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27. März 2017, 18:27:17
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Autor Thema: Boden lockern, und wie zurückverdichten?  (Gelesen 3380 mal)

Natternkopf

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten? / Links zum nachschlagen
« Antwort #30 am: 04. Oktober 2016, 21:34:43 »

Guten Abend thuja thujon

Deine gezeigten Bodenfotos kommen mir zwischendurch in den Sinn.
Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du schon dies und jenes angewendet.
Hier und dort recherchiert zu Boden.


Ich habe mal meine "Favoriten: Boden und Erdpflege" duchgeschaut.
Von den 27 habe ich mal auf 8 aussortiert.

Ich will dir nicht zu Nahe treten oder Besserwisserisch "so geht das". Auf keinen Fall.
Davon ausgehend, dass Info hilfreich sein kann und vier Augen anders im Netz suchen und sehen als Zwei, stell ich die Acht Links mal ein.

Beginne mit einem Video von der Inforama Rütti

Die übrigen sind Dokumente oder Hompageseiten zu Böden

Boden und "Reger-Wurm"
Zu Guter Letzt, weil ich das hier habe.

Weiss nicht ob du davon etwas brauchen kannst.
Auf alle Fälle gutes Gelingen und viel Erfolg auf dem Wege zum optimaleren Garten- und Gemüseboden.

Grüsse Natternkopf
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thuja thujon

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #31 am: 05. Oktober 2016, 12:01:36 »

Der Bauer wird mit seinem Gerät nicht in meinen Garten kommen, durchs Tor passt lediglich ein Schubkarren. Bis 3 mal im Jahr, nach jeder Kultur, nee, das wird nix.
Ich werde ihn aber mal wieder ausquetschen, wenn ich ihn mal wieder sehe.

Wenn die Gemüse machen, fahrn die einmal drüber und die Beete sind geformt, grobkrümelig und rückverfestigt. Das Pendant für den Garten gibts nicht und wäre wohl auch nicht bedienbar.

Von deinen Links kenne ich den ein oder anderen, danke für die anderen, alles in allem läuft der O-Ton aber auf Pfluglos raus, mit ab und an Pflügen, wegen Hygiene und Nährstoffverteilung. Sonst müsste man sich wieder Gedanken machen über Unterfußdüngung bei Gemüse. Die ist wohl auch gerade im kommen. Gemüse ist von den Ansprüchen ja leider nicht direkt vergleichbar mit Weizen oder anderen Ackerkulturen.

Ich werde mal den Weg losgehen, gucken, was er so bringt. Weiterhin Intensität aus der Oberflächenbearbeitung rausnehmen, ein Gerät mit Gänsefußscharen basteln, mit Unterfußdüngemöglichkeit dran und mir eine Rohrwalze oder ähnliches für dahinter basteln.
Wird nicht einfach werden, für Beete mit 1,5x7m usw.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #32 am: 05. Oktober 2016, 12:19:20 »

..................... ein Gerät mit Gänsefußscharen basteln, mit Unterfußdüngemöglichkeit dran und mir eine Rohrwalze oder ähnliches für dahinter basteln.
Wird nicht einfach werden, für Beete mit 1,5x7m usw.
Kennst Du Radhacken?.........gekauft recht teurer, aber vielleicht kannst Du dir da ja die eine oder andere Idee "abspicken"
(ich geh mal suchen, es gab da auch eine Seite für DIY-bau)

Für einige Varianten gibt es auch reichlich Zubehör

Nemi
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Nemesia Elfensp.

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #33 am: 05. Oktober 2016, 12:31:41 »


(ich geh mal suchen, es gab da auch eine Seite für DIY-bau)

schon gefunden - ich fand diese Radhacke und ihren Aufbau sehr überzeugend (1. link)

Hier die Seiten des Aufbaus: (2. link)
 Step 1: The Parts You Need
.
Step 2: File Away The Sharp Edges
.
Step 3: Prime & Paint The Parts
.
Step 4: Make The Handles
.
Step 5: Assemble The Hoe


Wenn ich mich recht erinnere hat der Erfinder auch diverses Zubehör ersonnen.....................aber auf jeden Fall, wäre so eine Radhacke eine gute Basis um Dein Thema zu erarbeiten.


« Letzte Änderung: 05. Oktober 2016, 12:33:13 von Nemesia Elfensp. »
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Nemesia Elfensp.

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #34 am: 05. Oktober 2016, 12:55:00 »

vor einger Zeit bin ich mal über diese Seite gestolpert:
Andere Laender, andere Gartengeraete, oder von Gartengeraeten die auch bei uns zu haben sein muessten. darin sind einige eher ungewöhnliche Gartengeräte in Videos vorgestellt.

Vielleicht ist ja was interessantes dabei :)
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Nemesia Elfensp.

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #35 am: 05. Oktober 2016, 22:04:48 »

Weiterhin Intensität aus der Oberflächenbearbeitung rausnehmen, ein Gerät mit Gänsefußscharen basteln, mit Unterfußdüngemöglichkeit dran und mir eine Rohrwalze oder ähnliches für dahinter basteln.

Hier ist noch ein link mit Text und Video über Radhacken mit Gänsefußscharen.
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thuja thujon

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #36 am: 05. Oktober 2016, 22:44:19 »

Danke, dass du dir mit mir den Kopf zerbrichst.

Beim durchgucken deiner Links kam ich auf die Idee, den Grubber auf einen Rahmen zu basteln, 2 Räder vorne, 3 Schare, eins vorne, 2 hinten, dahinter Packerwalze und die Griffe.
Praktisch die Mischung aus Radhacke, Schubkarren und normalem Grubber mit Rahmen, bzw eben alles in Kompaktbauweise mit 2 oder 4 Rädern. Die bodenschonende Luxusversion einer Gartenfräse, nur mit 3 Funktionen statt einer.

Grubber scheinen nur richtig gut zu funktionieren, wenn sie beim arbeiten vibrieren. Das heisst, es braucht eine Mindestgeschwindigkeit, es muss laufen, nicht wie beim rasenmähen mit dem Spindelmäher, wenn das Gras viel zu hoch ist und der Mäher nicht durchzubekommen ist.

Etwas Vibration bekomme ich auch mit einem Motor auf dem Rahmen hin, der kann dann auch gleich den Antrieb übernehmen. Ich habe noch einen Rasenmäher, da hats nur die Motoraufhängung zerfetzt, den könnte ich ausschlachten. Vielleicht bekomme ich da was gebastelt.
Ich muss jetzt erstmal Ausschau nach Teilen halten, soll ja alles möglichst kostenneutral laufen und trotzdem Nobelpreisverdächtig bleiben. Dann wieder gucken, wer schweissen kann, wie bekommt man es hin usw.
Ich grübel zwischendurch noch ein bisschen weiter...
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thuja thujon

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #37 am: 05. Oktober 2016, 23:14:49 »

Das ganze muss leider auch Kleinstflächentauglich sein. Also darf nicht ewig Erde vor sich herschieben, die dann beim wenden am Ende der Reihe nicht das macht, was sie machen soll.

Ich habe kein großes Gemüsebeet. Es sind 3 kleine, zerstückelte. Hier Fotos von Anfang Mai. Die verdeutlichen auch nochmal, warum ein Traktor in meinem Garten keinen Sinn macht.









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Nemesia Elfensp.

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #38 am: 05. Oktober 2016, 23:34:45 »

Danke, dass du dir mit mir den Kopf zerbrichst.

Beim durchgucken deiner Links kam ich auf die Idee, den Grubber .............
:D ja :D ich hatte die Hoffnung, daß die links Deiner Ideenschmiede dienlich sind :)

Das mit dem Boden lockern ist ja tatsächlich in vielen Varianten zu haben, aber über das Rückverdichten hatte ich mir in der Tat auch noch nie wirklich Gedanken gemacht.
Ich glaubte bisher, daß es nach alt Väter Sitte ausreichend ist, wenn der Boden im Herbst umgegaben (und evtl. mit Kompost angereichert wurde) und sich dann alles bis zur Frühjahrsbestellung "setzen" kann.
Im Frühjahr wurde dann nur geharkt wo die Schollen nicht zerfroren waren und wo gesät werden sollte, die Saatrillen gezogen und gesät.

...........aber Du hast schon recht mit Deinen Überlegungen. Die Art und Weise wie wir unsere Gemüsestücke heute nutzen, ist ja auch durch die gewünschten Folgesaaten anders geworden.
Ich sehe es z.b. bei meiner Nachbarin (77J.) - da wird der Garten einmal im Frühjahr bestellt ...............und das wars. Keinerlei Folgesaaten, also auch keinerlei weitere Bodenbearbeitung die wieder zurückverdichtet werden müsste.

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #39 am: 05. Oktober 2016, 23:46:49 »

Genau das ist wohl der Punkt. Ich mache in manchen Jahren 3 mal Bohnen, vorher das frühe wie Radieschen, wenn nur 2 mal bohnen, dann Feldsalat oder Endivchen. 4 Kulturen auf der Fläche im Jahr, da ist nicht viel braune Erde übers Jahr. Das ist kein Kohlrabi und dann keine Lust mehr nach dem Urlaub.
Fläche nutzen/übernutzen, da sollte man auch mal kritisch drüber nachdenken. Ich mag allerdings keine Beete, die ab Ende Juni nackig sind, um später im Herbst umgegraben zu werden.

Ich denke beim ständigen aussäen ist auch der Rechen an vielem Schuld. Mein Krail hat einen etwas größeren Zinkenabstand. Ein Anfang, aber keine Lösung.

Es hängt an so vielem...
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Nemesia Elfensp.

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Re: Bodengare: wie ist sie zu erreichen?
« Antwort #40 am: 06. Oktober 2016, 02:05:31 »

Lieber Thuja T. ,
alle meine Ausführungen sind bitte auf gar keinen Fall als Kritik zu verstehen. Ich bin nur bemüht, Dir meine Gedankengänge zu Deinem Thema zur Verfügung zu stellen.

In diesem Sinne :)
LG
von
Nemi


Jetzt habe ich mir den kompletten Faden durchgelesen und auch viele der verlinkten Seiten angesehen.

Diese Textstelle hat mich sehr nachdenklich gemacht:
Was mir einfach durch viele Vergleiche und spartanische Versuche bewusst geworden ist, dass Kompost, mulchen und häufiges hacken einfach nicht zusammenpasst und der Boden so an Fruchtbarkeit verliert.
Ich bin wirklich für jeden Hinweis dankbar, auch was die Theorie der Böden angeht.

..........dabei ist mir so nach und nach der Gedanke gekommen, daß es möglich sein könnte, daß die bisherige Überschrift evtl. nicht umfassend genug ist..................

Ich dachte mir:
Eigentlich sind die im Eröffnungsbeitrag beschriebnen Symptome (und auch in den weiteren beschreibenden Teilen des Fadens) die Symptome einer mangelhaften Bodengare - jedenfalls nach dieser Beschreibung:
Zitat
Als Bodengare wird in der Landwirtschaft der Idealzustand eines fruchtbaren Bodens bezeichnet. Ein garer Boden ist krümelig, humos, gut durchlüftet, ausreichend feucht und leicht durchwurzelbar. Er zeichnet sich durch ein stabiles, belastbares Gefüge aus und kann mit der Spatendiagnose erkannt werden.Wie bei einem "gärenden" Brotteig besteht er aus vielen kleinen und mittleren Hohlräumen, wodurch der Wasser- und Lufthaushalt bestimmt wird. Wie ein Schwamm kann gesunder Boden z.B. Niederschläge aufsaugen und Überschüsse ins Grundwasser ableiten. Dieses Krümelgefüge entsteht in erster Linie durch die Arbeit der Bodenlebewesen.
aus diesem link

Danach zeichnet sich eine gute Bodengare durch "durch ein stabiles, belastbares Gefüge aus" und das ist (so habe ich es jedenfalls verstanden) genau das war Dir thuja t. an Deinem Gartenboden fehlt. (ich bitte um Korrektur, falls ich es fehlinterpretiert habe sollte)

Vielleicht geht es aber ja nicht nur um
1.  um die physikalische Bodenbearbeitung a la "Bodenlockerung und rückverdichten",
sondern auch um die

2. chemische Versorgung: Nährsalze, Mineralstoffe und Spurenelemente, pH-Wert
und

3. um die biologisch Versorgung des Bodens: nämlich die im Boden lebenden Organismen

Erst diese 3 Faktoren in ihrer Gemeinschaft führen zu der gewünschten Bodengare.

Was ich versuche zu sagen ist:
Keine Bodenlockerung und auch keine vorbildliche Rückverdichtung würde zu der gewünschten Bodengare führen, wenn..............z.b. die dafür notwendigen Microorganismen im Boden nicht in der richtigen Zusammensetzung vorhanden sind. siehe oben:
Zitat
Dieses Krümelgefüge entsteht in erster Linie durch die Arbeit der Bodenlebewesen.
oder
Keine Bodenlockerung und auch keine vorbildliche Rückverdichtung würde zu der gewünschten Bodengare führen, wenn...................z.b. der ph-Wert nicht richtig ist.
oder
Keine Bodenlockerung und auch keine vorbildliche Rückverdichtung würde zu der gewünschten Bodengare führen, wenn...................z.b. ein Mangel eines bestimmten Nährstoffes vorliegt - Stichwort: Minimumgesetz (ich beziehe diese Gesetzmäßigkeit auch auf den Boden und seine Lebenwesen;)
hier eine Darstellung dazu


Wenn ich mit meinen Gedankengängen irgendwo richtig liege, dann könnte es hilfreich sein, daß Thema und die dazugehörigen Gedanken zu erweitern.

Ich glaube, daß es um mehr geht, als nur die Bodenlockerung und die notwendige Rückverdichtung.

Meine Fragen wären z.b.:
Welche Microorganismen könnten fehlen und warum?
Ist der ph-Wert ok?
Habe ich genügend Regenwürmer?
Wann habe ich das letzte Mal Bodenproben analysieren lassen?
Wann durfte sich der Boden das letzte mal "ausruhen"? (Stichwort: 4 Felderwirtschaft)
Könnte eine einseitige Nährstoffversorgung ursächlich sein?
z.b. nur (oder reichlich) Geflügeldung seid X Jahren?
Denn dann könnte ein Calciummangel für den Boden vorliegen:

Zitat
Kalzium im Boden:

Im Boden trägt Kalzium in erster Linie zur Stabilisierung der Bodenstruktur bei. Die optimale Versorgung des Bodens bewirkt daher eine Verbesserung der Bodenstruktur. Somit wird die Neigung zur Erosion und zur Verschlämmung vermindert.
Außerdem wird die biologische Aktivität und somit die Umsetzung organischer Substanz im Boden gefördert. Der für die Bodenart optimale pH-Wert verbessert die Ausnutzung der einzelnen Nährstoffe. (siehe: Angewandte Düngung > Kalk)

Die Bodengare ist kein mechanisches Problem, kann nicht auf den rein mechanischen Anteil der Bodenpflege reduziert und betrachtet werden.
also ist meine Frage:
Welche anderen Ursachen für eine mangelnde Bodengare könnten in Frage kommen?



 










« Letzte Änderung: 06. Oktober 2016, 10:47:08 von Nemesia Elfensp. »
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kasi

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #41 am: 06. Oktober 2016, 08:45:20 »

Hallo Thuja, mich quält Dein Bodenproblem. Du liegst ja dicht am Rhein. Sicher in früheren Zeiten ein ausgesprochenes Überschwemmungsgebiet. Damit beteht Dein Boden hauptsächlich aus Flußschlamm den der Rhein im Laufe der Jahrhunderte dort ablagerte, feinste Schwebeteilchen. Die führen immer wieder zur Verschlemmung Deines Bodens. In der Natur dauert es Jahrtausende bis daraus normaler Ackerboden entstand. Du willst das jetzt mit Verdichtungsmaßnahmen in kurzer Zeit schaffen, das wird Dir nicht gelingen. Vielleicht könntest Du mit Ragolen eine Lösung finden, d.h. spatentief die Erde abgraben und die darunterliegende Schicht darauf tun. Die Erde ist ja wesentlich älter und hat vielleicht die Struktur die Du Dir erwünschst. Die obere abgegrabene Erde kommt dann unten rein. das ganze geschieht Furchenweise. Du kannst es ja auf einer kleinen Fläche probieren. Ich habe es nach meinem Hausbau gemacht um das Gelände hinter meinem Haus anzuheheben. 50cm tief Mutterboden reihenweise abgetragen, Lehmmergel vom Bauaushub darauf geworfen und die nächste Reihe Mutterboden obendrauf. War bei unserem schweren Boden ein wenig Plackerei hat aber geklappt.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #42 am: 06. Oktober 2016, 10:02:01 »

Vielleicht könntest Du mit Ragolen eine Lösung finden, d.h. spatentief die Erde abgraben und die darunterliegende Schicht darauf tun.
Kasi, hier ist ein link für das Rigolen indem die Technik sehr gut erklärt wird.
So meinst Du es, oder?

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kasi

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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #43 am: 06. Oktober 2016, 11:03:50 »

Nein Rigolen ist eine Versickerungstechnik. Ragolen scheint ein mundartlicher Ausdruck zu sein, den ich von meinen Großeltern her kenne.  Diese Art der Bodenbearbeitung funktioniert so:
Ich grabe zwei Reihen Erde ab und werfe sie auf das Gelände vor mir oder besser ich tu sie zur Seite, denn ich brauche sie ja noch zum Auffüllen der letzten Reihen. Dann grabe ich die erste Reihe einen Spatenstich tiefer und werfe sie ebenfalls zur Seite. Nun kommt die dritte Reihe oberste Schicht in die Vertiefung der ersten Reihe und die zweite Reihe wird vertieft und auf die erste Reihe geworfen. Jetzt kommt die oberste Schicht der vierten Reihe  in die Vertiefung der zweiten und die dritte Reihe wird vertieft und als oberste Schicht auf die zweite geworfen. So geht das dann weiter. Verstanden?
Diese Technik wurde auch angewandt um den Boden nach extremer Belastung z.B. durch Baumaschinen tiefgründig zu lockern. Stammt aus einer Zeit als Handarbeit noch bezahlbar war. ;D 
Geht natürlich nur, wenn die Mutterbodenschicht stark genug ist, dass man zwei Schichten abtragen kann, damit die untere Schicht nach oben kommt.
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Re: Boden lockern, und wie zurückverdichten?
« Antwort #44 am: 06. Oktober 2016, 11:44:55 »

Ich hab mir das jetzt alles mit Interesse durchgelesen. Wir gärtnern auf Fluß-Schotter (Steine > 2 cm entfernt - daher eher sandig) und einige Deiner Beschreibungen wirken vage vertraut (vor unserem Garten liegt ein Feld - wir sehen auch, wie sich das Material dort übers Jahr ändert).

Hast Du schon mal versucht, gar nichts zu lockern? Das klappt hier recht gut - wir machen nur kleine Pflanzlöcher für die Gemüse-Setzlinge (Direkt-Aussaat war bisher hier nur im Ausnahmefall erfolgreich) und streuen organischen Dünger feinkrümelig auf - der wird durch den Regen ohnehin eingewaschen. Wir haben hier aber auch im Rest des Gartens eher schlechte Erfahrungen mit Einarbeiten von Kompost, Mulchen, Hacken etc. gemacht - dort, wo die Pflanzen ungestört sind, wächst es am besten.
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