... Ich bin vorsichtig geworden, weil ich jeden Tag mit Bangen meinen Anfängerfehler sehe - eine Clematis montana 'Broughton Star' in einem Flieder...
Holla

. Aber meine Riesen-Kraxler am Zaun sind von gleichem Kaliber

- offenbar hatte ich seeehr großes Verlangen danach, das doofe grüne Maschendrahtkrams verschwinden zu lassen. Jetzt, da die Zäune weg sind, fällt das als Pflanzfehler so richtig auf.
(Ebenso bei einigen Rosen - da müssen dringend neue Stützen her.) ... so eine starkwüchsige Pflanze - ob sie nun 6 oder 10 m macht - (ist) nichts für einen Strauch. ...
Stimmt. Heute habe ich nochmal eine Runde durch den Garten gedreht und einen Baum-Platz gesucht - vergeblich: Kleinbäume werden nicht beklettert, Nothofagus, Ahörnchen & Co. sind zu schön für Versteckaktionen; an Vogelkirsche, Birke und alter Weide wachsen bereits Rosen; die angejahrte Pflaume verträgt keinen Kraxler mehr, beim Apfel will ich ernten, bei der Sauerkirsche gäb's mit einer Riesenclematis Kuddelmuddel im Beet drunter; der Omorikafichte, untenrum etwas schief, mute ich keinen Kletterer zu, und die Riesen-Rotfichte ist schon mit Clematis belegt.
Und dann blitzte die Lösung auf: Die Clematisriesin kommt auf die Böschung direkt hinterm Garten, die ich mit dem Segen des zuständigen Försters pflege. Im Sinne eines "naturnahen Waldrands", Wildrosen und heimische Sträucher wachsen gegen Brombeeren & Co. an - aber da die Stadtgärtner eh schon mit Forsythien (!) und Acanthus (!!) reingefunkt haben, darf sich an der großen, soliden, mehrstämmigen Hainbuche dort wohl auch eine nicht-einheimische Waldrebe tummeln

...
Morgen schaue ich nach, wo die Hainbuchenwurzeln eine Pflanzmöglichkeit offenlassen.
Danke nochmal fürs Mitüberlegen

!
edit:
Falls sich jetzt jemand Gedanken macht über das Ausbringen gebietsfremder Pflanzen, das in der offenen Landschaft - zu Recht! - verboten ist: "Offene Landschaft" (genauer: Wirtschaftswald) beginnt erst ein gutes Stück weiter. Die besagte Böschung, die ich (extensiv) pflege, gehört nicht dazu. Sie steht nur im Eigentum des Forstbesitzers. Mehr oder minder zufällig; gleichartige Böschungsstücke nebenan haben andere Eigentümer und werden intensiv "begärtnert", ohne Rücksicht auf die Pflanzenherkunft.
In der freien Landschaft würde ich selbstverständlich nichts Gebietsfremdes aussetzen!