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Autor Thema: Frage zu Glyphosat  (Gelesen 139499 mal)

bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2340 am: 17. März 2017, 07:16:47 »

Es ist zwar äußerst mühsam, sich durch den Thread zu wühlen - aber es lohnt sich: Was da an Meinungen, Ansichten, Behauptungen und Argumenten und an Links drin steht, spiegelt die gesamte Bandbreite der Debatte wider.
Also: Bei passender Gelegenheit mit Kaffee, Tee, einem Bier, einem Glas Wein und vielleicht auch etwas Popcorn ransetzen und lesen!
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thuja thujon

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2341 am: 17. März 2017, 07:40:11 »

wer zu faul ist seine paar m² mit der Hand sauber zu halten, sollte etwas anderes pflegen, vielleicht Plastikrasen, teeren....
Das teeren hatte vor nicht allzulanger Zeit zu Problemen mit Bioeiern geführt. Da die Hühner freien Auslauf hatten waren sie auch der Asphaltfläche ausgesetzt, so fanden die Lebensmittelkontrolleure krebserregende PAK´s in den Eiern.

Was die besonders gute Wirkung gegen eine Alge angeht, da gibts bestimmte Schwellenwerte, ab wann was als solches eingestuft wird. Eine Gewässerabstandsauflage von 20m, dem schlimmsten Fall, ist mir für Glyphosat nicht bekannt.
Dass G. nicht alles photosynthetisch aktive killen kann, zeigen die zahlreichen Wirkungslücken wie Sedum acre usw.
Im Gegenzug gibts für fast jedes Herbizid eine Pflanze, die besonders empfindlich ist. Wo ein hundertstel der üblichen Aufwandmenge für diese eine Pflanze doch vollkommen ausreicht.
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bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2342 am: 17. März 2017, 08:29:48 »

Die Wirkungslücken ergeben sich - von seltenen Ausnahmen abgesehen - nicht aus einer grundsätzlichen Resistenz der Pflanzen gegenüber dem Wirkprinzip von Glyphosat (der Hemmung eines für photosynthetisch aktive Pflanzen zentralen Stoffwechselwegs, der bei Tieren nicht vorkommt) auf biochemischer Ebene, sondern aus Besonderheiten im Pflanzenbau, die ein Eindringen des Wirkstoffs in die Pflanze erschweren (z. B. durch eine undurchdringliche Kutikula) oder durch Nutzung von Reservestoffen ein längeres Überleben nach Vergiftung ermöglichen (z.B. hartnäckige Wurzelunkräuter mit hohem Ausschlagvermögen).

Für Wasserpflanzen ist das irrelevant, die werden bei entsprechender Konzentration allesamt geschädigt, sofern sie ihre Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen. Was für die meisten zutrifft.
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Floris

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2343 am: 17. März 2017, 14:05:37 »

Warum wirkt es nicht gegen Ackerschachtelhalm?
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Was ich im Frühjahr nicht säe brauch' ich im Herbst nicht zu ernten.

zwerggarten

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2344 am: 17. März 2017, 14:18:53 »

Kann es sein,  dass Du den Thread nicht gelesen hast?

sexy unkrautrupfer müssen nicht lesen können. 8) ;D

nur für die blanken knie sieht die methode ungut aus... :-\
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lustgärtner und hedonist – das original seit 2007

moin

bristlecone

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2345 am: 17. März 2017, 14:23:40 »

Warum wirkt es nicht gegen Ackerschachtelhalm?

Ich vermute, dass hängt mit drei Faktoren zusammen:
- geringe oberirdische Blattfläche
- geringe Benetzbarkeit und geringe epidermale Aufnahme
- extrem hohes Regenerationsvermögen aus tief sitzenden und weit streichenden Rhizomen.
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dmks

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2346 am: 19. März 2017, 18:00:12 »

Auch möglich, daß es an/in den einzelnen (leicht trennbaren) Segmenten zu schnell wirkt und deshalb nicht in der Pflanze weit genug transportiert wird?
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Wir werden das nun irgendwie schaffen müssen!

Floris

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2347 am: 19. März 2017, 18:19:47 »

An den nicht ausreichenden Transport und schlechte Verteilung in den Wurzeln glaube ich nicht. Dann sollte der irgendwie mickern um sich später wieder zu erholen.
Oberirdisch reagiert der sichtbar aber gar nicht. Ich bin nicht sicher, aber war das mit Gramoxone nicht genauso?
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dmks

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2348 am: 19. März 2017, 18:45:28 »

Ja, aber Grammoxone wirkt allerdings auch anders.
Bei Schachtelhalm ist durchaus bei Glyphosat eine Anfangswirkung (Welkeerscheinungen) erkennbar, er regeneriert sich aber sehr schnell.
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Floris

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2349 am: 20. März 2017, 20:14:35 »

Dann muß ich beim nächsten Mal wohl mal etwas genauer hinsehen  ;D
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thuja thujon

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2350 am: 20. März 2017, 23:35:28 »

Wenn man Schäden sehen möchte, sollte man feintropfig spritzen, als Zusatz zur Wirkungssteigerung hat sich schwefelsaurer Ammoniak bewährt, Spritzbrühe mit weichem Wasser ansetzen. Bei harter Wachsschicht auch formuliertes Pflanzenöl zugeben.
Schachtelhalm steht was die Abstammung der Unkräuter angeht recht isoliert da, es ist in etwa sowas wie ein Relikt und daher schlecht vergleichbar mit anderem.
Glyphosat ist immer vollsystemisch, wird durch die Formulierung ganz gut aufgenommen. Wenn sich ein Wirkstoff an der Blattoberfläche sammelt und zieht nicht ein, sieht man keine Schäden. Wenn er nur langsam einzhiet, kanns passieren, dass er abgewaschen wird vom nächsten Regen oder die Pflanze entgiftet die geringen Dosen, die durch die Wachsschicht der Blätter durchkommen.
Alle Wirkstoffe die nicht richtig aufgenommen werden haben gemeinsam, dass sie nicht wirken.
Werden sie nach der Aufnahme in der Pflanze nicht verteilt, sehen die Pflanzen meist wie verbrannt, verätzt aus und treiben nach wenigen Tagen aus den unversehrten Blattknoten wieder neu aus.
Hat der ein oder andere vielleicht auch schon von Pelargonsäurepräparaten gesehen, Paraquat ist auch so ein Brenner ohne lange Wirkung. Entweder die machen alles platt oder es treibt neu aus. Ist wie händisch jäten oder Unkrautbrenner.

Soviel zu systemischen und nicht systemischen Wirkstoffen.

Ansonsten geht man an Ackerschachtelhalm mit Wuchsstoffen ran oder verbessert besser gleich den Boden. Zu Wuchsstoffen rentiert sich auch der Zusatz von Stickstoffdüngern zur Spritzlösung.
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manhartsberg

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2351 am: 22. März 2017, 20:09:59 »

global 2000:
Glyphosat: Wir zeigen Monsanto und europäische Kontrollbehörden an
Industrie-Studien verschleiern Krebseffekte ihres Pestizids – die Kontrollbehörden BfR und EFSA liefern irreführende Bewertungen, unabhängige, kritische Studien werden diskreditiert. Die Krebsgefahr von Glyphosat wird gezielt vertuscht, um eine Wiederzulassung des gefährlichen Pestizids zu erreichen. Deshalb haben wir Anzeige gegen Monsanto, das BfR und die EFSA erstattet.

https://www.global2000.at/glyphosat-anzeige-gegen-monsanto-und-co
https://kurier.at/politik/ausland/global-2000-zeigt-vor-glyphosat-zulassung-monsanto-und-behoerden-an/184.499.859

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noch nie war ich so wertvoll wie heute

Staudo

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2352 am: 22. März 2017, 20:14:11 »

Das BfR wurde unter Renate Künast eingerichtet.
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Es könnte mal wieder regnen. Aber bitte nicht am Freitag.

Dornroeschen

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2353 am: 22. März 2017, 22:13:38 »

Das Problem ist, es gibt kaum unabhängige Gutachter. Die leben von Aufträgen der Industrie. Die sägen nicht am Ast, auf dem sie sitzen.
Eine ganz andere Frage,
gibt es milbenfreie Bienenvölker in D?
« Letzte Änderung: 22. März 2017, 22:22:16 von Dornroeschen »
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Grün ist die Hoffnung

Staudo

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Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #2354 am: 22. März 2017, 22:24:30 »

Es soll allerdings sogar unter den Purianern Gutachter geben, die von Aufträgen der EU oder des BfR leben. Übrigens hat das Bienensterben reineweg gar nichts mit Glyphosat zu tun.
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Es könnte mal wieder regnen. Aber bitte nicht am Freitag.
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