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News: Der Unverstand ist die unbesiegbarste Macht auf Erden.  (Anselm Feuerbach)
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21. Juli 2017, 18:41:38
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News: Der Unverstand ist die unbesiegbarste Macht auf Erden.  (Anselm Feuerbach)

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Autor Thema: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen  (Gelesen 2412 mal)

thuja thujon

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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #15 am: 28. März 2017, 08:06:30 »

Die Pilze sind im Substrat der Topfheidelbeeren oft schon drin. Wenn man sie kauft, sollte man drauf achten, dass die neuesten Triebe gut gewachsen sind.
Wenn eine Sorte fleissig Bodentriebe macht, sollte sie wenigstens 1-2 haben. Hat sie die nicht, kann man fast sicher sein, das da was nicht optimal mit der gelaufen ist.

Also nicht die größten Pflanzen wählen, sondern die, die gerade gut am wachsen waren oder sind.

Ich hatte die tage 3 neue getopft, dazu aus den Kübel der älteren Heidelbeeren jeweils 2 Handvoll Substrat raus, alles zusammen mit Torf und Sägespänen (Kleintierstreu wg. Verfügbarkeit) gemischt, da haben die Pilze zumindest die Chance, dass sie weiterleben können.

Bei den ersten Töpfen hatte ich mal einen halben Liter Humusauflage mit etwas Unterbodensand aus einem Heidelbeerstandort im Kiefernwald zum animpfen mit dazu.
Da reicht wenig, die Pilze wachsen ja und werden so von allein mehr.

Dort wo es geklappt hat, sieht man auch den Unterschied ganz gut zu dort, wo es nicht mit dem Pilz geklappt hat. Bei denen hilft dann neu topfen.


Aus dem Boden raus in Kaffeesatz gerettet, naja, das eine bringt sie um, das andere lässt sie nur nicht richtig wachsen. Deswegen drauf zu schliessen, Kaffeesatz würde düngen oder wäre geeignet, ist leider etwas zu weit hergeholt.
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Balder

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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #16 am: 28. März 2017, 16:26:17 »

@thuja thujon: Danke für Deine Ausführungen. Man lernt ja immer was dazu  :)

Aus dem Boden raus in Kaffeesatz gerettet, naja, das eine bringt sie um, das andere lässt sie nur nicht richtig wachsen. Deswegen drauf zu schliessen, Kaffeesatz würde düngen oder wäre geeignet, ist leider etwas zu weit hergeholt.

Ich habe ja mehrere Heidelbeeren, die anderen haben keine solche Radikalkur hinter sich - obwohl es ihnen sichtlich gut getan hat.  ;)

Kannst Du mir als Laien erklären, wieso meine Heidelbeeren, die seit Jahren in ungedüngten Torf kräftig wachsen und fruchten und nichts außer Kaffeesatz als Dünger bekommen, das überhaupt tun, wenn Kaffeesatz gar keine düngende Wirkung hat?  ???
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partisanengärtner

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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #17 am: 28. März 2017, 18:23:42 »

Kaffeesatz ist ein hervoragendes Anzuchtsubstrat für einige Speisepilze. Unter anderem wachsen und fruchten darauf Kräuterseitlinge und Austernpilze.

Große Mengen sollten aber in der Mikrowelle noch mal sterilisiert werden. Alles was ein paar Tage gelagert wird ist von Schimmel befallen, der aber natürlich auch in der Lage ist, das zu metabolisieren.

Habe ich von einem Profi und natürlich auch selbst ausprobiert. Also ist das Substrat von Pilzen durchaus aufzuschließen. Ist ja schließlich keine Kohle.

Das Gerücht das Kaffee keine Düngwirkung haben kann, ist eben auch nur ein Gerücht.
« Letzte Änderung: 28. März 2017, 19:43:36 von partisanengärtner »
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thuja thujon

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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #18 am: 28. März 2017, 19:52:19 »

Ich meine mit keine Wirkung dass die schwer zu steuern ist und man auf normalen Gartenbeeten keinen Effekt sieht. Alles organische Material hat eine Düngewirkung, auch Stroh oder Rindenmulch.
In Spielzeugsand düngt auch Birkenpollen der angeweht wird.

Das ist aber nicht das, was der gemeine Gärtner unter Dünger versteht. Der träumt von so Sachen wie Kalkammonsalpeter oder Harnstoff oder Hühnermistjauche usw.

Weils hier um Heidlebeeren geht und das Schriftstück hier im Strang wohl weniger bekannt ist, wir hattens drüben im Komposthaufen demletzt davon Heidelbeeren was gutes zu tun (leider funktioniert der Link zum Schriftstück bei mir aktuell nicht):
http://forum.garten-pur.de/index.php/topic,27272.75.html

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b-hoernchen

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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #19 am: 28. März 2017, 21:33:05 »

Ab dem Moment, wo man von ungebrühten, gemahlenen und gerösteten Bohnen spricht, sind die Eiweiße usw eh soweit denaturiert, dass sie prinzipiell als Natiurfremd aufgefasst werden können.
Denaturierung ändert nicht die Düngewirkung von Proteinen, für die der Stickstoffgehalt (der durch die Aminosäuren gegeben ist) entscheidend ist.
Ich bevorzuge deswegen Torf, Sägespäne und Sand plus die entsprechenden Pilze zum animpfen des Substrats.

Sand wird man nicht unbedingt brauchen - der natürlich vorkommende Sand in meiner Gegend besteht zu einem erhelbliche n Teil aus zermahlenem Kalkgestein - ist also unbrauchbar.

Was Sägespäne angeht, habe ich schon über meine Probleme durch dadurch angelockte Bodenschädlinge berichtet - also suboptimal!

Übrigens besteht auch käufliche Moorbeeterde und käuflicher Rhododendrendünger gerne mal zu einem erheblichen Teil aus Sämereien (meist Ölsaatpresskuchen) - prinzipiell sind Samen konzentrierte Nährstoffbomben.

Was die allelopathische Wirkung von Koffein angeht, wen es interessiert, hier ein paar Basics:
https://books.google.de/books?id=hkkfDgAAQBAJ&pg=PA64&lpg=PA64&dq=caffein+amaranthus+spinosus&source=bl&ots=GlNfGgAlRa&sig=QuU6rar_0nSpqmsj4B00r8XIebQ&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjsgP6KuvLSAhUDDCwKHaUsAuYQ6AEIYjAH#v=onepage&q=caffein%20amaranthus%20spinosus&f=false
Puhhh, das habe ich nicht gewusst, wenngleich ich mich erinnere genhört zu haben, Durch Gießen mit Kaffee könnte man Blumen killen.
Andererseits - wenn alle Pflanzen auf Coffein so reagieren würden, dürfte es nicht einige geben, die es in hoher Konzentration in ihre Samen einlagern; vielleicht aber eine Strategie, mit welcher den Keimlingen lästige Konkurrenzpflanzen in den ersten Lebenswochen auf Abstand gehalten werden kann.

Wie dem auch sei - ich habe nun bereits mit Kaffee und Kaffeesattz "gedüngt" und der Schaden wird wohl schon passiert sein.

Balder - dein Experiment mit den in reinen Kaffeesatz gesetzten Heidelbeersträuchern finde ich hochinteressant. Ihr trinkt doch nicht nur entcoffeinierten Kaffee?


P.S. Mit dem Schnitt von Heidelbeersträcuern hat das nun wirklich gar nichts mehr zu tun - könnte ein Moderator so nett sein und das zu Heidelbeeren in Kübelhaltung oder in einen Heidelbeersubstrat-Faden verschieben?
« Letzte Änderung: 28. März 2017, 21:38:34 von b-hoernchen »
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Balder

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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #20 am: 28. März 2017, 22:36:57 »

Balder - dein Experiment mit den in reinen Kaffeesatz gesetzten Heidelbeersträuchern finde ich hochinteressant. Ihr trinkt doch nicht nur entcoffeinierten Kaffee?
Ich glaube, wenn es nur entcoffeinierten Kaffee in der Firma geben würde, dann würde es Streik geben...
Der Hauptgrund von Kaffee ist doch die aufputschende Wirkung. Kaffee pur, also ohne Zucker bzw. Milch mag meiner Beobachtung nach nur die Minderheit.

Die Heidelbeeren waren ja nicht in reinen Kaffeesatz. Der hat den Boden 5cm dick bedeckt und ich habe mit Torf aufgefüllt.
Da ich Torf soweit als möglich vermeiden will, bin ich ja auf den Kaffee gekommen.
Wobei Sägemehl nach dieser Diskussion vielleicht auch noch ne Option ist - falls ich mal an einem Sägewerk vorbei komme...
Am aufwandsärmsten ist für mich aber der Kaffeesatz.

Vielleicht versuche ich mal ein paar Ableger zu ziehen und ein Experiment zu machen:
Heidelbeere in
1) reinem Kaffeesatz (Umtopfen im Herbst wegen Verrottungsprozess oder fertigen Kaffeesatzkompost im Frühjahr).
2) Kaffeesatz / Torf
3) Torf / Sägemehl

Das Problem ist eher die Vermehrung. Sollte ja die gleiche Sorte sein. Ableger haben bei mir bisher nicht so gut funktioniert.
Vor vier Wochen habe ich ein paar Triebe einfach abgeschnitten und ins Gefäß gesteckt. Mal sehen, was passiert...
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b-hoernchen

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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #21 am: 28. März 2017, 23:05:44 »

Die Heidelbeeren waren ja nicht in reinen Kaffeesatz. Der hat den Boden 5cm dick bedeckt und ich habe mit Torf aufgefüllt.
Danke für die Infos, Balder!
5 cm  - das ist schon mal ein Wort. War das frischer Kaffeesatz - also noch nicht kompostiert?
Wie dem auch sein - wenn ich meine Blaubeeren coffeinempfindlich sind, dann ist der Schaden schon passiert und sie werden unrettbar verloren sein... .
 
Wobei Sägemehl nach dieser Diskussion vielleicht auch noch ne Option ist - falls ich mal an einem Sägewerk vorbei komme...
Und ich komme gerade von den Sägespänen wieder ab  -wegen der verflixten Käferlarven, die die Wurzeln abfressen. Ansonsten wären die Späne eine sehr wohlfeile Alternative - 1 cbm Nadelholzspäne kostet nur 5 Euro ab Sägewerk, ist auch dann noch billig, wenn der auf ein Viertel zusammenschrumpft.
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thuja thujon

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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #22 am: 28. März 2017, 23:41:21 »

Kaffeesatz enthält keine nenneswerten mengen mehr an Koffein.

samen sind geballte Nährstoffbomben:
zum einen ja, zum anderen kommt die Wirkung auch von schon fast vorgefertigten Proteinen die aufgenommen werden können, zum anderen durch die Phytohormone. Siehe Maltaflor, da geht die Wirkung im Idealfall auch über den Nährstoffinhalt drüber hinaus, so wie Gülle oder Mistjauche mehr Wuchs liefert als es der Stickstoffanteil erwarten lassen würde.

Unterm Strich bleiben Heidelbeeren aber salzempfindlich, und da kommen die Nährstoffbomben Samenabfall wieder zum tragen. Letzte (mineralische) Düngung im Jahr wird zum Ende der Blüte empfohlen, fast alle Quellen sagen null Stickstoff im Substrat zum Winter sonst gibts Frostsschäden. Bei letzterem kann ich nicht mitreden, hier war es mit -10°C diesen Winter eher sehr kalt.
Wie passt sowas mit nährstoffreichen organischen Düngern zusammen? Da ist nichts steuerbar, man muss nehmen was bei rauskommt. Mineraliseirungsschub im September wegen Indian Summer und das wars mit ausgereiften Spitzenknospen an der Triebspitze und Winterhärte.

Die Käferlarven in den Sägespänen, ich galube ja die nehmen alles halbwegs brauchbares, wenn sie erstmal durch die Gartencenterpflanzen einegschleppt wurden. ich weiß nicht mehr wer es genau bei dir war, aber die ganzen Dickmaulrüssler, ein Gewächshausschädling, die werden doch nur in den Gärten zum Problem, wo die Gärtner im Gartencenter auch an den allerletzten Pflanzen nicht vorbeilaufen können und im schlimmsten fall noch Blumenerde zum Boden lockern kaufen.
Ich gärtnere jedenfalls seit vielen Jahren ohne mir die Krätze ständig im Gartencenter zu kaufen, mit viel Altholz und Totholz in und um den Garten und vielen verschiedenen Substraten und auch vielen (kleinen) Töpfen.
Hier gibts allerdings auch viele Mäuse, mag sein, dass die auch die ein oder andere Käferlarve fressen.
Ich glaube jedenfalls nicht, dass dein Käferlarvenproblem an den Sägespänen lag bzw durch das weglassen von Sägespänen behoben werden kann.
Einmal eingeschleppt nehmen die auch nur die erstbeste brauchbare Nische, die sind ja nicht hochanspruchsvoll.

Hier mal ein Foto, mit etwas frischem Substrat auf der Oberfläche, nach dem wässern, der recht feine Torf ist nach unten gespült worden, deshalb eine recht helle Topfoberfläche.



Die vorderste ist eine Bluecrop, mit der habe ich gelernt, was man alles falsch machen kann. Die mittlere ist aus einem Blumenladen, der nur Dekokram verkauft, keine echte Sorte, kleine Früchte, ich denke irgendwas halbwildes noch. Trägt aber zuverlässig und hintendran neben dem kleinen Fass die Goldtraube, naja, die hat jetzt auch wieder einen größeren Topf nachdem sie vor 3 Jahren fast hopsgegangen wäre, weils umtopfen fehlgeschlagen ist. Der Topf damals beim Fiasko wurde mit einem über ein Jahr lang völlig ausgetrocknetem Waldboden angeimpft.
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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #23 am: 28. März 2017, 23:58:02 »

Mit den Käfern verwechselst Du glaube ich was Thujon.
Dickmaulrüssler schleppt man aus befallenen Gärten ein, da der Käfer nicht fliegen kann. Durchseuchung in Mitteleuropa wohl schon länger gegeben. Schadschwelle nicht überall merkbar. Mit Holzsubstrat hat das allerdings nichts zu tun.

Das Holzsubstrat zieht Rosenkäfer an. Die sind allerdings extrem gute Flieger (Spitzenklasse bei Käfern) und benötigen kein Gartencenter als Vektor.

Sie werden nur im Topf/Kübel zum Problem weil nach dem Verbrauch des Holzes die Pflanzenwurzeln dran sind.

Bei solchen Dichten schlüpfen dort auch kaum noch Käfer, weil sie auch die verpuppten fressen.

Nützt nur den Pflanzen nichts mehr. :P

 Ich habe die viele Jahre vermehrt und mancherlei interessante Beobachtung machen können.
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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #24 am: 29. März 2017, 00:01:43 »

Ok, DMR passt da nicht wirklich.
Wenn man die Rosenkäfer Jahre wirklich züchtet, dann kann ich mir Probleme vorstellen. Aber im Topf fällts doch auf, dass da was nicht stimmt in der Erde. Da muss man doch nicht 2-3 Jahre warten mit reagieren.

Hier hocken sie im Totholz, stören die Töpfe nicht. Lenke sie ab, wenn du sie weiterzüchten willst. Auch Balkenschröter usw benimmt sich hier.
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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #25 am: 29. März 2017, 00:20:34 »

Ich habe sie im Garten, im Topf mit vorwiegend mineralischem Substrat nie gehabt.  Im Kompost und in den Hochbeeten ohne Schadwirkung. Da sind auch Nashornkäfer.

Allerdings vor dem Atelier in großen Töpfen deren Erde mit gekauftem Substrat befüllt waren erheblichen Befall in der Vergangenheit.
Im Laufe der letzten 15 Jahren sehr erfreut ein immer häufigeres Auftreten beobachtet, jetzt auch keinen Befall mehr seit ich da aufpasse, das da keine holzverbesserte Erde dran kommt.
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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #26 am: 29. März 2017, 00:29:37 »

Ich denke ob Holzfaserbasierte Torfersatzerden oder Blumenerde mit noch nicht ausgegorenem Kompost (nach 6 Wochen Komostierwerk fertig, von wegen), das sollte man beides den geliebten Pflanzen nicht antun, unabhängig von den Käferlarven.
Mineralische Substrate bei meinen Kakteen oder auch Kräutern, da sind eher mal Kellerasseln drin, ansonsten mit das sauberste. Vom Wuchs, der (Pflanzen)Hygiene und den Substratmitbewohnern.

Für Heidelbeeren scheiden sie leider eher aus. Die wollen wirklich ihre Organik.
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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #27 am: 29. März 2017, 00:57:34 »

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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #28 am: 29. März 2017, 08:18:25 »

@Gartenplaner: Danke für den Tipp mit dem Schwefel. Leider geht das ganz schön ins Geld... Außer man kauft sich einen 25kg Sack (und macht vorher eine Schulung, dass man mit Pfanzenschutzmitteln umgehen kann, denn sonst bekommt man den nicht), dann kostet das Kilo "nur" noch 3-4 Euro. Immerhin reicht dann der Sack bis zum Lebensende.

Die Heidelbeeren waren ja nicht in reinen Kaffeesatz. Der hat den Boden 5cm dick bedeckt und ich habe mit Torf aufgefüllt.
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Der Kaffeesatz war frisch und hatte sicherlich auch etwas Schimmel intus  ::) - deswegen bin ich ja auf die Idee gekommen, ihn nach unten zu tun. Ohne Luft erledigt sich das mit dem Schimmel ja recht schnell.
Wichtig: Ich habe im späten Herbst umgepflanzt. Die Pflanzen waren schon blätterlos und in Winterruhe. Bis zum Frühjahr hat sich da sicherlich verrottungsmäßig etwas getan, auch wenn bei kühleren Temperaturen ja nicht soviel passiert. Aber wegen der Konsitenz von Kaffeesatz vermute ich, dass der Verrottungsprozess außergewöhnlich schnell sein könnte.

Dass die Heidelbeeren koffeinempfindlich sein können, daran glaube ich nicht. Nach meiner Radikalkur - auch in einmal gebrühtem Kaffeesatz ist noch Koffein - sehe ich das recht entspannt. Die Sträucher sind ja deutlich gewachsen. Viel eher wird das ein oder andere Ungeziefer den Kaffeesatz nicht lieben. Bin auf Deine Erfahrungen gespannt, was die Rosenkäferlarven angehen. Vielleicht finden sie den Kaffee ja auch so widerlich wie die Schnecken... Andererseits können Rosenkäferlarven aus einem Pflanzgefäß auch nicht fliehen. Vielleicht gehen sie ja auch ein - ich weiß, da ist viel Wunschdenken dabei... Aber wie heißt es so schön: Versuch macht kluch...

Okay, Sägespäne und Holz sind tabu wegen des Rosenkäferproblems. Im zweiten Link von Gartenplaner weiter oben schichten die Anbauer das Holz ja unter den Torf. Da bekommen es die Rosenkäfer vielleicht nicht mit. Aber wenn man nur einmal umtopft, dann war es das schon wieder mit dem Schichtkonzept.

Das Resultat der Diskussion ist für mich: Ich sammle jetzt einfach mal viel Kaffeesatz und mache nen kleinen Kaffeesatzkomposthaufen für den Fall einer Heidelbeerneupflanzung. Ansonsten schmeiße ich ihn wie bisher einfach drauf - und da die Cranberries, die ich als Unterpflanzung noch im Topf habe, ebenfalls noch leben und wachsen, scheint es nicht so schlimm zu sein...  ;)
Und ich werde Regenwürmer in die Töpfe tun.
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Wurmkönig

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Re: Heidelbeeren in Kaffeesatz ziehen
« Antwort #29 am: 29. März 2017, 08:45:57 »

Und ich werde Regenwürmer in die Töpfe tun.

Das ist keine gute Idee - in saurer Erde gehen die Tierchen sofort ein, das ist das einzige Milieu in dem sie nicht leben können.
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