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News: ... bin ich wieder reumütig bei ihr gelandet, obwohl auch die Berner Landfrauen nicht schlecht waren. Aber Hilde ist bei uns die erste Wahl. (Anonymes Zitat aus einem Fachthread)
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21. September 2020, 21:47:39
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News: ... bin ich wieder reumütig bei ihr gelandet, obwohl auch die Berner Landfrauen nicht schlecht waren. Aber Hilde ist bei uns die erste Wahl. (Anonymes Zitat aus einem Fachthread)
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Autor Thema: lehmboden  (Gelesen 32225 mal)

bristlecone

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Re:lehmboden
« Antwort #45 am: 04. März 2006, 09:25:38 »

Ich wäre glücklich, wenn hier Maulwürfe im Garten wären. Aber bei dem durch den Hausbau vor 20 Jahren (!, wir wohnen noch nicht so lange hier) verdichteten lösshaltigen Boden mit viel Bauschnitt würden die sich nur den Schäel einrennen.
Auch Giersch würd ich nicht verachten, dann wär der Boden schon mal nicht zu schlecht.
Hier hilft auch nur graben, bis man die verdichtete Schicht durchstoßen hat. Bei der Neupflanzung von Gehölzen vermisch ich den gelockerten Aushub mit Blähton, das ist zwar teurer als Sand, dürfte aber nachhaltiger wirken.
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Zuccalmaglio

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Re:lehmboden
« Antwort #46 am: 04. März 2006, 15:03:31 »

Kann es eigentlich sein, das sich der "verschwundene" Sand irgendwie mit dem Lehmboden verbindet und insoweit nicht nach unten ins Nirwana verschwindet??

« Letzte Änderung: 04. März 2006, 15:06:54 von Zuccalmaglio »
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Tschöh mit ö

fars

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Re:lehmboden
« Antwort #47 am: 04. März 2006, 15:22:25 »

Möglicherweise sprechen wir hier alle von unterschiedlichen Bodenarten. Lehm und Lehm ist halt ein Unterschied und Ton-Boden (noch katastrophaler) ist wieder etwas anderes.

Lößboden, ebenfalls lehmig, ist außerordentlich fruchtbar. Eine der fruchtbarsten Gegenden Deutschlands, die Wetterau in Hessen, verdankt ihre hohen Ernteerträge dem Löß.

Angesichts der Unterschiedlichkeit der Bodenverhältnisse, kann das Einbringen von Sand ebenfalls verschiedene Wirkungen und insbesondere unterschiedliche Verweildauer in den oberen Schichten haben.

Ich habe teilweise im Garten einen lehmig-tonigen Boden (bei Regen eine Rutschbahn, bei Trockenheit von wenigen Tagen mit bis zu den Antipoden reichende Risse. Die Bauern hier sagen, es müsse eigentlich alle 2 Tage regnen, damit der Boden einigermaßen feucht bleibt.

Hier noch ein paar Ausführungen, die ich beim Googlen gefunden habe:

"Lehm ist ein Sediment und einer der ältesten Baustoffe der Welt. Wenn Gestein chemisch verwittert, entsteht ein Sediment, eine feine Mischung unterschiedlicher Mineralien, der Lehm. Man unterscheidet je nach Entstehung Berglehm, Gehängelehm, Geschiebelehm (Gletscher), Lößlehm (Löß) und Auenlehm (Flußablagerungen).

Er besteht im Wesentlichen aus Ton, Sand (Quarz) und Schluff (Feinstsand), dazu kommt noch Kalk. Es gibt keine klare Abgrenzung zum Ton, tonreiche Lehme nennt man fett, tonarme mager. Lehm ist nicht so plastisch wie Ton und auch nicht so wasserundurchlässig, da die Sedimente im Ton kleiner sind als im Lehm. In feuchtem Zustand ist Lehm formbar, in trockenem Zustand fest. Bei Wasserzugabe quillt Lehm, beim Trocknen schwindet er, was im Lehmbau besonders zu beachten ist." (Quelle: http://lehm.lexikona.de/art/Lehm.html )





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toto

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Re:lehmboden
« Antwort #48 am: 04. März 2006, 19:21:40 »

wir haben hier Geschiebelehm lt. der Erklärung von fars, und zwar fetten... mit Schichtenwasser....ist also ab 50 cm definitiv feucht, egal bei welcher Trockenheit. Wers also bis dahin schafft, ist fein raus - der hat das Wurzelparadies/Nährstoffparadies gratis...

Aber das ist schon ein Stück weiter ( 500m ) am Rand vom Moor der reinste Torf in 30cm Tiefe+Schwemmsand obendrauf - also komplett andere Bodenverhältnisse auf 500 m unterschiedliche Lage, richtig schwarzer Boden dort... dafür wachsen dort die Rosen nicht mehr so gut wie hier im Lehm..., aber zu bearbeiten ist der schwarze Boden viel leichter... es hat eben immer alles seine Vor-und Nachteile...
« Letzte Änderung: 04. März 2006, 19:25:49 von toto »
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caro.

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Re:lehmboden
« Antwort #49 am: 04. März 2006, 20:08:03 »

Lt. Bodengutachten bei mir:
0,00 - 0,30 m Feinsand, humos, schwach schluffig, schwach mittelsandig...
0,30 - 1,60 m Sand-/Lößgemisch ...
1,60 - 3,70 m Schluff, feinsandig, sehr schwach tonig, Geschiebemergel, braun...
3,70 - 4,80 m Schluff, feinsandig, schwach tonig, Geschiebemergel, grau...
4,80 - 5,20 m Schluff, stark feinsandig...
5,20 - 5,50 m Mittelsand, grobsandig, schwach kiesig...

Offenbar recht fruchtbar.
Trotzdem hätte ich gerne einen anderen Boden.
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toto

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Re:lehmboden
« Antwort #50 am: 04. März 2006, 20:25:59 »

...hätte doch jeder gerne! Man möchte immer das, was man nicht hat....
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Montydon

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Re:lehmboden
« Antwort #51 am: 06. März 2006, 13:34:28 »

Lt. Bodengutachten bei mir:
0,00 - 0,30 m Feinsand, humos, schwach schluffig, schwach mittelsandig...

Interessant.
Wo hast Du das Bodengutachen machen lassen und was kostet so ein Gutachten ca.?
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caro.

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Re:lehmboden
« Antwort #52 am: 06. März 2006, 18:26:30 »



Interessant.
Wo hast Du das Bodengutachen machen lassen und was kostet so ein Gutachten ca.?

Das Gutachten erstellte ein Geotechnisches Ingenieurbüro.
Was der Spaß kostet, kann ich nicht sagen.
Unsere Hausbaufirma hat es erstellen lassen. War im Hauspreis mit drin.
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Nina

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Re: lehmboden
« Antwort #53 am: 22. Juli 2020, 10:22:42 »

Ich würde gerne in einem Beet von ca 10 qm den Lehmboden verbessern. Ich dachte an Bimssubstrat 0-10 mm oder Lava 1-5 mm. Kann mir jemand sagen wieviel ich benötige?
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Lokalrunde

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Re: lehmboden
« Antwort #54 am: 22. Juli 2020, 10:30:12 »

Naja kommt darauf an wie tief du das untermischen möchtest und wie viel.
Wenn du 30cm tief, auf 20% Bims vermischen möchtest, bräuchtest du ca 0,6 m³.
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Roeschen1

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Re: lehmboden
« Antwort #55 am: 22. Juli 2020, 10:35:26 »

Das hängt davon ab, was du pflanzen möchtest und wie dein Boden aussieht.
Das feine Lavagranulat ist ergiebig. Mit einem 25kg Sack kann man schon einiges bewirken.
Das ergibt bei 10m2 2,5 kg auf 1 m2.
Für Pflanzen wie Feigen, oder mediterrane Pflanzen würde ich mehr nehmen.
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Grün ist die Hoffnung

Nina

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Re: lehmboden
« Antwort #56 am: 22. Juli 2020, 11:50:39 »

Danke!  :-*
:D Dann werde ich eher etwas mehr einarbeiten.  :)
« Letzte Änderung: 22. Juli 2020, 13:00:18 von Nina »
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lonicera 66

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Re: lehmboden
« Antwort #57 am: 22. Juli 2020, 13:50:28 »

Moin,

ich habe auch ein Lehm-Problem.

Sehr magerer Boden, im trockenen Zustand betonhart, Wasser läuft oberflächlich ab und im feuchten Zustand wie Schmierseife.

Ich möchte ein Schattenbeet unter dem Hasel anlegen. Die Wurzeln sind jetzt nicht so das Problem, ich wollte aufschütten und ein wenig mit dem gewachsenen Boden vermischen.

Was nehme ich? Offensichtlich fehlt es dem Boden an Humus, soll ich da Komposterde nehmen?

Zeigerpflanzen habe ich wohl keine, kein Giersch oder Brennessel. Nur ein paar Buschwindröschen und Quecke.
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liebe Grüße
Loni


Ich bin der Schatten, der die Nacht durchflattert und nicht "Everybodys-Darling"

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laguna

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Re: lehmboden
« Antwort #58 am: 22. Juli 2020, 15:04:22 »

Da würde ich auch Komposterde nehmen. Aber so tief wie möglich vorher umgraben und alles gut vermischen, damit eine Verbindung mit dem Untergrund geschaffen wird. Gib auch noch Hornspäne dazu, weil dann auch Würmer angelockt werden.
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Rosige Grüße von laguna

Bristlecone

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Re: lehmboden
« Antwort #59 am: 22. Juli 2020, 15:10:03 »

Komposterde hält nach eigenen Erfahrungen nicht so lange vor, nach eigenen Erfahrungen. Die organische Substanz war relativ schnell abgebaut, dann hatte ich wieder den vorherigen Lehm(beton). Bims, Lavasplitt, ggf. gemischt mit grobem Sand oder Splitt, bringt mehr und der Effekt ist von Dauer.
Oben drauf Holzhäcksel und Laub hat dann im Laufe der Zeit einen Oberboden gebracht, der dafür sorgt, dass der Lehmboden darunter nicht mehr so schnell austrocknet.
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