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News: die einzig wahre irrenhauszentrale ist hier. (Zwerggarten in einem Gartencafé)
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24. Mai 2017, 15:39:58
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|9|2|Eine mächtige Flamme entsteht aus einem winzigen Funken. (Dante)

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Autor Thema: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?  (Gelesen 88102 mal)

cydorian

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Einnetzen ist utopisch. Die Fliege hat die Grösse anderer Fruchtfliegen, das bedeutet engste Maschenweite. Das wird Probleme mit Verminderung der Sonneneinstrahlung geben, mit dem Gewicht, die Konstruktion wäre teuer, aufwendig, fehleranfällig.
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Martina777

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Ich bin aktuell am Recherchieren, was man tun kann, wenns auftritt.

Und zusätzlich wollte ich mit Elan und Freude bald Beeren pflanzen - und nehme nun gedanklich etwas Abstand, bzw. überleg ich mir, was ich von all dem nun halten soll.
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enigma

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Hier ist der Bau einer einfachen Falle beschrieben.

Mit der kann man die Fliege nicht ausreichend bekämpfen, sondern erstmal feststellen, ob sie überhaupt da ist.

Hier gibt's ein paar Tipps für die Bekämpfung im Weinbau, manches davon lässt sich analog auf den Garten übertragen.

Obstbauern wird empfohlen, wenn möglich mehrfach durchzupflücken, um reife Früchte möglichst rasch abzuernten, und Fallobst rasch zu entsorgen. Das dürfte im Garten einfacher sein als in Obstanlagen.

Dunklere Früchte sollen stärker befallen werden als hellere. Ob es hilft, einen Holunder zu pflanzen, damit die Fliegen eher an den gehen und hellerfrüchtiges Obst weniger befallen wird???
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Martina777

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Damit sie sich im dunklen Holunder massenhaft vermehren? Ehrlich? ;D

V.a., der Gedanke dahinter: Wir haben ja überall in der Landschaft Obstbäume (und dunkle Beeren) rumstehen, hier präventiv was zu tun ist praktisch nicht möglich.

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enigma

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Damit sie sich im dunklen Holunder massenhaft vermehren? Ehrlich? ;D

Nee, damit sie dort ihre Eier ablegen und du sie mit den Holunderbeeren zusammen entsorgen kannst, anstatt sie in deinem geernteten Obst zu haben.

Wundermittel wird es nicht geben, wenn überhaupt, wird nur die Summe mehrerer, für sich allein genommen bescheidener Maßnahmen dazu führen können, dass sich der Befall in Grenzen halten lässt.
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Martina777

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Damit sie sich im dunklen Holunder massenhaft vermehren? Ehrlich? ;D

Nee, damit sie dort ihre Eier ablegen und du sie mit den Holunderbeeren zusammen entsorgen kannst, anstatt sie in deinem geernteten Obst zu haben.


Das hab ich wohl verstanden, aber wer kümmert sich derart liebevoll um die Holunderbeeren und Brombeeren, die dankenswerterweise ja auch wild wachsen? Irgendwann ist der Befallsdruck dann wohl doch zu hoch, dass Gärtnermühe was hilft, fürchte ich.

Ohne Metaldehyd müßte ich den Salat im Garten aufgeben. Und mußte dafür schon über meinen Schatten springen. Bei der Kirschessigfliege seh ich ähnliches kommen ...
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cydorian

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Nun musst du nur noch einen Holunder züchten, der schon zur Himbeer, Brombeer, Steinobstzeit reif wird...

Lockpflanzen haben gegen Schädlinge ohnehin noch nie viel geholfen.

Vielleicht lieber harte Walnüsse statt weiche Beeren pflanzen? Auch schlecht, die Walnussfruchtfliege breitet sich ebenfalls rasend schnell aus.
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cimicifuga

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jetzt weiß ich immer noch nicht was am massenhaften auftreten schuld ist. der milde winter? der klimawandel?
und welche bedinungen brauchen sie denn nun um zu gedeihen? ist man in kühlen lagen gefeit?
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cydorian

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Darüber steht eigentlich alles in den verlinkten Dokumenten von Posting eins. Massenhaft aufgetreten ist sie, weil sie sich seit ihrem Import jedes Jahr massiv in weitere Gebiete ausgebreitet hat. Nächstes Jahr dürfte sie flächendeckend in Mitteleuropa vorhanden sein, laut Dokumenten eiun idealer Lebensraum für den Schädling. Sie liebt gemässigtes Klima, nicht Kälte stoppt sie sondern trockenwarme Hitze.

Für Weintrauben ist in Deutschland seit April tatäschlich Spinosad zugelassen worden.

Den Schäden nach, die bereits in Südtirol und Kalifornien passiert sind, wird dieser Schädling brutaler und unbekämpfbarer wie jedes andere Schadinsekt durch den Obstbau fegen bzw. tut es bereits.

Hier noch sehr detaillierte Informationen auf Englisch: http://www.cabi.org/isc/datasheet/109283 - ist aber frustrierend. Biologische Kontrolle wurde schon seit 80 Jahren versucht und ist bisher fehlgeschlagen. Stattdessen: "Current control efforts for D. suzukii rely heavily on the use of insecticides."
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cimicifuga

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na toll :'(
danke trotzdem ;)
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enigma

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Hier ist eine ziemlich umfassende Zusammenfassung des CABI über Vorkommen, Ausbreitung, befallene Obstarten und mögliche Ansätze zur biologischen Bekämpfung.

CABI hatte, meine ich, auch mal eine Dependence in Delemont in der Schweiz. Ich weiß nicht, ob es die noch gibt.
Ja, gibt's noch.
« Letzte Änderung: 13. August 2014, 12:41:51 von Bristlecone »
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hargrand

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Also machen ihr kalte Winter nix aus?
Weil sonst käme sie ja bis zu uns.. :(
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enigma

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Nee, kalte Winter machen denen nicht viel aus.
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hargrand

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 >:( mist.
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Lizzy

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Bei mir ist die Fliege massenhaft im Kompost. Himbeeren waren dieses Jahr komplett ausgefallen, die Früchte hängen verschrumpelt an den Büschen, jetzt bei einem genaueren Hinsehen weiss ich ja warum. Die Äpfel sind ebenfalls betroffen. Geht man an die Bäume riecht man schon den Essig.
Ich bin fix und fertig, denn ich dachte wenigstens die Aroniabeeren werden verschont.....weit gefehlt. Eben sehe ich die Aronias sind jetzt schon fast alle abgefallen sind und eine Geschmacksprobe einiger am Strauch hängenden Beeren ergab innen flüssige Beeren mit Essiggeschmack...Pfui Teufel ! Na dann warte ich mal bis die an die Tomaten gehen und kann für dieses Jahr die Obst-und Tomatenernte begraben. Am besten ich suche mir gleich ein neues Hobby.
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