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Autor Thema: Kompost-Anfänger - sind wir auf dem richtigen Weg?  (Gelesen 2530 mal)

hemerocallis

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #15 am: 15. Februar 2017, 17:40:03 »

Ich kompostiere auch den Rosenschnitt. Grüne Zweige und Dornen verrotten problemlos, mit dicken, alten Zweigen gibt es manchmal Probleme. Man muß halt etwas aufpassen, wenn man im Kompost rumwühlt.
Diese Einschätzung von Dir hilft hier sehr konkret - danke! Das mit dem Aufpassen ist für mich nicht möglich, die Verletzungsgefahr wäre zu groß (Fingerspitzen nicht mehr ausreichend sensibel, unbemerkte Verletzungen sind schon jetzt ein Problem). Wie es aussieht, werden wir aber ohnehin mehr als genug Material haben - da bin ich auf den Rosenschnitt nicht angewiesen.

Ich kann für meinen Garten (1100 qm) leider nicht sagen, wieviel Biomasse pro Jahr anfällt und wieviel davon auf dem Kompost landet. Da ich eigentlich immer zuwenig Kompost habe, verwende ich den manchmal schon ziemlich frisch, das noch zu unfertige Material landet beim Umsetzen des Komposters wieder im Komposter, gehäckseltes und Herbstlaub nehme ich größtenteils zum Mulchen. Ich habe 3 Komposter. In dem kleinen, 300 l, überwintert gerade die Kübelerde, abgedeckt mit etwas Laub. Dann gibt es noch einen 700 l Komposter, der z.Zeit ziemlich voll ist, und einen halbvollen 1 m3 Gitterkomposter. Samentragendes Unkraut landet immer in einem Hochbeet für die Kürbisse. Da packe ich auch was von den Küchenabfällen rein, damit es schön nährstoffreich wird.
Bei diesen Dimensionen können wir nicht mithalten - ich bewundere aber die Leistung, die hinter diesen nüchternen Zeilen steht. Samentragendes Unkraut hatten wir hier gottlob noch nie - die Flächen sind klein genug, daß ich es noch vor der Blüte in den Griff bekomme.
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Hemerocallis

Gänselieschen

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #16 am: 15. Februar 2017, 17:43:10 »

Mein Kompost reicht nie - ich hätte bestimmt auch so 100 m², die sich über Kompost freuen würden dazu noch Staudenbeete
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hemerocallis

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #17 am: 15. Februar 2017, 18:00:57 »

Mein Kompost reicht nie - ich hätte bestimmt auch so 100 m², die sich über Kompost freuen würden dazu noch Staudenbeete
Ich nehme mal an, daß Deine vergleichsweise große Gartenfläche und Die von Dir gewählte Gestaltung die Ursache dafür sind  ;). Staudenbeete, die Kompost benötigen, haben wir hier keine (man könnte vielleicht einen Teil mit Kompost düngen, aber der Arbeitsaufwand lohnt nicht, nochdazu müßte man zuvor die Beetabdeckung entfernen) - und auch keine noch unbepflanzten Bereiche, bei denen man Kompost zur Bodenvorbereitung untermischen könnte. Ich könnte mir nur vorstellen, beim Umflanzen/Teilen der Taglilien etwas davon ins Pflanzloch einzuarbeiten bzw. ins Topfsubstrat zu mischen, aber das sind geringe Mengen.
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Hemerocallis

Natternkopf

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #18 am: 15. Februar 2017, 19:26:44 »


Das hilft uns schon mal sehr - wir werden mal rechnen. Grob über den Daumen reicht.  ;)

Auch diese Beispiele bringen uns ein Stück weiter - Paletten müßten wir hier teuer kaufen, die Gitter scheinen praktischer und leichter zu transportieren. In dem Fall Gitter. Mit einer Hasendrahtrolle stabil, kommt ihr vermutlich am Weitesten in Bezug auf Kosten/Nutzen.


Die vielen Know-How-Links sind eher einschüchternd als hilfreich. Sorry, aber für eine gute Abklärung im Vorfeld braucht es Info.
Wir haben keine Möglichkeit, den Komposter schattig und windgeschützt aufzustellen. Auch nicht tragisch. Kann auch mit Sägespänen, mit Flies - etwas dicker, Blache, dickem Karton (beschweren mit Steinen oder Äste durchstecken zum fixieren), Teppich, u.ä. abgedeckt werden.
Es fällt hier kaum Holzhäcksel an, niemand hat Zeit/Lust/Nerven 10 Häuser weiter auf den idealen Verlauf der Rotte zu achten etc. Halb so wild, es geht etwas länger.

Realistisch ist hier nur: Komposter aufstellen, anfallendes Material zerkleinert einfüllen (und zwar in der Reihenfolge und Menge, in der es gerade anfällt - analog zur Biotonne) und abwarten, bis das Material im Jahr darauf verwendet werden kann. Zwischendurch mal irgendwas dazu reinfüllen (Gesteinsmehl, Kalk, ???), wenn es nicht zeitkritisch ist, kann ich mir auch noch vorstellen. Nein, kein Kalk. Das ergibt grossen Stickstoffverlust Höchsten in der Schlussphase. ** / Gesteinsmehl ja, jedoch Kalkarm.

1m³ Qualitätskompost kostet hier bei Selbstabholung € 29,50. Weil hier strikte Mülltrennung herrscht, darf organisches Material nicht in den Hausmüll - die Biotonne werden wir nicht los, nur die Entleerungsintervalle bzw. die Tonnengröße können wir reduzieren. Die eigene Komposterzeugung sollte also wirtschaftlich bleiben (auch unter Berücksichtigung der dafür nötigen Zeit).
** Siehe hier unter Punkt 10

Ich mache keinen Holzhäcksel auf den Kompost Das geht eben auch, aber grobe ungeschnittene Staudenreste, das reicht, oder mal ein paar Zweige - ungehäckselt. doch etwas muss rein in der Art.
Es bleibt zwar dadurch viel übrig, aber das wird eben neu aufgesetzt....Und - ich hatte noch nie zu viel Kompost.
Insgesamt laufen hier grad 6 Komposter, die ziemlich unfachmännisch gefüllt werden.... zu viel kann ich mir echt nicht denken, so sehr, wie das Zeug an Volumen verliert bei der Rotte.
Daß es auch ohne Holzhäcksel klappt, ist beruhigend - danke für Deine Erfahrungen. Für wieviel Fläche brauchst Du das, was bei 6 Kompostern anfällt?
Wir brauchen im Hausgarten keinerlei Kompost - der läuft ohne ganz wunderbar, daran möchte ich aus Kapazitätsgründen nichts ändern.

Es geht zwar ohne Holzhäcksel, jedoch nicht ohne Holziges / C.
Es braucht ca. 30-35% Material mit hohem C-Anteil! Sonst versifft das Zeug weil zuviel Stickstoffanteil / N drin ist.
Hobelspäne, Sägemehl, das Zusammengewischte beim Holzspalten, Astmaterial, trockenes Miscanthus Schilf.
Etwas ausgleichend und Feuchtigkeit haltend ist auch das beimischen von Gartenerde.

Du hast fast zuviel Info?
Herunter gebrochen auf 4 Worte.  :)


Zerkleinern, Mischen, Feucht halten, Zudecken.
That's it. Das funzt so wunderbar.

Grüsse Natternkopf
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hemerocallis

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #19 am: 15. Februar 2017, 20:51:53 »

Es geht zwar ohne Holzhäcksel, jedoch nicht ohne Holziges / C.
Es braucht ca. 30-35% Material mit hohem C-Anteil! Sonst versifft das Zeug weil zuviel Stickstoffanteil / N drin ist.
Hobelspäne, Sägemehl, das Zusammengewischte beim Holzspalten, Astmaterial, trockenes Miscanthus Schilf.
Etwas ausgleichend und Feuchtigkeit haltend ist auch das beimischen von Gartenerde.

Danke für den Info-Nachschlag!  ;)
Ich bezweifle, daß wir einen so hohen Anteil an 'Holzigem' aufbringen - der grüne Teil wird ja durch die Ernteabfälle vom Gemüsegarten selbst auch noch höher. Ob es sich rechnet, extra für die Kompostbereitung Hobelspäne etc. zuzukaufen, muß ich mal abklären (Holzheizungen gibt es hier kaum noch - Kaminholz hat stattliche Preise).
Gartenerde ist ebenfalls Mangelware - der Mutterboden besteht hier fast nur aus Schotter, für den Winz-Gemüsegarten am Haus haben wir für teures Geld guten Humus anführen lassen.

Im Zweifelsfall werden wir eben nur so viel Kompost ansetzen, wie sich mit dem holzigen Schnittmaterial hier gut ausgeht. Wir haben ja extra fast ausschließlich Gehölze mit geringem Schnittbedarf hier (wegen der fehlenden Kapazität für die dauernde Schnittarbeit).
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Hemerocallis

dmks

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #20 am: 15. Februar 2017, 21:04:51 »

Genau genommen ist es eine Milchmädchen-Rechnung ;)
Bei 150m² ist jeder Zentimeter Kompostauftrag 1,5m³ - also bei 6m³ vorhandenem Kompost wäre es eine 4cm starke Schicht. Das ist alles im Rahmen für den Boden, und mit Schubkarre und Schaufel problemlos machbar ;)

pH-Wert im Auge behalten und Stickstoff eventuell nachdüngen, da Kompost oft sehr P/K-lastig ist.
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Wir werden das nun irgendwie schaffen müssen!

Dietmar

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #21 am: 15. Februar 2017, 21:11:35 »

Zitat
Anhand meiner Boxen à 1m³ würde ich wie folgt abschätzen.
Frischkompost noch ca. 75-70% Volumen
Kompost noch ca. 60-50% Volumen
Reifer Kompost noch ca. 45-40% Volumen
Komposterde noch ca. 35-25% Volumen

Das ist eine gute grobe Schätzung. Natürlich hängt das auch davon ab, was in welchen Mengenanteilen kompostiert wird. Gras und Blätter fallen mehr zusammen als holzige Anteile, z.B. geshredderte Ruten vom Rebschnitt.
Zu den Kompostern:
- möglichst große (>= 600 l  !!! Kleine Komposter brauchen länger, da niedrigere Rottetemperaturen
- mindestens 2, damit man die Zusammensetzung etwas steuern kann, z.B. in dem der Rasenschnitt verteilt wird

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man im Garten zuviel Kompost hat, also alles kompostieren, was kompostierbar ist, also auch zerrissene Eierverpackungen (bedrucktes Papier vorher abziehen), Toilettenpapierrollen und ähnliche unbedruckte Pappen. Das verbessert auch die Konsistenz des Kompostes, denn Rasenschnitt allein fault nur vor sich hin. Wer die Möglichkeit hat, von Cafeteria's und Cafes Kaffeesatz zu bekommen, ist sehr gut dran..

Wer Sandboden hat, wird dieses Problem mit Kompost allein nicht beheben können. Da muss auch die mineralische Grundlage verbessert werden, z.B. durch Untermischen von Bentonit oder Lehm und eventl. feinkörniger Schaumlava (<= 2 mm).
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Rieke

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #22 am: 15. Februar 2017, 21:13:11 »

Mal ein ganz praktischer Vorschlag:

Das meiste Material für die Kompostierung fällt doch im Hausgarten an. Das Einfachste wäre aus meiner Sicht, dort zu häckseln und auch einen Komposter aufzustellen. Ich würde einen handelsüblichen grünen Plastikkomposter nehmen, nicht zu klein. Da kommen die Grün- und Küchenabfälle rein. Als holzige Bestandteile hast Du außer Rosenschnitt ja auch noch Miscanthus und Clematis. Außerdem kann man auch den Weihnachtsbaum schreddern oder vielleicht von Nachbarn den Heckenschnitt abstauben.

Dann mußt Du nicht dauernd große Mengen Grünschnitt transportieren, sondern nur 1-2 mal pro Jahr eine Ladung Kompost.
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manhartsberg

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #23 am: 15. Februar 2017, 21:41:05 »

Anhand meiner Boxen à 1m³ würde ich wie folgt abschätzen.
Frischkompost noch ca. 75-70% Volumen
Kompost noch ca. 60-50% Volumen
Reifer Kompost noch ca. 45-40% Volumen
Komposterde noch ca. 35-25% Volumen

also nach dem sieben komme ich auf max. 20%  :-\
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thuja thujon

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #24 am: 15. Februar 2017, 22:29:25 »

Ich mach mich jetzt mal unbeliebt.
Wir brauchen im Hausgarten keinerlei Kompost - der läuft ohne ganz wunderbar, daran möchte ich aus Kapazitätsgründen nichts ändern.
Das macht mich stutzig.
Nicht, das ichs nicht galuben würde, aber was ist an Gemüsepflanzen anders als an Zierpflanzen?

Die Gärtner kaufen Dünger, die Pflanzen erschließen sich zusätzlich die Bodenvorräte, aus der Luft weht einiges an, alles zuviel an Grün was an den Pflanzen hängt wird kompostiert, der Stickstoff geht zum Teil verloren, die anderen Nährstoffe reichern sich im Boden an und führen zu Problemen wie Versalzung und einseitige Überernährung mit einseitigem Mangel.
Der Gärtner reagiert darauf, in dem er noch mehr Kompost ausbringt, weils nicht richtig wächst.

Hat man früher so auch mit Blaukorn gemacht, bis man gemerkt hat, dass immer mehr Input nicht die Lösung ist. 

Wenn ich auf 150m² 450kg Gemüse ernte, also der Fläche die Nährstoffe von 450kg Gemüse entziehe, sollte diese Menge fiktiv kompostiert und auf Komposterde geschrumpft wieder zurück auf die Beete. Dann wärs ausgeglichen. Zum besseren Wuchs (gerade für Gemüse) Stickstoff aus der Tüte düngen, um den Verlust bei der Kompostierung usw auszugleichen.
Die 5-fache Menge der entzogenen Nährstoffe düngen ist zuviel.
Die 2-3Liter aus den Empfehlungen wurden geschrieben, weil rund 90% der Gemüsebeete hoffnungslos überdüngt sind. Die 2-3 Liter sind nur der Entzug bei Starkzehrern. Schwachzeherer brauchen  deutlich weniger, Bohnen zB nur 1 Liter/m². Hält man sich daran, sind die Beete in 20 Jahren immernoch überdüngt.
Düngt man den Garten mit eher nährstoffarmem Grünschnittkompost statt nährstoffreichem Küchenabfallkompost und hält sich an die max. 3 Liter, dann ist der Garten nach 20 Jahren immernoch zuviel gedüngt.

Frag mal Dietmar nach seiner letzten Bodenanalyse und wann er das letzte mal und wieviel Kompost ausgebracht hat.

Die Regel der Kompostwirtschaftsgärtner in D ist wohl:
man düngt einen (wahrscheinlich) mit P und K überversorgten Gemüsegarten mit viel Kali und Phosphor, eher wenig Stickstoff, dafür viel C im Humus gebunden. Der legt dann auch den letzten freiwerdenden N im Boden fest (auch im Boden gibts ein C/N-Verhältnis). Dem Gemüse fehlts somit am Motor. Der Boden völlig überdüngt, einseitig aber nichts da, N fehlt. Deswegen nur spärliches Wachstum. Der Gärtner sieht kein Wachstum, hat sich gemerkt, Dünger brauchts, düngt mit Kompost, also P und K, Organik rein, für die Struktur und Bodengesundheit, giesst, lockert, mulcht. Es fehlt immernoch an Stickstoff. Man hat nichts gewonnen.
Manche schwören auf zusätzlich Hornspäne, düngen damit aber nicht die Pflanzen, sondern verschieben nur das C/N-Verhältnis im Boden. Damit wird natürlich etwas mehr N frei, den Pflanzen gehts etwas besser.
Mit gezielter N-Düngung (mineralisch) kann man allerdings mit einem viertel der Menge an N das doppelte rausholen. Einfach weils damit möglich wird, zu dem Zeitpunkt N im Boden zu haben, wann er gebraucht wird.


Ich habe vor 4 Jahren das letzte mal Kompost auf meine Gemüsebeete gebracht, habe immernoch etwa den 4-5 fachen Humusgehalt wie die Gemüseäcker im Umkreis. Eigentlich viel zu viel.
Ich habe noch nichts wirklich vermisst. Lockern tut Kompost die sehr humosen Böden auch nicht mehr richtig, Regenwurmfutter, die stehen eher auf fridches Material.
Vielleicht gebe ich dieses Jahr wieder etwas Kompost, etwa 1-2 liter/m². Ich weiß auch gerade nicht, wohin mit der ganzen Komposterde. Ich lagere sie schon in Fässern.
Wenn ich etwas gebe, dann nur, um mal wieder ein paar gute Pilzsporen aus dem Kompost in den Boden zu bringen, das in den Beeten (Gemüse)Schadpilze wieder Konkurrenz bekommen.



Also wenn du mich nach einer ehrlichen Antwort frei jeglicher Ideologie fragst:
wenn das langjährige Gemüsebeete waren, sollte da noch genug an den Langzeitnährstoffen drin sein. Wenn du magst, mach eine Bodenanalyse für 20€, dann bist du auf der sicheren Seite.
Du hast die Fläche nur 5 Jahre? Was spricht dann gegen Mulchwirschaft? Man kann die Nährstoffe auch auf der Fläche verrotten lassen, wo sie entzogen worden sind. Hilft auch den Würmern und ist am wenigsten Arbeit. Das was ihr an Nährstoffen vom Beet über den Tisch in der Kanalisation entsorgt, wird aus den meisten Böden durch natürliche Verwitterung frei bzw es ist die einzige vernünftige Möglichkeit, Überschüsse an Nährstoffen abzubauen.

Machs nicht komplizierter als es ist, mach einfach Gemüse. Ein 5kg Säckchen schwefelsaurer Ammoniak oder Harnstoff, mehr würde ich nicht für 5 Jahre Gemüsebeet investieren.


PS: was die Hochbeete betrifft: wie konnten nur die Generationen vor uns Gemüse züchten, so ganz ohne Hochbeete und nur auf bestem Gemüseboden?
Ein Hochbeet empfinde ich als Bankrotterklärung, dann lieber Teichfolie-Kiesgarten.

Das was man meiner Meinung nach verstehen muss für Gemüse: Boden richtig bearbeiten und die Nährstoffe dann dorthin, wo sie gebraucht werden.
Was es nicht braucht, sind endlos viele unnötig teure Einkäufe in Gartencentern für eigentlich völlig unnütze Produkte.
Statt Kompostern aufstellen kann man auch einfach Mieten aufsetzen usw.

Ich wollts nur mal gesagt haben, sonst kann ich heut nicht ruhig schlafen...
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Piccolina

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #25 am: 15. Februar 2017, 22:43:16 »

Hallo,

also, ein Hochbeet kann schon gut sein für Leute, die "Rücken" haben.

Ich selbst würde es mit dem Kompostieren auch nicht so komplizieren. Einfach machen (s. die 4 magischen Worte von Natternkopf).

Und gäbe es nicht einen glücklichen Abnehmer, falls es wider Erwarten doch zuviel Kompost wird?

Dann schlaf gut.

LG Piccolina
« Letzte Änderung: 15. Februar 2017, 22:49:35 von Piccolina »
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dmks

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #26 am: 15. Februar 2017, 22:51:39 »

Mach soviel Kompost wie da ist und hau das Zeug in den Garten!
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Hausgeist

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #27 am: 15. Februar 2017, 23:00:34 »

Ihr macht euch das viel zu einfach.  :-X


Ich frage mich derweil, wie groß der Garten ist, in dem die 6 Kubikmeter Kompost anfallen. Was hier auf 5000 m² im Jahr anfällt hat am Jahresende ein Volumen von etwa 10 Kubikmetern. 
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Piccolina

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #28 am: 15. Februar 2017, 23:09:15 »

Hausgeist, watt meenste, wieviel Masse auf kleiner Fläche wächst, wenn Kompost, Blaukorn, Stickstoff und Dolomitkalk im richtigen Mischungsverhältnis bei Vollmond per Hand verteilt und eingeharkt werden....
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Hausgeist

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #29 am: 15. Februar 2017, 23:12:36 »

Ach so.  ;D

Ich wollte ja nur sichergehen, dass nicht ganz am Anfang eine völlig falsche Berechnungsformel steht, weil nur wöchtentlich das Volumen des frisch geschnittenen, ungepressten Grünabfalls zugrunde gelegt wird, das über ein Jahr durch beginnende Rotte und Pressung letztlich ein deutlich geringeres Volumen hat. Das wäre schließlich fatal für die Gesamtkalkulation.  :-\
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