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Autor Thema: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte  (Gelesen 585552 mal)

Feigen-Amigo

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Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
« am: 16. April 2010, 22:25:46 »

Hallo liebe Freunde mediterraner Gewächse.

Nachdem im Winter 2008/2009 schon durch die extremen Frostwerte im Jan.09 mein Feigenbaum zurueckgefroren war (quasi alle 2008 gebildeten neutriebe), sieht es dieses Jahr wieder aehnlich aus... Er hatte 2009 spaet aber dann doch kraeftig neu ausgetrieben (leider keine Feigenernte , nachdem die vorjaehrigen triebe ja hinueber waren) und dann kam dieser Katastrophenwinter mit dem Laaangen Frost im Januar und Februar-und jetzt seh ich ein aehnliches Bild wie letztes Jahr...nur einige kraeftigere Triebe vom letzten Jahr koennten hoffentlich durchgekommen sein. Hoffe, er packt es wieder so wie letztes Jahr, die Feien sind mir gar nicht so wichtig, Hauptsache er ueberlebt!
Wer kann aehnliches berichten?? Und was kann man vorbeugend tun? Die Aeste einzeln mit Isomaterial umgeben z.B.?


Ich habe den Thread umbenannt, weil es ja mittlerweile um mehr als nur die Winterhärte geht. LG Nina
« Letzte Änderung: 27. August 2013, 12:17:57 von Admin »
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Christina

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #1 am: 16. April 2010, 22:28:41 »

Ich habe meinen Feigenbaum jetzt 12 Jahre. 2 mal ist er komplett zurückgefroren, in diesem Jahr wieder. Eine Ernte hatte ich noch nie!!

Ich habe mich jetzt von Feigen verabschiedet.
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Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.  (Sprichwort der Xhosa)

Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #2 am: 16. April 2010, 22:34:07 »

Das wuerde ich nie machen, bin 1/4-Spanier und in meiner Heimat in Barcelona wachsen die im Umland wild-das gehoert fuer mich zum Lebensgefuehl dazu... und die Jahre davor hat er sehr gut getragen und sich bestens entwickelt... nur die beiden letzten Winter waren eben extrem, jedenfalls hier in NRW (Dortmund). Aber nichts ist schoener wenn er wieder austreibt und seine Blaetter entfaltet..Es kommt ja auch auf die Sorte an, ob er entspr. winterfest ist-vielleicht haben Sie da eine weniger frostharte...weil komplett zurueckgefroren ist er noch nie, nur wie gesagt die Neutriebe eben
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cydorian

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #3 am: 16. April 2010, 23:11:08 »

2x runtergefroren die letzten Winter, 2 Pflanzen verloren. Klimawandel hin oder her, die Temperaturextreme nach unten gibts leider weiterhin. Deutschland ist halt einfach kein Feigenklima.
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Brezel

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #4 am: 16. April 2010, 23:43:27 »


Nachdem im Winter 2008/2009 schon durch die extremen Frostwerte im Jan.09 mein Feigenbaum zurueckgefroren war (quasi alle 2008 gebildeten neutriebe), sieht es dieses Jahr wieder aehnlich aus... Er hatte 2009 spaet aber dann doch kraeftig neu ausgetrieben (leider keine Feigenernte , nachdem die vorjaehrigen triebe ja hinueber waren) und dann kam dieser Katastrophenwinter mit dem Laaangen Frost im Januar und Februar-und jetzt seh ich ein aehnliches Bild wie letztes Jahr...nur einige kraeftigere Triebe vom letzten Jahr koennten hoffentlich durchgekommen sein. Hoffe, er packt es wieder so wie letztes Jahr, die Feigen sind mir gar nicht so wichtig, Hauptsache er ueberlebt!
Wer kann aehnliches berichten??

Bei mir siehts ganz genauso aus. Nur dass es kein Baum ist, sondern ein Strauch, den ich wachsen lasse, wie er will. Stammt von 1997. Drei Früchte, die im letzten Herbst nicht ausgereift sind, hängen immer noch dran.
Hab mich noch nicht dazu durchringen können, die alten Äste abzuschneiden. Aber neu austreiben wird er doch auf jeden Fall.... oder ???
Sonst hatte er immer eine Mulchdecke, hab ich diesmal vergessen ::)
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LG Brezel

wanda26

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #5 am: 17. April 2010, 08:58:53 »

Hi,
meine Feige ist jetzt auch das zweite Mal fast bis zum Boden zurückgefroren. Wird wohl - wie 2009 schon - diesmal nichts mit Feigenernte.
Trotzdem würde ich den Feigenbusch nicht roden - es kann ja wohl nicht jedes Jahr so kalt werden.
Bisher hatte ich mehr Jahre mit Ernte als solche ohne. Und wenn er trägt, ist es eine tolle Sache.
Das ist (hier) wie mit Aprikosen: etwas Risikofreude braucht man schon dazu ...

@rugosa
Feigen treiben bereitwillig aus dem alten Holz (ganz unten) oder sogar dem Boden aus. Da wäre ich optimistisch!

lg wanda
« Letzte Änderung: 17. April 2010, 09:00:27 von wanda26 »
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Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #6 am: 17. April 2010, 18:42:56 »

Ja, da bin ich auch optimistisch! Die Erfahrung aus dem letzten Jahr (da war er erst Ende Mai wieder zum Leben erwacht) laesst mich diesmal auch etwas gelassener darauf warten,bis sich die schwellenden, durchbrechenden Knospen zeigen.. Und das sehe ich auch so: nah 2 Ausnahmewintern wird es ja wohl nicht einen dritten geben... und selbst dann wuerde ich nicht auf Feigen verzichten!
Vielleicht waere es eine Idee, solche Isolierverkleidungen (wie bei Rohren) um die duenneren Zweige anzubringen??
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paulche

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #7 am: 17. April 2010, 21:05:38 »

Nach dem Winter 2008/2009 waren von meinen 3 Feigen 1 Feige gestorben und 2 zurückgefroren. Dann habe ich mir viele neue Sorten zugelegt. Ich weis aber noch nicht, welche alle überlebt haben. Ich denke, da werden jetzt einige Sorten dabei sein, die nicht so zurückfrieren werden. Die waren aber alle sehr klein, so das man nicht viel über das zurückfrieren berichten kann. Darüber werde ich spätesten nach dem nächsten Winter berichten.
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viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)

margali

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #8 am: 17. April 2010, 21:35:05 »

Hola Feigen-Amigo,
dieser Winter war tatsächlich ein ganz harter für die Sonnenkinder. Auch meine Feige, die bislang noch jeden Winter ohne Frostschäden überstanden hat, tut sich ganz schön schwer. Ich habe auch schon gedacht, das wars jetzt, aber jetzt kann man doch an geschützten Stellen einzelne grüne Knospen sehen. Auch die Triebe, die völlig tot aussehen, sind noch grün, wenn man an der Rinde kratzt. Schlimmstenfalls sind etwa 20 cm und einige dünnere Zweige erfroren.
Als ich im Januar geschnitten habe, war alles noch grün; ich denke, der letzte Frost im März hat ihr geschadet, da stand sie wohl schon im Saft.
Meine Feige ist eine stinknormale Gartenmarkt-Pflanze und hat ab dem dritten Standjahr immer getragen, manchmal sogar zweimal. Auch letztes Jahr sind noch fünf oder sechs Herbstfeigen reif geworden. Dieses Jahr aber könnte die Ernte mager werden oder ganz ausfallen.
Macht nichts, auch ich liebe Feigen wegen ihres mediterranen Flairs und vor allem wegen ihrer wunderbar dekorativen Blätter.
Ich decke nichts ab, habe nur am Anfang den Stamm gemulcht. Abdecken wäre bei der Größe meiner Pflanze sowieso nicht mehr drin. Ich vertraue da ganz auf die Robustheit dieses herrlichen Baumes. In meiner Stadt (Augsburg, 450 m ü. NN) kenne ich einige ausgepflanzte Bäume; der älteste dürfte jetzt etwa 20 Jahre alt sein. Und sie schaffen es jedes Jahr wieder. Bewundernswert!
Viel Glück mit deinem Baum!

Gruß
Margali
« Letzte Änderung: 17. April 2010, 21:38:39 von margali »
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RosaRot

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #9 am: 17. April 2010, 21:46:32 »

Meine Feige, ausgepflanzt, trägt mindestens einmal im Jahr, letztes Jahr auch im Herbst nochmal, schläft auch noch tief. Ich stehe immer mal sinnend davor und überlege ob ich sie schneiden sollte. Was meint ihr?
Der Frost hat sie dieses Jahr sicherlich mehr erwischt als sonst, jedenfalls trieb sie zuweilen doch um diese Zeit schon.
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Viele Grüße von
RosaRot

wanda26

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #10 am: 18. April 2010, 11:04:35 »

... Ich stehe immer mal sinnend davor und überlege ob ich sie schneiden sollte. Was meint ihr?


Hi,
ich würde noch etwas warten und erst schneiden, wenn zweifelsfrei zu erkennen ist, wo noch was lebt.
lg wanda
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trauben-freund

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #11 am: 18. April 2010, 12:34:41 »

meine 2 hat es auch wieder erwischt, diesmal deutlich erkennbar am hellen holz, ist auch recht brüchig. diesmal warte ich bis zum austrieb und muss wieder neu aufbauen. aber darauf hab ich mich auch schon eingestellt. wer feigen hier im oberfränkischen bergland anbaut sollte sich nicht wundern wenn es gute jahre braucht um was von den südländern zu haben.

vllt. sollte ich ja noch eine frosthärtere dazu pflanzen, browm turkey soll da ja recht hart sein
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Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #12 am: 18. April 2010, 21:42:16 »

Ja, wahrscheinlich gibt es frosthaertere Sorten. Ich meine, dass die Feige bei mir eine "Bayernfeige" ist-ganz sicher bin ich nicht, hatte sie mal aus einem Bauhaus mitgebracht, das war 2001. Seitdem ich 2002 eine GArten habe, wurde sie ausgepflanzt und gedieh praechtig-die Winter waren auch gnaedig und mild. Einmal sogar so, dass saemtlche Geranien im Kuebel durchgeblueht haben und die Knollen der Feuerbohnen im Fruehling wieder ausgetrieben sind... Die letzten Winter waren einfach extreme Ausnahmen und kommen hoffentlich so bald nicht wieder...
Was haltet Ihr denn von Isomaterial um die einjaehrigen triebe in den Wintermonaten?
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RosaRot

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #13 am: 18. April 2010, 21:51:08 »

... Ich stehe immer mal sinnend davor und überlege ob ich sie schneiden sollte. Was meint ihr?


Hi,
ich würde noch etwas warten und erst schneiden, wenn zweifelsfrei zu erkennen ist, wo noch was lebt.
lg wanda

Ich hab dann heute doch die Schere bemüht, schnitt sich gut, wie Butter, scheint also nicht sehr weit abgefroren zu sein, nur die obersten Spitzen. Nun bin ich gespannt, wann der Feigerich beginnt zu treiben.
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Viele Grüße von
RosaRot

Marsch_Düne

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #14 am: 19. April 2010, 06:25:41 »

Da habe ich wohl Glück gehabt.

Drei Feigen. Keine Sorte bekannt. Alle drei aus verschiedenen Quellen. Aber außer den Spitzen und sehr dünnen Ästen ist nichts verfrohren. Erste Blätter und Blütenfeigen treiben schon.
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Irisfool

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #15 am: 19. April 2010, 06:45:32 »

Genau so ist es bei mir. Alle möglichen Rosen runtergefroren, die Feigen keinen Zweig, noch nicht mal ein bisschen. :D Das ist mir vollkommen unverständlich. ::) Der Austrieb kommt nun ganz schnell und die ersten Feigenknubbel sind schon zu erkennen. 8)
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Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #16 am: 20. April 2010, 19:17:32 »

Das ist ja irre-wo wohnen Sie denn genau? Hier in Dortmund ist es eigentlich klimatisch auch beguenstigt und die Winter relativ mild-bis eben auf die letzten beiden Winter. An meiner Feige sehe ich noch nicht einmal die gruenen Knospen-denke aber nach der naechsten Waermeperiode und Regen wird sich was tun...
Hat jemand schon Frostschutz mit Isomaterial (wie bei Rohren) ausprobiert??
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Irisfool

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #17 am: 20. April 2010, 19:39:11 »

Ich wohne in der Mitte der Niederlande. :)
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nicoffset

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #18 am: 20. April 2010, 20:05:03 »

Auch meine Feige (ich lebe in der Schweiz) hatte noch nie so wenig Frostschäden wie heuer. Und letztes Jahr war die zweite Ernte so erschlagend, dass ich schon fast der guten Früchte überdrüssig wurde ... ::)
Kein Winterschutz.
Dafür hat's wieder mal einen Rosmarin dahingerafft ...
Die Feige ist ein no name aus dem Baumarkt und inzwischen schon so gross, dass wir die obersten Früchte gar nicht mehr ernten können. Der Baum steht südöstlich, sehr nahe am Haus.
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Irisfool

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #19 am: 20. April 2010, 20:09:20 »

@krümel, Feigenmarmelade machen, ;) schmeckt herrlich ;D Ende OT.
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max.

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #20 am: 20. April 2010, 20:11:09 »

Zitat
...dass ich schon fast der guten Früchte überdrüssig wurde ...

mir geht das ähnlich. so schön ein feigenbaum auch ist, den früchten fehlt nach meinem empfinden die säure zum geschmacklichen ausgleich der süße. auch im mittelmeerraum und frisch vom baum gegessene früchte fand ich eher fadsüß.

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Irisfool

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #21 am: 20. April 2010, 20:13:46 »

In der Toskana gegessene blaue Früchte waren himmlisch. Viel besser als die grünen. Ich hätte einen Steckling schneiden sollen..... ::) ::) ;D ;)
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nicoffset

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #22 am: 20. April 2010, 20:16:06 »

@Irisfool: frisch, Marmelade, Kompott, getrocknet - alles durch. Irgendwann hat man's bis hier oben ... ;D

@ Max. Eigentlich liebe ich frische Feigen über alles. Finde sie auch nicht fad, ausser wenn sie zu lange hingen. Aber du hast schon Recht - die fehlende Säure kann einem bei zu viel des Guten durchaus fehlen. 8)
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Günther

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #23 am: 20. April 2010, 20:31:11 »

Nachdem mein kleiner, frei ausgepflanzter Feigenstrauch diesen Winter in Wien mit etwas Mühe überlebt hat - ich bin neugierig, ob er es heuer zu Früchten bringt. An deren Reife glaub ich sowieso nicht....
Frische Feigen sind nicht so mein Fall, nicht zu stark getrocknete schmecken mir noch relativ am besten.
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massonia

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #24 am: 20. April 2010, 20:39:33 »

Hab meine Bayernfeige im Herbst zusammengebunden und mit 4cm Styroporplatten aus dem Baumarkt umhaust. Den Hohlraum hab ich mit Laub ausgefüllt und ein dichtes Dach aus Flies gemacht. Klingt aufwändig, war es aber gar nicht. So sind nur die Spitzen abgefroren und ich kann mit Feigen im August rechnen! ;D
Hab schon weitere Feigen gesetzt, darunter Green Ischia, Hardy Chicago und Ronde de Bordeau....
Die Jahre davor hab ich im Herbst nichts unternommen, nur beobachtet. Ab etwa -10°C frieren die Spitzen ab. Letzten Winter ist mir alles oberirdische erfroren, hatte einen Totalausfall was Früchte betrifft, trotzdem ist die Pflanze in einem Jahr an die 2 m gewachsen!
lg aus Graz!
massonia
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Aprikosenmöchtich

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #25 am: 20. April 2010, 20:41:35 »

kann man den Thread nicht löschen, er deprimiert :'(
meine ausgepflanzte ist wieder, analog 2009 auf den Boden zurückgefroren. Wenn sie heuer überhaupt austreibt, werde ich sie ausgraben, topfen und frostfrei überwintern.
Meine Stecklinge von 2008 haben letztes Jahr gefruchtet, nein, keine Mengen, aber immerhin, sie waren indoor überwintert...

Achja, die outdoor war jeder Zweig mit Noppenfolie geschützt, und das ganze dann noch zusätzlich mit einfacher, gelochter Folie, dazwischen Laub und auf das Ganze nochmals Fichtenreiser
« Letzte Änderung: 20. April 2010, 20:44:11 von Aprikosenmöchtich »
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cydorian

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #26 am: 20. April 2010, 21:53:13 »

Anlässlich dieser Diskussion hab ich mir mal die Klimadaten der letzten Jahre für unseren Ort (war immer süddeutsches Weinbaugebiet) angesehen, genauer gesagt die Tiefsttemperaturen. Geht bei wetter online und vielen anderen. Da wurde mir einiges klar.

Diesen Winter hatte es Tiefsttemperaturen von bis zu -18°C. Einzigartig, das gab es zehn Jahre nicht mehr. Letztes Jahr -16°C. Das Jahr davon -10°C, ansonsten bis -14°C.

Und ebenso schlimm: In der zweiten Märzwoche, wo die Frostfestigkeit saftbedingt schon wieder deutlich abnimmt nochmal eine Einzelnacht mit -11°C. Das hat voll reingehauen. Ich hab gestern meine anderen Gehölze geprüft, viele unerwartete Infloreszenzen, offenbar sind viele Blütenknospen kaputtgefroren.
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Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #27 am: 20. April 2010, 22:27:12 »

Es hängt sehr vom Alter der Feigen, den Sorten und dem Boden in dem sie stehen ab, ob tiefe Temperaturen sie schädigen.
Ich habe 3 Bäume (Großsträucher) von Selektionen von der dänischen Ostseeinsel Bornholm, die haben in diesem Winter ungeschützt eine Nacht von unter - 22 °C und 4 Nächte zwischen - 20°C und - 22 °C unbeschadet überstanden. (Selbst gemessen. Die Referenzstation des dwd im 15 km entfernten Warnemünde wies für diese Nächte um 2 Grad höher Temperaturen aus.) Diese Feigen sind alle über 10 Jahre alt. Sie stehen an Südwänden und haben trockenen Sand mit Lehmlinsen in der Tiefe. Auch eine Dalmatie ca. 4 Jahre alt, hat diese tiefen Temperaturen höchstwahrscheinlich unbeschadet überstanden.
Nicht so gut erging es den junge Feigen in Töpfen mit dicken Laubschichten und Schnee geschützt. Hier hat es alle Sorten von Sultane, Madeleine d..., Rounde de B. .... erwischt. Zumindest sind die vorjährigen Triebzuwächse erfroren.

Wenn eine erwachsene Feige (4 Jahre +) in den Jahren mit warmen Winter noch nicht getragen hat, könnte es durchaus eine Sorte sein, die auf Befruchtung zur Fruchtausbildung angewiesen ist.

VG
Giaco

Feigen lohnen auch in Deutschland ;)
« Letzte Änderung: 20. April 2010, 22:38:13 von Giaco85 »
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cydorian

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #28 am: 20. April 2010, 22:59:24 »

Meine waren alle jung und klein. Wie sollen sie hochkommen, wenn sie immer wieder abfrieren?

Eine Rolle spielt auch die Temperaturentwicklung. Diesen Winter waren es irre Sprünge nach unten. Tage mit -5°C, dann plötzlich eine Nacht mit unter -15°C. Frostfestigkeit baut sich auf, am Besten sind langsam sinkende Tiefsttemperaturen. Plötzliche Abstürze töten das Gehölz, wenn man Glück hat nur die Knospen.
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frankste

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #29 am: 20. April 2010, 23:02:44 »

Hallo Giaco85 - bzgl. Deiner Stecklinge vom letzten Jahr (nochmals vielen Dank) habe ich arge Befürchtungen. Wir hatten hier völlig uncharakteristische -18 °C ohne jede Schneedecke im Dezember (!) und dann länger mit Schneedecke im Januar. Laut Klimazonenkarte sind wir hier 7b - theoretische Teifsttemperatur also -15 °C. Vom den drei Stecklingen sind letztes Jahr alle drei angegangen, ich hatte zwei in den Garten an geschützte Stellen (u.a. vor unsere südl. Hauswand) und eine in den Innenhof gepflanzt. Bisher keine Lebenszeichen. Dabei war vor allem die vor der Südwand total kräftig gewachsen. Ich hoffe, die treibt aus dem Boden neu aus. Aber Glückwunsch zu Deinen älteren Pflanzen - scheint doch so zu sein, dass Alter / Größe hilft.

Da hier lauter Feigenfreunde mitlesen - hat evtl. jemand Steckhölzer von Negronne zu verschenken? Ich weiss - nach diesem Winter... Aber vielleicht hatte ja jemand sehr viel Glück und einen viel zu großen Busch. Die bei Baumaux bestellte Negronne vom letzten Jahr hatte schon 'nen Schlag als sie hier ankam und ist dann innerhalb kurzer Zeit über den Jordan - und war dann bei Baumaux ausverkauft als ich versucht habe zu reklamieren. Hat in der Abwicklung übrigens nur mäßig geklappt - ich habe (mit meinen bescheidenen Rest-Schul-Französichkenntnissen) anrufen müssen da die auf meine Mails gar nicht reagiert haben.
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häckmäck

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #30 am: 21. April 2010, 00:14:40 »

Ich habe mal in einem Garten in Paderborn gearbeitet. Dort stand ein 10 Jahre alter Feigenbaum, der noch nie irgendwelche Frostschäden hatte. Er stand an der Südseite des Gebäudes an der Wand und um das Haus war eine Mauer gezogen. Hier gab es also für den Feigenbaum ein günstiges Kleinklima. Ich denke hier liegt der Hase im Pfeffer. ;)
« Letzte Änderung: 21. April 2010, 00:23:00 von häckmäck »
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LG vom Bodensee

Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #31 am: 21. April 2010, 18:41:06 »

Offensichtlich bin ich mit dem Feigenproblem ja nicht alleine-das ist schonmal troestlich. Mein Feigenbaum ist jetzt etwa 8 Jahre alt und der untere Stamm hat gut 15cm Durchmesser, steht an der Suedwand eines Hauses recht geschuetzt (kann ja auch ein Nachteil sein, wenn er dann schon im Maerz Saft zieht und dann doch wieder Frost kommt). Er hatte eine sehr dicke Rindenmulchdecke. Letztes Jahr ist er erst Ende Mai "gestartet" und diesmal sieht es keinesfalls besser aus.
Denke das Kleinklima macht sicher viel aus-und irgendwie macht es ja wenig Sinn, den halben Garten zu verbauen um einen Winterschutz hinzukriegen..denke, er wird wieder aus den aelteren Stammanteilen austreiben und leider alles wieder neu aufbauen muessen, was durch den Frost zerstoert wurde. Werde aber im kommenden Winter es dann doch mal mit Isomaterial an den Neutrieben versuchen..
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Betty

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #32 am: 21. April 2010, 18:50:00 »

Ich habe 3 Bäume (Großsträucher) von Selektionen von der dänischen Ostseeinsel Bornholm, die haben in diesem Winter ungeschützt eine Nacht von unter - 22 °C und 4 Nächte zwischen - 20°C und - 22 °C unbeschadet überstanden.

Das macht mir Mut, danke :D
Letzte Woche sah ich in einer Gärtnerei 'Bornholmer Feigen' und obwohl ich im Netz nicht viel über diese Sorte fand, konnte ich bei einem so schönen Bäumchen nicht widerstehen:



Ausgepflanzt sind bei mir nur noch eine unbekannte Baumarktfeige sowie Negronne, beiden sind mir in den vergangenen 2 Jahren jeweils bis zum Boden zurückgefroren. Negronne treibt soeben wieder aus. Brown Turkey sowie Dalmatie verbrachten den Winter bei 10 Grad im Gewächshaus:



Hier las ich, daß man Feigenbäume sowieso erst 3 bis 5 Jahre im Kübel und frostfrei überwintern sollte, ehe man einen Auspflanzversuch macht. Meine Feigen werden deshalb die nächsten Jahre im Kübel bleiben.

Gruß
Bettina
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #33 am: 22. April 2010, 13:41:02 »

Hallo,

die richtige Sortenwahl ist tatsächlich ein Imperativ, aber in solchen Wintern wie der vergangene stoßen Feigen einfach an ihre Grenzen. Auch die harten Sorten. Ob nun etwa Brown Turkey besser abgeschnitten hätte als andere harte Sorten, ist nicht sehr wahrscheinlich. Wir dürfen nicht vergessen, dass Feigen mediterrane Pflanzen bleiben.

Geschmacklich sind Feigen sehr vielfältig und man kann über die richtige Sortenwahl durchaus auch etwas den eigenen Wünschen Entsprechendes finden. Wer es nicht zu süß mag, dem sei etwa Pastiliere empfohlen, es gibt aber noch andere. Gute Feigen bieten deutlich mehr als nur Zucker, sondern zum Teil sehr vielschichtige Aromen, welche die Süße nicht zu aufdringlich erscheinen lassen.
Wer die Feigen lieber getrocknet ißt, der sollte auch darauf achten dass nicht jede Sorte zum Trocknen geeignet ist.
Auch in der Küche lassen sich übrigens Feigen sehr gut verwenden, da besonders die kochfesteren Sorten.

Grüße
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Zuccalmaglio

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #34 am: 22. April 2010, 14:11:39 »

@philippus,

ich meine mich zu erinnern, daß du mal in einem Beitrag 3 oder 4 gut frostharte Sorten herauskrstallisiert hast mit einer kurzen, knappen Charakterisierung der anderen wichtigen Eigenschaften dieser Sorten (Wuchs, Geschmack, Sommer-/Herbstfeige).
Kannst du diese Sorten noch einmal benennen. Wäre nett. Danke.
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Tschöh mit ö

philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #35 am: 22. April 2010, 18:07:45 »

@philippus,

Kannst du diese Sorten noch einmal benennen. Wäre nett. Danke.
Hallo,

ich kopiere mal was ich schon mal geschrieben habe und ergänze ein wenig.

Pastiliere: klein und aufrecht wüchsig, sehr frosthart, früh einmal tragend. Die Früchte (bläulich, ca. 50 g) sind für Feigen nicht besonders süß, aber sehr schmackhaft. Ziemlich empfindliche Frucht, nur für Frischverzehr oder für Konfitüren geeignet. Kann auch im Topf gehalten werden

Ronde de Bordeaux: groß und auslandender, buschiger Wuchs, braucht viel Platz, sehr frosthart, mehr oder weniger genauso frühe Ernte wie Pastiliere (einmal tragend). Kleine, dunkle runde hongisüße Früchte (ca. 35 g), aber durchaus auch beerige Aromen, dünne Haut. Qualitativ eine der besten Feigen. "Multi purpose" (trocknet auch auf dem Baum und ist kochfest). Nichts für die Topfkultur.

Longue d'aout: kleiner bis mittlerer Wuchs, frosthart aber mag nur gut durchlässige Böden (sonst nimmt die Frosthärte stark ab und die Fruchtqualität leidet). 2 Ernten, davon die erste sehr große Feigen (100 g), die zweite 2-3 Wochen später als die beiden anderen (ca. 70 g). Qualität gut, aber nicht top. In Summe eine empfehlenswerte Feige, hauptsächlich für Frischverzehr und Konfitüren, bedingt zum Kochen. Für Topfkultur geeignet

Madeleine des deux Saisons: kleiner bis mittlerer Wuchs, frosthart, 2 Ernten und die wohl früheste 2 mal tragende Sorte (1-2 Wochen nach Pastiliere und Ronde de Bordeaux) mit jeweils ziemlich großen Früchten, die bei voller Reife kupferfarben werden. Leider trägt sie unzuverlässig und wirft gerne Früchte ab. Qualität sehr gut, mit schöner Süße und Fruchtigkeit. Empfindliche Frucht, nur Frischverzehr oder Konfitüren. Für Topfkultur geeignet.

Dalmatie: kleiner und buschiger Wuchs, dünntriebig, sehr frosthart, 2 Ernten, später als Madeleine, nicht früher als Longue d'aout. Große grüne Früchte mit rotem Fruchtfleisch die gut haltbar sind, Qualität durchaus gut aber nicht top. Für Frischverzehr, Konfitüren, zerfällt beim Kochen. Für Topfkultur geeignet.

Negronne: kleiner bis mittlerer Wuchs, frosthart, 2 Ernten, mittelfrüh (etwas später als Madeleine), dunkle birnenförmige Früchte (1. Ernte ca. 50 g, 2. Ernte ca. 35-40 g), sehr gute Qualität mit beerigem Geschmack, allerdings in manchen Jahren haben die Früchte der 2. Ernte eine etwas dicke Haut, was sie aber haltbar macht. "Multi purpose" (frisch, getrocknet, kochfest). Für Topfkultur geeignet.

Anmerkung zu den genannten Sorten: jüngst ausgepflanzte (Pastiliere, Dalmatie) haben erfrorene Triebspitzen und sind mehrere cm zurückgefroren, wieviel wird sich noch zeigen aber sicher nicht bis zum Boden. Ronde de Bordeaux (früher ausgepflanzt) hat den Winter im Topf draußen verbracht, ihre Vorjahrestriebe sind auch erfroren. Negronne ist seit 2005 oder 2006 ausgepflanzt (schon ein kleiner Baum, 2,5 Meter hoch, 2 Meter Dm) und hat nur geringe Schäden. Die meisten Triebe scheinen intakt, sie treibt aber noch nicht aus. Ich erkläre das eher mit der Tatsache, dass der Baum schon gößer und etabliert ist.
Eine Nonamefeige ist übrigens bodeneben zurückgefroren.

Grüße
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Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #36 am: 22. April 2010, 19:22:50 »

Hallo Phillipus,

Eine Bemerkung zur Dalmatie:

Ich habe in 2006 von Mercato Verde eine Dalmatie bezogen. Damals war sie ein 40 cm langer Stock
Gehe bei dieser Quelle davon aus, dass es tatsächlich eine Dalmatie ist.


Feige Dalamatie erste Frucht 25.10.09




Feige Dalamatie erste Frucht 25.10.09


Auch die ersten im vorigem Jahr geernteten Früchte bestätigen durch ihre typische Form und Größe, dass es sich um eine Dalmatie handelt.


Zitat
Dalmatie: kleiner und buschiger Wuchs, dünntriebig , sehr frosthart, 2 Ernten, später als Madeleine, nicht früher als Longue d'aout. Große grüne Früchte mit rotem Fruchtfleisch die gut haltbar sind, Qualität durchaus gut aber nicht top. Für Frischverzehr, Konfitüren, zerfällt beim Kochen. Für Topfkultur geeignet .

Meine Dalmatie ist jetzt über 2,20 hoch und der jährliche bis zu 50 cm Neutrieb ist mindest Kleinfinger bis Edding dick. Sie steht auf Sand mit Lehmlinsen im Untergrund. Sicher ist sie bei 30 bis 90 l Töpfen auch für die Topfkultur geeignet. Sie entwickelt sich zu einem ausgesprochen Baum. Meiner Meinung nach ist sie nicht für kleine Gärten geeignet.

Hier ein Bild des Austriebs im vorigem Jahr.


Dalmatie 3. Standjahr - Das erste Mal Bl



LG
Giaco



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Zuccalmaglio

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #37 am: 22. April 2010, 21:08:24 »

@philippus,

danke für die prompte und differenzierte Hilfe.

Negronne ist mir aufgrund deiner Beschreibung am sympathischsten. Die Sorte darf nicht zu groß werden und den wenigen Platz muß ich erst mit GG`in erdiskutieren. Bin da aber guter Hoffnung.

Aber bei den Feigen, soweit man nicht auf die üblichen Bayern- oder Pfälzerfeige aus dem Gartencenter zurückgreifen will, gab es doch ein Beschaffungsproblem. Ich erinnere mich an die seinerzeitige Diskussion um nur einen einzigen Anbieter in Frankreich. Ist das immer noch so oder gibt es zwischenzeitlich Anbieter in Deutschland?
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #38 am: 22. April 2010, 22:55:09 »

@ Giaco85
Das ist mit Sicherheit Dalmatie :) Das mit der Größe ist relativ zu sehen. Im Vergleich zu anderen Feigen bleibt Dalmatie ziemlich klein und wird nur schwer die 4 Meter Durchmesser sprengen. Das kann einem viel vorkommen, ist aber verglichen mit anderen Sorten wenig. Ronde de Bordeaux etwa wird schnell mal 7 oder mehr Meter breit, manche Sorten noch größer. Von den genannten sind Dalmatie und Pastiliere die kleinsten, können aber freilich auch stattliche Ausmaße haben.
Wenn man die Triebe zB von Pastiliere oder Madeleine ansieht, dann wirkt Dalmatie eher dünntriebig, was aber kein Problem ist. Sie ist auch dünntriebiger als Longue d'aout oder Negronne.

@Zuccamaglio
leider kenne ich nur die französischen Quellen (Baud, Baumaux). Eine - allerdings ewas teurere - Alternative wäre Mercato Verde in der CH. Negronne kann ich absolut empfehlen.

Grüße
« Letzte Änderung: 22. April 2010, 22:56:05 von philippus »
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #39 am: 22. April 2010, 23:06:45 »

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Querkopf

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #40 am: 22. April 2010, 23:39:23 »

Hallo, Zuccalmaglio,

... bei den Feigen, soweit man nicht auf die üblichen Bayern- oder Pfälzerfeige aus dem Gartencenter zurückgreifen will, gab es doch ein Beschaffungsproblem. Ich erinnere mich an die seinerzeitige Diskussion um nur einen einzigen Anbieter in Frankreich. Ist das immer noch so oder gibt es zwischenzeitlich Anbieter in Deutschland?
Anbieter in D kenne ich auch nicht - aber Bestellungen in F bei Baumaux sind völlig unproblematisch, auch von den Versandkosten her akzeptabel. Die Pflanzen, die man dort bekommt, sind von sehr guter Qualität, allerdings jung und entsprechend klein; bis zur ersten Ernte dauert's.

Falls du Übersetzungshilfe möchtest, kannst du dich gern per PM melden.

Schöne Grüße
Querkopf
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Es könnte mal wieder aufhören zu regnen.

frankste

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #41 am: 22. April 2010, 23:45:17 »

... hier eine deutsche Quelle für Feigen - aber nur teilweise im Versand: http://www.hortensis.de/pflanzen/obst.html (bis "F"icus runterscrollen)
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Zuccalmaglio

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #42 am: 23. April 2010, 07:33:15 »

Man kann es nur immer wieder betonen. Tolles Forum.
Danke für die Infos und Hilfen.

Querkopf, bei Bedarf komme ich darauf zurück. Danke.
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Betty

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #43 am: 23. April 2010, 07:45:25 »

Ist das immer noch so oder gibt es zwischenzeitlich Anbieter in Deutschland?

Die Schweizer Firma Häberli-Beeren bietet Contessina, Goldfeige und Nordland Bergfeige an, Bezugsquellen für Deutschland und Österreich gibt es hier. Kennt einer von Euch diese Sorten?

In meiner näheren Umgebung fand ich diese Feigen gleich in mehreren Gärtnereien. Für den Preis von 29 Euro bekommt man dort einen großen, kräftige Busch mit teilweise schon ausgeprägten Fruchtansätzen.

Bettina
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #44 am: 23. April 2010, 08:06:48 »

Ich habe meinen Feigenbaum jetzt 12 Jahre. 2 mal ist er komplett zurückgefroren, in diesem Jahr wieder. Eine Ernte hatte ich noch nie!!

Ich habe mich jetzt von Feigen verabschiedet.
Hallo,

das lag bestimmt weder an dir (es sei denn du hast ihn in eine dunkle Ecke gepflanzt) noch an Feigen im Allgemeinen, sondern offensichtlich an diesem Feigenbaum! Mögliche Gründe gibt es viele. Entscheidest du dich etwa für eine der genannten Sorten (es gibt auch andere), solltest du Feigen ernten können.

@ alle: hier ist nochmal der Link von MV, der eine gute Übersicht der Sorten mit Illustrationen liefert: http://www.mercato-verde.ch/katalogindex.html

Grüße
« Letzte Änderung: 23. April 2010, 08:35:09 von philippus »
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Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #45 am: 24. April 2010, 19:20:29 »

Wenn ich nur wuesste wie meine Feigensorte heisst... hatte die damals im Baumarkt gekauft..denke aber es ist diese Bayernfeige oder Brown Turkey
Je waermer es jetzt draussen wird, desto mehr werden die Frostschaeden deutlich, es sieht so aus als wenn der gesamte Zuwachs/Neutrieb von 2009 hinueber ist. Jetzt warte ich darauf, dass sich an den aelteren Stammteilen endlich die gruenen Triebknospen zeigen.. hoffentlich.
Gibt es denn jemanden hier, der mal Erfahrung gemacht hat mit Isomaterial direkt an den duenneren Aesten??
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nicoffset

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #46 am: 24. April 2010, 19:41:31 »

Und gibt es jemanden hier, der anhand von Fotos Feigen bestimmen kann? Wenn ja, stelle ich später mal Fotos ein.
Habe bei Häberli nachgeschaut und meine, meine könnte eine Nordland-Bergfeige sein, aber "kompakt" finde ich doch euphemistisch. Sie ist inzwischen drei Meter gross und etwa vier Meter breit (sie wäre breiter, wenn ich sie nicht schneiden würde, muss ich aber, sonst kämen wir nicht an ihr vorbei). "Ausladend" wäre eine bessere Beschreibung für den Wuchs.
Sie scheint mir jedenfalls äusserst winterhart zu sein.
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paulche

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #47 am: 26. April 2010, 01:30:31 »

Hallo Krümel,
die Ronde de Bordeau wird als so großwüchsig beschrieben.
Wenn du ein bischen Schnittgut entbehren kannst, kannst du mir eine Nachricht schicken. Ich habe auch diverses Tauschgut.
Wenn eine Feige so gut wächst, dann muß sie auch winterhart sein, sonst würde sie ja zurückfrieren. Schmecken die Früchte - reifen sie aus?
Wieviel erntest du?
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viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)

philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #48 am: 26. April 2010, 13:13:29 »


Wenn eine Feige so gut wächst, dann muß sie auch winterhart sein, sonst würde sie ja zurückfrieren. Schmecken die Früchte - reifen sie aus?
Zusammenhang zwischen der Wüchsigkeit oder Größe und der Frosthärte dürfte es keinen geben. Noch größer werdende Sorten wie Col de Dame, Grise de St-Jean oder Brogiotto Nero sind für ihre Empfindlichkeit bei starkem Frost bekannt. Die drei kleinen Sorten Pastiliere, Dalmatie und Doree sind zB alle ziemlich hart. Die Frosthärte hängt von der Schnelligkeit der Verholzung der Triebe, aber auch an der Frosttoleranz des Holzes selbst ab. Wichtig ist also auch deswegen ein sonniger Standort, weil das Ausreifen (Verholzen) der Triebe begünstig wird.

Die Ronde de Bordeaux Früchte gehören zu den besten (süß, aber nicht nur, mit komplexen Aromen, zarte Haut), der Baum trägt sehr zuverlässig und reichlich, aber nur ein Mal und sehr kleine Feigen.

Grüße
« Letzte Änderung: 26. April 2010, 13:14:10 von philippus »
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #49 am: 26. April 2010, 13:17:39 »

Und gibt es jemanden hier, der anhand von Fotos Feigen bestimmen kann?
Das ist fast unmöglich, bei zig hundert Sorten. Es ließen sich aber von einem Spezialisten wohl Wahrscheinlichkeiten ermitteln, wenn vieles bekannt ist (Habitus, Blattform, 1 oder 2 Ernten, die Früchte in verschiedenen Stadien, die reife Frucht geschlossen und aufgeschnitten, Erntezeit etc.)

Grüße
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nicoffset

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #50 am: 26. April 2010, 14:29:12 »

Hallo Krümel,
die Ronde de Bordeau wird als so großwüchsig beschrieben.
Wenn du ein bischen Schnittgut entbehren kannst, kannst du mir eine Nachricht schicken. Ich habe auch diverses Tauschgut.
Wenn eine Feige so gut wächst, dann muß sie auch winterhart sein, sonst würde sie ja zurückfrieren. Schmecken die Früchte - reifen sie aus?
Wieviel erntest du?

"Ronde de Bordeaux" kann's nicht sein, da ich zweimal ernten kann.
Die Früchte reifen aus, wenn auch nicht alle bei der Herbsternte, wobei ich da sehr froh drum bin, weil es (v.a. letztes Jahr) unerträglich viel war.
Die erste Ernte ist spärlich (weil kein Winterschutz), aber sie genügt.
Die Früchte sind vom Aussehen aussen recht violett, innen recht rot. Sie sind süss, aber nicht allzu sehr. Bisweilen schmecken sie seltsamerweise eher nach Gemüse als nach Obst (v.a. bei der Herbsternte).
Falls du immer noch interessiert bist, schick 'ne PM.
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frankste

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #51 am: 26. April 2010, 22:20:31 »

@krümel: in Anbetracht der Tatsache, dass ich einmal annehme, dass Deine Feige hier im Norden wächst und demnach sehr frosthart ist, bestehen doch Identifikationschancen FALLS es sich um eine bekannte Sorte handelt. Bilder von einer ganzen und einer aufgeschnittenen Frucht, des Baums und der Blätter einstellen (charakteristische Beispiele wählen, vorzugsweise auf weißem Hintergrund fotografiert wegen der Farbkorrektur), dazu ein Vergleichsmaß und eine Beschreibung und vielleicht kann Dir geholfen werden. Die hunderte von Sorten gedeihen namlich im warmen und frostfreien Süden...
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #52 am: 27. April 2010, 07:36:42 »

Die hunderte von Sorten gedeihen namlich im warmen und frostfreien Süden...
Na ja.. Wenn man so durch die Gartencenter und Baumärkte geht, dann sieht man dort vor allem Feigen ohne Sortenbezeichnung und dabei handelt es sich nicht nur um die härteren Kultivare.. Ich selbst habe vor mehreren Jahren eine solche Feige gekauft, die in jedem strengeren Winter zurückfriert, der Baum lebt aber trotzdem und wächst jedes Jahr. Bisher scheiterten alle Versuche, die Sorte eindeutig zu identifizieren. Es liegt auf der Hand, dass Fiegen eher nach Preis als nach Sorte eingekauft werden, das ist was der Großteil der Kundschaft auch verlangt..
Ausserdem gibts wohl auch genug Sorten, die wir nicht unbedingt kennen und trotzdem hart sein können. Aber natürlich besteht die Chanca, dass es sich um einen der üblichen Verdächtigen handelt.

Grüße
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nicoffset

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #53 am: 27. April 2010, 16:25:18 »

@krümel: in Anbetracht der Tatsache, dass ich einmal annehme, dass Deine Feige hier im Norden wächst und demnach sehr frosthart ist, bestehen doch Identifikationschancen FALLS es sich um eine bekannte Sorte handelt.
Wenn ich's nicht vergesse, werde ich solche Bilder machen.
Was den Standort betrifft, so würd ich "hier im Norden" als sehr euphemistisch bezeichnen. ;) Ich wohne im Südwesten der Schweiz (bzw. eher Mitte als Süden), es herrscht also eher Weinbauklima.
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Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #54 am: 27. April 2010, 22:20:32 »

Die letzten Beitraege sind sicher interessant-hatte das Forum aber eigentlich gedacht um meine urspruengliche Frage zu eroertern: Wer hat Erfahrungen mit Frostschutzmassnahmen-z.B. Isomaterial, Heizkabel etc etc.?
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Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #55 am: 29. April 2010, 21:18:31 »

Wie sieht es bei Euch denn aus mit "Lebenszeichen" an den geschädigten Feigenbümen? Tut sich bereits etwas? Ich habe bisher noch nichts entdecken koennen-so wie letztes Jahr, da wurde es erst Ende Mai etwas
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Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #56 am: 29. April 2010, 23:13:38 »

Die auf die Wurzel zurück gefrorenen Feigen (Sultane, Ronde de Bordeaux, Madeleine de deux Saisons) zeigen erste Blättchen an den Wurzelausschlägen. Bei der im Grund stehenden vierjährigen Dalmatie habe ich noch Hoffnung, dass sie verspätet aber ansonsten normal austreibt.
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Giaco
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #57 am: 30. April 2010, 08:13:41 »

Die auf die Wurzel zurück gefrorenen Feigen (Sultane, Ronde de Bordeaux, Madeleine de deux Saisons) zeigen erste Blättchen an den Wurzelausschlägen. Bei der im Grund stehenden vierjährigen Dalmatie habe ich noch Hoffnung, dass sie verspätet aber ansonsten normal austreibt.

Bei mir ähnlich. Sämtliche kürzlich ausgepflanzten Feigen wie Dalmatie, Ronde de Bordeaux und Pastiliere scheinen weit zurückgefroren, treiben aber im unteren Drittel wieder aus (aus dem Stamm). Negronne ist schon länger ausgepflanzt und dürfte nur einzelne Triebschäden haben, beginnt aber auch aus einigen Knospen auszutreiben.
Dass länger ausgepflanzte Feigen eine größere Frosthärte haben, scheint sich zu bestätigen. Allerdings eine seit 5 Jahren augepflanzte Feige deren Sorte ich nicht kenne, sieht gar nicht gut aus.

Grüße
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cydorian

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #58 am: 30. April 2010, 08:46:14 »

Ein paar treiben wieder aus dem Boden aus, kleine grüne Knospen. Werden übrigens gerne von Schnecken abgefressen.
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margali

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #59 am: 30. April 2010, 09:10:37 »

Nach den letzten warmen Tagen sieht man jetzt überall (auch nahe den Spitzen) kleine grüne Knöspchen, an einer geschützten Stelle nahe der Mauer zwei kleine Früchte. Also hat mein Baum es wieder einmal geschafft. Einige wenige Triebe sind dürr, aber da ich sowieso kräftig auslichten muss, macht das überhaupt nichts.
Es läuft also tatsächlich darauf hinaus, dass der Baum auch dieses Jahr gestutzt werden muss, damit er nicht in den Himmel wächst - hätte ich gar nicht gedacht. Momentan ist er ca. 4 m hoch und genauso breit, bei meinem 100-qm-Gärtchen darf er wohl nicht viel größer werden.
Nimmt man die vergangenen Jahre zum Vergleich, erfolgt der Austrieb heuer sehr spät. Das scheint aber tatsächlich die einzige Abweichung zu sein.

Gruß
Margali
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #60 am: 30. April 2010, 19:14:18 »

Bei mir ähnlich. Sämtliche kürzlich ausgepflanzten Feigen wie Dalmatie, Ronde de Bordeaux und Pastiliere scheinen weit zurückgefroren, treiben aber im unteren Drittel wieder aus (aus dem Stamm). Negronne ist schon länger ausgepflanzt und dürfte nur einzelne Triebschäden haben, beginnt aber auch aus einigen Knospen auszutreiben.
Dass länger ausgepflanzte Feigen eine größere Frosthärte haben, scheint sich zu bestätigen. Allerdings eine seit 5 Jahren augepflanzte Feige deren Sorte ich nicht kenne, sieht gar nicht gut aus.

Grüße
Hallo philippus,

wie gross bzw. wie alt waren deine Feigen die du frisch ausgepflanz hattest ? Waren sie vorher bis zu einer bestimmten Grösse im Kübel gehalten worden ?
Ich hatte meine Pastilliere direkt als ca. 60 cm hohe Pflanze ins Freie gepflanzt und mit einer ca 50cm hohen Stohschicht abgedeckt. Trotzdem scheint sie bei - 17,5 Grad C bis zum Boden zurückgefroren.
Ebenso Dalmatie und Brown Turkey, mit Winterschutz auf dem Balkon überwintert. Zwei andere no - name sind jedenfalls hinüber.
Für Pastilliere, Dalmatie und Brown Turkey mache ich mir grosse Sorgen. Da schwellen keine Knospen und treibt auch nichts Grün aus, alles trocken und tot.
Ich werde dieses Jahr wohl noch einmal anfangen müssen.
Was könnte man dagegen tun, dass empfindliche Jungpflanzen in solchen Extremwintern trotz Winterschutz kaputtfrieren ?
Erst mal im Kübel zunächst in Garage oder Keller überwintern bis die Jungpflanze 3 -4 Jahre alt ist und dann ins Freie pflanzen ?

Gruss
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #61 am: 01. Mai 2010, 16:03:40 »

Hallo Lizzy,

alle Feigen waren > 4 Jahre alt und davor im Kübel gehalten worden. Pastiliere und RdB wurden 2006 als einjährige Pflanzen bestellt, Dalmatie ein Jahr später ebenfalls einjährig. Das Problem war, dass dieser Strenge Winter gleich nach der Auspflanzung im Fj 09 kam und die Feigen noch nicht etabliert waren. Eine 2006 ausgepflanzte Negronne scheint zwar auch ein wenig beleidigt, beginnt aber aus den Triebspitzen auszutreiben (allerdings mit mindestens 2 Wochen Verspätung). Nur einzelne dünne Triebe haben Frostschäden, zu einer Ernte dürfte es aber kommen (auch zu einer ersten).
Dalmatie und Pastiliere treiben im untersten Teil des Stammes aus (bis ca. 15 cm über der Erde, vielleicht kommen noch Triebe weiter oben), RdB macht noch nichts. Ich habe sie allerdings ausgegraben, das könnte sie ein wenig irritiert haben.

es ist immer ein Dilemma. Einerseits ist bekannt, dass ganz junge Feigen frostempfindlicher sind und daher (bei uns) nicht ausgepflanzt werden sollten. Das gilt besonders für ein- bis zweijährige Pflanzen. Spätestes ab dem 3. Jahr kann ausgepflanzt werden (allerdings im Fj und das gilt für die frosthärteren Sorten). Andererseits etablieren sich junge Pflanzen besser, daher sollten auch nicht zu große Exemplare ausgepflanzt werden.
Die Frosthärte dürfte auch damit zusammenhängen, wie lange die Feige schon ausgepflanzt sind. In den ersten ein bis zwei Jahren, in der Etablierungsphase, ist die Frosthärte offensichtlich noch nicht voll entwickelt. Dass die Verholzung / Reife der neuen Triebe für die Winterhärte ganz wesentlich ist und die Feige nach dem Auspflanzen einmal ihre Energie in die Einwurzelung und nicht in die Triebe investiert, spielt bestimmt eine Rolle. Dazu kommt noch eine gewisse Gewohnheit an Standort und Klima, die auch zur Etablierungsphase gehört.

Grüße
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #62 am: 01. Mai 2010, 20:22:49 »

Hallo philippus,

danke, dass konnte man ja auch nicht wissen, dass der letzte Winter erneut mit Tiefsttemperaturen bis - 18 °C zuschlägt. Ich war davon überzeugt, dass der Winter 2008/2009 davor ein Ausrutscher war. Wir hatten die Jahre davor nie unter -10 °C.
Gut, meine Lehre habe ich daraus gezogen und werde neu beginnen. Erst mal 3 - 4 Jahre im Kübel halten und nicht ganz so frostig. Ich werde sie auf dem Dachboden überwintern, denn wir haben ein Kaltdach, dort herrschen im Winter ca. max. 5°C. Will kein Risiko mehr eingehen.

Gruss
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #63 am: 01. Mai 2010, 20:45:16 »

Ja, das war der zweite Extremwinter in Foge. Insbesondere die sehr lange Dauerfrostperiode im Januar u. Februar war aeusserst ungewoehnlich. Dieses Jahr werde ich ab Dezember den neuzuwachs mit Ismaterial umhuellen, so wie Heizungsrohre... Aber dann wird es garantiert wieder in milder Winter, so wie vor 3 oder 4 Jahren. Damals hatten sogar die Knollen der Feuerbohnen quasi frostfrei im Boden ueberwintert und waren dann tatsaechlich erneut ausgetrieben!
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #64 am: 01. Mai 2010, 22:35:51 »

....ja und ich hatte mehrere Winter einen riesigen Opuntien-Kaktus immer draussen ohne Probleme überwintert.
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #65 am: 02. Mai 2010, 15:08:58 »

Das kann ich mir gut vorstellen- welche Opuntia-Art war das denn? Denke, die mediterran verbreitete O. ficus-indica?
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #66 am: 02. Mai 2010, 18:51:55 »

ja, so einer war es. der mit den essbaren Kaktus - Feigen. Meiner war bis ca. -5 bis - 8 °C winterhart. Ich weiss nicht mehr woher ich den hatte. Wenn er nicht so entsetzlich haarfeine Stacheln hätte, die in der Haut steckenbleiben und dann abbrechen, dann hätte ich mir wieder einen besorgt.
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Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #67 am: 02. Mai 2010, 19:17:28 »

Ich glaube man muß in diesem Jahr sehr viel Geduld mit den Feigen haben.

Wurzelausschläge sind in diesem Jahr auch bei den alten Feigen aus Bornholm zu beobachten (sonst nicht üblich) .

Dalmatie wird austreiben. Ich hatte versuchsweise einen einjährigen Trieb abgeschnitten. Dieser war grün und feucht.

Sultane treibt Wurzelausschläge.
Jetzt warte ich nur noch auf Madeleine des deux saison und Ronde de Bordeaux.

Bis jetzt also keine Totalausfälle. :D

VG
Giaco
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #68 am: 03. Mai 2010, 16:37:11 »

Hallo,
mein großer Feigenbaum, als Hochstamm auf 1,70 m gezogen, wunderschöner Baum, treibt endlich aus. Er scheint kaum Frostverluste zu haben. Es ist ein Brigiotto Nero. Ich hatte ihn von Rammes/Grünland, Lohmar, für 35 Euro mit vielen Früchten gekauft, es folgten viele neue Früchte, aber keine wurde reif. Ich hörte tel. vom Rüdiger Ramme, dem WDR-Fernsehgärtner, dass er vorletztes Jahr etwa 40 Feigen von seiner Brigiotto Nero erntete, sehr lecker. Mein Feigenbaum wurde letztes Jahr umgesetzt, Früchte kamen danach in Massen, aber fielen ab oder wollten nicht reifen. Also kann ich bisher nur eine gute Frosthärte und sehr gute Fruchtbildung bestätigen. Ich hoffe auf leckere Ernte in diesem Jahr.

Drei kleine Feigenbäume, 2007 in der Bucht ersteigert, sollen Stecklinge von Bayernfeige u.a. Markenfeigen sein, schlafen noch. Wachsen übrigens sehr langsam.
Zwei weitere Feigen ersteigerte ich 2009 bei M.H., leider sind es Kübelfeigen, nicht geplant, passierte:
1 x israelische Bergfeige, eine Kübelpflanze, die längst ausgetrieben hat.
1 x ung. Bauernfeige, die weiß der Geier warum, den Winter draußen blieb und jetzt überlegt, ob sie sauer ist, bleibt oder mit mir Frieden schließt, also noch keine Ahnung, ob... aber sie steht jetzt drinnen im Haus, könnte ja noch Frost kommen. Doch wenn sie den letzten Winter überlebt hat, pflanze ich sie in den Garten.
Hat jemand Erfahrung mit diesen Feigenbäumen?

Es grüßt
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #69 am: 03. Mai 2010, 20:01:30 »

Ja, die rumänische Bauernfeige ist bei mir definitiv hinüber. Habe sie entgegen des Anratens von M.H. auch draussen überwintert. Ich dachte dass rumänische Feigen wohl an eher kontinentales Klima gewöhnt sind, die Feige sah das anders.

Gruss
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paulche

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #70 am: 03. Mai 2010, 20:57:12 »

Ja, die rumänische Bauernfeige ist bei mir definitiv hinüber. Habe sie entgegen des Anratens von M.H. auch draussen überwintert. Ich dachte dass rumänische Feigen wohl an eher kontinentales Klima gewöhnt sind, die Feige sah das anders.

Gruss

Hallo Lizzy,
das kannst du doch eigentlich erst in einem Monat sagen. Die Feige kann doch noch aus dem Wurzelbereich ausschlagen, selbst wenn sie oben erfroren ist. Eine ganz frostharte Feige ist sie aber nicht, auch wenn sie überlebt.
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viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)

Bergfeige

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #71 am: 04. Mai 2010, 09:23:55 »

Hallo,
ich habe mal am Stamm gekratzt, grün. Sie lebt, die ungarische Bauernfeige. Sie wird austreiben, ich habe bei dieser Feigensorte keine Erfahrung, wann sie normalerweise austreibt, ob früher oder später.
Aber.. wenn sie diesen harten Winter überlebt hat, dann kann ich sie im Garten auspflanzen. Spricht irgendwas dagegen? Ich mag nämlich keine Kübelkultur. Da muss ich zu viel gießen und das kostet Zeit.
Es grüßt
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #72 am: 05. Mai 2010, 09:35:44 »

Es ist ein Brigiotto Nero. Ich hatte ihn von Rammes/Grünland, Lohmar, für 35 Euro mit vielen Früchten gekauft, es folgten viele neue Früchte, aber keine wurde reif.
Hallo,

Brogiotto Nero ist grundsätzlich für unser Klima nicht empfehlenswert, weil sie ziemlich spät reift. Du wirst zwar Früchte ernten können, aber vermutlich werden viele unreif bleiben. In Südeuropa wird diese Feige bis in den November hinein geerntet. Es ist allerdings eine sehr schmackhafte Feige.

Grüße
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #73 am: 05. Mai 2010, 15:02:13 »

Man, man, man, wie lange dauert das denn noch ? Ich habe auch an meinen Feigen gekratzt, die Rinde ist bei den meisten im unteren Teil grün, also leben sie wohl noch. Aber wann kommen die dann....
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Bergfeige

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #74 am: 05. Mai 2010, 16:14:10 »

Hallo,
danke für den Hinweis zur Brogiotto Nero. Im Internet gibt es kaum Erwähnungen. Meine Pflanzanleitung ist auf Italienisch. Da steht als Hinweis neben einem dicken Stammknubbel direkt oberhalb der Erde: punto d'innesto. Kennt jemand die Übersetzung in die Pflanzensprache? Und ist diese Feige evtl. veredelt?
Es war damals ein Spontankauf. Ich entdeckte die Früchte tragende Feige, ein wunderschöner kleiner Hochstamm und kaufte im März 2008. Jetzt überlege ich, wieso trug die Feige im März noch Früchte? Sie hat sie leider abgeworfen. Kam sie evtl. direkt aus dem Gewächshaus?

Übrigens... 2009 hatten meine Feigen schon am 9. April ausgetrieben, am 3. Mai trugen sie mindestens 5 - 10 voll ausgebildete Blätter, aber nur im unteren Stammbereich. Dieses Jahr sind sie wirklich sehr spät.
Und heute, liebe Lizzy, halte aus, habe ich die erste grüne Spitze gesehen. Sie kommen. Zwei Feigenbäume wagen es. Die andern zwei schlafen noch.
Interessanterweise ist die Kiwi in diesem Jahr früher als 2009. Ich habe die Fotos verglichen. 14 Tage früher.
Mein Garten, ein wunderbares Rätsel.
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philippus

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #75 am: 05. Mai 2010, 21:03:47 »

Hallo,
danke für den Hinweis zur Brogiotto Nero. Im Internet gibt es kaum Erwähnungen. Meine Pflanzanleitung ist auf Italienisch. Da steht als Hinweis neben einem dicken Stammknubbel direkt oberhalb der Erde: punto d'innesto.
Hallo,
Veredelung macht bei Feigen eigentlich nur dann einen Sinn, wenn man eine andere Sorte will. Veredelt wird bei Feigen kaum.

Hier ein ein Artikel zu Brogiotto Nero (manchmal wird man über Synonyme fündig).
http://www.galgoni.com/ENG/Fotos_Maxi/025.htm

Gruß
« Letzte Änderung: 05. Mai 2010, 21:04:58 von philippus »
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #76 am: 05. Mai 2010, 21:34:00 »

Oh, philippus, so viel Mühe für mich?
Danke, danke. Endlich sehe ich meine Feige wie sie in einigen Jahren aussehen wird. Genauso so habe ich sie mir gewünscht, und sie hat schon viel Ähnlichkeit. Ich vermute, sie wurde regelmäßig in Form geschnitten, oder?
Hocherfreut grüßt
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #77 am: 08. Mai 2010, 18:45:07 »

So, jetzt habe ich an einem relativ duennen Zweig (der allerdings sehr geschützt war durch Hauswand und in Naehe des Fensters) erste gruene Knospen. An den anderen Zweigen (bzw. Ästen, die Triebe des Vorjahres sind fast vollstaendig abgefroren) tut sich noch nichts-ich warte auf den Durchbruch, sobald es waermer wird endlich...
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #78 am: 09. Mai 2010, 13:44:48 »

@ philippus zu Veredelungen von Feigenbäumen
Hi,
mein Feigenbaum Brogiotto Nero hat folgenden Zusatz am Sonderetikett:
Echter Feigenbaum ha C 12, ausgepflanzt winterhart bis -18°C.
Was heißen die Kürzel?

Inzwischen beginnt die Feige auch an den Spitzen auszutreiben. Die angegebene Winterhärte trifft zu.
Es grüßt
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #79 am: 14. Mai 2010, 18:14:32 »

Tja, bei mir tut sich nach wie vor so gut wie nichts, allerdings war es die vergangenen Tage hier in Dortmund ja auch kalt, zeitweise nur 7 Grad tagsueber...Hoffe jetzt auf die waermeren Tage und dann sollten sich eigentlich wie im letzten Jahr gruene Knospen zeigen...Hoffentlich!
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #80 am: 14. Mai 2010, 22:25:10 »

Tja, bei mir tut sich nach wie vor so gut wie nichts, allerdings war es die vergangenen Tage hier in Dortmund ja auch kalt, zeitweise nur 7 Grad tagsueber...Hoffe jetzt auf die waermeren Tage und dann sollten sich eigentlich wie im letzten Jahr gruene Knospen zeigen...Hoffentlich!

Bei mir ebenfalls. Kein Knospenschwellen, kein Austrieb. Ob da noch mal was kommt... Bei uns ebenfalls kalte Temperaturen tagsüber nur 7-8 C.
Allerdings habe ich mir schon wieder neue Feigen bestellt.
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Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #81 am: 14. Mai 2010, 22:40:42 »

Naja, also ein zurueckgefrorener, aber dann doch wieder austreibender Baum ist ja etwas Gewachsenes und irgendwie hat man eine Beziehung zu ihm... deshalb ist mir das lieber als neue Pflanzen zu bestellen... Ist ja nicht einfach ersetzbar
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #82 am: 14. Mai 2010, 22:51:27 »

Das war ja noch kein Baum, sondern ein einjähriger Setzling vom letzten Jahr, unverzweigt. Er bleibt auf jeden Fall dort in der Erde, ob was kommt oder nicht, mir egal, denn den Nachkommenden, den ich bestellt habe werde ich erst mal 4 Jahr im Kübel als älteren Baum / -Strauch heranziehen und dann auspflanzen. Ist mir sicherer. Es ist wohl so dass gerade die jungen Ein - Zweijährigen sehr frostempfindlich sind.
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phloxfox

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #83 am: 14. Mai 2010, 22:55:57 »

Ich glaube, meiner ist tot :'(
Zwei solche Winter hintereinander waren wohl doch zuviel.
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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #84 am: 14. Mai 2010, 22:58:54 »

Ja sicher.. Meiner ist schon 8 Jahre dort ausgepflanzt und hat einen richtigen Stamm unten...
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #85 am: 14. Mai 2010, 23:16:55 »

Also bei 8 Jahren tät ich mir erst mal keine Gedanken machen, wenn der aus den Knospen nicht austreibt, dann bestimmt aus der Wurzel. Dortmund ist ja auch noch Klimazone 8. Der kommt sicher noch. ist ja auch ein ungewöhnlich kalter Mai.


Gruss
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Bergfeige

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #86 am: 15. Mai 2010, 10:51:33 »

Hallo,
auch meine Feigen erschreckt die Kälte. Die Knospen sind kaum angeschwollen, aber einige Spitzen grün, mehr nicht.
Bei den Temperaturen würde ich mich auch nicht entblättern.
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Giaco85

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #87 am: 15. Mai 2010, 10:55:32 »

Nach den Verlusten :'( von diesem Jahr, werde ich mit einigen Sorten die Kultur in Kübeln versuchen. Es gibt von einem nordamerikanischen Anbauer südwestlich von New York ein paar gute Anregungen.

Bei mir sieht der aktuelle Stand so aus:
Sultane-treibt am Boden aus
Dalmatie-treibt am Boden aus und (vielleicht) auch am Holz, aber keine Sommerfeigen
  Fruchttholz alles trocken!
Madeleine des deux saison-bis jetzt keine Lebenszeichen
Ronde de Bordeaux-bis jetzt keine Lebenszeichen
Selektionen aus Bornholm - 2 x gut überstanden (Nexö), das Fruchtholz treibt aus.
  2 x Fruchtholz erfroren (Gudhjem), aber sonstiger Austrieb erfolgt.

VG
Giaco
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Bergfeige

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #88 am: 15. Mai 2010, 11:16:25 »

Nachtrag: Ich habe beobachtet, dass meine noch recht kleinen, aber sicher schon 2-3jährigen Bayernfeigeableger unter dem Wintervlies am Stamm viele Wurzeln gebildet haben, so 1-3 cm über dem Boden. Sollte ich jetzt anhäufeln?
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #89 am: 15. Mai 2010, 15:03:32 »

Giaco, die Seite ist wirklich interessant !
Am meisten hat mich ja erstaunt dass er die Wurzeln von Feigen beschneidet wenn die Wurzelmasse zu dicht wird. Das hätte ich mich nun nie gewagt, da ich immer gehört habe, dass Feigen Verletzungen an den Wurzeln schlecht vertragen. Er schneidet sie sozusagen zurecht und topft die Feige in den Kübel zurück.
Dadurch erübrigt sich ein ständiges Umtopfen in einen grösseren Kübel, was irgendwann aus Gründen der Grösse eines Baumes nicht mehr gehen würde. Er behauptet sogar dass ein Baum sterben kann, wenn man nicht regelmässig den Wurzelfilz beschneidet !
Vor allem gefallen mir seine einjährigen Bäume, welche er verkäuft. So einen schön verzweigten hätte ich auch gerne.... :)
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AroruA

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #90 am: 15. Mai 2010, 15:38:30 »

Meine beiden Feigenbäume dalmatie und ronde de Bordeaux ( beide stehen im 80Liter Topf ) haben den Winter sehr gut überstanden und beide haben schon mächtig Laub getrieben.
Im Winter habe ich sie dicht an der Hauswand gehalten und sie mit Folie geschützt. Seit etwa 6 Wochen stehen sie ungeschützt draußen und wachsen prächtig wobei die Dalmatie früher mit dem Austrieb begonnen hat.
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Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #91 am: 15. Mai 2010, 16:41:55 »

An Lizzy:
Ja, ich habe dieses Jahr auch Geduld..nach den Erfahrungen im Fruehjahr 2009. Seltsamerweise tut sich etwas an 2-3 duenneren Zweigen an der Hauswand (die auch nur oben etwas zurueckgefroren waren) und ansonsten nichts. Wenn es jetzt zunehmend waermer wird, dann wird sich aber die Situation aendern, hoffe ich
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #92 am: 15. Mai 2010, 17:45:17 »

Feigen-Amigo,

erfroren ist meine Pastilliere auch nicht. Sie hat zwar an der Stamm-Mitte massive Rindenschäden, aber ich habe unten am Stamm den Lavastein mal weggekratzt, da waren grüne Triebe. Die oberste Knospe scheint tatsächlich auch zu schwellen.
Wenn sie das als einjähriges Bäumchen überstanden hat, dann mache ich mir jetzt keine Sorgen mehr !
Ehrlich gesagt weiss ich gar nicht was ich vor Freude noch schreiben soll... :D
...und die bestellten bleiben trotzdem erst mal im Topf... ;)
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Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #93 am: 15. Mai 2010, 17:56:53 »

Herzlichen Glueckwunsch Lizzy!
Ich jedenfalls werde die (hoffentlich dann vorhandenen Neutriebe) im naechsten Winter mit Iso-Material (so wie fuer Wasser/heizungsrohre) schuetzen und ummanteln. Aber wahrscheinlich wird der naechste Winter ja deutlich milder (statistisch betrachtet)
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RosaRot

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #94 am: 15. Mai 2010, 18:01:47 »

Wenn ich das hier so lese geht es mir wohl nicht allein so mit den immer noch schweigenden Feigen. Meine hatte normalerweise um diese Zeit immer Blätter und noch nie Winterprobleme. Dieses Jahr schon. Ist etwa 10 Jahre alt. Also weiter warten...?
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Viele Grüße von
RosaRot

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #95 am: 15. Mai 2010, 18:05:32 »

Hallo RosaRot,

ja auf jeden Fall. Meine sind letztes Jahr erst im Juni ausgetrieben. Und nach diesem Winter und dem bisher kalten Mai wundert mich nichts. Solange nur etwas Fruchtholz durch den Frost vertrocknet ist und der Rest sich noch elastisch anfuehlt und mit grauer Rinde ueberzogen ist, kommt da sicher irgendwann der Austrieb ueber "schlafende" Augen...
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #96 am: 15. Mai 2010, 18:09:32 »

Feigen-Amigo,

danke... ;D

ich täte es ja mal an ein paar Ästen mit dem Iso -Material probieren.
Das einzige Problem was ich sehen würde, wäre, dass das Material an den Stellen Pilzbefall fördern könnte, wenn es zu eng anliegt und wenn keine Luft daran kommt und die Feuchtigkeit nicht verdunsten kann. Ich würde es mal an einer Stelle ausprobieren.

Gruss
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RosaRot

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #97 am: 15. Mai 2010, 18:11:19 »

Hallo RosaRot,

ja auf jeden Fall. Meine sind letztes Jahr erst im Juni ausgetrieben. Und nach diesem Winter und dem bisher kalten Mai wundert mich nichts. Solange nur etwas Fruchtholz durch den Frost vertrocknet ist und der Rest sich noch elastisch anfuehlt und mit grauer Rinde ueberzogen ist, kommt da sicher irgendwann der Austrieb ueber "schlafende" Augen...

Das gibt mir Hoffnung. Ja die Rinde ist weitgehend grau und wenn man kratzt fühlt es sich saftig an.
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Viele Grüße von
RosaRot

Feigen-Amigo

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #98 am: 15. Mai 2010, 18:13:33 »

Lizzy,

naja, etwas Luft wird ja bleiben, es kann ja nicht nahtlos anliegen-und oben waere es ja offen, im Bereich der Endknospe..
Alternative waere ein Vlies, aber das ist bei dem doch ausladenden Baum etwas gewagt..-oder aber Heizkabel, die man bei entspr. Frostperioden aktiviert?
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Lizzy

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Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
« Antwort #99 am: 15. Mai 2010, 19:16:32 »

Heizkabel, nein, der Baum will ja schon seine Winterruhe einhalten. ich denke mir, dass er dann gestört wird.
Aber das mit dem Isomaterial hört sich ganz gut an.
Vielleicht wird es ja mal eine bewährte Methode, es hat nur noch keiner ausprobiert, denke ich. ;)

Gruss
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