Hallo, Gerhard,
als Spätsommer-/Herbstblüherin finde ich
Cl. rehderiana (etwas runterscrollen) sehr apart. Oder, wenn auch kräftigere Gelbtöne in Frage kämen,
Cl. orientalis 'Bill McKenzie'. Beide blühen sehr lange

, sind - speziell bei sonnigem Stand - unproblematisch, werden beide zwar groß, aber nicht ungebührlich riesig. Und der schottische Bill hat nach der Blüte auch noch hübsche, wuschelig-silbrige Früchtchen zu bieten.
Angesichts deiner Bogen-Maße würde ich für die Frühjahrsblüte wohl keine Cl. montana setzen: Die wuchert dein Gerüst nämlich gnadenlos nieder. Die zierlicheren Cl. alpina-Arten/-Sorten dürften sich eher ans Maß halten.
Die Wahl hängt letztlich aber auch von Boden- und Wasserverhältnissen ab. Alpinas lieben Sonne und lockeres Erdreich, und sie mögen keine Nässe. In meinem Garten - schwerer, frischer bis feuchter Lehmboden - haben die ersten zwei Alpinas schnell den Geist aufgegeben. Erst die dritte, an den allertrockensten Platz gesetzt, den ich überhaupt habe (vor einer Scheinzypresse), hat überlebt, und ich hoffe in diesem Frühjahr auf die erste Blüte

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Schöne Grüße
Querkopf
P.S. Stolpere grad über ein Problem, das die Kombination Cl. rehderiana/ Cl. orientalis plus Cl. alpina birgt: Die beiden Erstgenannten sollte man im Frühjahr kräftig schneiden, bei Alpinas hingegen muss man das unbedingt bleiben lassen. Wenn aber beides am selben Gerüst klettert, kriegt man die Zweige nicht getrennt und die Sache mit dem Schnitt nicht geregelt. Vielleicht besser statt einer Alpina eine Viticella (Frühsommer-/Sommerblüte)? Dann hat man alles in Schnittgruppe 3 und kann im Frühjahr robust mit der Schere ans Werk gehen.