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Autor Thema: Helleboren in Japan  (Gelesen 6853 mal)

lubuli

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Helleboren in Japan
« am: 24. Januar 2017, 15:26:11 »

ich verfolge ja nun seit jahren die internationale helleborenszene und für mich ist japan das spannenste land.
manche denken da sofort an meristemvermehrte pflanzen, ja die gibts da, wie hier auch, aber sehr vieles mehr.
da ist zum einen die Japan Christ Rose Society, der unter anderem die grossen züchter angehören. dort wird jedes jahr eine grosse ausstellung veranstaltet, wo sowohl speziespflanzen als auch die neuesten züchtungen gezeigt werden. viele mitglieder bepflanzen extra blumenkübel mit helleborusensembles. überhaupt werden in japan extrem viele hellis in grossen töpfen gehalten auf balkonen, dachterassen, hinterhöfen... mangels garten.
zum abschluss der ausstellung gibts immer eine versteigerung. vor jahren hat mal ein teilstück der echten dido (eine der beiden gefüllten torquatus, die seinerzeit elizabeth strangman vom balkan mitgebracht hat) den stolzen preis von 1800 dollar erzielt.
überhaupt die preise, ich hab natürlich keine ahnung, wie sich die pflanzenpreise zu den allgemeinen lebenshaltungskosten dort verhalten, aber ashwoodpreise samt horrendem porto waren und sind für japaner immer noch ein schnäppchen.
 
vor weihnachten ist ein sonderheft helleborus erschienen, welches man mir freundlicherweise zugeschickt hat. mit dem titelbild möchte ich diesen ersten post schliessen. diese grünrandige picotee war letztes jahr brandneu.
(ich hab die erlaubnis, diese bilder zu zeigen und es geht noch weiter)
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lubuli

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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #1 am: 24. Januar 2017, 16:38:18 »

und es gibt noch eine zweite alternative christrosengesellschaft, der die ganzen kleineren züchter und die meisten hobbyzüchter angehören. (leider hab ich keinen webseitenlink.) auch die veranstaltet jedes jahr eine ausstellung zeitgleich mit der anderen. diese findet dann in einem grossen tokioter gartenzentrum statt, dessen besitzer ein absoluter speziesfan ist. dort trifft man sich, tauscht erfahrungen aus, begutachtet die neuheiten der kollegen, hält seminare ab und am letzten tag gibts ein grosses fest, zu dem auch ein paar der grossen züchter kommen. ausserdem organisieren beide gesellschaften jedes jahr eine reise zu den naturstandorten, die eine mit früher will mc luhin, jetzt matthias thomsen, die andere mit minoru nonokuchi, letzterer mitherausgeber dieses sonderheftes und eines brandneuen buches hauptsächlich über species am naturstandort. da er auch die seminare organisiert, wird er respektvoll mit "teacher"  angeredet.
ferner gibt es bustouren zu den verschieden züchtern.
vielen japanischen züchtungen sieht man an, dass die ausgangspflanzen mal von ashwood waren, aber die weiterentwicklung ist teilweise rasant. selbst thierry delabroye hat vor einigen tagen geäussert, dass die japaner dieses jahr die messlatte ziemlich hoch gehängt haben,
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lubuli

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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #2 am: 24. Januar 2017, 23:49:44 »

hier zum beispiel die neueste kreation von katuyuki wakaizumi, einer der grossen alten herren der japanischen helleboruszüchtung. (die übersetzung ins deutsche ist grauenhaft, ins englische ein wenig besser.)
wakaizumi war der erste, der die schöne schlicht weisse mit dem dunklen picoteerand und den dunklen nektarien geschaffen hat noch vor den europäern. und sie ist bis heute sein markenzeichen geblieben. fast alle blüten bei ihm wirken irgendwie elegant.
interressant fand ich seine schilderung, wie ihm beim hören von simon and garfunkel´s sound of silence plötzlich eine idee für eine kreuzung kam und er mitten in der nacht ins gewächshaus ging, um die entsprechende bestäubung vorzunehmen. :)
k. wakaizumi ist übrigens erst mit rentenbeginn offiziell in die die züchtung eingestiegen und betreibt einen online-shop.
hier die webseite. direkt oben ist seine züchtung von niger mit tibethanus zu sehen, silk, mit der er schon preise gewonnen hat. gefällt mir besser als pink ice.
im umgang mit seinen kollegenzüchtern gilt der herr als schwierig.

(interressiert euch das überhaupt?)
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toto

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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #3 am: 24. Januar 2017, 23:55:36 »

Natürlich interessiert das - Danke für Deine Arbeit!  Vermutlich hat man wohl Probleme mit der Übersetzung und dem Zugang?
Einige der Pflanzen sind wirklich wunderbar - andere wie die "neueste" semidouble gefällt mir persönlich nicht so sehr. Das ist aber reine Geschmackssache, denke ich.
Danke für die Abbildungen.
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zwerggarten

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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #4 am: 25. Januar 2017, 00:01:51 »

mich interessiert es genauso!

wenn ich auch ganz bewusst versuche, einen abgeklärten blick auf die dinge zu bewahren, zumal bei so extrem unerreichbarem – hätte ich bisher mehr bzw. durchgängigeres glück und/oder ein besseres händchen bei der hellikultur gehabt, würde ich vielleicht wahnsinnig genug sein, auch bis nach japan langen zu wollen, aber so freue ich mich an den schönen bildli und interessanten informationen und darauf, dass ein paar meiner altpflanzen derzeit noch recht verheißungsvoll aussehen und es auch gut sämlingsnachschub gibt, wenn auch nicht immer an geeigneter stelle... ::) ;)
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moin

lubuli

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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #5 am: 25. Januar 2017, 00:08:47 »

normalerweise übertrag ich texte, wenn ich blogs lese, per copy and paste in google translator und lasse englisch übersetzen, das ist dann einigermassen verständlich. ausserdem kenn ich einige ziemlich gut englischsprechende kleinere züchter und sammler. da frag ich dann auch nach. aber es ist ziemlich zeitintensiv.
jedenfalls gibt es noch einiges zu berichten, was ich dann so peu à peu machen werde.
erstmal noch ein foto aus dem heft. letzte saison der grosse boom der orangenen, apricot und rottöne.
« Letzte Änderung: 25. Januar 2017, 00:11:52 von lubuli »
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toto

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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #6 am: 25. Januar 2017, 00:16:35 »

Die Aprikosen sind wirklich schön. Die auf der linken Seite links oben gefällt mir überhaupt nicht.
Es mag wirklich eine Geschmacksfrage sein. Letztlich - wenn man sie im Garten in allen Farben hat, sind doch alle schön :)
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lubuli

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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #7 am: 25. Januar 2017, 00:26:41 »

ja das mit der geschmacksache stimmt. auch mir gefallen nicht unbedingt alle gezeigten, aber darum geht es hier garnicht, sondern eher um einen überblick.
ich seh soviele hellifotos, besonders seit man mich auch zum mitglied einer japanischen helligruppe gemacht hat, dass mein blick ziemlich abgeklärt worden ist. lediglich bei besonders schönen speziespflanzen und kreuzungen  habe ich manchmal noch sabber.
oder andersrum gesagt, ich bräuchte einen massiven lottogewinn und ein ganzes flugzeug, aber dazu müsste ich erstmal überhaupt lotto spielen.
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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #8 am: 25. Januar 2017, 00:33:13 »

Die auf der linken Seite links oben gefällt mir überhaupt nicht.

das ist irgendso eine besondere und schwierige kreuzung mit einer speziespflanze, frag mich aber bitte nicht welche, hab bis jetzt noch nicht auf alle meine fragen antwort bekommen.
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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #9 am: 25. Januar 2017, 00:45:23 »

ja, kann ich mir vorstellen mit der besonderen...

Andererseits - wenn man viele hat sowie hier, ist man wenigstens genauso "abgeklärt"  :D , falls man das so sagen kann.
Eine, die ich hier habe, habe ich bei all den Bildern ob von Norden/Süden/Osten/Westen oder auch Japan - rund um den Globus - noch nicht wieder gefunden. Verdeutlicht: bei Helleborus gibt es immer Blütenvariationen, die noch nicht vorhanden sind.

Es ist nur leider so - die Pflanze ist zart, blüht (zu) früh (auf dem Video 3 in Knospe) mit nur wenigen zarten Blüten und demzufolge wenig Saat (seit Jahren!). Also kann man sie kaum nachziehen.

Wie das mit den japanischen Blüten ist... wird da etwas gesagt? Sind das Strains?

« Letzte Änderung: 25. Januar 2017, 00:53:27 von toto »
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lubuli

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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #10 am: 25. Januar 2017, 00:47:48 »

ich glaube eher nicht. aber oft gibt es ähnliche wie bei delabroye auch.
und ganz oft sind es hobbyzüchter, die durch besondere blüten auffallen.

nur die grossen züchter produzieren strains.
« Letzte Änderung: 25. Januar 2017, 01:00:20 von lubuli »
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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #11 am: 25. Januar 2017, 00:55:59 »

siehe Bild vorheriger Post.
Sehr frühes Blütenstadium. Aufgeblüht ist sie etwas heller ohne die weißlichen Spitzen. Und über Jahre (seit 2010 etwa) noch nie wieder ähnlich aufgetaucht.
« Letzte Änderung: 25. Januar 2017, 00:58:01 von toto »
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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #12 am: 25. Januar 2017, 00:58:33 »

ja toto, ich erinnere mich an die blüte, hast du vor ein paar jahren das erste mal gezeigt.
für heut mach ich erstmal schluss, mein schleppi wird zu heiss.
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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #13 am: 25. Januar 2017, 01:01:22 »

ja toto, ich erinnere mich an die blüte, hast du vor ein paar jahren das erste mal gezeigt.
für heut mach ich erstmal schluss, mein schleppi wird zu heiss.

Immerhin lebt sie noch - auch nicht stets selbstverständlich. Manche Prinzessinnen verabschieden sich schnell - sie wollen nur eine einzige Show, dann ist Schluß.

na dann: guts nächtle ;D
Meiner schmilzt auch grad  ;D ;D ;D
« Letzte Änderung: 25. Januar 2017, 01:03:02 von toto »
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Mathilda1

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Re: Helleboren in Japan
« Antwort #14 am: 25. Januar 2017, 07:05:36 »

einn paar wirklich beeindruckende pflanzen. dieses durchscheinende bräunlich rot von der gefüllten(letztes bild 2. von links) ist erstaunlich. wirkt fast wie bei einer (echten) teerose
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