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Autor Thema: Hibiskus hat Läuse  (Gelesen 3377 mal)

Christina

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Hibiskus hat Läuse
« am: 23. Oktober 2011, 22:17:20 »

Ich habe einen Hibiskushochstamm schon 20 Jahre lang. Ein prächtiges Exemplar, aber nun hat er schon den ganzen Sommer lang Läuse, zum 1. Mal. Ich hatte ihn umgetopft und Langzeitdünger dazu gegeben, die vergangenen Jahr hatte ich fast gar nicht gedüngt, ich denke, daß das der Grund ist.

Ich habe ihn radikal zurück geschnitten, mit einem Rapsölpräperat gespritzt und Läusestäbchen in die Erde gesteckt. Trotzdem ist die Plage noch da.

Habt ihr einen Tip für mich? Da wir nicht vorhaben ihn aufzuessen, darf es ruhig auch ein bißchen Gift sein, aber wirklich nur ein bißchen.
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RosaRot

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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #1 am: 23. Oktober 2011, 22:28:02 »

War er im Sommer draußen oder ist er immer im Haus?

Läuse lieben Hibiskus, meine bekommen gerade welche, weil sie wieder im Haus sind. Im Sommer draußen haben sie nie welche. Gelegentlich spüle ich die Läuse unter der Dusche aber meistens mache ich nichts. Im Frühjahr tauchen dann wieder Marienkäferlarven auf und fressen die Läuse weg.
Man kann auch Neem-Präparate verwenden, aber nicht alle Pflanzen vertragen die gut. Meine Hibisken haben nach Neem die Blätter abgeworfen. Vielleicht hatte ich zu stark dosiert.
Hast Du Lizetan-Stäbchen genommen, die müssten eigentlich helfen?
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Viele Grüße von
RosaRot

Christina

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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #2 am: 23. Oktober 2011, 22:33:22 »

Er steht immer im Haus, aber sehr hell an einem großen Fenster, dort hat er sich immer wohlgefühlt. Neem lasse ich dann lieber mal sein. Was für Stäbchen das waren weiß ich nicht mehr, ich habe sie im Keller gefunden, die waren bestimmt noch von vor unserem Einzug hier ins Haus, also schon mindestens 15 Jahre alt. Womöglich ist der Wirkstoff schon verflogen.

Lizetanstäbchen werde ich morgen besorgen.
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RosaRot

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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #3 am: 23. Oktober 2011, 22:37:37 »

Oh... 15 Jahre alte Stäbchen :o... da ist vielleicht wirklich die Wirkung "verpufft"...

Schreib mal, ob und wann das Lizetan geholfen hat.
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RosaRot

Christina

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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #4 am: 23. Oktober 2011, 22:40:01 »

Mach ich und Dankeschön
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Zwiebeltom

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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #5 am: 23. Oktober 2011, 22:41:01 »

Lizetanstäbchen setze ich bei Hibiskus schon vorbeugend gegen Blattläuse ein. Die finden sich eigentlich immer ein, auf einem Balkon in der Stadt aber nicht unbedingt auch Blattläuse oder Florfliegen.
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Christina

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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #6 am: 06. November 2011, 20:00:54 »

Leider haben die Lizetanstäbchen nicht geholfen, Anfang der woche habe ich Axorisstäbchen nachgelegt. Leider immer noch keine Wirkung. Vielleicht wage ich es noch ihn rauszustellen und ordentlich abzusprühen. Wird halt ein elendes Geschleppe.
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oile

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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #7 am: 06. November 2011, 20:07:08 »

Bei mir hilft nur Sprühen. Dafür stelle ich ihn ins Badezimmer, binde mir vorsichtshalber ein Tuch vor die Nase, sprühe, verlasse fluchtartig den Raum und schließe die Tür. Nach einer Stunde schnell rein und Fenster auf. Anschließend kommt der Hibiskus wieder an den gewohnten Platz.
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Christina

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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #8 am: 06. November 2011, 20:14:20 »

Wird mir nichts anderes übrigbleiben, ich werde es draußen machen.
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Daniel - reloaded

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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #9 am: 06. November 2011, 20:57:12 »

Hmm, wurndert mich ein wenig was du schreibst!

Dabei wundert mich nicht das Versagen der Lizetan- und Axorisstäbchen, aber umso mehr das des Rapsölpräparates!

Wichtig bei Ölen: Die Pflanze muss komplett benetzt werden, einschließlich der Blattunterseiten. Jede Laus die du nicht triffst überlebt. Ferner muss die Konzentration der Brühe hoch genug sein (bei Läusen sollte 1% reichen, bei Schildläusen 2%), mit der flächenbezogenen Aufwandmenge wie sie heute i.d.R. auf den Packungen steht kommst du bei diesem Mitteln im Kleingarten meist nicht weiter weil oft sehr hohe Wassermengen benutzt werden (müssen).

Zu den Stäbchen:

So toll die Neonicotinoidstäbchen (egal ob Lizetan, Axoris oder Careo) während der Wachstumszeit sein mögen, so ungeeignet sind sie oft im Herbst und Winter bei Überwinterungspflanzen!
1. Hast du die Pflanze stark zurück geschnitten. Damit hast du aber auch einen großen Teil der Blattmasse und damit Verdunstungsfläche genommen. Wasseraufnahme und Verdunstung sind aber eine Grundvoraussetzung um den Wirkstoff überhaupt in die Blätter zu kriegen!

2. sind die Temperaturen jetzt deutlich geringer, wenn du die Pflanze nicht gerade im Wohnzimmer stehen hast. Das reduziert den Stoffwechsel der Pflanze und zusätzlich die Wirkstoffaufnahme weiter.

3. Kübelpflanzen (wenn sie denn draußen standen), haben im Herbst oft einen sehr feuchten Wurzelballen, du gießt also weniger. Das führt aber dazu, dass die Stäbchen sich auflösen, der Wirkstoff aber in den obren 2-5 cm verbleibt. Um gut aufgenommen zu werden muss er aber in den gesamten Wurzelraum und das klappt nur mit gießen von oben, entsprechend dauert es so Wochen bis überhaupt etwas passieren kann.

4. Wenn es sich um ein Stämmchen handelt muss der Wirkstoff durch den ganzen Stamm und die Äste bis er dort ankommt wo die Läuse sitzen. Je höher und dicker der Stamm aber ist, desto höher muss auch die zugeführte (und aufgenommene) Wirkstoffmenge sein um überhaupt eine wirksame Konzentration am Wirkort zu erreichen! In solchen Fällen sind dann die Konzentrate zum spritzen und gießen häufig besser geeignet, da sie keinen Dünger enthalten der ja bei den Stäbchen und Granulaten die Aufwandmenge automatisch begrenzt.

5. Muss auch der Schädling eine gewisse Aktivität haben um überhaupt den Wirkstoff aufzunehmen, daher sollte die Temperatur über mindestens 48 Stunden bei mindestens 12° liegen (wenn der Wirkstoff überhaupt erstmal in ausreichender Dosis am Wirkort Blatt angekommen ist)!

Die Stäbchen und Granulate sind also für warm gehaltene Zimmerpflanzen und im Sommer auch bei Kübelpflanzen bestens, bei kühl stehenden (Überwinterungs-)Pflanzen und zurück geschnittenen Pflanzen eher ungeeignet.


Da alle Neonicotinoide aber auch eine gute Kontaktwirkung haben kannst du sämtliche Sprays und Spritzmittel die Imidacloprid (Lizetan), Thiamethoxam (Axoris), Thiacloprid (Calypso) oder Acetamiprid (Careo) enthalten trotzdem mit guter Wirkung einsetzen. Die Temperatur sollte aber auch hier nicht unter 10° (besser 12°) liegen.

Zum Einsatz im Wohnbereich eignet sich nach meiner Erfahrung vor Allem Axoris da es 1. fast geruchsneutral ist und 2. grobtropfig sprüht. Du nebelst also nicht das gesamte Zimmer ein. Lizetanspray hingegen sprüht sehr fein und ist recht geruchsintensiv, das solltest du dann bitte auf alle Fälle draussen machen!
Ferner wäre auch Raptolspray (Rapsöl+Pyrethrum) geeignet, auch das sprüht sehr grobtropfig.
Wichtig bei Raptol (und auch Calypso): Die Mittel sind sehr ölhaltig, entsprechend können sie zu Fettflecken führen.


Viel Erfolg!


Liebe grüße,


Daniel


P.S.: Von Neempräparaten würde ich hier dringend abraten!
1. kann es zu Verträglichkeitsproblemen kommen (Blattfall wie ja schon geschrieben)
2. Haben Neemmittel einen recht hohen Temperaturanspruch um gut zuwirken (da auch die Schädlinge recht aktiv sein müssen).
3. Wird das Risiko von Pflanzenschäden umso größer je niedriger Temperatur und Lichtmenge sind!

Edith sagt: Wenn schon Romane, dann wenigstens halbwegs fehlerfrei..... :-\
« Letzte Änderung: 06. November 2011, 21:19:51 von Daniels Geist »
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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #10 am: 06. November 2011, 22:05:13 »

Danke, Daniel für die ausführliche Antwort.

Das Rapsölpräperat hatte ich nach Anweisung auf der Packung angerührt. Ich habe mich auch bemüht, alles, auch die Blattunterseiten zu erwischen, eventuell war ich doch nicht gründlich genug.

Zu 1. und 4.: Sehr einleuchtend
Zu 2.und 3.: Er steht ganzjährig im Zimmer

Also nheme ich Axoris, wie gesagt, ich werde ihn auf die Terasse stellen zum Einsspühen.
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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #11 am: 06. November 2011, 22:12:31 »

ich werde weder mich noch Oile mit Axoris einsrühen ;D
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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #12 am: 07. November 2011, 21:51:35 »

Spiritus oder Seife schon probiert? Oder ist dann der Hibiskus beleidigt?
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Daniel - reloaded

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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #13 am: 08. November 2011, 01:20:32 »

Spiritus und Läuse ist, glaube ich, ein nicht auszurottender Mythos...... ::)

Ethanol in einer Dosierung in der er Insekten akut gefährlich wird, wird auch immer zu Pflanzenschäden führen!

Man kann einzelne Wollläuse mit Spiritus betupfen um sie zu bekämpfen, aber auch hierbei darf man keinesfalls die Pflanze selbst benetzen!

Und Seife wird kaum besser wirken als ein Ölpräparat, da der Wirkungsmechanismus der selbe ist.
Fertige Ölpräparate bilden ja auch eine Emulsion die i.d.R. die Blätter gut benetzt, eine seifenlauge wird deshalb kaum bessere Ergebnisse bringen, auch wenn ich das versagen der Rapsölspritzung nach wie vor nicht ganz nachvollziehen kann....
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Re:Hibiskus hat Läuse
« Antwort #14 am: 13. November 2011, 19:43:37 »

Am Mittwoch habe ich ihn mit Axoris ordentlich eingespüht. Jetzt sind keine Läuse mehr da. :D
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