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Autor Thema: Kompost-Anfänger - sind wir auf dem richtigen Weg?  (Gelesen 2033 mal)

Dietmar

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #60 am: 12. März 2017, 18:25:09 »

Neben Würmern und Insekten sind Bakterien für die Rotte verantwortlich. Bakterien sind Wasserlebewesen und können im Trockenen nur kurz überleben. Sie brauchen fürs Überleben einen Feuchtigkeitsfilm. Gleichzeitig sind diese Bakterien aerob, d.h. sie benötigen Luft zum Atmen. Wenn man den Kompost einschwämmt, ersticken die erwünschten Bakterien und der Kompost fängt an zu faulen und stinken (anaerobe Bakterien und Pilze). Es kommt also auf das richtige Maß bei Gießen des Kompostes an.

Wenn man auch feuchte Sachen auf den Kompost gibt, muss man nur bei trockener Hitze etwas bewässern.
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hemerocallis

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #61 am: 12. März 2017, 18:49:07 »

Neben Würmern und Insekten sind Bakterien für die Rotte verantwortlich. Bakterien sind Wasserlebewesen und können im Trockenen nur kurz überleben. Sie brauchen fürs Überleben einen Feuchtigkeitsfilm. Gleichzeitig sind diese Bakterien aerob, d.h. sie benötigen Luft zum Atmen. Wenn man den Kompost einschwämmt, ersticken die erwünschten Bakterien und der Kompost fängt an zu faulen und stinken (anaerobe Bakterien und Pilze). Es kommt also auf das richtige Maß bei Gießen des Kompostes an.

Wenn man auch feuchte Sachen auf den Kompost gibt, muss man nur bei trockener Hitze etwas bewässern.

Und was ist das richtige Maß? Wir haben jetzt 15 Liter pro 400 l Komposterfüllung verteilt - war das angemessen?  ???

(feuchte Sachen gibt es aktuell nicht - es war ein sehr trockener und kalter Winter und der letzte nennenswerte Niederschlag ist Wochen her, selbst die Grassoden sind aktuell zu trocken für den Austrieb)
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Hemerocallis

Rieke

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #62 am: 12. März 2017, 19:45:29 »

Zu viel Wasser sickert normalerweise einfach unten raus. Nach Deiner Beschreibung ist Dein Haufen eine ziemlich trockene Angelegenheit, 15 l ist wahrscheinlich völlig ok. Ist was von dem Wasser in die unteren Bereiche gelangt? Der Haufen sollte durchgegehend feucht sein.

Pauschale Angaben, X Liter Wasser pro m3 Kompost sind ziemlich sinnlos, der Wasserbedarf hängt vom Material, den Temperaturen, der Konstruktion des Komposters usw. ab. Ich gieße immer nach Gefühl, und ich hatte noch nie nennenswerte Probleme mit Fäulnis, manchmal mit trockenen Randbereichen.

Mach Dich nicht verrückt: wenn es zu trocken ist, kompostiert es halt nicht gut, aber es passiert nichts Schlimmes. Wenn man den Eindruck hat, daß der Haufen zu naß ist, wartet man halt ein paar Tage, bevor man wieder gießt.

Beobachte, was passiert. Wenn der Haufen morgen immer noch trocken wirkt, halt wieder gießen.
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Natternkopf

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Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
« Antwort #63 am: 12. März 2017, 20:34:23 »

Guten Abend


Und was ist das richtige Maß? Berechtigte, gute Frage.
Wir haben jetzt 15 Liter pro 400 l Komposterfüllung verteilt - war das angemessen?  ??? Kann so nicht beantwortet werden.

Grundsatz:
Kein Leben ohne Wasser! Zu viel Wasser verstopft die Luftporen und der Kompost beginnt zu
faulen.  Trocknet  der  Kompost  jedoch  aus,  stoppt  die  Verrottung
.
    Theoretisches Prinzip
    • Feucht halten
    • Prüfen
    • Bewässern
    Praxis:
    Richtig  feucht  ist  der  Kompost, wenn jedes Teilchen von einem dünnen Wasserfilm umgeben ist.
    Der Kompost ist dann so feucht wie ein ausgedrückter Schwamm.


    Quellennachweis:
    Kompostieren mit Methode / Darauf kommt es an

    Der Hinweis #62 von Rieke ist, über den Daumen, Praxistauglich.
    > Mach Dich nicht verrückt: wenn es zu trocken ist, kompostiert es halt nicht gut, aber es passiert nichts Schlimmes.
    > Wenn man den Eindruck hat, daß der Haufen zu naß ist, wartet man halt ein paar Tage, bevor man wieder gießt.

    > Beobachte, was passiert. Wenn der Haufen morgen immer noch trocken wirkt, halt wieder gießen.

    Zu Nass ist ungünstiger als zu Trocken | Somit Herantasten mit Giessen.  :)


    Grüsse Natternkopf
    [/list]
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    hemerocallis

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    Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
    « Antwort #64 am: 12. März 2017, 20:40:04 »

    Zu viel Wasser sickert normalerweise einfach unten raus. Nach Deiner Beschreibung ist Dein Haufen eine ziemlich trockene Angelegenheit, 15 l ist wahrscheinlich völlig ok. Ist was von dem Wasser in die unteren Bereiche gelangt? Der Haufen sollte durchgegehend feucht sein.

    Pauschale Angaben, X Liter Wasser pro m3 Kompost sind ziemlich sinnlos, der Wasserbedarf hängt vom Material, den Temperaturen, der Konstruktion des Komposters usw. ab. Ich gieße immer nach Gefühl, und ich hatte noch nie nennenswerte Probleme mit Fäulnis, manchmal mit trockenen Randbereichen.

    Mach Dich nicht verrückt: wenn es zu trocken ist, kompostiert es halt nicht gut, aber es passiert nichts Schlimmes. Wenn man den Eindruck hat, daß der Haufen zu naß ist, wartet man halt ein paar Tage, bevor man wieder gießt.

    Beobachte, was passiert. Wenn der Haufen morgen immer noch trocken wirkt, halt wieder gießen.

    Der Komposter hat unten Öffnungen für die Entnahme des fertigen Komposts - da kann ich mal reinfassen und prüfen, wie feucht es ist. Danke!
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    Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
    « Antwort #65 am: 12. März 2017, 20:43:03 »

      Richtig  feucht  ist  der  Kompost, wenn jedes Teilchen von einem dünnen Wasserfilm umgeben ist.
      Der Kompost ist dann so feucht wie ein ausgedrückter Schwamm.[/size]
      Das hilft schon mal weiter - Danke!

      > Mach Dich nicht verrückt: wenn es zu trocken ist, kompostiert es halt nicht gut, aber es passiert nichts Schlimmes.
      > Wenn man den Eindruck hat, daß der Haufen zu naß ist, wartet man halt ein paar Tage, bevor man wieder gießt.

      > Beobachte, was passiert. Wenn der Haufen morgen immer noch trocken wirkt, halt wieder gießen.

      Zu Nass ist ungünstiger als zu Trocken | Somit Herantasten mit Giessen.  :)


      Grüsse Natternkopf
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      Ich werde es versuchen - blöd nur, daß hier niemand einen Komposthaufen oder Komposter hat, bei dem man sich das mal live anschauen könnte. Die Nachbarn haben alle eine Biomüll-Tonne, keiner einen Gemüsegarten (bis auf den Pferdestallbesitzer nebenan und der düngt mit Roßäpfeln). 
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      Re: Kompostmengenschätzung - Produktion/Verbrauch erbeten
      « Antwort #66 am: 18. März 2017, 19:32:36 »

      Inzwischen sind wir fleißig dabei, die Grassoden abzustechen, umzudrehen und nach ein bis zwei Tagen Trocknungszeit auszuschütteln und zu kompostieren.

      Vorerst ist die Hälfte der Fläche am Programm - es werden 7 große Beete mit 1,5 m Breite und 6 m Länge, der 1.200 Liter Komposter ist nach dem Abräumen von 1,5 Beeten bereits randvoll, der Rest der Soden wird nun zu einem Haufen gestapelt. Trotz Gießen tut sich im Komposter aktuell noch gar nichts - wir gießen halt weiter, weil es warm und nach wie vor völlig trocken ist (der gegossene Kompost fühlt sich am nächsten oder übernächsten Tag leicht feucht an - ob das reicht?).

      Die hier vor kurzem gezeigten Engerlinge haben wir zu hunderten unter dem Rasen gefunden - und vorläufig mal ignoriert (mitkompostiert oder wieder ins Beet geschüttelt). Allerdings haben wir stellenweise auch recht viele sehr trockene und harte schnurartige Graswurzeln gefunden, die ganze Soden durchziehen - das Gras selbst kann ich nicht identifizieren, es ist komplett vertrocknet, aber der Wuchsform nach halte ich es für ein Wurzelunkraut (Quecke hat breitere Halme, wächst auch nicht so fein-pinselartig). Das bekommen wir nicht aus den Grassoden raus - verrottet so etwas beim Kompostieren? Moos zwischen dem Rasen gibt es auch viel - bei dem hoffen wir auch auf Verrottung - klappt das?

      Danke im voraus für weitere Infos und Tipps  ;)

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      Hemerocallis

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      Re: Kompost-Anfänger - sind wir auf dem richtigen Weg?
      « Antwort #67 am: 20. März 2017, 23:17:56 »

      Wenn der Kompost immer leicht feucht ist, ist das eigentlich ideal.

      Wurzelunkräuter habe ich jede Menge, aber in meiner gesiebten Komposterde tauchen sie glücklicherweise nicht auf.

      Moos kompostiere ich auch, aber ich selbst habe davon nicht so viel. Als ich vor 2 Jahren ganze Schubkarrenladungen vom vertikutierenden Nachbarn bekommen habe, habe ich gemerkt, dass ich das sehr gut mischen musste, das verrottet viel langsamer als Grasschnitt zum Beispiel. Aber grundsätzlich verrottet es natürlich, wie alle anderen organischen Stoffe auch.

      Wenn Du sehr ungeduldig bist, dann mach doch noch ca. 4 bis 8 Wochen so weiter wie bisher (also bei Bedarf schön gießen), und dann setze den Kompost mal vorsichtig um. Dabei siehst Du genau, was sich getan hat oder nicht. Zur Beschleunigung könntest Du dann Kompoststarter zwischen die einzelnen Lagen streuen, und vielleicht auch nochmal ein paar Schäufelchen lockere Erde.

      Den Rest musst Du dann den kleinen Helferlein überlassen.  :)
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      LG Brezel
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