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Autor Thema: Hilfe - Schrotschusskrankheit!  (Gelesen 25025 mal)

Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #15 am: 27. Februar 2017, 09:25:05 »

Liebes Gänselieschen, liebe Nathi 86,

wie seid ihr denn mit Euren Bäumen verfahren in verangenen Jahre?

Habe ebenfalls diess Problem. Süßkirsche, ca 20 Jahre alt. Hochstamm. Habe jetzt die halbe Krone abgesägt, aber auch der Rest ist im Prinzip betroffen. Wie weit soll ich zurückschneiden/sägen?

Weiters ist zu lesen, dass man Spritzen kann, würde gerne biologisch behandeln (EM-Mikroorganismen oder Knoblauch-Zwiebel-Sud). So ist in anderen Seiten zu lesen.. Doch der Baum ist weiterhin so hoch und breit, dass ich gar nicht weiß, wie ich da alles spritzen soll..?

Danke für Eure Antworten!!
Lallas
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cydorian

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #16 am: 27. Februar 2017, 11:00:29 »

Hoffentlich hast du den Baum damit nicht umgebracht. Kirschen nehmen es übel, grössere Äste abgesägt zu bekommen.

Ich habe eine Obstwiese in etwas ungünstiger Lage (nahe am luftfeuchten Talgrund) mit drei älteren Kirschen, identische Sorte, anfällig, fast jedes Jahr krank mit Laubverlust, unbehandelbar weil zu hoch. Der einzige Weg war, sie zu roden, zumal sie auch noch andere Probleme hatten. Nun stehen drei andere Sorten da, die Erste vor einigen Jahren gepflanzt, kerngesundes Laub, trägt bereits. Nr. 2 hat ähnlich gut begonnen und Nr. 3 habe ich vorgesten gepflanzt.

Es gibt durchaus nicht kleine Unterschiede zwischen den Sorten. Sollte es deine Kirsche nicht überleben, besorge dir eine robuste Sorte. Sowohl unter Neuzüchtungen gibts das gelegentlich (ich habe z.B. "Johanna"), besonders aber bei den alten Sorten, die nicht mehr im Standardsortiment sind.
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #17 am: 27. Februar 2017, 21:01:06 »

Ohh, dann wird das wohl dessen Ende sein. habe heute nachmittag beinhae die gesamte restliche Krone gekappt.

Wir wohnen direkt am Bach. Das gebiet ist auch sehr nebellastig. Mal sehen was jetzt geschieht. Ansonsten rode ich, wie Du schon empfiehlst. Obwohl icb zumindest jetzt so weit zurückgeschnitten habe, dass ich mit meiner 5m Leiter hoch komme.

Du hast also dann alle 3 Bäume mit der Johanna geflanzt...!? Habe auf mehreren Seiten nachgelesen, welche Sorten robuster sind., Diese war aber nicht dabei... Aber gut zu wissen!

Herzlichen Dank für Deine Nachricht!!
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partisanengärtner

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #18 am: 27. Februar 2017, 21:12:29 »

Hohen Grundwasserstand  mögen soweit ich weiss Kirschen gar nicht. Welche Obstart das überhaupt mag kann ich gar nicht sagen. Blaubeeren vielleicht.
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Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.

Axel

thuja thujon

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #19 am: 27. Februar 2017, 21:47:59 »

Ich glaube, wenn man einen Baum fast komplett zurücksägt, weil er in einem Jahr mal eine Pilzkrankheit auf den Blättern hat, dann korrelliert irgendwas mit der Vorstellung von `in Schutz nahme´ nicht mit der Realität überein.
Wenn mein Kind einen entzündenden Fingernagel hat, hacke ich ihm nicht die ganze Hand ab.
Das kann nur deutlich mehr Schaden nach sich ziehen, als die Ursprungskrankheit je nach sich ziehen könnte.

Ist es wirklich so selbstverständlich, dass man Bäume nach Lust und Laune zurücksägen kann, ohne dass es ihnen weh tut?

Anfällige Sorten am falschen Standort, ok, da kann man nicht unbedingt was dafür. Muss sich auch immer erstmal raustellen, dass es so ist.

Bleibt die Baumform: kleine Bäume lassen sich besser gesund erhalten, große Bäume haben eben das, was sie bekommen. In Zeiten mit sauberer Luft, zunehmenden Wetterextremen und weltweiter Verschleppung von Krankheiten sicherlich eine andere Nummer als vor 40 Jahren.

Nicht umsonst sind Streuobstwiesen deswegen so wertvoll, weil viel Totholz drin vorkommt.

Wenn man gesundes Tafelobst oder kerngesundes Laub in je 1A-Qualität möchte, sind hohe Baumformen vielleicht die falsche Wahl.
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cydorian

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #20 am: 27. Februar 2017, 22:09:59 »

Nein, ich habe unterschiedliche Sorten gepflanzt. Zuletzt die alte Sorte "Landele". Es nervte mich sowieso, dreimal dieselbe Sorte zu haben. Das war "Hedelfinger" und sie hatte auch massiv Zweigmonilia sowie Stammschäden, weil der Vorbesitzer zu dicke Äste geschnitten hat. Monilia ist das andere Problem in luftfeuchten Lagen bei Steinobst. Wenn Morgensonne fehlt ist es generell nicht gut. Frühes Abtrocknen der Blätter nach der Nacht ist wichtig. Beschattende Gehölze an der Ostseite kürzen.

Robuste Sorten gibts unter den Alten und Neuen. In der Gegend wachsen noch andere Bäume in ähnlicher Lage, die sich auch weniger anfällig zeigen, darunter alte rotbunte Kirschensorten. Sehr gesund soll "rote Späternte" sein (leider aber wohl Kirschessigfliegengefährdet) oder die schwarze Adlerkirsche.

Man kann die Nachteile der Lage im Tal duch Vergleich sehr gut sehen. Wenig weiter auf der windoffenen Hochfäche am Feldrand sind alle Kirschen so kerngesund, wie wenn es weder Monilia noch Blattkrankheiten geben würde.

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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #21 am: 27. Februar 2017, 22:19:49 »

Liebe Thuja Thujon,

wenn ich den Baum damit verletzt habe, ja sogar töte, dann tut es mir leid. Vielleicht aber auch rette ich ihn oder helfe ich ihm schneller zu sterben. Wer mag das zu beurteilen. 

Ich habe den Baum weder rausgesucht, noch geflanzt. Ich bin erst seit einem Jahr Besitzer des Grundstücks. Der Baum ist nun mal so groß, was soll ich machen. Ein Bekannter eine ortschaft weiter hat mir erzählt, dass diese alle Bäume gerodet haben, weil sie den Pilz nicht in den Griff bekommen. Ich habe ein gutes Gewissen. Hier in der gegend sind fast alle Bäume betroffen, und das schon seit Jahren.

Der Pliz ist auch nicht vergleichbar mit einem entzündeten Fingernagel, viel mehr mit einem Raucherbein. Der Baum stößt die Blätter ja ab. Ein Raucherbein wird manchmal auch amputiert.

Was letztlich richtig und falsch ist, sofern es dies überhaupt gibt, kann nur dann beurteilt werden, wenn man die Umstände kennt.
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #22 am: 27. Februar 2017, 22:24:05 »

@partisanengärtner:
Blaubeeren hab ih letztes Jahr gepflanzt, die wachsen schon mal super und haben auch schon gut getragen letztes Jahr... :-)
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #23 am: 27. Februar 2017, 22:25:55 »

@cydorian:
Danke für so viel Fachkenntnis. Ja, es fehlt natürlich an Morgensonne. Jetzt mal sehen wie es sich entwickelt und obs mein lieber Baum packt...!!

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Isatis blau

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #24 am: 27. Februar 2017, 22:34:45 »

Vor ein paar Jahren habe ich eine Kirsche stärker zurückgesägt, sie hat es prima überstanden. Glück gehabt.

Zum Spritzen gibt es Teleskopstangen, das geht. Es dauert natürlich seine Zeit, bis man einen größeren Baum gespritzt hat. Die Mühe würde ich mir mit Knoblauch-Zwiebelsud nicht machen.

Zur Sorte: Ich habe mal eine Star-Kirsche gepflanzt, der Baumschuler meinte, dass die resistent gegen Schrotschuss sei. In extrem nassen Jahren ist sie zwar auch nicht gesund, aber in den meisten Jahren hat sie nichts. Die Hedelfinger habe ich auch und verglichen mit der ist die Star viel gesünder.
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #25 am: 28. Februar 2017, 09:02:43 »

So sieht meine Kirsche aktuell aus.

Lieber Isatis blau - hattest Deine Kirsche auch so stark zurück gesägt?






Übrigens, der Stamm ist ca 1m mit Boden angefüllt. Wir haben die Grundstückshöhe wegen der Hochwassergefahr erhöht.

Vielleicht noch eins. Weshalb hat mein Rasen so starke weiße Flächen? Wurde zu eng gesät? Hilft vertikutieren im Frühjahr?
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cydorian

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #26 am: 28. Februar 2017, 10:42:11 »

So schlecht sieht der Ort gar nicht aus, ist doch noch relativ luftig. Den Boden am Stamm auffüllen ist allerdings schlecht, vor allem bei hohem Grundwasserspiegel, da kommt noch weniger Luft in den Boden wo die Wurzeln sind. Der Boden sieht auch verdichtet aus, wie ein häufig bespielter Bolzplatz - ist da Ton drin?

Genug Freifläche gibts, wenn du Kirschen willst würde ich daneben gleich eine neue pflanzen und beim alten Baum abwarten, wie er sich macht. Ansteckung scheint kein grosses Risiko zu sein, meine neuen Kirschen wuchsen auch grün und gesund nur 20m entfernt von den Kranken.
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #27 am: 28. Februar 2017, 11:00:03 »

Ja, das war vielleicht etwas unglücklich gewählt, die Ebene um den Baum mitaufzufüllen. Mit den Büschen am Bach entlang (nicht im Bild) sind wir auch so verfahren. Fällen wollte ich die alten Bestände einfach nicht. Die Schrotschusskr. hat der baum aber schon seit Jahren...

Der aufgefüllte Boden wurde verdichtet, ja. Nicht gerüttelt, aber mit Traktoren etc... Hmmh, ob Ton drin ist...? Der aufgefüllte Boden scheinte mir ganz ok. Jedoch darunter im ursprünglichen Boden, ist ne Menge Ton und auch Torf...
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Isatis blau

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #28 am: 28. Februar 2017, 12:33:33 »

Lieber Isatis blau - hattest Deine Kirsche auch so stark zurück gesägt?





Nein, an meinem Baum war noch mehr übrig. http://forum.garten-pur.de/index.php/topic,48991.msg1994224.html#msg1994224

Aber nachdem er bereits geschnitten ist, kann man nur abwarten. Spritzen kannst Du gut bei der Höhe, wenn Du das willst.
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #29 am: 28. Februar 2017, 13:03:07 »

ja ok, das ist tatsächlich nicht so viel. Ein sagenhaft schönen Baum hast du da!!

Du sagst Spritzen würde gehen... eben so wie du meintest mit Teleskopstangen? Und warum keinen Zwiebel-Knobel-Sud - wegen der geringen Wirkung oder weil alles auf Dich herunterregnet??
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