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Autor Thema: "Altlasten" aus dem Herbst  (Gelesen 1035 mal)

Astrantia

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"Altlasten" aus dem Herbst
« am: 06. April 2006, 22:42:05 »

Also, eigentlich habe ich es ja den ganzen Winter über gewusst, dass es mir nicht erspart bleiben würde:

im Spätsommer war in meinem Garten alles so wühlig und ineinandergewuchert, dass ich kurzzeitig aufgehört hatte Vernunft walten zu lassen. So habe ich dann viele Exemplare des Drüsigen Springkrauts nach dem Abblühen sich fröhlich versamen lassen und einfach zugeguckt, wie sie dann nach dem ersten Frost zusammensackten.

Der lange Winter mit viel Schnee bescherte erstmal dunkle kahle Erdflächen. dann kam Ende März der erste erfreuliche Austrieb vieler Stauden und dann, exakt vor einer Woche, sprangen überall die knackigen Sämlinge von Impatiens glanduliifera auf. Hektisch versuchte ich sofort die ersten rauszuziehen, aber sie waren noch so kompakt, dass ich sie mit meinen kleinen Wurstfingerchen kaum erwischte und sie brachen auch gleich günstigerweise direkt über dem Vegetationspunkt ab statt rauszukommen.

Heute sind etliche Quadratmeter fast flächendeckend voll mit den Keimlingen, auch mitten in den austreibenden Primeln, Akeleien usw. sitzen sie kraftstrotzend und dominant. Da kommt richtig Sisyphos-Arbeit auf mich zu; zum Glück (?) sind sie mittlerweile etwas größer und man hat gute Chancen, die Pflanzen im Ganzen rauszureißen.

Ist das nicht wirklich blöde, so sehenden Auges sich Nervkram aufzuhalsen? Und es ist nicht das erste Frühjahr, dass es mir so geht!
Ob ich es schaffe im kommenden Herbhst vorzubeugen? Passiert es Euch auch manchmal, dass Ihr Notwendiges unterlasst, obwohl klar ist, dass das dicke Ende hinterherkommt?

Nachdenkliche Grüße Barbara
« Letzte Änderung: 06. April 2006, 22:43:53 von Astrantia »
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Eva

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Re:"Altlasten" aus dem Herbst
« Antwort #1 am: 07. April 2006, 19:12:25 »

Ich hab im November den stacheligen Schnitt von der Berberitzenhecke nicht mehr aufgelesen (mein Nachbar hatte sie in meier Abwesenheit geschnitten, ohne vorher mit mir drüber zu reden. Grrr), weil ich grad keine Zeit dafür hatte. Dann ist im Herbst noch das Laub draufgefallen und jetzt ist jeder Handgriff in der Hälfte vom Garten extrem schmerzhaft. Ich hab jetzt den ganzen schönen Mulch samt der Stachelzweige aus den Staudenbeeten rechen müssen und auf den Kompost. Erfahrungsgemäß muss ich den zwei Jahre sitzen lassen, bis die Berberitzendornen weich geworden sind. ::)

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shrimpy

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Re:"Altlasten" aus dem Herbst
« Antwort #2 am: 07. April 2006, 19:22:44 »

Zitat von: Astrantia
[i
Passiert es Euch auch manchmal, dass Ihr Notwendiges unterlasst, obwohl klar ist, dass das dicke Ende hinterherkommt?[/i]
Zitat

Oh ja, aber eigentlich nicht bewußt, sondern eher aus Zeitmangel, weil ich manchmal einfach nicht dazu komme, alle blühenden "Un"pflanzen rechtzeitig in die Schranken zu weisen bzw. abzuschneiden. Und im kommenden Jahr muß man dann noch mehr Zeit investieren, um den Wildwuchs wieder los zu werden - ein unerfreulicher Kreislauf :(
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Liebe Grüße
Shrimpy

der Mensch lebt keine 100 Jahre, aber er macht sich Sorgen für 1000 (Chin.Sprichwort)

Luna

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Re:"Altlasten" aus dem Herbst
« Antwort #3 am: 07. April 2006, 19:37:10 »

Weil wir einen trockenen November hatten, bin ich zum ersten Mal, seit 12 Jahren, mit der Gartenarbeit vor dem Wintereinbruch fertig geworden. Wenn es wärmer wird, muss ich nur noch die Wohnung der Marienkäfer wegräumen und die Igelbehausung versetzen.
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Astrantia

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Re:"Altlasten" aus dem Herbst
« Antwort #4 am: 08. April 2006, 01:12:00 »

Hast Dus gut, Luna, das wünsch ich mir für dieses Jahr, mal das erkennbar Notwendige zu schaffen.

Na ja, jetzt sag ich mir eben, dass ich beim Herauszupfen der kleinen Pflänzchen gleich was für die Auflockerung des vom Schnee verdichteten Bodens tue. Und es schult meine über den Winter etwas vernachlässigte Feinmotorik.

Die Piekserei mit den Berberitzen kann ich gut nachvollziehen, Eva. Wir haben eine Weißdornhecke, da kommen manche übersehenen Dornen auch mal durch den Lederhandschuh, wenn ich beherzt nach einem Gierschtrieb greife.

Liebe Grüße Barbara

« Letzte Änderung: 08. April 2006, 01:13:21 von Astrantia »
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fisalis

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Re:"Altlasten" aus dem Herbst
« Antwort #5 am: 10. April 2006, 08:53:52 »

Ich wünsche euch mehr Gelassenheit. Das vorübergehende Domininieren einer nicht gewünschten Pflanze ist nicht die Folge von "Versäumnissen" des Gärtners, sondern Zeichen für bestimmte Bodenverhältnisse, die dieser Pflanze behagen. Oft verschwinden solche "Wucherungen" von alleine wieder, gleich, wie die Schneckenplagen in gewissen Jahren. Ist man erst mal vom Irrglauben, alles beeinflussen und beherrschen zu müssen, weggekommen, kann man den Garten erst so richtig geniessen, ohne etwas als Last oder gar als Altlast zu empfinden.
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gartenfreak

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Re:"Altlasten" aus dem Herbst
« Antwort #6 am: 10. April 2006, 19:02:52 »

@ Astrantia

Auch in meinem Garten sät das Springkraut immer wieder aus, es blüht ja über recht lange Zeit, also sind die ersten Samen schon reif, wenn die Pflanze noch in voller Blüte steht.

Versuche doch mal, die Pflanzen höher werden zu lassen - 30 - 40 cm - dann lassen sie sich je nach Boden sehr viel leichter und büschelweise herausziehen als gleich nach dem Keimen.Ob das allerdings in schwerem Lehmboden funktioniert, weiss ich nicht, in meinem Garten ist leichter Sandboden..

 
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SouthernBelle

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Re:"Altlasten" aus dem Herbst
« Antwort #7 am: 10. April 2006, 21:00:03 »

Es geht auch in schwerem Lehm, wenn man da anfasst, wo es schon etwas solider ist. Sonst kann man die "Wurstfingerchen" durch so einen fingerfoermigen Jaetdorn ersetzen, letztens hab ich so ein Teil sogar selbstgebaut gesehen, aus einem Schraubendrehr gebogen. Dagegen ist Widerstand zwecklos!
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Gruesse
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