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News: Fahre nicht aus der Haut, wenn du kein Rückgrat hast.  (Stanislaw Jerzy Lec)
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Autor Thema: Erfahrungen zur Vermehrung von Lilium  (Gelesen 57000 mal)

Darena

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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #15 am: 19. Oktober 2006, 15:44:10 »

du solltest aber noch angeben darena wie deine versch. liliumsamen gekeimt haben...sofort epigäisch mit keimblatt über der oberfläche, was ich vermute, wie in dieser grafik dargestellt:


(quelle, autor barthel)

oder die schon oben erwähnte unterirdische keimung...zumindest mir geht's darum mal einen überblick zu bekommen (mein fokus liegt natürlich auf den wildlilien ;D ).

also: ein Teil der auf der Erde liegenden Samen keimt an Ort und Stelle, bzw - sie schieben das kleine, weiße Primärwürzelchen raus. Grün wird auch schon was - ist aber alles noch sehr klein, und von dem Stadium auf der Skizze weit entfernt ;D
Wenn ich rumgrabe, unterirdisch das Gleiche: die Samen schieben dieses kleine Würzelchen.
Ist mein erster Versuch. Wenn die Kleinen den Winter überleben, kann ich mich nächstes Jahr ernsthafter mit dem Kreuzen befassen ;)
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lg, Darena

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Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe. - Rainer Maria Rilke

knorbs

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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #16 am: 19. Oktober 2006, 18:40:34 »

keimende lilium martagon var. album. die samen sind mit einer ca. 2cm dicken perlitschicht abgedeckt. ausgesät am 04.09.2006, samen war noch nicht vollreif (cremefarben), gekeimt ziemlich genau nach 4 wochen.

habe nochmal die normalform von l. martagon kontrolliert (gartenabsaat einer pflanze aus dem toten gebirge)...die samen waren schon vollreif + braun. hier keimen erst ganz wenige (die hatte ich zielsicher bei der erstkontrolle auch erwischt ;D ).
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knorbs

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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #17 am: 19. Oktober 2006, 19:08:39 »

und so sieht ein martagonsämling aus. nach austritt der keimwurzel bildet sich ein kleine zwiebel (~stecknadelkopfgröße) mit der wurzel, die die zwiebel später wohl auch in die tiefe zieht. das keimblatt verbleibt im boden. erst im frühjahr treibt dann, induziert durch die winterliche kälte, das primärblatt.
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2006, 19:09:42 von knorbs »
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hetja

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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #18 am: 19. Oktober 2006, 22:04:04 »

Liebe Blumenzwiebelkenner,

ich habe an diesem Wochenende einen Eierbecher voll Samen von Lilium martagon aus dem Garten meiner Schwester mitgenommen.

Wann säe ich sie am besten aus? In dem Blumenzwiebeltagebuch des Scottish Rock Garden Clubs wurde ganz allgemein für Lilien empfohlen erst im Februar auszusäen, da sonst die Gefahr bestünde, dass sie zu schnell keimen und dass man sie dann schlecht durch den dusteren und kalten Winter bringt.

Aber ob das auch für unser Hamburger Klima gilt?

Alles mögliche andere (Maiapfel, Christrosen, Leberblümchen) habe ich einfach gleich nach dem Reifen ausgesät und draußen stehen gelassen, davon keimt noch gar nichts.

Eigentlich würde ich die Türkenbünder gerne möglichst bald aussäen, einerseits hab ich gerade Zeit und Lust dazu, andrerseits fürchte ich, dass ich sonst den richtigen Zeitpunkt wieder vertüdele.

Was schlagen die Fachleute vor?

Vielen Dank im voraus für Euren Rat!

Liebe Grüße Barbara
Ich bin keine Fachfrau, würde aber folgendes tun: die Hälfte jetzt aussäen, natürlich im Topf, und die Hälfte im Spätfrühling; habe im Mai welche im Gewächshaus - Kalthaus - ausgesät; habe sie im August in einen Topd verpflanzt, den ich im Garten eingrabe und abdecke. Viel Glück! Stell dir vor, du hast 40 blühende!
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knorbs

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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #19 am: 19. Oktober 2006, 23:12:19 »

hab ich das richtig verstanden hetja...du hast lilium martagon samen (muss ja aus ernte 2005 stammen) im mai 2006 ausgesät, der hat dann gekeimt, das primärblatt ist erschienen und diese minis hast du im august in einen topf pikiert?
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knorbs

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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #20 am: 19. Oktober 2006, 23:19:37 »

@astrantia

Zitat
Alles mögliche andere (Maiapfel, .....habe ich einfach gleich nach dem Reifen ausgesät und draußen stehen gelassen, davon keimt noch gar nichts.

ganz kurz ot hier ;) ...frische podophyllumsaat keimt, zumindest bei mir, immer unterirdisch verzögert. bei entsprechender wärme nächstes jahr erscheint dann das primärblatt...so ein miniregenschirm ;D
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Astrantia

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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #21 am: 20. Oktober 2006, 01:54:51 »

Vielen Dank für Eure Kommentare und Ratschläge, dieses Thema ist ja wirklich interessant; gar nicht mal nur, weil man so mehr Pflanzen bekommt, ich find's einfach sehr spannend so einen Prozess zu verfolgen, und es übt ja auch in Geduld, oder?

LG Barbara
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knorbs

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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #22 am: 20. Oktober 2006, 19:38:43 »

ein ganz flotter keimer ist lilium cernuum. die aussaat des frischen samens erfolgte am 10.09.2006. ich weiß es nicht mehr so genau, aber nach ~3 wochen erschienen die ersten sämlinge. cernuum keimt oberirdisch (epigäisch) sofort.
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knorbs

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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #23 am: 20. Oktober 2006, 19:56:34 »

ebenfalls oberiridisch sofort keimt lilium formosanum var. pricei, die zwergige und winterharte(?) alpine ausgabe der nicht winterharten l. formosanum. die stammform soll schon 6-8 monate nach der aussaat blühreife erreichen.

ausgesät habe ich so mitte januar 2006 (gds-samen) und den topf im warmen zimmer in einer plastiktüte aufgestellt. leider hab ich mir nicht notiert, wann die keimten, aber es ging nach meiner erinnerung relativ schnell. ich hatte sie so ab märz ins frostfreie, kalte gewächshaus gestellt. von ~10 sämlingen haben sich nur 3 gut weiterentwickelt. die zwiebeln sind jetzt ca. daumennagelgroß (zum vergleich auf dem foto...sie stehen in einem 9-er topf). eigentlich sollten sie jetzt einziehen....ich warte schon ständig drauf, samit ich sie vereinzeln kann. aber ganz im gegenteil treiben sie schon wieder neue blätter, und wurzeln, wie ich beim puhlen feststellen konnte.

hat jemand die formosanum var. pricei schon im freien über den winter gebracht?
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2006, 19:57:14 von knorbs »
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Irm

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Re:Aussaat von Lilium martagon
« Antwort #24 am: 21. Oktober 2006, 12:01:50 »

Von meinen Martagon-Sämlingen hat dieses Jahr - im ACHTEN Jahr - der erste geblüht ... nun ja, kann an meiner Sanderde liegen. Und daran, dass ich nicht gedüngt habe. Aber in der Vergangenheit sind mir sämtliche größeren Zwiebeln, die ich aus verschiedensten Quellen hatte, verfault.

Woher sollte man denn erwachsene Pflanzen beziehen wenn man nicht acht Jahre warten will? ;)
Von einem Gärtner vielleicht ::) der ab und zu auch mal was verdienen will ::) ?
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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #25 am: 26. Oktober 2006, 10:28:20 »

halli-hallo,
also, für hypogäisch keimende lilien gibt es eine sehr gut methode:

sobald der samen reif ist (normal im frühherbst, notfalls auch jetzt noch) wird er in einen plastikbeutel mit einem feuchten medium, wie perlite oder/und sphagnum gesät - ich arbeite mit letzterem. das sphagnum sollte so feucht sein, dass, wenn man es in der faust drückt, gerade kein wasser mehr raus tropft. ich sag mal, auf ne kräftige handvoll feuchtes sphagnum einen teelöffel samen, diese zuerst gut in einer schüssel mischen und dann ab in einen tiefkühlbeutel oder ähnliches - ideal sind auch die selbstschliessenden beutel mit dem plastikverschluss, da kann man dann das ganze beim schliessen ein bisschen aufblasen.
das ganze dann ab bei 15-20° an einen dunklen ort und in regelmässigen abständen (alle 2 wochen) kontrollieren, evtl ein stamperl wasser dazu geben. innerhalb von 3-6 monaten vollzieht sich die keimung, es bilden sich kleine bulben, die dann wunderbar im frühling gepflanzt werden können.
ich hab zur zeit ein paar amerikanische auf diese weise in arbeit, hab aber auch schon martagon so weiter gebracht.

epigäische keimer im gegensatz dazu sät man am besten ab ca. februar (nach "überwinterung" im kühlschrank) auf aussaaterde oder wieder eine sphagnum-perlite-mischung, abdeckung 1/2 bis 1 cm. wichtig ist, dass das substrat nicht zu feucht ist, da die samen sonst gern faulen. wässern daher auch am besten morgens, damit übern tag die oberfläche etwas abtrocknet.

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lily-dude

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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #26 am: 26. Oktober 2006, 13:29:12 »

..........übrigens eine klasse methode der vermehrung von lilien ergibt sich beim umpflanzen der zwiebeln: gern fallen dabei ein paar zwiebelschuppen ab, die, nachdem man sie einen tag an der luft antrocknen hat lassen, ebenso in einen plastiksack mit etwas sphagnum gesteckt werden können: nach etwa 3-4 wochen fangen an der bruchstelle kleine zwiebelchen an zu wachsen, die bald austreiben und ausgepflanzt werden können. hab das grad mit lilium candidum gemacht, bereits 1 monat nach dem "scaling", wie das auf english heisst, hab ich nun knapp 20 ca. 5 mm zwiebelchen .............

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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #27 am: 26. Oktober 2006, 18:04:08 »

Hallo Markus, schön einen weiteren Lilienexperten (neben knorbs) hier zu haben - herzlich willkommen.

Jetzt hätte ich aber gleich mal 'ne Frage. Woher weiss ich, welche Lilien hypogäisch und welche epigäisch keimen. Gibt's da irgendwo eine Liste, oder könnt ihr darüber berichten.
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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #28 am: 26. Oktober 2006, 18:07:11 »

...........na, einfach auf meine homepage schauen, da ists bei den meisten - soweit verfügbar - beschrieben ;)
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Re:Erfahrungen zur Aussaat von Lilium
« Antwort #29 am: 26. Oktober 2006, 18:10:12 »

Klar, hab' ich gerade gemacht - da steht ja alles. Danke :D.
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