Auch ich liebe Schwarzwurzeln.
Da unser Boden sehr lehmig und schwer ist fange ich eh nie vor Mitte April mit dem gesamten Gemüsegarten an. Vorher wäre der Garten eh zu naß.
Ich hatte ja schon einmal von meiner Anbaumethode berichtet. Das ist zwar keine Bilderbuchvariante aber solange der Ertrag stimmt

Weil ich im Jahr der Aussaat meist nur kleine, dünne kurze Wurzeln (ca. 15cm lang und 1cm stark) bekam bin ich dazu übergegangen die Schwarzwurzeln erst im Spätherbst oder sogar erst im Winter des folgenden Jahres zu ernten (hat mir einmal ein alter Bauer empfohlen). Das Ergebnis sind zwar meist (nicht alle) verzweigte aber doch sehr dicke Wurzeln. Manchmal ist der obere Bereich, etwa 1-2cm hohl und etwas fester, das schneide ich ab. Mich stört das nicht, auch wenn beim ernten einige abbrechen macht das mir nichts aus weil sie ja eh gleich verarbeitet werden und so nicht viel Saft verlieren können.
Ich finde die Schwarzwurzeln eine der pflegeleichtesten Gemüsekulturen. Außer im Frühjahr aussäen mach ich nix, ab und zu Unkraut entfernen und im zweiten Jahr die Blüten abschneiden, einige lasse ich sogar blühen um Saat zu ernten.
Das einzige was mich immer noch stört ist das schälen der Wurzeln. Den Tip von Wattemaus habe ich auch getestet aber ich fand dann schmecken die Schwarzwurzeln irgendwie "erdig" und unter der Schale sahen sie auch nicht so toll weiß aus, eher gelblich.
Also doch wieder mit Einweghandschuehen und viel Wasser schälen.
Liebe Grüße Elke