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Autor Thema: Re: April im Wiesengarten  (Gelesen 48539 mal)

feminist

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Re: April im Wiesengarten
« am: 11. Juni 2014, 16:50:19 »

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Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni « Antwort #1 am: 11. Juni 2014

Noel Kingsbury nennt das, was im Juni fällig ist: On the attack - early summer weeding.

Neulich hatte ich ja geschrieben, dass ich kapituliere. Es gibt Jahre, da greift das Pflegekonzept nicht. Die Gründe sind so vielfältig wie das Leben.

Inzwischen habe ich am Grünen Brett um Pflanzen ersucht, die mit Gräserkonkurrenz klarkommen. Dabei kamen sehr gute Vorschläge von Pflanzen, die ich schon erfolgreich einsetze. Ein ganzer Haufen von Pflanzen tuts wunderbar.

Pleioblastus viridistriatus - etwas sehr ausbreitungsfreudig, aber das Wesen fand das am Sonntag gut und so bin ich es zufrieden.

Daneben Epimedium x versicolor 'Sulphureum' und Frauenmantel, Alchemilla mollis. Hemerocallis lilioasphodelus und Hemerocallis citrina, Hemerocallis 'Atlas'. Ob es Geranium 'Blue Cloud' dieses Jahr wieder schafft über das Gewühle hinauszuschauen? Für den kommenden Spätwinter ist mir eine Motorsensenmahd zugesichert worden. Nachdem sie jetzt 2 Jahre ausfallen musste.
« Letzte Änderung: 17. April 2017, 22:37:47 von feminist »
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Eva

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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #1 am: 11. Juni 2014, 16:56:49 »

Du könntest mal schauen, ob du irgendwo Samen vom Klappertopf findest (Wiese, die noch nicht gemäht ist...). Der ist erstens auch ganz hübsch, zweitens parasitiert er Gräser und schwächt die dadurch ein bisschen - mehr Chancen für die sonstigen Stauden.

In der sonnigen trockenen (recht mageren) Wiese bei meinem Vater hält sich Esparsette langfristig, ebenso Wiesensalbei, Witwenblume und Margeriten. Und dornige Hauhechel (wunderschön, aber nix zum Barfußlaufen).
« Letzte Änderung: 11. Juni 2014, 16:58:43 von Eva »
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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #2 am: 11. Juni 2014, 17:00:22 »

Eigentlich wäre das auch ein Konzept für meinen wilden Vorgarten. Inzwischen habe ich so wenig gemäht (2x in ca. 8 Jahren), dass Verwaldung droht und auch die Gräser viel zu üppig wachsen.

Da fällt mir ein, dass noch Seifenkraut von Maigrün zum Pflanzen bereit steht ::) ::) ::)
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feminist

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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #3 am: 11. Juni 2014, 17:01:39 »

den unteren Abschluss des Wiesengartens bildet eine Hamamelis 'Sunburst', die mit Bergenia Abendglocken unterpflanzt ist. Daneben versuche ich den Königsfarn. Seit Jahren wächst da auch noch der hässlichste Farn unter der Sonne. Irgendein riesiges und krüppeliges Dryopteris Teil. Mit Mattheuccia struthiopteris versuche ich es ebenso und zwei hohe Taglilien stehen bereit. Eine Ecke wird noch von einer schön dunkelroten Bistorta amplexicaule Sorte gebildet.
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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #4 am: 11. Juni 2014, 17:04:58 »

Eigentlich wäre das auch ein Konzept für ...


eben, genau das will ich, dass sich die Sicht auf die Dinge mit neuen Konzepten verändern. Dass viele Ideen zusammenkommen. Aber immer langsam. ;) ;D

Der verlinkte Blog von Noel Kingsbury lohnt sich zu lesen!
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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #5 am: 11. Juni 2014, 17:17:34 »

Bin grad knapp in der Zeit, ist aber vorgemerkt.

Ich mache seit Jahren schon eine Art Wiesenkonzept dort, aber ich habe wirklich nicht gemäht, das rächt sich leider. Auch der wilde Wein ist sehr übermächtig geworden und wuchert im Vorgarten herum.

Angesiedelt habe ich Geranium, Waldgeißbart, Rhodos, Frühlingsplatterbse.

Bekämpfen muss ich meine blauen Astern - oder auch nicht ::) ::) ::) - na das ist ja mal ne neue Idee. Dann muss ich allerding eine Hamamelis nochmal umsetzen, denn die Astern machen locker 1m im Jahr.

Eine kleine Trockenwiese wollte ich etwas dürrer haben und mit kleinen Dingen bepflanzen, aber Sämlinge von Nacht- und Königskerzen, Goldrute machen das einfach zu arbeitsaufwändig. Kartoffelrosen sind auch auf dem Vormarsch.
Gesät habe ich jetzt Mariendistel - die ist gut aufgelaufen - keine Ahnung, wie die sich dort benehmen wird.
Kaufmannia-Tulpen im Frühling, Narzissen.

Aber die Mahd im Herbst habe ich auch fest geplant.
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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #6 am: 11. Juni 2014, 17:23:32 »

meine augenblickliche Arbeit im Garten besteht darin die Gräser in den Pflanzungen mit einem alten sehr langen Brotmesser zu schneiden. Vorwiegend gerade um die sehr dankbaren verblühten Päonien. Die ich sogleich nach dem Jäten von Kriechendem Hahnenfuß und verschiedenen Gräsern mit Jurakalksplitt mulche, mit Rasendünger versorge, mit Edelsplitt mulche und mit HakaPhos gieße.

Die Pflanzungen wo Bart-Iris standen habe ich großzügig mit dem Rasenmäher bearbeitet. Einzelne Stauden dort umfahren. Bis dicht an die Päonien ran gemäht.

In den stärker geneigten, trockenen und sonnigeren Partien ist Digitalis parviflora extrem erfolgreich und langlebig. Sofort auf eine Einkaufliste für mehr Exemplare gesetzt.

Auch sehr befriedigend ist der üppig versamende Stachys officinalis 'Hummelo'. Die Flächen vor den Schmetterlingsfliedern und den Paeonia delavayi sind damit gefüllt. Die Mehrzahl bezieht sich auf 2 bestellte in zwei zusätzlichen Farben. Diese Pflanzung hat letztes Jahr noch 2 Miscanthus 'Grazillimus' bekommen und wartet auf zwei Caryopteris x clandonensis 'Heavenly Blue'. Die ursprüngliche Pflanzung ist damit erloschen.

Diese neue Pflanzung wird noch nach Osten erweitert um eine Fläche, in der die Bart-Iris jetzt fehlen und Succession herrscht. Dazwischen wächst Geranium 'Tiny Monster', Verbena bonariensis - ungewollt und nicht mehr unerwünscht. Die Succession hat einen vorwiegenden Namen: Quecke, Elymus repens. Eigentlich ein hübsches Gras. Aber da kommt jetzt im Herbst auch Caryopteris x clandonensis 'Heavenly Blue' hin und von dem Stachys byzantina 'Big Ears', der sich in der Wiese behaupten kann.
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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #7 am: 11. Juni 2014, 17:29:05 »

Du könntest mal schauen, ob du irgendwo Samen vom Klappertopf findest (Wiese, die noch nicht gemäht ist...). Der ist erstens auch ganz hübsch, zweitens parasitiert er Gräser und schwächt die dadurch ein bisschen - mehr Chancen für die sonstigen Stauden.


Möglicherweise könnte ich dir davon im August Samen aus den Bergen mitbringen.
Etliche Almwiesen werden dort nicht mehr gemäht...
Scabiosen wachsen dort auch eine Menge. Die sind aber dann möglicherweise schon durch.
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Liebe Grüße
Ariane

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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #8 am: 11. Juni 2014, 17:42:27 »

oh, das wäre wunderbar! Letztes Jahr habe ich schon Klappertopf Samen ausgestreut, die ich von Crambe bekommen habe. Ich hoffe auf Erfolg! Aber mehr ist besser!
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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #9 am: 11. Juni 2014, 17:44:46 »

Aber ob Quecken auch ein Wirt für Klappertopf sind? Wo steht sowas?
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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #10 am: 11. Juni 2014, 17:59:32 »

Ich hatte an anderer Stelle mal gefragt pearl - wie groß ist die Fläche - hört sich riesig an.
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Crambe

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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #11 am: 11. Juni 2014, 18:15:32 »

oh, das wäre wunderbar! Letztes Jahr habe ich schon Klappertopf Samen ausgestreut, die ich von Crambe bekommen habe. Ich hoffe auf Erfolg! Aber mehr ist besser!

Du kannst von mir noch mehr Klappertopfsamen haben. Die Wiesen hier sind voll davon. ( Bei Oile haben die Samen von letztem Jahr dieses Jahr schon geblüht!) Und Skabiosen kannst Du als Kleinpflanzen haben. Die haben sich wie Unkraut in mein neues Staudenbeet ausgesät.. Esparsettensamen kannst Du auch haben. Und Natternkopfsamen. Und Anthericumsamen, liliago und racemosum. Und Steinkleesamen, eventuell Pflänzchen.
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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #12 am: 11. Juni 2014, 18:16:58 »

Ich hatte an anderer Stelle mal gefragt pearl - wie groß ist die Fläche - hört sich riesig an.

ja, ein Projekt, das mir über den Kopf wächst. ;D Eigentlich nur ein Streifen Streuobstwiese. Aber was ich da alles ausprobiere und versuche ...

Die bis jetzt bepflanzte Fläche müsste inzwischen 500 qm umfassen. Ich habe zu Anfang Quartiere abgeteilt 3 x 3 m große Flächen, die durch Rasenwege miteinander verbunden sind. 40 davon hatte ich 2006 angelegt. Dazu kamen weitere Pflanzungen den Hang hinauf, in dem Maße, in dem wir Brombeeren gerodet, Steine gewuchtet und Gelände urbar gemacht haben. Insgesamt noch mal 10 Quartiere, die frei geformt sind. Mit den Baumscheiben der bisher gepflanzten Gehölze kommen 500 qm bepflanzte Fläche zusammen. Wobei ich Baumscheiben grundsätzlich auch bepflanze, versteht sich.

Die Bereiche unter der Trockenmauer vor dem Sandsteinhügel unter der großen Eiche ist der Kompostplatz, der auch erst erobert werden musste und wo die Äskulapnatter wohnt. Daran anschließend gibt es bis zur nächsten Eiche der Allee ein Stück Dickicht, das wir auch gerodet haben und wo ich die Walderde zusammenkratze.

Es gibt einen Sitzplatz unter einer mächtigen Vogelkrische umgeben von Sandsteinblöcken und Buchs Büscheln. Und es gibt eine Feuerstelle mit einem Sitzkreis aus Sandsteinen.

Und einen Unterstand aus rohen Brettern um Regenwasser zu sammeln. Dort wächst eine Kletterhortensie und davor eine Hainbuchen Heister.

Wenn ich das so aufzähle ... ::) Dann ist das schon anstrengend. ;D


« Letzte Änderung: 11. Juni 2014, 18:22:38 von pearl »
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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #13 am: 11. Juni 2014, 18:28:27 »

oh, das wäre wunderbar! Letztes Jahr habe ich schon Klappertopf Samen ausgestreut, die ich von Crambe bekommen habe. Ich hoffe auf Erfolg! Aber mehr ist besser!

Du kannst von mir noch mehr Klappertopfsamen haben. Die Wiesen hier sind voll davon. ( Bei Oile haben die Samen von letztem Jahr dieses Jahr schon geblüht!) Und Skabiosen kannst Du als Kleinpflanzen haben. Die haben sich wie Unkraut in mein neues Staudenbeet ausgesät.. Esparsettensamen kannst Du auch haben. Und Natternkopfsamen. Und Anthericumsamen, liliago und racemosum. Und Steinkleesamen, eventuell Pflänzchen.

bis auf Klappertopf habe ich alles schon im Garten versucht und es hat nicht geklappt. Klappertopf nehme ich also gerne!

Die Wiesen hier geben Centaurea nigra und Lychnis flos-cuculi her. In den Bereichen mit frischerem Boden werde ich im Herbst Succisa pratensis - blüht hier im Odenwaldtal am Bach im Tal - versuchen.
« Letzte Änderung: 11. Juni 2014, 18:29:32 von pearl »
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Re:Revision in meinem Wiesengarten - natürliche Staudenwiese im Juni
« Antwort #14 am: 11. Juni 2014, 18:34:59 »

Okay, ich werde dran denken, Samen zu nehmen, wenn sie ausgeblüht haben.
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