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News: Reden ist das eine, manchmal ist auch zuhören angebracht. Und Reden wie auch Zuhören nutzt sowieso nichts, wenn man nicht imstande ist zu verstehen. (celli)
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24. Juni 2017, 12:34:03
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Autor Thema: Klima  (Gelesen 15972 mal)

bristlecone

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Re: Klima
« Antwort #315 am: 02. März 2017, 12:17:06 »

Die Washington Post hat die Informationen über die Pläne von Trumps Regierung vorgelegt:
White House eyes plan to cut EPA staff by one-fifth, eliminating key programs

20 % der Stellen und 25 % des Budgets möchte Trump kürzen, bei einigen Bereichen wie dem Bereich "Research and Developmemt" (Forschung und Entwicklung) über 40 %, und diverse laufende Projekte wie etwa Umweltsanierungen werden nahezu ganz eingestellt, wenn's nach den Vorschlägen geht.
Die Beteiligung am "U.S. Global Change Research Program,” einen von Bush (Vater) 1989 aufgelegte Initiative zur Klimaforschung, soll gänzlich und ersatzlos eingestellt werden.


P.S.

Das Budget der NOAA, der "National Oceanic and Atmospheric Administration", soll nach Angaben der Washington Post um 17 % gekürzt werden.
Die NOAA ist eine der wichtigsten Organisationen, was die Klimaforschung angeht (sie die verlinkte Homepage), aber auch das "National Hurricane Center" ist dort angesiedelt, dass für die Vorhersage und Überwachung der Zugbahn von Hurrikanen die zentrale Einrichtung ist.
Na denn ...
« Letzte Änderung: 04. März 2017, 09:51:44 von bristlecone »
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bristlecone

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Re: Klima
« Antwort #316 am: 10. März 2017, 07:47:14 »

Im Februar lagen in der Arktis die Temperaturen weiterhin weit über dem Durchschnitt, und die Eisfläche war so niedrig wie niemals zuvor um diese Jahreszeit.
In der Antarktis sieht es nicht grundsätzlich anders aus.

Another warm month in the Arctic
« Letzte Änderung: 10. März 2017, 07:48:55 von bristlecone »
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bristlecone

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Re: Klima
« Antwort #317 am: 11. März 2017, 08:13:57 »

Der CO2-Gehalt steigt weiter, und der Anstieg selbst erfolgt im zweiten Jahr hintereinander mit Rekordgeschwindigkeit.
Inzwischen sind wir bei 405 ppm angelangt.

"The two-year, 6-ppm surge in the greenhouse gas between 2015 and 2017 is unprecedented in the observatory’s 59-year record."
“The rate of CO2 growth over the last decade is 100 to 200 times faster than what the Earth experienced during the transition from the last Ice Age,”

(Quelle: NOAA), eine der Agencies, deren Etat Trump drastisch kürzen will.

Und zugleich erklärt der neue Chef der US-Umweltbehörde:
"“I think that measuring with precision human activity on the climate is something very challenging to do, and there’s tremendous disagreement about the degree of impact, so no, I would not agree that it’s a primary contributor to the global warming that we see,” Pruitt said." (Quelle)
« Letzte Änderung: 11. März 2017, 08:18:52 von bristlecone »
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bristlecone

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Re: Klima
« Antwort #318 am: 26. März 2017, 08:35:18 »

Trumps Haushaltsdirektor Mick Mulvaney bei der Vorstellung des US-Haushaltsentwurfes: Für Klimawandel "geben wir künftig kein Geld mehr aus. Wir fänden das Geldverschwendung." (Quelle)

Der Weg dahin geht weniger über das aktive Verändern von Gesetzen. Es geht viel einfacher und viel perfider: Personal abbauen, keine Daten erheben, Forschungsprogramme einstampfen.

Wo das Personal fehlt, kann man das Einhalten von Vorschriften nicht mehr überwachen.
Und wo nicht weiter geforscht und nicht mehr gemessen wird, gibt es auch keine verbesserten Erkenntnisse.
« Letzte Änderung: 26. März 2017, 08:40:19 von bristlecone »
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partisanengärtner

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Re: Klima
« Antwort #319 am: 26. März 2017, 10:32:16 »

Unter Trump nähert sich die Speerspitze der Wissenschaft den trübsten Vorurteilen, die manche schon immer über die USA gehegt haben.
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Axel

bristlecone

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Re: Klima
« Antwort #320 am: 14. April 2017, 18:15:36 »

Scott Pruitt, der Leiter der US-amerikanischen Umweltbehörde, verkündet den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen - das sei ein schlechter Deal für Amerika, während China und Indien davon profitieren würden.

Den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung hat die Washington Post näher unter die Lupe genommen und vergibt dafür glatte vier Pinocchios - die höchste Lügenstufe.
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bristlecone

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Re: Klima
« Antwort #321 am: 05. Mai 2017, 18:37:48 »

Das zentrale Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens besteht darin, die globale Erwärmung auf unter 2 °C - möglichst nicht mehr als 1,5 °C zu begrenzen.

Um das zu erreichen, kann man von folgender Faustformel ausgehen: Ab 2020 müssen die fossilen Emissionen jedes Jahrzehnt halbiert werden!

Näheres dazu und Überlegungen, wie man darauf kommt, in diesem lesenswerten Artikel von Stefan Rahmstorf: Können wir die globale Erwärmung rechtzeitig stoppen?
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SouthernBelle

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Re: Klima
« Antwort #322 am: 05. Mai 2017, 19:01:38 »

Da koennen wir nur hoffen, dass sich bald die Koryphaeen der US Klimaforschung an Deutschen Universitaeten einfinden.
Uebrigens findet in Australien momentan das Umsteuern von Klimaforschung zu Klimafolgenforschung (der ingenieurtechnischen Art) statt, mit entsprechenden Budgetkuerzungen und Entlassungen.
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Gruesse

bristlecone

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Re: Klima
« Antwort #323 am: 08. Mai 2017, 12:32:23 »

Umweltbehörde ersetzt Wissenschaftler durch Industrievertreter

Wenn man die Homepage der US EPA aufruft, so haben sich die dort vorgestellten Themenschwerpunkte inzwischen deutlich verschoben.

Der Klimwandel taucht dort an vorderster Stelle gar nicht mehr auf, dafür immer mehr Schlagzeilen wie

"Administrator Scott Pruitt announces efforts to refocus EPA on its intended mission, return power to the states, and create an environment where jobs can grow."

oder

"Administrator Scott Pruitt speaks with power plant workers, Missouri Electric Cooperative members and agriculture leaders about EPA’s Back-to-Basics agenda"


Zitat von Scott Pruitt:

“Rather than regulating an entire industry out of business, I’m committed to working in coordination with states to create a healthy environment where jobs and businesses can grow. That’s the purpose of my Back-to-Basics agenda,” said Administrator Pruitt. “Last week I went underground in a Pennsylvania coal mine, and today I got a firsthand look at a Missouri coal-fired power plant. Coal is, and will continue to be, a critical part of America’s energy mix. I saw today just how important this fuel source is to affordable electricity and economic development in the region, especially in the agriculture community.”

Es geht um Kohle, in jeder Hinsicht, alles Andere steht zurück.



Bevor man die US-Amerikaner aber allein an den Pranger stellt:
Schafft Deutschland seine Klimaschutzziele?
« Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 12:50:59 von bristlecone »
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bristlecone

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Re: Klima
« Antwort #324 am: 03. Juni 2017, 23:04:26 »

Seit Jahren, besser gesagt: Jahrzehnten warnen Klimatologen vor den Folgen des Klimawandels durch die industrielle Freisetzung von Treibhausgasen.

Reaktion: Das ist alles nicht genau genug erforscht, viel zu unsicher, darauf können wir nichts geben, wir müssen Genaueres wissen.

Nun, da die Folgen langsam, aber sicher zutage treten und nicht mehr so recht zu übersehen sind, heißt es: "Das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, sei realistisch nicht mehr erreichbar." Deshalb muss das Pariser Abkommen, dass sich eben dies zum Ziel gesetzt hat, aufgegeben werden.
Das ist nicht mal mehr Zynismus.
« Letzte Änderung: 03. Juni 2017, 23:08:44 von bristlecone »
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fromme-helene

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Re: Klima
« Antwort #325 am: 04. Juni 2017, 10:38:19 »

Ach, Du siehst das viel zu verbissen.   :-X

Huch, ist derselbe Link.  :-[ ;D
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blöde evidenzbasierte Kuh

lerchenzorn

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Re: Klima
« Antwort #326 am: 04. Juni 2017, 10:56:01 »

"... hat sogar gutes ..."

Kannste endlich wieder Tomaten unter freiem Himmel anbauen, wenn der Schwefel aus der Braunkohle die Pilze in Schach hält.
Wir sollten uns dringend auch von der Entschwefelung verabschieden.
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Staudo

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Re: Klima
« Antwort #327 am: 04. Juni 2017, 16:40:21 »

Ich habe mir wirklich schon überlegt, ob die Umweltverschmutzung der letzten 150 Jahre die Nahrungserzeugung vielleicht sogar befördert hat. Jetzt kommen mit der sauberen Luft viele Pilzkrankheiten wieder. Es wird wohl so sein wie immer. Die Medaille hat zwei Seiten. Es wird Regionen auf der Erde geben, die von der Klimaerwärmung profitieren wie z.B. mitteleuropäische Städte mit sonnenhungrigen Bewohnern.
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Sommer ist Mist.

bristlecone

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Re: Klima
« Antwort #328 am: 22. Juni 2017, 14:10:58 »

Aus aktuellem Anlass

Irgendwie ist das Gejammer über Sommerhitze genauso nervig wie das Chaos, das regelmäßig ausbricht wenn es im Winter schneit. Beides ist normal und nicht zu ändern - warum kann man sich nicht einfach drauf einstellen und vorsorgen? Spart Nerven - nicht nur die eigenen  ;).

hier eine Zusammenstellung der New York Times über die Zunahme der Zahl an Hitzetagen (d. h. Tage mit Tmax über 35 °C), wenn das Klimaziel des Parisabkommens ungefähr erreicht werden sollte - also die Erderwärmung auf 2 °C zu begrenzen -, und wie's bis zum Ende des Jahrhunderts aussehen dürfte, wenn dieses Ziel nicht erreicht wird.

95-Degree Days: How Extreme Heat Could Spread Across the World

Wohl bekomm's.  :P
« Letzte Änderung: 22. Juni 2017, 14:12:31 von bristlecone »
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zwerggarten

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Re: Klima
« Antwort #329 am: 22. Juni 2017, 14:30:20 »

schlimm. man wird sogar flotte sprüche umtexten müssen: nach mir die dürre. :-X
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moin
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