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|21|12|Abwechslung erfreut. Variatio delectat. (Lateinisches Sprichwort)

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Autor Thema: Beweidungsprojekt  (Gelesen 36645 mal)

Zausel

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #570 am: 29. März 2017, 19:48:16 »

Ach ja, natürlich muß man solchen Beschwerden nachgehen. ...
Solchen:
Zitat
... Einer schrieb mal einen Beschwerdebrief ans Veterinäramt.
Er könne spüren, hieß es darin, dass es Doppelsteins Schafen nicht gut gehe. Das erkenne er daran, dass die Tiere "so traurig gucken". ...

So ein Quatsch. Die Leute, die sich engagieren und Ahnung haben, sollen sich weiter kümmern und nicht von solch idiotischem Irrsinn belästigt werden.
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lerchenzorn

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #571 am: 29. März 2017, 20:45:55 »

Dazu braucht die Beschwerde-Behörde ein Rückgrat und ein paar Ideen, wie sie selbst das "dem Bürger" erklärt. Kann eigentlich nicht soo schwer sein.
Aber wie ist das mit dem Glashaus ...?  :-X
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häwimädel

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #572 am: 29. März 2017, 21:01:40 »

Dazu braucht die Beschwerde-Behörde ein Rückgrat ...
oder einfach nur ein bißchen Fachwissen? Oder auch nur die Zeit, um auf solche "Beschwerden" sach- und fachgerecht antworten zu können? Ohne näher über die Einzelfälle Bescheid zu wissen, könnte ich mir vorstellen, daß an den "aufmerksamen Bürger" ein Formbrief rausgeht, ungefähr so: "Vielen Dank fürIhren Hinweis. Wir nehmen Ihre Besorgnis ernst (= irgendwann sind ja Wahlen), wir werden dem nachgehen (= wir tun was)"  :-\ Das Schreiben wird dann "mit der Bitte um (schriftliche) Stellungnahme" bis... an die Schäferin weitergeleitet, die ja sonst nichts zu tun hat... - Mir wäre schon viel früher der Kragen geplatzt.

Jammerschade, daß Engagement und sinnvolles Tun so ausgebremst werden.  >:(
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frauenschuh

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #573 am: 05. April 2017, 21:35:43 »

Vielleicht ist die Bezeichnung "Hausschaf" - wenn auch korrekt im Wortlaut - einfach keine glückliche Bezeichnung.

Wechseln wir zu einem Heimtier: Dem Hund.

Ein Chinesischer Nackhund bekommt leicht einen Sonnenbrand. Ein normaler Fellhund ahlt sich in der Sonne ohne Schaden zu nehmen.

Das Pferd: Eine Araberstute im Rückedienst - wäre Tierquälerei.

Das Schaf... auch dort gibt es eben die "buntesten" Zuchtformen je nach Nutzungsform. Landschafrassen haben überwiegend Wolle am Bauch. In der Herdbuchzucht wird bei unseren Rassen sehr (!) viel Wert auf Wolle am Bauch gelegt. Defakto habe ich kein Schaf, dass da keine Wolle hätte. Es wäre nicht geeignet für uns. Wir haben in der Zucht auch noch nie ein solches gehabt.

Ich habe eine Bekannten mit Merino- Fleischschafen. Berechtigter Weise latschen die bei Regen unter ihren Unterstand. Die Wolle, die wir so kuschelig weich finden, saugt sich hoffnungslos voll - auch wenn sie sicher noch das Wollfett haben, das die Haut schützt. Aber wer will schon schwere nasse Wolle mit sich rum schleppen.

Bei unseren Schafen wird im Herdbuch auch auf die Wollqualität streng geachtet. Nein. Nicht in dem Sinne, dass sie gut verwertbar wäre. Nichts zum Stricken, kein Einkommen durch hochwertigen Wollverkauf.

Unsere Rassen müssen eine weiche isolierende Schicht auf der Haut haben -oben auf aber sozusagen Regenrinnen: Der grobe Anteil der Wolle leitet das Wasser ab.

Es ist bedauerlich, dass viel Wissen verloren geht. Das schürt Konflikte. "Das Schaf" - gibt es nicht allgemeingültig. Keiner rennt in den Wald und trägt einem Mufflon einen Wetterschutz hinterher. Dem Wildschwein auch nicht - auch wenn das "gemeine" Mastschwein in den großen Ställen auf Fußbodenheizung liegt. Zu empfindlich.

Es würde manchen Tierschützer beunruhigen, wenn er wüsste, was in Ställen für Probleme auftreten, die es draußen nicht hat. Ich habe über die Jahre mehrfachst beschrieben, wie sich draußen die lammenden Zibben absondern und erst in die Herde zurück gehen, wenn die Mutter-Lamm-Bindung sitzt. In Ställen --- ist das anders. Es gibt ein nettes und sehr lehrreiches Buch über einen Schäfer in Irland.  8) Es hilft die winterliche "Stallwelt" zu verstehen.

Zu glauben, Schafe oder irgendwelche Nutztiere, seien per se ausschließlich gut im Stall aufgehoben, der irrt.

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Staudo

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #574 am: 05. April 2017, 21:40:07 »

Danke.
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Es könnte mal wieder regnen. Aber bitte nicht am Freitag.

Zausel

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #575 am: 06. April 2017, 18:49:09 »

*... ist jetzt weniger besorgt ...*    ;)
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frauenschuh

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #576 am: 20. April 2017, 21:54:49 »

Wir starten in die nächste Pflegesaison  8)

Dieses Wochenende soll die Beweidung der Lummerke wieder starten. Ein Start mit Hindernissen. Wir müssen improvisieren, weil die Zicken immer noch nicht gelammt haben. Also gehen dieses Jahr Kastrat und Ziegenbock mit einer Schafbockgruppe "auf die Alm". Wir sind total überrascht, dass sich die Böcke perfekt vertragen. Die schlafen sogar alle gemeinsam im Zelt. Das hatten wir schon ganz anders. Warum also nicht. Die Schafe mähen den Grünlandbereich, die Ziegen knuspern die Hainbuchen. Ergänzt sich perfekt.
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frauenschuh

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #577 am: 24. April 2017, 06:49:35 »

 8) es hat geklappt: Seit gestern ist die Beweidungssaison eröffnet. Unsere Böcke sind am Ende wieder zu Fuß "auf die Alm" geschritten. Leidlich manierlich. Dieses mal war der Große tiefenentspannt, während der Kleine gerne mal den Wald erkundet hätte. In der Ruhe liegt die Kraft. Ob sie die Fläche wiedererkannt haben? Sie sahen etwas ratlos aus. Dabei ziehen sie bestimmt wieder 6 Monate zweimal durch die Fläche...
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