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News: Der Idealismus eines Menschen wächst mit der Entfernung zum Problem. (John Galsworthy, 1867-1933)
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25. Mai 2017, 12:35:37
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News: Der Idealismus eines Menschen wächst mit der Entfernung zum Problem. (John Galsworthy, 1867-1933)

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Autor Thema: Hilfe - Schrotschusskrankheit!  (Gelesen 25302 mal)

Isatis blau

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #30 am: 28. Februar 2017, 13:56:18 »

Wegen der geringen Wirkung, dass man Spritznebel abbekommt, finde ich bei wirksamen Pilzgiften bedenklicher. Ich ziehe mich immer vollständig an, auch Kopf und Hände bedeckt und binde mir ein Tuch vors Gesicht, durch das ich atmen muss.

Dann achte ich noch auf den Wind, dass es den Nebel von einem weg trägt.
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bristlecone

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #31 am: 28. Februar 2017, 14:09:01 »

Soweit ich in der BVL-Datenbank zu PSM sehe, sind in Haus- und Kleingarten gegen Schrotschusskrankheit keine Mittel zugelassen.
Im Erwerbsgartenbau werden als Wirkstoffe Dithianon, Trifloxystrobin, Tebuconazol + Fluopyram, Difenoconazol und Myclobutanil genannt, jedoch keine Kupferpräparate.
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Nicht schon wieder!

Isatis blau

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #32 am: 28. Februar 2017, 14:35:47 »

Difenoconazol bekommt man noch als Duaxo Universal Pilzfrei für den Kleingarten. Dann spritzt man gegen Kirschenschorf.

Nachdem ich befallene Blätter an eine staatliche Stelle geschickt habe, bekam ich die Auskunft, dass es sich um Marssonina handelt und ich gegen Schorf spritzen soll.

Infos gibt es auch hier http://www.ltz-bw.de/pb/site/pbs-bw-new/get/documents/MLR.LEL/PB5Documents/ltz_ka/Kulturpflanzen/Haus-%20und%20Kleingarten/Pflanzenschutz/Integrierter%20Pflanzenschutz_DL/Integrierter%20Pflanzenschutz%202017%20-%20Haus-%20und%20Kleingarten.pdf
« Letzte Änderung: 28. Februar 2017, 14:42:10 von Isatis blau »
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #33 am: 28. Februar 2017, 19:43:10 »

Lieber Isatis blau,

Du hast also dann Duaxo Universal Pilzfrei gegen den Kirschenschorf gespritzt, und dies hat geholfen?

Verstehe ich dich auch richtig, dass bei dir Schorf diagnostiziert wurde, es tatsächlich aber auch Schrotschuss am Baum hätte sein können. Oder packt dieses Mittel Schorf wie Schrotschuss?

Wir sprechen dann aber von einer chemischen Keule !? Gibt es keine wirksamen biologischen Mittel? Ich mein, ich möcht die Kirschen ja auch essen..

Danke!
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #34 am: 28. Februar 2017, 19:55:15 »

Könnte ich nun eigentlich auch hergehen und die abgesägten Äste des Baumes bereits jetzt bzw generell mit resistenten Sorten an Kirschenreisern veredeln? Um so auch die Schrotschussgeschichte in den Griff zu bekommen..
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Isatis blau

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #35 am: 28. Februar 2017, 20:04:53 »

Ich habe weder ein Problem mit Schorf, noch mit Schrotschuss. Vom Schrotschuss ist bei mir nur ein Kirschbaum, die Hedelfinger, betroffen und das auch nicht jedes Jahr. Da ich noch zwei andere Kirschbäume habe, habe ich genug Kirschen.

Spritzen muss ich erst seit eine neue Krankheit, die Marssonina Blattfallkrankheit sich ausgebreitet hat. Die ist bei mir vor zehn Jahren zuerst aufgetreten. Die soll aber Kirschen nicht befallen, was ich nicht so ganz glaube.

Das mit dem Schorf ist etwas anderes. Gegen Schrotschuss ist kein Mittel im Kleingarten zugelassen. Du darfst aber gegen Kirschenschorf spritzen, gegen den hilft das gleiche Mittel, das gegen Schrotschuss hilft und zur gleichen Zeit angewendet wird.

In der von mir verlinkten Pflanzenschutzbroschüre sind nicht nur chemische Keulen beschrieben, es werden auch andere Sachen beschrieben, die man versuchen kann.

Veredeln geht auch, nur kannst Du veredeln und hast Du Reiser von den Sorten da? Die hätte man vor zwei Monaten schneiden und seitdem kühl lagern müssen.

Cydorian hat vorgeschlagen einen weiteren Baum mit einer resistenten Sorte daneben zu pflanzen, das klingt einfacher. Und wenn Du Glück hast, bekommst Du jetzt noch im März so einen Krschbaum.
« Letzte Änderung: 28. Februar 2017, 20:12:21 von Isatis blau »
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thuja thujon

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #36 am: 28. Februar 2017, 20:05:38 »

Könnte man probieren.

Eine Behandlug mit Difenoconazol sollte dem Wunsch des verzehren wollens nicht im Wege stehen. Das wird seit Jahren hinreichend praktiziert und es gibt noch keine Auffälligkeiten.

Biologisch wäre Kupfer, obs wirkt und zugelassen ist, müsste man vorher nachschlagen. Ob deine Sorte Kupferverträglch ist, sollte man auch prüfen.

Schrotschusskrankheit trifft hier übrigens gehäuft auf, seitdem immer mal wieder Kirschlorbeer in der Gartenanlage gepflanzt wird. Ist abe rvon jahr zu jahr sehr schwankend, je nach Witterung. Schrotschuss ist kein regelmäßig auftretender Pilz.

Was den Baumschnitt angeht: bitte im Sommer die überzähligen Schosser auslichten und die nächsten Jahre die übrigen Schosser nachbehandeln. Die sind nicht sonderlich gut in den dickeren Ästen verankert und sind bruchgefährdet, wenn man sie einfach wachsen lässt. 
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #37 am: 28. Februar 2017, 20:27:54 »

@ Isatis blau: Ok, dann weiß ich jetzt wie du das gemeint hast.

Kann weder Veredeln noch hab ich Reiser. Hätte ein paar Anlaufstellen, wo ich nach welchen fragen könnte. das Veredeln wird ja vielfach beschrieben, auch mit Bildern. Würde ich einfach ausprobieren! Mir gings jetzt auch ums Prinzip: Wenn ich resistente Sorten drauf veredle, ohne dass ich den noch kranken Baum spritze, wird dann der Baum gesund??


@ thuja thujon:
...noch keine Auffälligkeiten  ;) sind aber nicht ausgeschlossen, nicht wahr?

Was verstehst du unter "Schosser" ?
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cydorian

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #38 am: 28. Februar 2017, 23:22:13 »

Fürs Veredeln fehlen dir nicht nur Reiser, sondern auch Kenntnisse, geeignete Äste. Ich halte das für eine überflüssige Mühe. Veredeln hilft nicht gegen die Folgen des  Radikalschnitts und der Auffüllaktion. Zunächst mal wäre es viel neue Arbeit und neue Risiken.

Wenn du dir was Neues setzst, kannst du auch gleich eine Sorte auf guter Unterlage nehmen, z.B. Gisela 5. Damit wird der Baum nicht so gross, die Ernte geht leichter. Und sollten irgendwelche Krankheiten auftreten, lässt er sich leichter behandeln. Und leichter einnetzen, bei Frühkirschen nicht unwichtig.
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #39 am: 01. März 2017, 01:18:31 »

@cydorian: hast du vollkommen recht, dagegen hilft veredeln nicht. aber mal unabhängig davon, rein theoretisch gesehen, kann ich den Schrotschusspilz ausrotten, wenn ich den kompletten Baum mit resistenten Reisern veredle? 
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thuja thujon

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #40 am: 01. März 2017, 08:23:37 »

Dein Baum hat aktuell keine Schrotschusskrankheit. Die befällt die Blätter, nicht das Holz.
Blätter hat der Baum keine. Also auch kein Schrotschuss.

Wenn er wieder austreibt könnte er je nachdem, wie günstig das Wetter für die Krankheit ist, wieder welche bekommen. Dann hilft vorbeugend spritzen zum exakten Zeitpunkt. Da durch den starken Schnitt das Wachstum übermäßig angeregt wird, sind die Blätter der Triebe dieses Jahr auch anfälliger als sie es vorher waren.

Die Triebe die rauskommen könntest du theoretisch veredeln.
Der Baum ist durch den gutgemeinten aber völlig conraproduktiven Rückschnitt aktuell in einem Zustand, da solltest du eher dafür beten, dass er die nächsten 5 Jahre noch erlebt anstatt langfristig mit ihm zu planen und übers veredeln nachzudenken.

Wie cydorian schon schrieb, nachpflanzungen wären hier die bessere Wahl.
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #41 am: 01. März 2017, 10:32:36 »

@thuja thujon:

Das soll noch einer verstehen. Überall steht geschrieben bei Schrotschuss Rückschnitt bis ins gesunde Holz. Fruchtmumien entfernen. genau das habe ich gemacht und das soll jetzt kontraproduktiv sein?

Logisch zum einen dass er aktuell keinen Schrotschuss hat, weil diese die Blätter befallen. Überall kann man aber auch lesen, dass der Pilz am Baum überwintert, was für mich heißt, dass der Baum, weil ja noch was von ihm übrig ist, irgendwo Sporen hat, der Baum also weiterhin infiziert ist.

Weshalb könnte ich erst die Triebe veredeln. Die Triebe eben durch Kopulieren, klar. Aktuell die äSte wäre doch aber auch durch Propfen möglich, oder?
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thuja thujon

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #42 am: 02. März 2017, 00:10:13 »

Man liest vieles und vieles wurde so verkürzt, dass man es so nicht stehenlassen kann und das wird immer wieder voneinander abgeschrieben.
Schau mal hier rein:
http://www.arbofux.de/schrotschusskrankheit.html

und klick dich dort durch:
https://www.isip.de/isip/servlet/page/deutschland/infothek/obstbau/kirsche/pilzliche%20krankheiten/schrotschusskrankheit

Befallene Früchte und befallenes, teilweise aufgeplatztes Holz mit Gummifluss, vorzugsweise Holz im unteren Bereich betroffen, liefern das Ausgangsmaterial fürs nächste Jahr, wenns im April verdammt viel regnet und der Baum dauerfeucht steht (ist der April trocken, gibts kein Schrotschuss => die Frühjahrstrockenheit wird hier immer ausgeprägter).
Du hast nicht unten geschnitten sondern oben, und auch dünnes, befallenes Holz ist nicht zum Opfer gefallen, sondern dicke Äste, die schon Jahre keine Blütenknospen mehr getragen haben. Da ist nix los an dem alten Holz. Der Schnitt hat gegen den Pilz nix gebracht, außer dass du nächstes Jahr nichts erntest und der Baum massiv drunter leidet und die nächsten Jahre wieder viel zu stark nachgeschnitten werden muss.

Kopulieren könntest du aktuell bei einem Apfel, was aber die Folge vom Schnitt bei der Kirsche sein wird ist Befall mit holzzerstörenden Pilzen und Gummifluss. Der Gummifluss würde dir deine Veredlungen geradeso wegspülen. Die werden nicht halten.
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Lallas

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #43 am: 02. März 2017, 20:47:16 »

@thuja thujon:

Ja ok, hab ich nachgelesen. Finde jetzt aber nicht, dass auf diesen Seiten viel mehr steht. Vielleicht andersn, manches gar nicht.

Wenn ich an meinen Baum denke, dann hing hier tatsächlich, bis auf die obere Umrandung, alles voller Fruchtmumien. Die sollen ja weg !? Weiterhin waren ne Menge Äste dürr. Ich habe jetzt das Gefühl, im gesunden Holz angelangt zu sein.

Um es richtig zu verstehen muss ich jetzt nachfragen. Hätte ich jetzt gar nichts geschnitten und es wäre ein arg trockenes Frühjahr gewesen. Sagen wir optimale Bedingungen... Hätte es dann sein können , dass an allen Ästen und Zweigen gesunde Blätter heraus kommen?

Irgendwie check ichs immer noch nicht. Wie wärst Du denn jetzt vorgegangen? Schneiden oder nicht?

Die Sache mit dem Gummifluss habe ich verstanden, danke!!

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thuja thujon

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Re: Hilfe - Schrotschusskrankheit!
« Antwort #44 am: 03. März 2017, 08:08:28 »

Um es richtig zu verstehen muss ich jetzt nachfragen. Hätte ich jetzt gar nichts geschnitten und es wäre ein arg trockenes Frühjahr gewesen. Sagen wir optimale Bedingungen... Hätte es dann sein können , dass an allen Ästen und Zweigen gesunde Blätter heraus kommen?
Gerne. Bei mir wars die letzten 5 Jahre so.
Mit den Pilzen ists wie mit den Dillsamen. Wenn die nach dem aussäen und quellen vertrocknen, kommt nix. Wenn die Schnecken über die jungen Keimlinge herfallen, kommt auch nix. Es gibt keine Garantie für Pilzkrankheiten, die müssen sich jedes Jahr aufs neue durchsetzen. Von 10 Jahren Tomaten ohne Dach usw kanns vorkommen, das davon 2-3 Jahre extrem sind und nach so einem Extremjahr die Braunfäule nicht kommt, weils einfach zu trocken zu den wichtigen Entwicklungsstadien der Pilze ist.
Birnengitterrost hat man so gut wie nie, wenn das Frühjahr trocken ist. Da kann der Sommer verregnet sein wie er will, für den Birnengitterrost zählt nur der Zeitpunkt wo er von wacholder auf die Birne wechselt, da braucht er Wasser sonst wächst er nicht an.

So ists mit Schrotschuss auch. Wenn zum Austrieb der Baum nicht im Regen steht, sind die Blätter beim nächsten Regen zu alt, als das sie befallen werden könnten.

Deswegen ist Schrotschuss auch kein wirkliches Problem.
Monilia kommt eher vor, weil die Kirsche oft nach gutem Wetter schnell aufblüht, das gute Wetter aber nicht 3 Wochen am Stück hält und so regnets dann meist doch ein oder 2 Tage in die Blüte.
Die Süßkirsche wirft ihre Bukettknospen ab bei Moniliabefall, die Bäume verkahlen dann von innen. Wird oft übersehen.

Ich hätte übrigens auch geschnitten, das notwendigste, nicht so rabiat.
Man sollte als Faustregel nie mehr als ein Drittel der Krone entfernen, bei Süßkirschen eher weniger. Die wird auch oft im Sommer geschnitten, weil sie Schnitt nicht gut verträgt.

Wenns extrem war letztes Jahr, hättest du zum Knospenaufbruch gegen Schorf gespritzt, wären jetzt Blüten dran die Kirschen geben könnten und der Baum wäre nicht völlig aus dem Gleichgewicht geraten. So musst du mindestens 2 Jahre warten für Kirschen, der Baum kann trotzdem wieder Schrotschuss bekommen, die Nachbarn werdens sicherlich auch haben und der fliegt auch durch die Luft, und dann wirst du dieses Jahr das Problem mit dem Gummifluss bekommen.

Deswegen finde ichs so schade was da passiert ist. Beim nächsten mal weiss mans.
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