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Autor Thema: Boden lockern, und wie zurückverdichten?  (Gelesen 3361 mal)

thuja thujon

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Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« am: 25. September 2016, 22:52:24 »

Hallo,
mich quält da eine Frage. Wie tut ihr den Boden nach dem lockern bearbeiten, rückverfestigen?

Es gibt zum lockern dutzende Geräte zu kaufen, fast alle haben irgendwo ihre handwerkliche Lücke, wo sie Sinn machen.

Geräte, die brauchbar sind, um den Boden damit rückverdichten zu können, gibts neben einer mehr oder weniger unbrauchbaren Rasenwalze fast garkeine.

Die Rückseite vom Rechen, Stück für Stück gestampft, fast toll, um Saat anzudrücken, aber wirklich gelockerten Boden bekommt man damit auch nicht wieder in eine vernünftige Struktur, die zu fein angedrückte Bodenoberfläche verschlämmt auch wieder viel zu schnell.

Ich mag den Boden nach dem lockern nicht mehr so fluffig-locker lassen, der fällt nach Regen immer so leicht zusammen und bildet keine stabilen Krümel, keine echte Struktur, sondern je nach Wassermenge, die die oberflächliche Krume zerstört hat, mehr oder weniger sortierte Sedimentschichten, die wieder aufgebrochen werden müssen. Was fast nie rauskommt, sind stabile Krümel, unter denen der Boden noch atmen kann und normale Regenmengen ohne verschlämmen oder sonstiges aufgenommen werden.

Was habt ihr für Spezialwerkzeuge gebastelt oder welche anderen Geräte benutzt ihr wie deswegen?
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Gartenplaner

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #1 am: 25. September 2016, 22:58:47 »

Als wahrlich kein Kompost- und Umgrabe- sowie Bodenlockerungs-Experte ging mir alllerdings als Erstes bei deiner Frage durch den Kopf, ob deinem Boden möglicherweise Humus und/oder Tonkomponenten fehlen, um die berühmten Ton-Humus-Komplexe und damit Krümel zu bilden und sich nicht nach Korngröße aufzutrennen.


Edit: Deckst du die aufgelockerten Bereiche nicht mit Mulch ab?
« Letzte Änderung: 25. September 2016, 23:04:56 von Gartenplaner »
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thuja thujon

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #2 am: 25. September 2016, 23:10:37 »

Humus ist in meinem etwas sandigem Lehm eher zuviel drin. Ich beobachte das aber auch auf sehr humosem Tonboden. Auf armem Sandboden sieht es etwas anders aus, da gibts ganz andere Probleme, wie Hydrophobie des Bodens, der will einfach das Wasser nicht mehr aufnehmen.
Dort wo ich mit meinem Lehm nichts mache, sehe ich wunderbare Lebendverbauung, zumindest nach 2-3 Jahren Untätigkeit. Da darf ich dann aer auch keinen Kompost einarbeiten oder mit sonstwas drin rumrühren. 
Dort, wo öfters Unkraut gehackt wird oder Rasenmulch ständig eingearbeitet wird, ist der Boden überlockert.
Fast so schlimm wie nach dem Einsatz einer Gartenfräse. Völlig zerstückelt, jegliche Struktur weg. Der ist Oberflächlich schon fast siebfähig. Da hält kein Körnchen am anderen fest und deswegen wirds vom Regen zu schnell zerschlagen und trennt sich dann auf.
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thuja thujon

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #3 am: 25. September 2016, 23:14:35 »

Aufgelockerte Bereiche sind bei mir entweder ein Mulch-Erde-Gemisch oder ich lasse sie offen liegen. Wenn der Boden richig gut verschlämmt war, habe ich wenigstens ein paar dickere Plättchen, die etwas gröber bleiben und nicht gleich nach dem ertsen Regen wieder kaputtgehen, also in der Situation kann der Boden noch am ehesten atmen.
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thuja thujon

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #4 am: 26. September 2016, 20:36:12 »

Ist wohl kein Thema das viele Leute beschäftigt.

Wenn ich meine Gemüsebeeten mit dem Sauzahn durchziehe, ist das in etwa vergleichbar mit einem Grubber der hinterm Traktor hängt.
Wenn ich mit dem Sauzahn fertig bin, fehlt mir ein Gerät. Oder ich hab eventuell das Gerät, weiss es nur nicht und deswegen auch keine Ahnung wie ichs einsetzen soll.

Hinter jedem Grubber am Traktor hängt etwas dran, womit der Boden nach dem überlockern wieder rückverfestigt werden kann. Von diesen Packerwalzen gibt es viele. Welche mit Rohren, welche mit Noppen, welche mit Scheiben usw., jenachdem wie die Bodenoberfläche hinterher aussehen und wie gut sie rückverfestigt sein soll.

Ich hatte was gebastelt, das klappt aber nicht gescheit, da fehlt noch ein Schar in der Mitte. Wenn ich was passendes finde, will ich eine Art Gänsefußschar dazubasteln.



Bitte nicht von dem Boden dort täuschen lassen. Diese Fläche habe ich seit der Feldsalatsaat im August letztes Jahr nicht mehr bearbeitet.
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Eva

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #5 am: 28. September 2016, 21:40:43 »

Lockerst du denn großflächig, ohne gleich danach was anzubauen?
Ich mach eigentlich immer nur das Stück, das eingesät oder bepflanzt wird, und da stampf ich mit der Rückseite vom Rechen oder auch mal mit einem Glättbrett, beim Pflanzen mit den Händen/Fäusten oder auch mal mit den Füßen.
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ich habe noch keine Internetdiskussion gesehen, die einen Sieger hatte (Quelle: Klartext Hund Blog)

troll13

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #6 am: 28. September 2016, 21:57:50 »

Zur Not hilft doch auch eine ordentliche Portion Wasser aus dem Wasserschlauch oder...?
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thuja thujon

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #7 am: 29. September 2016, 22:56:39 »

Ich lockere mehr oder weniger großflächig, baue danach aber in der Regel entweder sofort oder zumindest ziemlich zügig an. Ich habe 3 verscheidene Gemüsebeete, zusammen etwa 60m², auf diesen baue ich etwa 100 bis 120m² Gemüse an. Das mehr ist der Statistikmethode geschuldet, weil nach Radieschen zB Bohnen kommen und danach Salat. So werden aus einem m² Bodenfläche drei m² Anbaufläche.

Also lockern tu ich zB mit dem Krail oder einem Minisauzahn. Danach Aussaat, mit rechenrücken andrücken usw, und die Saat sieht schon schlecht aus, da gibts immer wieder einige Samen, die nicht keimen, weil zuwenig Bodenkontakt. Die verhungern in der Luft, den großen Poren im Boden.

Bis die Reihen von den Pflanzen geschlossen sind, wird oft noch 1-3 mal mit dem Minisauzahn durchgezogen, das machts nichts besser.

Die ordentliche Portion Wasser hilft leider nicht, das führt zur Verschlämmung mit anschließender Verkrustung, und damit wenig Bodenatmung, Staunässe und noch schlechter auflaufender Saat.
Im prinzip ist genau das ein problem, es regnet hier ja doch ab und an mal, und dann ist der boden wieder verschlämmt, auch wenn er mit mulch abgedeckt wurde oder der Mulch in die ersten 2-3cm eingearbeitet wurde.

Es ist durch das häufige Unkrauthacken usw einfach alles überlockert und damit sehr verschlämmanfällig.

Ich habe gerade meinen Rasen umgegraben, da gabs oben Verdichtungen, die Klumpen unten fielen auseinander, wenn man sie etwas angestoßen hat. So wie man sich es wünscht. Damit kann ich ein vernünftiges, feinkrümeliges Saatbett machen, dessen Krümel nicht gleich beim ersten Regen zusammenbrechen. Im großen Gemüsebeet ist es dazu wie gesagt viel zu locker. In meienem Gemüsebeet, das vor 5 oder 6 Jahren noch Terasse war, ist der Boden etwas fester. Dort ist die Auflaufquote mit Samen mit der Rechen- bzw Krailrückseite andrücken etwas besser, aber immernoch nicht optimal.

Also ich achte da wirklich aufs Detail und verlange da auch einiges, mein Lehm will auch zu den richtigen Terminen bearbeitet werden, sonst gibts nur grobe Kluten für das ganze Jahr, die man nicht mehr kleinbekommt.

Ich habe mal ein pdf rausgesucht, mit vielen Bildern, damit man das mit dem Bodengefüge leichter versteht und nicht kompliziert in Worte fassen muss. Ich habe mal gelernt, der Garten fängt mit dem Boden an. Meine Erfahrungen bestätigen das. Wenn der Boden nicht optimal ist, braucht man nicht über Kompost, Mist oder andere Dünger usw reden. Da gehts mehr um Luft, Wasser, Porenvolumen, Atmung, Calciumbrücken, Lebendverbauung, Aggregatstabilität. Hier der Link:

http://cdn-de.greatplainsmfg.com/cdn/farfuture/TdZhKYYQc2JHDCgscv9HoKcX8AuU7-jgG-DGWfSlfkU/mtime:1383238954/sites/default/files/Soil_Structure_Brochure_DE.pdf

Was mir einfach durch viele Vergleiche und spartanische Versuche bewusst geworden ist, dass Kompost, mulchen und häufiges hacken einfach nicht zusammenpasst und der Boden so an Fruchtbarkeit verliert. Davon will ich wegkommen. Auch wenn das `in der Hobbygärtnerszene nicht vorgesehen ist´.

Minimalbodenbearbeitung versuche ich umzusetzen, dafür habe ich genug Geräte, aber zum Rückverdichten, da gibts einach nix, das ist nirgendwo Thema. Rasenwalzen ist was völlig anderes.

Ich bin wirklich für jeden Hinweis dankbar, auch was die Theorie der Böden angeht.
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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #8 am: 30. September 2016, 21:13:19 »

Hilft auch dick(!) abdecken mit frischem (Pferde-)Mist nichts? Ich bekomme unter Abdeckung immer wunderbaren Krümelboden voller Bodenleben, aber bei mir sind die Voraussetzungen auch ganz andere: Tonboden (bei Trockenheit wie Be-Tonboden) und 1300mm Jahresniederschlag. Ich muss Sand einarbeiten.
Ich denke, wenn das Bodenleben stimmt, dann bilden sich Wegsamkeiten für das Wasser, die ein Verschlämmen verhindern. Organisches Mulchmaterial, Laub und Grasschnitt arbeite ich gerne mal spatentief ein (könnte eventuell Bodenschädlinge begünstigen), dazu wie gesagt Sand. Mir erscheint dein Boden sehr mineralisch, aber du sagst ja, dass es an Humus nicht mangelt.
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thuja thujon

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #9 am: 30. September 2016, 21:44:11 »

Dick Pferdemist hilft in sofern, dass der Boden darunter nicht weiter gelockert wird und sich nach einem halben Jahr gesetzt hat. Wenn ich den Mist beiseiteräume, sind untendrunter schöne Krümel, die auch halbwegs stabil sind.

Mein Boden hat aber die selben Probleme wie die meisten gartenböden. Zuviel Humus, zuviel Kali, zuviel Phosphor. Deswegen möchte ich nicht noch mehr mist oder andere große Humusquellen draufgeben. Buschbohnen in Pferdemist säen, das wird genausowenig was wie die Zwiebeln. Wenn ich mir die Zwiebeln vom bauer angucke, dann haben die schöne helle Wurzeln, wenn ich mir meine angucke, dann sind die Wurzeln eher auch mal etwas dunkler. Das liegt am Humus, am Bodenleben, das nicht nur aus Würmern besteht, sondern auch an Viechern, die gerne mal Wurzeln fressen oder Eier ablegen, gerade in Blumenzwiebelreichen Gegenden. Tulpen, Osterglocken, Hyazinthen, Krokus, daran mangelts ja nicht gerade im Garten, da haben die ungebetenen Bodenbewohner einen reich gedeckten Tisch.

Ich habe in den letzten Jahren jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass man mit Humus zwar viel erreichen kann, aber der gesunde Wuchs mit gesunden Wurzeln deutlich mehr Effekt bringt als das lockern und die Nährstoffe vom Humus. Ich möchte einfach nicht immer mehr draufschmeissen, wenn das Fass eh schon überläuft. Ich habe vielleicht 7 oder 8% Humus drin, der Bauer wenn es hoch kommt 3.
Worauf ich aktuell achte bzw verschiedene Versuche dazu mache, ist dass die Grundbodenbearbeitung passt, das eher die mineralische Komponente stimmt, die Struktur, die Basis. Wenn die passt, mache ich mir mit noch mehr Humus nur die Basis kaputt. Wen nicht über die Struktur, dann über Schädlinge, die vom hohen Humusgehalt angelockt werden. Der Bauer auf der anderen seite vom Gartentor sagt das ist der größte Fehler, den wir Hobbygärtne rmachen. Mittlerweile verstehe ichs. Lehm ist nun nicht gleich Lehm, und eine Gare muss man fühlen. Mir gehts auch nicht um Schattengare oder die Gare unter dem Mulch, mein Boden ist oberflächlich so locker, dass er jegliche Struktur verloren hat. Ich kann die Pflanzlöcher für 9er Töpfe mit den blossen Händen in den Lehmboden graben.

Wenn ich diese Schicht dick mulche, verschlämmts mir zwar weniger, aber der Bodenkontakt sowohl der Samen als auch der Wurzeln ist einfach Murks. Das bedeutet weniger Wachstum und schlechter Aufgang der Saat. Mit organischem Material möchte ich nicht mehr überall mulchen. Es muss auch ohne gehen, die Bauern machens uns vor. Die ernten mit weniger Nährstoffen mehr.

Ich ziehe Ariocarpus in kleinen Töpfen in humusarmem Lehmboden, das geht wunderbar, eine Frage der Feuchtigkeit. In Torf verfaulen die recht schnell. Von Lehm halten selbst viele Kakteenspezies nicht viel. Ich muss sagen es geht. Wenn man den Lehm im Griff hat. Und den richtigen Lehm.

Und ich muss sagen, in meinen Gemüsebeeten ists zwar gefühlt traumhafter Boden, aber er lässt nüchtern betrachtet einfach zu wünschen übrig, ist lange nicht optimal. Ich will den Boden, auf dem auch Petersilie wächst. Den habe ich bei mir nur dort, wo ich schon lange nix mehr gemacht habe oder noch nie Gemüse gewachsen ist oder nur alle paar Jahre mal dünn Kompost hinkam. Ich mag meinen Garten nicht `auf Hydro umstelllen´, ich will wieder zurück zum Boden und nicht Richtung Hochbeet mit Blumenerde.
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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #10 am: 01. Oktober 2016, 19:36:53 »

Dann vielleicht doch Sand holen. Wobei Sand ist natürlich nicht gleich Sand. Bei mir hilft der feine Flussand mit reichlich Glimmeranteil sehr gut - der feste Ton wird krümelig. Musst du halt ausprobieren, was bei dir passt.
Jedefalls hilft dir die richtige Korngröße Wegsamkeiten für das Wasser herzustellen und bei der Durchlüftung des Bodens. Hast du mehr Sauerstoff im Boden, nimmt der Humusgehalt ganz von alleine ab.
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thuja thujon

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #11 am: 01. Oktober 2016, 20:18:44 »

Mit Sand würde ich nur noch mehr lockern. Falsche Richtung.
Das Problem ist, der Boden ist mechanisch so überlockert, dass die Klumpen bei Regen bzw Starkregen zerschlagen werden, sich die groben Teile im Wasser unten absetzen und das feine obendrauf liegenbleibt und dann verkrustet. Erst dann gibts die gestörte Bodenatmung.

Durch das überlockerte können sich die verschiedenen Bodenteilchen nicht zu einem vernünftigen Gefüge zusammenbauen. Es ist einfach zuviel Luft im Boden. Die bringt auch nichts, wenns oben verkrustet ist und deswegen kein CO2 raus und O2 rein kann. Die Verkrustung hacken ohne rückverdichten, macht das Kernproblem nicht besser, sondern überlockert auf Dauer nur noch mehr.

Kalken zum Ton ausflocken usw hat bis jetzt auch noch nichts gebracht.

Ich finde das echt krass, rede ich mit nem Bauern, sagt der klar, musste machen, geht nicht ohne. Guck ich mir die Gartengeräte an, da gibts nix. Garnix.
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2016, 20:20:57 von thuja thujon »
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b-hoernchen

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #12 am: 01. Oktober 2016, 20:21:50 »

Ehrlich gesagt, den von dir genannten Humusgehalt bezweifle ich irgendwie. Wurde der im Labor bestimmt?
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thuja thujon

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #13 am: 01. Oktober 2016, 20:39:01 »

Nein, unglaubwürdigerweise nicht, eher durch Farbe. Jahrelang Kompost, Mist, mulchen etc. Wenn ich Kompost draufgebe und nur die ersten 2-4 cm einarbeite, ists auch nicht besser. Wenn ich den Boden dem Bauern unter die Nase halte, nickt der lachend. Sein Acke rista uch deutlich heller, hat um die 3%. Die kennen das unter C/N-Verhältnis, zu hohe Humusgehalte aber kein N mineralisch drin, deswegen wächst es oft in den Gärten nicht richtig, wegen dem Stickstoffmangel, weil nichts verfügbar ist. Es wird immer mehr Kompost gegeben, und deswegen die krasse einseitige Überdüngung im Hobbybereich mit P und K. Das kommt nicht alles nur vom Blaukorn aus vergangenen Zeiten. Das mit N-mineralisch habe ich im Griff. Geringe Stickstoffdüngung im Frühjahr zum anschieben der Bakterien. Das Ergebnis sehe ich auch bei Vergleichspflanzungen.

Im wesentlichen gehts um den Unterschied der beiden Bilder. Die Buschbohnen sind durchs giessen verschlämmt.
Die Wintererbsen auf dem 2ten Bild nicht, die wurden nicht gegossen. Normaler Regen ist auch kein Problem, hier muss ich im Frühjahr und Sommer aber giessen und es gibt eher Gewitter statt Regen. Also auch Gießverzicht bringt mich nicht weiter, das Verschlämmen bleibt.



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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #14 am: 01. Oktober 2016, 20:49:00 »

Hier ein Makro, im Januar aufgenommen.



Da ist keine Struktur erkennbar. Da bröckelt nix, das typische ich Klopf auf nen Klumpen und der zerfällt in viele verschieden große Klumpen fehlt. Der zerfällt in viele kleine, aber er bröckelt nicht.  Keine Blättchen zu sehen, keine Ecken. Wenn überhaupt Regenwurmhäufchen. Es hält einfach nicht, ist nicht stabil genug.
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