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Autor Thema: Staudenliteratur nach dem II. Weltkrieg  (Gelesen 2354 mal)

troll13

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Staudenliteratur nach dem II. Weltkrieg
« am: 06. März 2016, 19:59:06 »

Hallo zusammen,

gibt es eigentlich aus dieser Zeit bis zu den ersten Büchern von Bärtels und Warda weitere deutschsprachige Standardwälzer der Gehölzliteratur?

Aus der Zeit vor dem II. Weltkrieg sind mir die Ausgaben von "Unsere Freiland-...gehölze" von Tarouca/Schneider bekannt.

Die Zeit zwischen 1950 und 1980 ist für mich jedoch irgendwie ein Terra inkognito.
« Letzte Änderung: 28. November 2016, 21:31:15 von troll13 »
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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #1 am: 06. März 2016, 20:06:00 »

antiquarisch immer wieder mal auftauchend: Franz Boerner Blütengehölze. Noch ein Band mit Koniferen. Vom selben Autor eine Wörterbuch über botanische Namen. Einige gute Artikel in Pflanze und Garten.
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"We should all be feminists" - Chimamanda Ngozi Adichie 12. April 2013

"This Is What a Feminist Looks Like" Barack Obama 4. August 2016

"I work toward the liberation of women but I'm not feminist. I'm just a woman," Buchi Emecheta died aged 72 on 25 January 2017

troll13

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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #2 am: 06. März 2016, 20:17:03 »

Danke,

Boerner hast du schon einmal in einem anderen Zusammenhang erwähnt. Hätte ich auch selbst drauf komen müssen.
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bristlecone

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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #3 am: 06. März 2016, 20:32:04 »

Die Standardwerke von Krüssmann - Die Nadelgehölze und Die Laubgehölze - kennst du, oder?

Ich habe hier noch Eiselt/Schröder "Nadelgehölze" und "Laubgehölze" sowie Grunert "Klettergehölze", alle erschienen bei Neumann-Neudamm.
« Letzte Änderung: 06. März 2016, 20:38:33 von bristlecone »
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troll13

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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #4 am: 07. März 2016, 19:57:12 »

Die dicken Handbücher von Krüssmann hatte ich für die Fragestellung, die mich interessiert, ausgeklammert, weil sie wohl nur wenigen Fachleuten zur Verfügung standen. Auf deinen Hinweis habe ich jedoch jetzt erst "Die Laubgehölze. Eine Dendrologie. für die Praxis" entdeckt, das wohl eine ähnliche Qualität wie der Warda in seinerZeit besessen haben dürften. Ist antiquarisch für mich auch noch erschwinglich zu erhalten. Danke

Ist Eiselt/Schröder in einem DDR-Verlag erschienen?  Ich weiss, dass naturwissenschaftliche Bücher damals im Westen durchaus verbreitet waren. Mag dies auch auf diesen Wälzer zutreffen?
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Inken

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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #5 am: 07. März 2016, 20:01:35 »

@troll13, die "Nadelgehölze" kannst Du von mir bekommen.
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troll13

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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #6 am: 07. März 2016, 20:26:30 »

Danke aber "Die Nadelgehölze" sind, jedenfalls im Augenblick, für mich leider eher uninteressant.

Mich interessiert aktuell, ob und wie Hydrangea involucrata iund andere Hortensien in Gartenbüchern der "gehobenen" Qualität zu unterschiedlichen Zeiten beschrieben wurden.
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bristlecone

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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #7 am: 08. März 2016, 08:42:59 »

Das lässt sich für den Eiselt Schröder (ja, das Buch ist eine Lizenausgabe des Neumann Verlags Leipzig Radebeul) in einem Punkt einfach beantworten:
Eine Hydrangea involucrata taucht dort mit keinem Wort auf.
Beschrieben werden dort:

H. anomala D. Don und die ssp. petiolaris (Sieb. et Zucc.) McClintock
H. arborescens L. mit den ssp. arborescens, ssp. discolor McClintock (= H. cinerea) und ssp. radiata McClintock (= H. radiata Walt.)
H. aspera D. Don mit den ssp. sargentiana (Rehd.) McClintock (= H. sargentiana Rehd.) und ssp. strigosa (Rehd) McClintock (= H. strigosa Rehd. = H. aspera var. macrophylla Hemsl.)
H. heteromalla D. Don (= H. bretschneideri Dipp., = H. xanthoneura Diels)
H. macrophylla (Thunb.) Ser. (= H. opuloides K. Koch) mit der f. mariesii Wils. und der ssp. serrata (Thunb.) Mak. (= H. acuminata Sieb. et Zucc.) sowie der f. veitchii Wils.
H. paniculata Sieb.
H. quercifolia Bartr.

Das wars an Hortensien.
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troll13

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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #8 am: 08. März 2016, 20:48:58 »

Das hatte ich fast erwartet.

Nicht weil es sich hier um eine Lizenzausgabe eines DDR-Verlags handelt, sondern weil bestimmte Formen, die vor dem II Weltkrieg noch beschrieben werden, nach 1950 offenbar nicht mehr beachtet werden.

Dies mag beiden Hortensien zum Teil mit der Nomenklaturreform von Mc Clintock begründet werden können, die Tabula rasa bei den überkommenden Art- und Varietätsnamen gemacht hat.

Der Name H. involucrata blieb jedoch auch nach der Reform gültig. Hier muss eine seit 1830 in Europa bekannte und auch kultivierte Pflanze einfach in Vergessenheit geraten sein. Anders kann ich mir es nicht erklären.

Dies scheint jedoch auch bei anderen Gattungen ähnlich zu sein. Bei Tarouca/Schneider habe ich z. B. eine Beschreibung von Deutzia setchuenensis var. corymbiflora gefunden, die ich bisher in keiner moderneren, deutschsprachigen Publikation gesehen habe und auf die ich erst durch die französische Freak-Webseite Asianflora.com aufmerksam wurde.

Hat hier jemand Zugang zu Krüssmanns ausführlicheren Enzyclopädien? Ist es nur eine Vermutung aus dem Bauch heraus oder ist wirklich etwas daran, dass die gärtnerischen Pflanzenkenntnisse früher einmal größer waren als heute?
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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #9 am: 09. März 2016, 12:27:53 »

Leider hab ich diese Wälzer von Krüssmann nicht. Bei Bedarf könnte ich nachfragen, ob ein Bekannter die hat und evtl. die Seiten zu Hydrangea kopieren könnte.

Die Online-Ausgabe von Bean's "Trees and Shrubs Hardy in the British Isles" kennst du? Siehe z.B. zu H. involucrata
http://www.beanstreesandshrubs.org/browse/hydrangea/hydrangea-involucrata-sieb/

Demnach ist H. involucrata (= H. longifolia Hayata) "Unfortunately it is not very hardy, and is often killed back more or less in winter, the flowers being borne on the new shoots which spring from the base. It thrives well in the west country."
« Letzte Änderung: 09. März 2016, 12:29:35 von bristlecone »
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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #10 am: 09. März 2016, 20:22:23 »

Das ist exakt der Text, der auch in der 2. Auflage des "Bean" von 1916 steht.

Auf der Insel ist die Hydrangea involucrata offenbar immer wenigstens in den Botanischen Sammlungen in Kew bzw. Wakehurst als lebende Pflanze vorhanden gewesen.

Ich habe heute noch etwas anderes versucht und geschaut in welchen deutschen Botanischen Gärten H. involucrata aktuell gelistet ist. Bei SysTax habe ich nur den BoGa Bochum gefunden.
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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #11 am: 09. März 2016, 20:35:13 »

In der (nicht allumfassenden) Erhebung der DDG (Jahrbuch NR. 74, 1982) ist H. involucrata für folgende Botanische Gärten gelistet:

A: 8b
CH: 28b
D: 67f, 78b, 98jo, 126f, 135b,
DK: 164f

Erläuerung: j Jungpflanze, b, regelmäßig blühend, f, regelmäßig fruchtend, o: Varietät oder Sorte

8: Linz, 28: Zürich, 67 Badenweiler (da könnt ich nachfragen, ob noch), 78 Dortmund, 98 Göttingen Forstbotanik, 126 Köln Forstbotanik, 135 München, 164 Kopenhagen
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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #12 am: 09. März 2016, 20:44:52 »

Was es nicht alles gibt. :o

Warum wisst ihr alle so viel mehr als ich, wo sich solche Informationen verstecken. :-\
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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #13 am: 09. März 2016, 20:47:15 »

Nee, du bist mir da um Längen voraus. Sieh mich in der Hinsicht als blindes Huhn.
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Re: Gehölzliteratur nach dem II. Weltkrieg
« Antwort #14 am: 09. März 2016, 20:49:41 »

@troll13, ein neuerliches Angebot: Einige dieser Dendrologischen Jahrbücher stehen bei mir im Keller. Na, nicht doch ein klein wenig Interesse? ;)

(Ein "Nein" geht auch per PM. ;D)
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