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News: Wer am längsten warten kann, erreicht sein Ziel oft als erster. (Chinesisches Sprichwort)
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27. Mai 2017, 02:27:22
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|27|4|Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr Maß zu halten. (Friedrich Nietzsche)

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Autor Thema: Russische Züchtungen oft frosthärter- wie haben sie das gemacht?  (Gelesen 1088 mal)

Magnolienpflanzer

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Hallo! Ich stelle mir die Frage wie die Russen und Ukrainer es schaffen, winterhärtere Pflanzen (als so manch andere Länder) zu züchten? Ist es, dass die Sämlinge von klein auf  an die Kälte gewöhnt werden oder selektieren russische Züchter eben eher frosthärtere Pflanzen als zum Beispiel südeuropäische Züchter, die sich darum weniger kümmern, weil die Winter ja nicht so kalt werden? Wer hat Ahnung davon?
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Ich will kein wärmeres Klima, sondern robustere Pflanzen!

Staudo

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Weniger frostharte Sämlinge verabschieden sich in kalten Regionen von ganz allein.  ;)
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Sommer ist Mist.

Magnolienpflanzer

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Ja, das ist schon wahr, Staudo.  ;D Aber mir kommt vor, andere Länder mit relativ kalten Wintern haben weniger frostharte Züchtungen (von empfindlicheren Pflanzen) "geschaffen" als  Russland oder die Ukraine. Da hab ich oft schon Erstaunliches gehört.
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RosaRot

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Ein russischer Winter ist schon noch anders als ein relativ kalter Winter anderswo.
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Viele Grüße von
RosaRot

Staudo

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In ostdeutschen Gärten z.B. wird knallhart auf Winterhärte und Sommerdürre selektiert. Deshalb gilt Lysimachia clethroides hierzulande als Hätschelkandidat.  ;)
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Sommer ist Mist.

obst

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Die Züchtung der meisten Pflanzen ist das Ergebnis der Witterung in den Jahren von der Kreuzung bis endgültigen Bekanntgabe einer neuen Sorte. Herrschten in diesen Jahren niedrigere Temperaturen, so ist die neue Sorte frosthärter, weil die anderen nicht überlebt haben oder aufgrund ihrer starken Schädigung durch den Frost ausselektiert wurden.

Wenn in diesen Jahren sehr feuchtes, pilzfreundliches Wetter vorherrschte, wurden die pilzempfindlichen Sorten bei der Bonitur entfernt. Wenn in dieser Zeit aber immer nur optimales Pflanzenwachstumswetter herrschte, ist es sehr schwer eine Sorte zu erzeugen, die gesund und frosthart ist. In Russland werden von daher aufgrund der Witterung andere Sorten gezüchtet.
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leonora

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In ostdeutschen Gärten z.B. wird knallhart auf Winterhärte und Sommerdürre selektiert. Deshalb gilt Lysimachia clethroides hierzulande als Hätschelkandidat.  ;)

Oh  :o Bei uns tief im Westen braucht man für die einen Waffenschein.  ;D

LG
Leo
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bristlecone

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Bärlauch ist auch so ein Kandidat. Hier kaum zu bremsen, bei Staudo ein Hätschelkind.
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Nicht schon wieder!

Wühlmaus

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Ein klirrend kalter Winter mit guter Schneelage ist für deutlich weniger Pflanzen ein Problem als "mildere" Kahlfröste. (Oder als Spätfröste nach viel zu milden Wintern oder Apriltagen :-X).
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WühlmausGrüße

"Das Schiff ist sicherer, wenn es im Hafen liegt. Aber dafür wurde es nicht gebaut." Paulo Coelho

RosaRot

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Bärlauch ist auch so ein Kandidat. Hier kaum zu bremsen, bei Staudo ein Hätschelkind.

Bärlauch wächst auch im Osten, wenn sich ihm ein Auenwald bietet. Nur Dürre und Sand mag er nicht.
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Viele Grüße von
RosaRot

lonicera 66

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Meine russischen Phloxe sind zB. deutlich feuchtigkeitsempfindlicher, als die hier gekauften Sorten.

Frostfester konnte ich noch nicht bemerken.
Aber versamen tun sie sich hier nicht.
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liebe Grüße
Loni

Zitat von: zwerggarten:  
 
*stellt sich eine nächtliche langzeitbelichtung mit kamera auf stativ und ein wild herumtanzendes rumpellonizchen vor*

Magnolienpflanzer

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Zitat
Ein russischer Winter ist schon noch anders als ein relativ kalter Winter anderswo.
Ja, das schon.  ;D

 
Zitat
Die Züchtung der meisten Pflanzen ist das Ergebnis der Witterung in den Jahren von der Kreuzung bis endgültigen Bekanntgabe einer neuen Sorte. Herrschten in diesen Jahren niedrigere Temperaturen, so ist die neue Sorte frosthärter, weil die anderen nicht überlebt haben oder aufgrund ihrer starken Schädigung durch den Frost ausselektiert wurden.

Wenn in diesen Jahren sehr feuchtes, pilzfreundliches Wetter vorherrschte, wurden die pilzempfindlichen Sorten bei der Bonitur entfernt. Wenn in dieser Zeit aber immer nur optimales Pflanzenwachstumswetter herrschte, ist es sehr schwer eine Sorte zu erzeugen, die gesund und frosthart ist. In Russland werden von daher aufgrund der Witterung andere Sorten gezüchtet.
  Verstehe... :D
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Waldmeisterin

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es gab mal einen russischen Wissenschaftler, Mitschurin, dem es um die Jahrhundertwende gelang, besonders forstresistentes Obst zu züchten. Allerdings glaubte er, dass dies dadurch gelang, das er die entsprechenden Sorten an Kälte gewöhnte und die diese Eigenschaften an ihre Nachkommen weitergaben. Das ist die klassische Lehre des Lamarckismus, also die Vererbung erworbener Merkmale (das wurde bis vor Kurzem als kompletter Unsinn abgelehnt, das neue Fach der Epigenetik relativiert das allerdings).
Ich denke, die russischen Sorten sind tatsächlich einfach durch Selektion entstanden. Warum allerdings z.B. die Kanadier, die ja auch fiese Winter haben, das nicht geschafft haben? Ich denke, dass die Idee der Selbstversorgung in Russland einfach verbreiteter weil notwendiger war und ist, während es die Kanadier schon lange nicht mehr nötig hatten, ihr Obst und Gemüse selbst anzubauen.
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Es ist so einsam im Garten, wenn der Hund tot ist.

Piccolina

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....forstresistentes Obst zu züchten. ...

Ich liebe solche "Buchstabendreher".... stell mir grad einen Apfelbaum vor, der mit seiner Krone vollständig über einen Nadelwald hinausgewachsen ist... :D  "Ihr könnt mir nichts, ich wachse!!!"

OT-Ende....
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bristlecone

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Ich denke, die russischen Sorten sind tatsächlich einfach durch Selektion entstanden. Warum allerdings z.B. die Kanadier, die ja auch fiese Winter haben, das nicht geschafft haben? Ich denke, dass die Idee der Selbstversorgung in Russland einfach verbreiteter weil notwendiger war und ist, während es die Kanadier schon lange nicht mehr nötig hatten, ihr Obst und Gemüse selbst anzubauen.

In Kanada gibt es große Obstanbaugebiete, vor allem in Ontario. Kanada dürfte aber nicht so große klimatische Unterschiede auf, d.h. unterschiedliche Klimazonen, aufweisen wie Russland bzw. die einstige Sowjetunion.
Was Gemüse angeht: Hier stellt sich die Frage der Winterhärte nicht so sehr, da das meiste Gemüse einjährig gezogen wird. 
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Nicht schon wieder!
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