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Autor Thema: Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen  (Gelesen 22187 mal)

Poison Ivy

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Re:Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #30 am: 06. Juni 2012, 21:16:43 »

Diese ganze Rechnerei und die ganzen Überlegungen zu Peressigsäure hatten wir schon mal (siehe Daniels Links am Anfang dieses Threads.

Zur Berechnung der Mischungen hatten wir auch schon mal was:

.......- Essig & H2O2 (je 3%): 0
Also nehmt´s mir nicht krumm, aber in ReMark´s Text wird eindeutig davon gesprochen, daß je eine dreiprozentige Lösung miteinander gemischt werden soll. D.h. für mich, daß ich eine höher konzentriere Essigsäure zunächst auf eine dreiprozentige runterverdünne (bei 25% Essigsäure ist das grob 1 Teil Essigsäure auf 7 Teile Wasser) und beim Wasserperoxid eben analog. Und diese beiden werden dann (wohl 1:1) gemischt. bristlecone´s Rechnung funzt meineserachtens nicht, wenn beide Ausgangskonzentrationen höher sind, sondern einzig und alleine mit der dreiprozentigen Wasserstoffperoxidlösung. Sind beide Lösungen in 25%iger Lösung vorhanden, komme ich ohne Wasser nicht aus? Oder bin ich jetzt ganz daneben?
Ich versteh´s als je 3 % in der fertigen Mischung. Am besten wäre es, ReMark würde das selbst eindeutig klären.

Wenn beide Lösungen höher konzentriert sind, funktioniert das "Mischungskreuz" auch, man macht die Rechnung dann für jede Lösung getrennt.
Und Du hast das schon richtig verstanden, dann kommt natürlich auch Wasser dazu! Für

25 %ige Essigsäure und 30 %iges H2O2 sieht das dann so aus:

25 0 30 0
  \ / \ /
  3 3
  / \ / \
 3 22 3 27


Ich müsste also 3 T. Essigsäure mit 22 T "anderer Flüssigkeit" zu insgesamt 25 T. mischen bzw.
3 T H2O2 mit 27 T. "anderer Flüssigkeit" (was das ist, kommt gleich) zu insgesamt 30 T. mischen, um jeweils auf die richtige Konzentration zu kommen.

Rechnen wir für 30 Teile weiter. Dann brauche ich an Essigsäure nicht bloß 3 T., sondern etwas mehr,
nämlich, (30:25) x 3 T = 3,6 T.

Ich nehme also
3 Teile vom 30%igen H2O2,
dazu 3,6 T. von der 25 %igen Essigsäure
und den Rest auf die 30 T. dann
Wasser dazu, also 30 - 3 - 3,6 = 23,4 T.

Jetzt kannst Du natürlich sagen, dass Dir das zu kompliziert ist. :(
Natürlich kann wer mag auch anders vorgehen, z.B. erst mal eine Lösung vorverdünnen, aber im Endeffekt macht man genau diese Rechnung ;D


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Amur

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Re:Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #31 am: 07. Juni 2012, 07:52:52 »

Ich habe eigentlich viel zu spät gespritzt (Kupfer), erst im Februar als die große Kälte vorbei war.
Trotzdem haben meine Bäume kaum Kräuselkrankheit.

Einer hatte mir allerdings Sorgen gemacht. Da trieben die Knospen zwar aus, aber bei etlichen Knospen starb dann alles Grün ab.
Zunächst befürchtete ich schon massiven KK Befall, aber jetzt ist der Baum fast frei von KK. Wird wohl noch ein Winterschaden gewesen sein. Im Großen und Ganzen ist er OK und trägt etliche Pfirsiche wie die letzten 4 Jahre davor auch.

 

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Ayamo

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Re:Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #32 am: 29. Januar 2013, 09:49:20 »

Beim Blattfall der Pfirsiche Ende Oktober 2012 habe ich schon gespritzt.
Seitdem war ich verreist oder es war kalt.
Diese Woche steigen die Temperaturen im Berliner Raum kurzzeitig auf 10° - aber es regnet. An einem Tag soll es voraussichtlich 7° werden, dafür trocken.

Was tun?
7° reichen ja angeblich nicht, oder ist das "besser als nix" für die Spritzung?
Denn vielleicht bleibt es danach lange kalt und dann sagt man sich "hätte ich mal..."

Grüße
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hargrand

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Re:Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #33 am: 29. Januar 2013, 14:24:14 »

Also mein "Kernechter vom Vorgebirge", Spalier Südwest bei dem schwellen die Knospen schon sehr deutlich erkennbar :o
Ich werde aber nicht spritzen 8)
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Daniel - reloaded

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Re:Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #34 am: 29. Januar 2013, 14:42:07 »

Beim Blattfall der Pfirsiche Ende Oktober 2012 habe ich schon gespritzt.
Seitdem war ich verreist oder es war kalt.
Diese Woche steigen die Temperaturen im Berliner Raum kurzzeitig auf 10° - aber es regnet. An einem Tag soll es voraussichtlich 7° werden, dafür trocken.

Was tun?
7° reichen ja angeblich nicht, oder ist das "besser als nix" für die Spritzung?
Denn vielleicht bleibt es danach lange kalt und dann sagt man sich "hätte ich mal..."

Grüße


Das kommt darauf an womit du spritzen willst und vor Allem wie weit die Pflanze ist. Spritzen vor dem Knospenschwellen ist zumindest bei Kupfer, Difenoconazol etc. sinnlos, temperaturen unter 10° Bei Difenoconazol (also Duaxo) und auch die Essig-Wasserstoffperoxyd-Mischung soll ja erst ab 10° wirken.

Sollten also die Knospen schon schwellen sollte ein Kupferspritzung auch bei 7° durchaus wirksam sein, da es ein reines Kontaktfungizid ist das auch bei recht niedrigen Temperaturen schon gut wirkt. Zudem haben die Kupfermittel eine sehr gute Haftfähigkeit und damit eine relativ lange Wirkungsdauer. Nur wenn die Pflanze noch in völliger Ruhe ist, ist jede Spritzung recht sinnlos.
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Re:Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #35 am: 29. Januar 2013, 19:01:05 »

@ Daniel,
Danke dir. Ja, es sollte die Essig-Wasserstoffperoxid-Mischung sein.
Da die Knospen noch völlig geschlossen sind, warte ich noch.

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b-hoernchen

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Re:Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #36 am: 09. Dezember 2016, 17:32:46 »


Das kommt darauf an womit du spritzen willst und vor Allem wie weit die Pflanze ist. Spritzen vor dem Knospenschwellen ist zumindest bei Kupfer, Difenoconazol etc. sinnlos, temperaturen unter 10° Bei Difenoconazol (also Duaxo) und auch die Essig-Wasserstoffperoxyd-Mischung soll ja erst ab 10° wirken.

Sollten also die Knospen schon schwellen sollte ein Kupferspritzung auch bei 7° durchaus wirksam sein, da es ein reines Kontaktfungizid ist das auch bei recht niedrigen Temperaturen schon gut wirkt. Zudem haben die Kupfermittel eine sehr gute Haftfähigkeit und damit eine relativ lange Wirkungsdauer. Nur wenn die Pflanze noch in völliger Ruhe ist, ist jede Spritzung recht sinnlos.

Da die Temperaturen in SÜddeutschöand dieses Wochenende auf gut 10°C steigen sollen, hätte ich bereits an die erste Behandlung gegen Taphrina deformans (Erreger der Kräuselkrankheit)  gedacht.

Warum soll eine Spritzung in Winterruhe sinnlos sein? Ich dachte, es geht darum das Sprossmycel auf den Zweugen zu abzutöten. Wenn auf den Zweigen kein Pilz wächst, kann er auch keine schwellenden Knospen befallen. Wie wir aus der Geschichte mit den angeblich "resistenten" Pfirsichsämlingen wissen, dauert es einige Zeit, bis der Pilz den Baum befällt und mit seinem Mycel so eindeckt, dass die Knospen beim Aufbrechen infiziert werden. I
In diesem Sinne - warum soll eine gründliche Baumdesinfektion jetzt nichts bringen?
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paulche

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Re: Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #37 am: 09. Dezember 2016, 20:58:29 »

Mein Bruder hat einen kernechten Pfirsisch, der zwar stark von der Kräuselkrankheit befallen wird, aber dennoch viele große Früchte bringt. Ich habe mir Kerne geben lassen.
Jetzt hat eine Aprikose Goldrich gut getragen. Ein Pfirsisch-Aprikosenmischling hatte die Kräuselkrankheit, aber auch schöne Pfirsischähnliche Früchte. Ich werde wohl noch Mischlinge kaufen und die weiteren Mischlingskerne einpflanzen, wenn ich bei lauter Feigen noch Platz habe.
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Paul

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Re: Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #38 am: 09. Dezember 2016, 21:57:58 »

Ich hatte bei meinen von einer Baumschule vom Abfallhaufen geschenkten veredelten Pfirsichpflanzen leichte Kräuselkrankheit beim Frühjahrsaustrieb.

Habe ihnen regelmäßig Boraxduschen auf die Blätter gegeben und die gekräuselten Blätter entfernt. Im Sommer waren die beiden Bäumchen völlig frei von Kräuselkrankheit auch keine jungen Blätter hatten irgendwas.


Sonst sind keine in der Nähe, kann ich also damit rechnen, daß die nicht wieder kommt, weil der Pilz nicht mehr da ist?


Ich glaube nicht das Borax was unbedingt damit zu tun hat, weil schon früher bei rechtzeitigem Abrupfen die Krankheit gut bekämpfbar war.
Allerdings waren die neuen Triebe/Blätter außerordentlich groß und fest für einen halb vertrockneten Wurzelnackten. Man weiß ja nie. 8)
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Axel

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Re: Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #39 am: 09. Dezember 2016, 22:02:43 »

"...Sonst sind keine in der Nähe, kann ich also damit rechnen, daß die nicht wieder kommt, weil der Pilz nicht mehr da ist?...."

Nein, auch wenn keiner Schnupfen hat, ist der Virus unterwegs.
Mal viel, mal wenig.

Wieviel Pilzsporen sind in einem m³ Luft im Schnitt?

https://www.mpg.de/571443/pressemitteilung200907101
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Gruß Arthur

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Re: Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #40 am: 09. Dezember 2016, 22:08:49 »

kann ich also damit rechnen, daß die nicht wieder kommt, weil der Pilz nicht mehr da ist?

Nein.
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Starking007

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Re: Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #41 am: 09. Dezember 2016, 22:17:32 »

Mir graust`s immer wenn ich solche Bekämpfungsstrategien wie hier lese.

Der Pilz dringt beim Knospenschwellen mittels Wassertropfen ins Blatt ein.

Wie wär`s wenn man diesen Zustand einfach meidet?!

Funzt hier seit Jahren.

Kräuselkrankheit - was ist das?  ;D
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Gruß Arthur

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Re: Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #42 am: 09. Dezember 2016, 22:20:18 »

Du stehst im Garten mit Regenschirm ::) :o

 ;)
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Axel

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Re:Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #43 am: 11. Dezember 2016, 07:33:27 »



Da die Temperaturen in SÜddeutschöand dieses Wochenende auf gut 10°C steigen sollen, hätte ich bereits an die erste Behandlung gegen Taphrina deformans (Erreger der Kräuselkrankheit)  gedacht.


Ich warte auch schon auf einen schönen Tag mit <10°C. Erfahrungsgemäß klappt das bis Weihnachten.  :D
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hargrand

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Re: Bekämpfung Kräuselkrankheit bei Pfirsichen
« Antwort #44 am: 11. Dezember 2016, 10:29:22 »

Mal eine Frage,
Ich habe hier 15%ige Peroxyessigsäure, wie muss ich die mit Wasser verdünnen um die erforderliche Konzentration zu erreichen?
Weil je mehr wasser desto mehr rückreaktion zu H2O2 und Essigsäure oder? :-[
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