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23. Juli 2017, 18:44:11
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News: Ich bin der festen Überzeugung, daß Werkzeug und Gartengeräte leben. In unbeobachteten Augenblicken fangen diese an die Umgebung zu erkundigen und manchmal sind sie ganz auf und davon. (Staudo)

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|27|10|Als ich 14 Jahr alt war, war mein Vater für mich so dumm, dass ich ihn kaum ertragen konnte. Aber als ich 21 wurde, war ich doch erstaunt, wieviel der alte Mann in sieben Jahren dazu gelernt hatte. (Mark Twain)

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Autor Thema: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.  (Gelesen 5610 mal)

partisanengärtner

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Ich habe einen Nachbarn dessen Aussicht durch meine Obstbäume beeinträchtigt wird. Es ist ein Wohnhaus neben der Schrebergartenkolonie Sie sind zwar mehr als 7 Meter von seine Grenze weg aber er ruft dauernd beim Vorstand an das die dringend auf 3 Meter gestutzt gehören.

In meiner Abwesenheit wird in den letzten Tagen dauernd an meinem Apfelbaum rumgesägt, der etwa 7 Meter neben seiner Grenze steht und 5 Meter hoch war. Dem Schnittbild nach mit einer kleinen Aufastungsmotorsäge. Gesehen hat niemand was.
Ich habe sowieso an ihm rumgeschnitten weil er mir zu hoch ist und die Äpfel nicht so besonders sind. Hat mich natürlich nicht begeistert, das da einer sehr unfachmännisch arbeitet.

Jetzt habe ich noch eine große grüne Reneclaude die noch mal 7 Meter weiter weg steht. Die ist  6 Meter hoch. Sie trägt schlecht war aber bis letztes Jahr sehr vital.
Jetzt treibt sie schlagartig nicht mehr aus. Ist noch grün aber die Knospen vertrocknen. Ringsum treiben Wurzelschößlinge von der Pflaume  mit krankhaft gelb verkrüppelten Blättern aus. Doch ein Pilz oder was anderes?

Der Giersch und die Blütenstauden drum herum sind aber gesund und vital. Muß ich jetzt den Nachbarn verdächtigen oder kann das ein Pilz sein der die Pflaume mordet. Wenn nicht alles andere drum rum gesund wäre hätte ich auf Glyphosat getippt, aber da ist nichts. Selbst das Moorbeet und die gelben Tulpen drunter sind völlig gesund.

Ich wollte sie ja eigentlich sowieso wegmachen, aber hätte mir noch ein wenig Zeit gelassen. Welche Mittel gibt es den sowas zu veranstalten, was für Spuren kann es denn geben? Was mir am liebsten wäre, ist ein natürliches Ableben.


« Letzte Änderung: 11. Mai 2017, 22:46:52 von partisanengärtner »
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Axel

oile

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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #1 am: 11. Mai 2017, 22:46:49 »

Monilia? Vor ein paar Jahren sind hier etliche Bäume,  allerdings junge, so eingegangen. 
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Der Aufenthalt in postfaktischen Paralleluniversen kann Ihrer Gesundheit schaden.

partisanengärtner

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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #2 am: 11. Mai 2017, 22:49:01 »

Der Stamm hat mehr als 40 cm Durchmesser und war voll belaubt ohne Fruchtmonilia oder Dürreerscheinungen die ganzen Jahre.
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Axel

Staudo

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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #3 am: 11. Mai 2017, 22:49:46 »

Monilia halte auch ich für am wahrscheinlichsten. Um jeden dummen Verdacht auszuräumen, würde ich den Baum akribisch auf Bohrlöcher o.ä. absuchen. Angeblich lassen sich Bäume durch Glyphosatinjektionen umbringen. Versucht habe ich das allerdings noch nie.
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dmks

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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #4 am: 11. Mai 2017, 22:52:42 »

Es kann natürliche Ursachen (Viren Pilze, Ungleicher Bohrer etc) geben - aber natürlich auch abiotische Faktoren oder Nachbarn. Möglichkeiten sind vielfältig (Glyphosat oder Kupfersulfat "intravenös" oder Wärmebehandlung....)
Genaueres kann nur ein Sachkundiger vor Ort (versuchen zu) klären.
Wenn Du Deinen Frieden haben willst - dann war es einfach so, vielleicht Hallimasch oder ein Holzschädling. Er sollte ja eh weg.
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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #5 am: 11. Mai 2017, 22:58:06 »

Ohne Brille habe ich rein gar nichts gesehen. Schau noch mal morgen genauer nach. Obwohl sie bisher im Gegensatz zu den Schattenmorellen rein gar keine Monillaerscheinungen hatte wäre das für mich schon eine schöne Lösung.

Ich hatte mich vo ein paar Wochen entschieden das mit dem Baum anzugehen. Er blühte immer üppigst und ist auch jetzt über und über voller Blütenknospen. Aber die Befruchtung war trotz meiner Bienen so schlecht das die riesige Krone nur ein paar Kilo Früchte trug. Der geeignet Befruchter für die große grüne R. ist aber nicht in der Nähe.

Wenn da ein Vollertrag möglich wäre könnten das locker mehrere Zentner Früchte sein, die ich nie verarbeiten könnte. Der Baum ist schon eher ein Wald mit einem Stamm, keine normale Pflaume.
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Axel

Piccolina

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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #6 am: 11. Mai 2017, 22:58:41 »

Ich hab mal gehört, dass kleine Kupfernägel in Bäume geschlagen werden, um sie zum Absterben zu bringen. Ob das stimmt weiß ich nicht, aber dann müssten ja auch kleine Löcher zu sehen sein.
Ein Pilz wäre wohl für alle Beteiligten - mit Ausnahme des Baumes - die "stressfreieste" Möglichkeit....
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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #7 am: 11. Mai 2017, 23:03:33 »

Ich halte das mit den Nägeln für ein Märchen. Eschen und Ahorn die in Beerensträuchern aufwuchsen haben sich auch durch viele Nägel nicht beeindrucken lassen.

Bohrmehl oder was anderes habe ich eben nicht gesehen aber das hole ich morgen nach mit einer Lupe. Gehe aber davon aus das da nichts ist.
Nur die gelben Schößlinge bis zu 7 Meter vom Baum weg haben mich stutzig gemacht.

Wäre natürlich ein tolle Lösung wenn das ein natürliches Ende hat. Der Apfelbaum wird es überleben und nach zwei Jahren ist der schöner als vorher.
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Axel

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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #8 am: 11. Mai 2017, 23:05:18 »

Vielleicht haben ihn ja meine Gedanken getötet. Dann muß ich aber in Zukunft vorsichtig sein. 8)
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dmks

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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #9 am: 11. Mai 2017, 23:07:35 »

Kupfernägel gehören zu den ältesten und ziemlich plumpen Varianten - "Profis" kneifen vorher die Köpfe ab... Die Nägel sind aber trotzdem auffindbar, es ergeben sich unter der Rinde (auch bei Kupfersulfat) typische blauschwarze Verfärbungen.
Außer dem Nachbarn könnten es auch noch Aliens gewesen sein - viel schwerer nachweisbar!
Aber wie gesagt - auch ich würde für eine natürlichen Tod plädieren! Alles andere ist reine Spekulation!
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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #10 am: 11. Mai 2017, 23:10:32 »

Funktioniert das denn tatsächlich mit den Nägeln?

Wenn ich das so lese, bin ich froh, dass wir hier außerhalb auf dem Land leben. Der nächste Nachbar ist weit genug weg...
« Letzte Änderung: 12. Mai 2017, 12:32:54 von Piccolina »
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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #11 am: 11. Mai 2017, 23:11:17 »

Ich habe nicht vor mir das Leben mit einem Krieg schwer zu machen. Nur wenn die Bäume noch weiter weg sterben müssten, hatte ich wohl ein kleines Problem.

Ich bau jetzt Gemüse an. Obst ist in Kef Zeiten völlig überschätzt.
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Axel

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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #12 am: 11. Mai 2017, 23:13:43 »

Bei meinen Beerenobstmitbewohnern hat es rein gar nichts genützt. Das waren schon 5-10 cm Knorzen die durch jährliches Abschneiden immer dickere Stämmchen bekamen.

ich habe dann die Beerensträucher samt Bäumchen ausgegraben und die Johannisbeeren wieder gepflanzt.
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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #13 am: 11. Mai 2017, 23:53:24 »

Funktioniert das denn tatsächlich mit den Nägeln?
...
Nein, hat ein Professor von Hohenheim widerlegt. Bei seinem Antritt nagelte er in etliche Bäume Kupfernägel. Als er nach vielen jahren in den Ruhestand ging, waren alle Bäume noch bei brster Gesundheit. Findet man auch irgedwo im Netz.
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cydorian

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Re: Plötzlicher Tod einer Pflaume ohne erkennbare Ursache.
« Antwort #14 am: 12. Mai 2017, 09:10:29 »

Das war kein natürlicher Tod der Reineclaude. Ich vermute, ihr wurde mit einem Herbizd den Garaus gemacht. Wahrscheinlich mit etwas, das für Privatanwender käuflich war oder ist, ich würde auf Glyphosat tippen. Es gibt da (natürlich völlig illegale) Anwendungsmöglichkeiten... Kann man untersuchen lassen, ob das für Privatleute aber so einfach und bezahlbar ist, weiss ich nicht. Ich würde es zumindest in dieser Richtung versuchen, denn wenn ein offensichtlich gestörter Nachbar Bäume vergiftet und an anderen herumsägt, sind noch weitere Übergriffe zu befürchten.
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