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News: Pfirsichdiät ist der Orangendiät klar vorzuziehen, schon wegen der Haut. (Lehm)
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26. Juli 2017, 00:42:17
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News: Pfirsichdiät ist der Orangendiät klar vorzuziehen, schon wegen der Haut. (Lehm)

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|10|1|Es ist auch ein relativ geringer Unterschied, ob es gar kein grünes Auto gibt oder ob man selbst es nicht hat. (Tara)

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Autor Thema: Sommer, Sonne, Gießen  (Gelesen 1844 mal)

Lilo

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Sommer, Sonne, Gießen
« am: 06. Juli 2017, 06:58:19 »

Wir hatten:
diesen Monat 1 - 2 mm Niederschlag
in den letzten 30 Tagen 12 - 16 mm und
seit Jahresbeginn 160 - 180 mm.

 :'( :'( :'( :'( :'(

Bei einer Gartengröße von ca 4.000 m², Südost-Steilhang-Lage, Sandboden ohne Wasser und Stromanschluss nützt bei dieser Wetterlage
das beste Wassermanagement nichts.
Ich kann bis zu 12.000 Liter Regenwasser sammeln. Doch dieser Winter war extrem trocken und wenn ich nicht noch Wasser von 2016 gehabt hätte wären die Fässer fast leer gewesen. So bin ich mit ca. 10.000 Litern Wasser in die Saison gestartet und nun kratze ich mit der Gießkanne bereits am Boden meiner Auffanggefäße.

Selbst eine angepasste Pflanzung leidet.
z.B. Cistrosen beginnen von unten gelb zu werden und Blätter abzuwerfen.

Ich bin in dieser Situation recht hilflos.
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Anke02

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #1 am: 06. Juli 2017, 07:01:54 »

Oh Lilo, wenn ich an dein schönes Paradies denke und dass es jetzt leidet  :-\
Drücke dir und dem schönen Garten fest die Daumen dass etwas Nass vom Himmel kommt!!!
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Sonnigliebe Grüße
Anke

Lilo

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #2 am: 07. Juli 2017, 07:01:19 »

Danke, Anke, für das Mitgefühl und Daumendrücken.

Es hat geholfen. Gestern Abend gab es schon einen leichten Schauer und heute in den frühen Morgenstunden hat es stärker geregnet, 6 - 7 mm/m². Das hilft mir über die nächsten Tage hinweg.

Unter diesen Umständen beginne ich wieder an höhere Mächte zu glauben:
Wenn die Verzweiflung am größten ist, ich am Boden der Wasserfässer kratze und bereit bin, mich dem Schicksal zu ergeben, dann kommt die Erlösung und es regnet.

Ich habe diesen Thread gestartet, um den trockenheitsgeschädigten Jammerlappen unter uns einen Raum für's Wehklagen zu geben.
Die sachlichen Threads um Temperaturen und Niederschlagsbilanzen bieten oft keinen Platz für die Gefühle und Überlegungen, welche die Gärtnerseele bei starker Trockenheit umtreibt. Vielleicht ist dieser Thread im Gartenjahr nicht optimal aufgehoben, aber hier schaut man halt rein, wenn es um das Wetter geht.
Falls die Moderation anderer Meinung ist, bin ich mit einem Verschieben völlig einverstanden.

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hemerocallis

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #3 am: 07. Juli 2017, 08:16:10 »

Ich kann Deine Situation und Frustration gut nachvollziehen. Was wir in der Zisterne sammeln können, hat in den letzten 10 Jahren nie für den üblicherweise heißen und trockenen Sommer hier gereicht.

Aber: wir können Frischwasser fürs Gießen verwenden - was ein teurer Spaß ist und aufgrund des hohen Kalkgehalts des Trinkwassers hier auch negative Auswirkungen auf Teile der Pflanzung hat.

Hätten wir mehr Grundfläche, würden wir einen Brunnen bohren lassen - ist das bei Dir keine Option? Das entspannt ungemein - im ca. 500 m entfernten Gemüsegarten gibt es einen und wir können aus vollen Rohren bewässern, ohne uns über die Kosten den Kopf zerbrechen zu müssen. 

PS: Wir bewässern 1/10 Deiner Gartenfläche und würden mit 10.000 Litern niemals auskommen.
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Hemerocallis

Lilo

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #4 am: 07. Juli 2017, 21:43:21 »

Schon mein Großvater hatte die Idee einen Brunnen bohren zu lassen.

Aber es gibt hier kein Grundwasser. Der Garten liegt an einem Steilhang etwa 80 Meter über der Stadt.

Es gibt zwar eine Wasserader, welche eine schwach aber stetig fließende Quelle unterhalb des Gartens speist. Die Quelle wird von einem anderen Gartenbesitzer benutzt, der seinen Gemüsegarten unterhalb meines Gartens hat.

Ich denke, ich würde eventuell mehr zerstören als gewinnen, wenn ich versuchte diese Wasserader durch eine Bohrung zu erreichen und für mich zu nutzen.

Wie bereits geschrieben, ich habe eine angepasste Pflanzung. Viele Pflanzen, die Trockenheit vertragen, aber das heißt nicht, dass sie bei starker Trockenheit gut aussehen. Sie überleben eben.
Ich gieße sehr gezielt und selektiv. Habe auch eine Art Gießplan im Kopf, wer in welchen Abständen wieviel Wasser bekommt. Zum Beispiel bekommt jeder der 4 Rhododendronbüsche 10 Liter Wasser am Sonntag.
Pflanzen die blühen, derzeit Hemerocallis, bekommen jeden 2. Tag 3 - 5 Liter Wasser. Das Gemüse wird jeden Tag gegossen.

Das Gelände ist recht groß und weitläufig so kann ich nicht jeden Tag von oben bis unten gießen, sondern ich gieße im Wechsel mal im oberen dann im unteren Teil.

Ich forme meist Gießringe um die Pflanzen und kleine Verbindungskanäle dazwischen. Ich gieße sehr langsam und lasse das Wasser einsickern, das braucht Zeit und Geduld. Im Notfall benutze ich auch einen Trichter, damit das Wasser schnell an die Wurzeln kommt.

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Wühlmaus

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #5 am: 07. Juli 2017, 22:04:04 »

Lilo, über all die Jahre bewundere ich wirklich deine Geduld, deine Konsequenz und das Ergebnis, das dieser Garten zeigt :)
Und das WasserSammelsystem, dass du da nach und nach aufgebaut hast, ist schon speziell!

Ich drück die Daumen, dass du in den nächsten Tagen weiteren "friedlichen" Regen bekommst!
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WühlmausGrüße

"Das Schiff ist sicherer, wenn es im Hafen liegt. Aber dafür wurde es nicht gebaut." Paulo Coelho

Rhoihess

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #6 am: 08. Juli 2017, 00:05:44 »

Fühl dich nicht allein, wir leben auch in einer Steppe bis Wüste so wie's mir in der letzten Zeit vorkommt (143,4mm im ersten Halbjahr 2017, nachdem es 2015 und 2016 auch Sommerdürren gab). Die Gießerei fing dank staubigem Boden schon Mitte März für die Direktsaaten (Karotten etc.) an, geholfen hat's nicht viel, ist am Ende kaum was aufgegangen. Erbsen sind vertrocknet, Erdbeeren trotz Mulch sowieso. Habe nur einen 1000-Liter-Tank, der war Anfang April leer und hat sich seitdem immer nur mal hin und wieder höchstens für ein paar Tage gefüllt, dann wieder wochenlange Ebbe... der Rasen ist mir mittlerweile egal (ich akzeptiere mittlerweile, dass er regulär im Januar besser aussieht als im Juli), hauptsache Paprika, Tomaten und Wassermelonen schaffen es und werden mit wenigen Ausnahmen täglich gewässert (und ein paar Zierpflanzen natürlich auch - das Wandelröschen muss ich bis zu dreimal am Tag gießen damit die Blätter nicht schlapp runterhängen)... ja irgendwann nervt's schon etwas

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Lilo

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #7 am: 10. Juli 2017, 08:18:12 »

Danke Wühlmaus und Roihess,

für Euren Zuspruch.

Das Wochenende habe ich wie immer im Garten verbracht. Es zogen dicke fette Wolken über uns hinweg von Westen nach Osten. Sehnsüchtig blickte ich hinterher. Im Garten war es so trocken und heiß, dass Honigbienen sich auf mich setzen und mir den Schweiß von der Haut leckten. Kein Schwarrm aber ich hatte es ständig mit ein zwei Bienen zu tun. Das zwingt den Menschen zu umsichtigen Bewegungen.
Das Gras ist sowieso gelb und seit 6 Wochen nicht mehr gemäht, es wächst ja kaum noch. Ich bin dazu übergegangen die nicht erwünschten Unkräuter, die stärker wachsen als die Gräser, aus der Wiese auszurupfen. Auch diese werden immer mickriger, vertrocknen und werden trotzdem gerupft, denn bei aller Mickrigkeit können sie sich trotzdem aussamen.

Der Regen vom vergangenen Freitagmorgen hat etwa 250 Liter Wasser in meine Zisterne gebracht. Das und noch mehr habe ich gleich generös vergossen z.B. an die vor 2 Jahren gepflanzte Berberitzenhecke, die Blätter haben sich schon gekräuselt.
Es ist manchmal verblüffend wie schlecht Pflanzen, die als trockenheitsverträglich beschrieben werden, tatsächliche Trockenheit vertragen. Beispiel Acanthus spinosus, da habe ich vor 4 Jahren eine kleine Gruppe gepflanzt, er steht noch nicht einmal den ganzen Tag in der Sonne und ist platt. Der braucht pro Pflanze 2 Mal in der Woche 10 Liter Wasser. Salvia officinalis rollt die Blätter, Eleagnus multiflora wirft Blätter. Ich kann nicht alles gießen.

Den Sonntag habe ich weitgehend damit verbracht aus zwei Auffanggefäßen das letzte verbliebene Wasser in Gießkannen zu schöpfen. Dazu dient mir ein Jaucheschöpfer, das ist ein Eimer mit Stiel. Für die letzten Liter steige ich dann in den Behälter und kratze mit einem Kehrblech das kostbare Nass vom Boden.
Die Auswahl wer Wasser kriegt und wer nicht fiel schwer. Wie ein übler Veräter bin ich an den Kanditaten vorbeigezogen, die nichts bekamen, entweder weil ich ihnen noch mehr Ausdauer zuerkannte oder weil ich sie für leicht ersetzbar erachtete.

Alles in den Behältern noch verbliebene Wasser zusammen gerechnet habe ich noch etwas 1500 Liter beim Gemüse, den Töpfen und den oberen Terassen mit der Prärie.

Für den Sonntag waren Regen und Gewitter vorhergesagt. Tatsächlich fühlte ich am Nachmittag auch 5 Regentropfen auf meinem Rücken.
Am Abend türmten sich dramatisch dunkle Wolken auf und eine Wind wirbelte, es gab einen leichten Schauer, der die Kleidung noch nicht einmal anfeuchtete.
Mit schweren Gedanken ging ich dann zu Bett - wir werden wohl Wasser fahren müssen.

Die ganze Nacht regnete es nicht auch heute morgen war es zunächst trocken, aber um ca 7:00 setzte für eine Stunde Regen ein. Mal sehen was er gebracht hat 200 - 300 Liter schätze ich.
« Letzte Änderung: 10. Juli 2017, 08:20:22 von Lilo »
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Anke02

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #8 am: 10. Juli 2017, 08:38:36 »

Es soll heute und die Tage noch etwas mehr Regen in unserer Ecke kommen Lilo. Hoffentlich kommt er auch bei dir runter!
Ich kenne das ja auch - rundum regnet es und hier ist ein "Trockenloch".
Dank Brunnen kann ich das im eigenen Garten entspannter sehen, aber die Natur braucht dringend Wasser!
Ich hexe dann mal noch ein bisschen weiter *Regenhexhex*  ;)
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Sonnigliebe Grüße
Anke

Kübelgarten

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #9 am: 10. Juli 2017, 08:43:02 »

 :) war hier falsch
« Letzte Änderung: 10. Juli 2017, 09:28:23 von Kübelgarten »
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LG Heike

Sandfrauchen

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #10 am: 10. Juli 2017, 09:09:50 »

Lilo,
deine Beschreibungen zu lesen macht mich richtig traurig. Du hast mein ganzes Mitgefühl und meinen Respekt vor deinen Mühen für deinen schönen Garten.
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Liebe Grüße, 
Sandfrauchen

wallu

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #11 am: 10. Juli 2017, 16:21:45 »

... Bei einer Gartengröße von ca 4.000 m², Südost-Steilhang-Lage, Sandboden ohne Wasser und Stromanschluss nützt bei dieser Wetterlage das beste Wassermanagement nichts. ...

Ich bewirtschafte zwar "nur" gut die Hälfte an Gartenfläche, habe aber die gleichen Probleme (und schon viel gejammert darüber  :-\ :-X). Die Zisterne fasst 7 m³ (dazu ca 2 m³ in weiteren Wassersammelbehältern). Brunnenbohren geht hier auch nicht (wir liegen 50 m oberhalb des Talgrunds auf Felsen). Regenwasser ist dieses Jahr schon seit Mai notorisch knapp; die Niederschläge sind seit Monaten historisch niedrig. Leitungswasser vergießen widerstrebt mir als nachhaltig wirtschaftenden Gärtner, von den Kosten mal abgesehen.

Erschwerend kommt hier noch ein alter Baumbestand hinzu (Eichen, Eiben etc.). Deren Wurzeln machen sich auch noch auf große Entfernung in den Beeten breit und saugen jegliches Wasser raus. Wurzelsperren haben da etwas Abhilfe geschafft.

So frustrierend es ist; es bleibt nur die Hoffnung auf eine Wetteränderung. Der Juli hat sich bislang vergleichsweise feucht gezeigt -vielleicht der Beginn einer Trendwende?


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Viele Grüße aus der Rureifel, der blitzärmsten Region Deutschlands 2013 und 2016.

bristlecone

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #12 am: 10. Juli 2017, 16:29:58 »

Leitungswasser vergießen widerstrebt mir als nachhaltig wirtschaftenden Gärtner, von den Kosten mal abgesehen.

Ich habe hier keine Möglichkeit, Regenwasser in auch nur entfernt relevanten Mengen für den Garten zu sammeln.
Bach, Teich etc. gibt es auch nicht.
Da bleibt nur Leitungswasser. Die Kosten dafür belaufen sich inkl. Abwassergebühr (um die man letztendlich nicht herumkommt, jedenfalls lohnt eine Befreiung wegen der hohen Pauschalkosten nicht) auf 3,80 € pro m³.

Die Ausgabe neme ich gerne in Kauf - Neuanschaffungen für Pflanzen kämmen Etliches teurer.
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Nicht schon wieder!

hemerocallis

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #13 am: 10. Juli 2017, 16:57:05 »

Schon mein Großvater hatte die Idee einen Brunnen bohren zu lassen.

Aber es gibt hier kein Grundwasser. Der Garten liegt an einem Steilhang etwa 80 Meter über der Stadt.

Es gibt zwar eine Wasserader, welche eine schwach aber stetig fließende Quelle unterhalb des Gartens speist. Die Quelle wird von einem anderen Gartenbesitzer benutzt, der seinen Gemüsegarten unterhalb meines Gartens hat.

Ich denke, ich würde eventuell mehr zerstören als gewinnen, wenn ich versuchte diese Wasserader durch eine Bohrung zu erreichen und für mich zu nutzen.

Hier unser Denkanstoß - wir in Deiner Lage würden mit dem Gartenbesitzer, der die Quelle nutzt, ein Gespräch anstreben.

Er gießt damit sein Gemüse und vor und nach seiner Gießaktion fließt die Quelle ungenutzt den Berg hinunter. Wenn Ihr in der Zeit, in der er die Quelle nicht anzapft, Eure Zisterne damit füllt, schadet ihr ihm nicht und Euch ist geholfen.

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Hemerocallis

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Re: Sommer, Sonne, Gießen
« Antwort #14 am: 10. Juli 2017, 17:02:25 »

Es ist manchmal verblüffend wie schlecht Pflanzen, die als trockenheitsverträglich beschrieben werden, tatsächliche Trockenheit vertragen. Beispiel Acanthus spinosus, da habe ich vor 4 Jahren eine kleine Gruppe gepflanzt, er steht noch nicht einmal den ganzen Tag in der Sonne und ist platt. Der braucht pro Pflanze 2 Mal in der Woche 10 Liter Wasser. Salvia officinalis rollt die Blätter, Eleagnus multiflora wirft Blätter. Ich kann nicht alles gießen.
Diese Erfahrung haben wir hier auch machen müssen - ich kann über die Kiesgärten, die hier immer wieder als so trockenheitsverträglich gepriesen werden, nur noch müde lächeln. Hier in unserer Lage vertrocknet bis auf Disteln und Fetthennen alles, was nicht gegossen wird (7 m dicke eiszeitliche Schotterschicht, alles fließt sofort weg).

Die Installation einer Bewässerungsanlage mit Einzeltropfern hat uns sehr geholfen, Wasser zu sparen. Mit Schlauch oder Gießkanne verschwendet man unglaublich viel des kostbaren Wassers. Auch ein großer Garten wie Deiner kann ökonomischer bewässert werden - die Installation einer Anlage ist allerdings aufwändig und es fällt jährlich auch ein gewisser Wartungsaufwand an (man spart sich aber unendlich viele Stunden gießen).

Ich kann Deinen Frust gut nachvollziehen - und ich kann auch verstehen, daß Dich die Idee der gezielten Bewässerung aufgrund des Aufwandes schreckt. Mittelfristig würde sie wohl Deine Pflanzung retten. 
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Hemerocallis
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