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|9|3|Winteriris unter Edgeworthia zeugen von Gartenkultur fürwahr. (Dunkleborus)

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Autor Thema: Warum (fast) nur Bauerngärten?  (Gelesen 10106 mal)

knorbs

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #30 am: 22. März 2004, 13:09:51 »

yeah...lisl ist trendy! ...auch was ihre einstellung zum garten betrifft ;D
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z6b
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Matthias

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #31 am: 22. März 2004, 13:57:15 »

Zitat
..."In" ?? ...."Out" ......bestimmt sehr wichtige Fragen für Leute, die ihren Garten auch für Repräsentationszwecke brauchen

Lisl, das sehe ich genauso ich tue meinen Garten nicht ständig irgendwelchen Trends anpassen. Vor gar nicht langer Zeit war der Trend die Farbgärten, viele dachten in einer Schablone blau-weiß-rosa... ??? Ich pflanze alles im Garten, egal welche Farbe - Hauptsache es passt zueinander. Ob es nun ein Bauerngarten oder sonstwas ist, dass ist mir dabei vollkommen egal. Hauptsache das säen, pflanzen, ernten und erholen im Garten macht Spaß und der Garten muss immer schön bunt bleiben. ;D
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Christiane

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #32 am: 02. Mai 2004, 15:41:37 »

Ich finde einfach, dass mein Garten ein Stück Freiheit für mich ist, wo ich meine Ideen ausleben und überhaupt die Seele baumeln lassen kann. "Gartentrends" geben mir nichts. Oder soll ich, weil der Trend gerade wechselt, den Garten alle paar Jahre neu gestalten, also immer dann, wenn Pflanzen altersbedingt erst so richtig schön werden?!? Ich denke nicht dran, genauso wenig wie ich meinen Garten in eine Stilrichtung pressen möchte, da geht es mir wie den meisten hier, wenn ich mir die Anmerkungen so durchlese.

Wolfgang eine Idee wäre noch, falls in erreichbarer Nähe vorhanden in einem Geschäft für Bootsbedarf nach Edelstahl zu sehen und damit selbst zu gestalten. Oder jemand aus dem Bekanntenkreis zu fragen, der beruflich mit Material arbeitet und an Meterware herankommt, die es in unterschiedlichen Stärken gibt. In beiden Fällen ist Edelstahl erschwinglich, weil er funktional eingesetzt wird. Bei dekorativen Objekten steigt der Preis überproportinal an und lässt sich m.E. nicht allein durch den höheren Material- und Arbeitsaufwand rechtfertigen. Und ich würde Edelstahlobjekte, mit denen Pflanzen in Berührung kommen, mattieren, z.B. Sand strahlen lassen. Sonst kommt es zu Verbrennungsschäden. Wenn Du selbst Edelstahl bearbeiten möchtest - außer zusammenschrauben und binden - brauchst Du Spezialwerkzeuge und einige Erfahrung.

LG
Christiane
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Silvia

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #33 am: 02. Mai 2004, 16:22:40 »

Manches entwickelt im Garten auch eine Eigendynamik und man muss sich den Gegebenheiten anpassen. Sonnenverwöhnte Prachtstaudenbeete in nähstoffreichen Böden, üppige Rosenhecken und große Sonnenblumen hinter Holzzäunen sind zwar sehr schön, nur sowas muss man auch haben. Da machen einem Nachbars Fichten des öfteren einen Strich durch die Rechnung.

Also muss man nach Alternativen suchen. Wie der Garten nun heißt - tja, keine Ahnung. Aber ich habe es auch gern bunt und keine Problem mit gelben, blauen und rosa Blumen in einem Beet. Das Grün hält es schon zusammen. ;)

LG Silvia
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

ernst

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #34 am: 03. Mai 2004, 04:48:59 »

Bin erst jetzt dazugekommen, diesen thread vollständig zu lesen.
Ich finde es ganz toll, wie breit gestreut die Vorlieben hier sind- fast multikulti.
Die ewige Suche nach dem Paradies, mal als Konpensationsinstrument, mal als Ausdruck einer Lebenshaltung
(Modebewußtsein ist auch eine ;D, und Vorsicht bitte: welcher Mann hat noch, trotz vorangehender ätzender Bemerkungen über weibliche Putzsucht, einer gut gekleideten Frau genüsslich den einen oder anderen Blick nachgeworfen- der werfe...)

Zur Anfangsfrage:
Ich bin auch der Meinung, dass das, was heute unter Bezeichnung Bauerngarten gehandelt wird, nie gegeben hat.
Im Zuge meines Volkskundestudiums habe ich uA die traditionelle Bepflanzung von bäuerlichen Nutzgärten in Österreich untersucht- das Ergebnis ist ernüchternd. Von Pflanzenvielfalt kann man da nicht sprechen.
und Blütenpflanzen waren meist Medizinalpflanzen, die aus Klostergärten übernommen wurden.
Meines Wissens sind die ersten "modernen" Bauerngärten in der Zeit der Schäferromantik entstanden, meist wurden Arbeiterhäuser etc. in große Landschaftsgärten integriert, und deren VorundNutzgärten nach ästetischen Grundsätzen bepflanzt (uA bei Pückler- Muskau)

Es wurde schon angesprochen und auch ich sehe kein Problem, im Gegenteil:
Altes mit Modernem zu verbinden kann unter einer Voraussetzung gelungen sein: hohe Qualität in Gestaltung, Material und Verarbeitung.
Natürlich hat Qualität seinen Preis, aber es führte kein Weg daran vorbei.
Selbstherstellen oder Herstellenlassen von Einzelobjekten ist meist eine preiswerte Lösung, und dann noch ein Tip: bei mehreren baugleichen Objekten sinkt der Preis meist erheblich.


Aber ich habe noch eine andere Frage:
Wer von euch hat seinen Garten von Anfang an geplant- bzw. würde es heute tun, sofern er nochmals von Vorne anfangen würde, bzw. wer hällt eine solche Planung für unnötig.

Ich selbst habe auch einmal einfach irgendwie angefangen, aber schon 2x hats mir nicht gepasst, dann musste der Bagger her.- und womöglich wars nicht das letze Mal ;D
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brennnessel

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #35 am: 03. Mai 2004, 07:45:18 »

 8) ähhh - Bagger kommt mir keiner in den Garten, der bin ich selber, wenn was geändert werden soll ;D !!!!
Ich habe meinen Garten nur ganz grob geplant, aber die details entwickelten (und entwickeln sich noch immer) von selber - die nächste Änderung gibt es sicher demnächst: da ist nämlich wieder ein großer Pflanzenmarkt..... ;D !!!!!
Für mich darf der Garten alles, nur nicht immer gleich bleiben - aber das macht er sowieso !!!!
Lieben Gruß Lisl



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Wolfgang

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #36 am: 03. Mai 2004, 18:17:27 »

Ich konnte zum Glück planen, da mein Garten außer einer Randbepflanzung und einigen unmotiviert in der Gegend stehenden Koniferen und Rosen iGuG nicht angelegt war. Aber es war und ist ein dynamischer Vorgang: ständig durch die Ausführung korrigiert. Vielleicht muss ich ja auch noch mal ran ...
Bei der hohen Qualität weiß ich nicht, ob ich zustimmen soll. Ich habe auf den Wegen zB die 20 Jahre alten Betonplatten liegen lassen bzw. nachbesorgt und neu verlegt (kein Waschbeton), weil es mir authentischer schien. Zu den Kletterrosen (wenn es denn welche sind) würde ich mittlerweile am liebsten Drei- oder Fünfbeine aus farbigen, unterschiedlich langen Armiereisen stellen (jetzt will ich erst mal die Farben abwarten) - alles ganz einfache Sachen; jedenfalls gefallen sie mir. Ist das Qualität?
Christiane, vielen Dank für den Tipp mit dem Bootsbedarf. Da gibt es hier einiges.
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Eva

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #37 am: 03. Mai 2004, 19:23:33 »

Ich hab mein Gärtchen vom Vorbesitzer der Wohnung übernommen, dann erst mal ein Jahr geguckt, geplant und gerodet. Fertig geplant und dann auch so bepflanzt hab ich vor allem den Schattenbereich, der Teil in der Sonne wächst so langsam in eine Form die mir gefällt. Und wird auch immer wieder mit Gemüse dazwischen bepflanzt, so daß da noch Raum für Gestaltung ist.

Ich hab dazu bei der Volkshochschule einen "Gartengestaltungskurs" gemacht. Das war ganz nützlich wegen der Anregungen, die es dort gab, aber auch einfach deswegen, weil ich mich so mindestens 6 x 2 Stunden (und dazwischen auch noch manchmal) auf den Hosenboden gesetzt habe und überlegt, was ich eigentlich machen will - sonst tendiere ich eher zu hopplahopp. Dawzischen hab ich mich immer wieder in den Garten gestellt/gesetzt und mir vorgestellt wie das wohl werden wird. Terassen und den Treppenverlauf hab ich erst mal mit Astgabeln und Stecken simuliert. Heuer kommen Zaun und Gerätehäuschen dran. Bisher bin ich auch recht zufrieden mit dem Werk.
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ich habe noch keine Internetdiskussion gesehen, die einen Sieger hatte (Quelle: Klartext Hund Blog)

ernst

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #38 am: 03. Mai 2004, 21:54:59 »


Bei der hohen Qualität weiß ich nicht, ob ich zustimmen soll. Ich habe auf den Wegen zB die 20 Jahre alten Betonplatten liegen lassen bzw. nachbesorgt und neu verlegt (kein Waschbeton), weil es mir authentischer schien. Zu den Kletterrosen (wenn es denn welche sind) würde ich mittlerweile am liebsten Drei- oder Fünfbeine aus farbigen, unterschiedlich langen Armiereisen stellen (jetzt will ich erst mal die Farben abwarten) - alles ganz einfache Sachen; jedenfalls gefallen sie mir. Ist das Qualität?


Wolfgang, das zu entscheiden ist meist nur in der spez. Situation möglich. Als Baumensch, in den 70-ern erwachsen geworden, habe ich ein sehr gestörtes Verhältnis zu Beton, insbesondere zu Sichtbeton im Hochbau. Von der Weissenhofsiedlung angefangen, über Habitat und amerikanischen Vorstädten, von Brasilia bis zu Betonplattenburgen im Osten- schäbige Ruinen, entweder um ein Schweinegeld zu sanieren oder wegzusprengen. Das Beton im Einzelfall seine Berechtigung hat, würde ich keinesfalls bestreiten.
Aber im Allgemeinen hab ich die Erfahrung, dass hochwertige Materialien letztendlich preiswerter sind und sowohl Funktional wie Ästetisch einfach mehr einbringen.
Nur ein Beispiel:
Im alpinen Raum werden immer noch Blechdächer aus Bahnen mit Stehfalz verlegt.
Die billige und gängige Variante ist jene mit verzinktem Blech, die Luxusvariante in Kupfer.
Arbeitsaufwand gleich groß! (und das sind schon 70% der Gesamtkosten)
Verzinktes Dach muß alle 5-7 Jahre gestrichen werden (rechnet man Arbeitsaufwand und Material, Farbe, ist es nach 10 Jahren gleich teuer wie das Kupferdach) Haltbarkeit 40-70 Jahre (bei guter Pflege), und schaut durch Rostschlieren etc. immer schäbig aus.
Kupferdach braucht keine Pflege,hällt mind 250 Jahre und schaut immer edel aus.

Mit anderen Worten: ich pers. wähle immer das beste Material, das im Gesamtzusammenhang angemessen und finanzierbar erscheint.
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Nina

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #39 am: 03. Mai 2004, 22:00:06 »

Zitat
Haltbarkeit 40-70 Jahre

Ich denke, das ist für die meisten Leute lange genug. ::)

Denken wohl nicht an die Enkel... :(
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ernst

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #40 am: 03. Mai 2004, 22:12:15 »

Nina! also bitte!
Jetzt stell Dir mal vor, ein griechischer Olivenbauer würde so denken. ( in 40 Jahres-bereichen)
Ein Olivenbaum trägt erst mit 70 Jahren so richtig- und dann ein paarhundert Jahre. Was machst Du denn so in der Küche ohne Olivenöl? ???
Du mußt für die Enkel pflanzen- und Dachdecken ;D

PS.: Spaß beiseite: Das Herausreissen eines PVC Bodens und die Entsorgung als Sondermüll kostet heute schon mehr, als das darauffolgende Neuverlegen eines guten Fliesenbodens.
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Nina

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #41 am: 04. Mai 2004, 16:10:13 »

Ich rede doch nicht von mir...und meinem Olivenbaum. ;D 8)
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Wolfgang

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #42 am: 04. Mai 2004, 20:43:23 »

Die Häuser der Indianer im argentinischen Chaco halten bis zur nächsten Flut, alles andere wäre überflüssiger Aufwand ...
Aber sonst hast Du schon recht, Ernst. Vor kurzem musste ich auch die Mülldeponie bereichern, weil Zinkabdichtungen (nach 20 Jahren) vom Zement zerfressen waren, und sie durch Edelstahl ersetzen lassen (Kupfer war mir zu rustikal). Wird mich wohl überleben.
Und es ist schöner, mit soliden, handwerklich oder industriell gut gemachten Sachen umzugehen, oder Anblicke zu haben, hinter denen ein eigenständiger Entwurf steht (wie bei der Weißenhofsiedlung ;D). Oder in einem gewachsenen Garten zu leben. Also keinen Bagger mehr.
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fisalis

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #43 am: 05. Mai 2004, 09:09:14 »

Mein Garten ist schon 50 Jahre alt, erst Rasen und Rabatten, nun Wiese und (bald) Wald. Natur ist mir rustikal bzw. modern genug. Verschnörkelte Rosenbogen und Statuen aus Weisszement möcht ich lieber nicht. Alles was geht baue ich aus möglichst naturnahen Materialien wie Holz oder Steinen, der verzinkte Schneckenzaun im Gemüsegarten ist zwar nützlich, aber wirklich nicht schön.

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bernhard

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Re:Warum (fast) nur Bauerngärten?
« Antwort #44 am: 05. Mai 2004, 09:18:42 »

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Konstruktiven Gruß,
Bernhard
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