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24. Juni 2017, 12:31:28
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Autor Thema: Massiver Schaden durch Hagel  (Gelesen 2859 mal)

cornishsnow

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #45 am: 16. Februar 2017, 21:27:06 »

Sieht nicht hübsch aus, spricht aber für die Kraft und Gesundheit der Geschädigten Gehölze. :D
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Amur

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #46 am: 16. Februar 2017, 21:32:21 »

Wollt ich auch grad schreiben. Sieht zwar "ungewohnt" aus, aber ist auf bestem Wege zu verheilen.
Da würde ich mir weniger Gedanken machen. Das wird mit der Zeit mit den Schnitten eh rausgenommen.
Eher den Stamm und das Astgerüst auf Schäden prüfen ob irgendwo der Krebs die Wunden befallen hat. Das sind die schlimmeren Überraschungen als diese eher optischen Schäden.
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Wühlmaus

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #47 am: 16. Februar 2017, 22:00:04 »

Ihr seht das ja recht entspannt :o
Es gibt noch reichlich Stellen,  an denen das Holz frei liegt. Auch Verletzungen an dicken Ästen.
Was mich sehr wundert, ist, dass es scheinbar viele Blütenansätze gibt. Auch oder gerade an jungem Fruchtholz oberhalb von total beschädigten Abschnitten?

Auf jeden Fall hoffe ich inständig,  dassssolche Unwetter nicht zur Regelmäßigkeit werden. - Nicht nur wg der Obstbäume :-\
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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #48 am: 16. Februar 2017, 23:31:00 »

Mir hat der Rasenmähermensch mit seinem Rasenmäher-Mini-Truck für hohe Wiesen (sieht eher aus wie eine dieser kleinen Straßenkehrfahrzeuge) vor einigen Jahren einen jungen Birnbaum "überfahren", er setzte rückwärts und hatte den Baum übersehen - da war durch die Unterkante des Gefährts die Rinde auf der Hälfte des jungen Stämmchens vom Boden bis in anderthalb Meter Höhe abgeschabt und das ist inzwischen ebenso verheilt wie deine Äste.
Die vielen Blütenansätze wundern mich nicht, derartige vielfache Verletzungen lösen bei Pflanzen schon eine stärkere Investition in Samen, sprich Früchte, aus - falls es doch bald mal viel schlimmer kommt und man nicht überlebt.
1991 hatte ein schwerer Sturm einige Fichten der damals noch stehenden Fichtenreihe ziemlich schräg gedrückt, so dass sie seitlich aus der Reihe herausragten, die Bäume fielen nicht um, zogen sich in den Jahren darauf sogar wieder etwas gerader, aber solche Massen von Fichtenzapfen wie in dem Jahr nach dem Sturm an diesen und an den andern Fichten gab es kaum mal.
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Wer den Garten sehen möchte, in dem ich lerne - einfach unterm Goldfrosch-Bild das zweite Symbol von links, den Globus,  anklicken! ;-)

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cornishsnow

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #49 am: 16. Februar 2017, 23:55:32 »

Ihr seht das ja recht entspannt :o
...

Ich glaube das kannst Du auch sein, das kräftige "Narbengewebe" zeigt, das die Gehölze sich sehr gut selber helfen können.

Ich bin ganz Amurs Meinung, schau nach wirklich kranken Stellen, gesund verheilende Stellen sind nicht schlimm. :)
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zwerggarten

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #50 am: 17. Februar 2017, 01:57:07 »

... Was mich sehr wundert, ist, dass es scheinbar viele Blütenansätze gibt. Auch oder gerade an jungem Fruchtholz oberhalb von total beschädigten Abschnitten? ...

pflanzen sind ja nicht doof: in bzw. nach unbequemen extremsituationen sorgen sie für möglichst viel potentielle nachkommenschaft, bei obstgehölzen heißt das: blütenansatz und frucht- bzw. samenbildung.

nein, ich habe nicht von notblüte gesprochen. 8) ;D
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Wühlmaus

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #51 am: 17. Februar 2017, 09:10:40 »

Notblüte war aber auch meine Assoziation :-\
Es übersteigt aber meine Vorstellung,  dass diese verwundeten und nun heilenden Äste überhaupt die Stabilität haben, mehr als einen Apfel zu tragen.

Aber euer Optimismus tut gut  :-*
Der Schnitt ist dieses Jahr halt ( mal wieder) ein recht scharfer. Und ansonsten heißt es: abwarten 8)
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Яib-Esel

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #52 am: 17. Februar 2017, 09:38:14 »

Ob das die Äste halten, oder der Baum den potentiellen Ertrag ernähren kann, ist eine andere Sache. Das ganze ist ja eine hormonelle Sache. Sollte der Fruchthang dennoch ergiebig sein, wäre eine Fruchtausdünnung ratsam. Ein zu großerFruchtansatz kann den Baum auch schwer schädigen (Physisch [Astbruch] und auch durch "Erschöpfung"). Vielleicht wäre auch das komplette entfernen des Fruchthangs ratsam, um den Baum einfach mal Ruhe zu geben
« Letzte Änderung: 17. Februar 2017, 09:43:46 von Rib-Esel »
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partisanengärtner

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #53 am: 17. Februar 2017, 09:58:55 »

Schau mal nach Alex Shigo
der hat sehr intensiv geforscht wie sich Gehölze bei Verletzungen selber heilen. Das freiliegende Holz ist gar nicht so anfällig wie die meisten denken.
Der Baum lagert je nach Art mehr oder weniger intensiv Abwehrstoffe im Holz ein sodaß Fäuliserreger gehemmt bis gestoppt werden.
In zahlreichen Querschnitten hat Alex Shigo diese Einlagerung nachgewiesen. Das geht bei einem abgebrochen Ast glockenförmig in die "tote" Zone.

Im modernen Baumschnitt wird zunehmend darauf Rücksicht genommen. Die Sogenannten Kleiderhaken die man an falsch geschnittenen Gehölzen findet sollte man daher gar nicht nachschneiden wenn sie schon älter sind.
(Habe ich immer gemacht :-X)
Denn da hat der Baum bereits eine Einlagerung von Abschottungsstoffen vorgenommen. die Zone würde also entfernt werden und die Wunde müsste vom Baum neu geschützt werden.
Ich durfte dieses Wissen in einer Fachberatungsfortbildung kennenlernen. Da waren lauter hochkarätige Fachleute zum ausquetschen.

Hätte nicht gedacht das ich noch soviel Neues in diesem Gebiet auf einmal zu bearbeiten kriege. Vor allem weil die Realität meiner Gartenerfahrung gerade beim Baumschnitt nicht der vorher bekannten Lehrmeinung entsprach.  Das hat einiges erklärt.
Trotz des dauernden Inputs von hier habe ich schier abgehoben vor Lernfreude.
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Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.

Axel

Яib-Esel

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #54 am: 17. Februar 2017, 10:40:09 »

Danke für die Quelle/Info!!!

Ich denke das die Sorte, vor allem im Obstbau, eine Rolle spielt. Bei vielen der neuen und den mittelneuen Apfelsorten wurde auf die Pflanzengesundheit keine Rücksicht genommen (siehe Schorf). Da wäre die Fragestellung möglicherweise stellbar, ob die Holzabwehrstoffe aktiv weg gezüchtet worden sind, weil sie die Fruchteigenschaften beeinflussen oder passiv, weil man nicht darauf geachtet hat (Wenn sie überhaupt weg gezüchtet worden sind). Bei Kirschspindeln werden die Äste bei einer Dicke von ca. 1/3 der Stammdicke, abgerissen. Es werden dann keine weitere Schutzmaßnahmen unternommen. Ich denke, das diese Leute es indirekt am besten wissen müssen. Sie leben immerhin davon.

Vor zwei Jahren hatte ich einen riesigen Frostriss an einem Apfel-"Sämling" (v. einer alte Sorte). Das Holz lag 3cm in der Breite und 15cm in der Länge frei. Ich hab's rel. spät gesehen. Ich bin damals mit Lac-Balsam dran gegangen. letztes Jahr war das ganze wieder schön zu gewachsen. Die Pflanzen können manchmal viel ab.
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Wühlmaus

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #55 am: 17. Februar 2017, 12:19:56 »

Beim Schnitt achte ich heuer wirklich darauf, den Fruchtansatz deutlich zu reduzieren.

Der Herr Shigo ist mir schon länger ein Begriff und ja - man unterschätzt die Selbstheilungskräfte leicht.

Rib-Esel - was du von den Kirschen schreibst, klingt erstaunlich, denn es handelt sich ja dann doch um relativ starke Äste und entsprechend großen Wunden.

Auf der anderen Seite bricht man ja möglichst im Laufe des Sommers die unnutzen Triebe/Wasserschosse aus (um die schlafenden Augen an der Basis mit zu entfernen). Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell diese Wunden wieder geschlossen sind.


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Яib-Esel

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #56 am: 17. Februar 2017, 13:47:46 »

Hier eine Quelle zu den Kirschen: https://www.youtube.com/watch?v=7QG2h9DBMfg

Auf der anderen Seite bricht man ja möglichst im Laufe des Sommers die unnutzen Triebe/Wasserschosse aus (um die schlafenden Augen an der Basis mit zu entfernen). Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell diese Wunden wieder geschlossen sind.

Nach meines Wissens haben sich die schlafenden Augen bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht um die Basis des Wassertriebs gebildet. :)
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Wühlmaus

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #57 am: 17. Februar 2017, 14:03:28 »

Das kommt drauf an, wie früh oder spät man sich an diese Arbeit macht. Läuft ja nicht immer so nebenbei :-\

Danke für die Videos! Die Schere wird aber auch da benutzt - zumindest zum ZapfenSchneiden 8)
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Dornroeschen

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #58 am: 17. Februar 2017, 14:48:44 »

Ihr seht das ja recht entspannt :o
Es gibt noch reichlich Stellen,  an denen das Holz frei liegt. Auch Verletzungen an dicken Ästen.
Was mich sehr wundert, ist, dass es scheinbar viele Blütenansätze gibt. Auch oder gerade an jungem Fruchtholz oberhalb von total beschädigten Abschnitten?
das liegt daran, daß der Saftstrom durch die Verletzung gemindert wurde, das regt die Blütenbildung an.
Das macht man auch absichtlich um eine blühfaulen Baum zu manipulieren, nennt sich Ringeln oder Kerben um gezielt den Saftstrom zu leiten und einen Austrieb zu fördern.
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Яib-Esel

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Re: Massiver Schaden durch Hagel
« Antwort #59 am: 17. Februar 2017, 14:56:18 »

Das mit der Schere hab ich nicht gesagt, dass sie nicht genommen wird, versuch mal inmitten eines astes was abzubrechen. Das wird erst recht hässlich 8)
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