl muß dann reduziert werden, besonders bei großtraubigen sorten.
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Rhodo

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Re:Weinbau: Erziehung, Schnitt, Veredeln
« Antwort #29 am: 04. März 2009, 17:52:38 »



Gleich sitzt man wieder wie auf Kohlen, weil man an den Rebschnitt denkt - falls es noch etwas zum Schneiden gibt.

Habt Ihr schon angefangen?

Bin gerade mittendrin. :)

Nur keine Panik!

Bis zum Austrieb ist noch Zeit!
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