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Autor Thema: keimen von kartoffeln  (Gelesen 2226 mal)

max.

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keimen von kartoffeln
« am: 02. Mai 2006, 21:22:36 »

die obenliegenden schlafenden augen von saatkartoffeln treiben zuerst aus und werden zu blatttrieben. die unten liegenden treiben garnicht oder spärlich aus, wenn die kartoffel nicht gepflanzt wird, werden aber auch dann zu blatttrieben.
nur wenn die knolle in die erde kommet ( oder feucht wird?) werden die unten liegenden schlafenden augen zu wurzeltrieben.
heißt das:
die schlafenden augen haben das potential, zu blattrieben oder zu wurzelsprossen zu werden, je nachdem?
je nachdem was?
unten liegen reicht nicht.
feucht werden sie bei regen auch von oben.
was heißt: in kontakt mit erde zu kommmen?
wie merken die das denn?
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pocoloco

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #1 am: 02. Mai 2006, 21:50:32 »

Nur eine Vermutung: Gravitation? woher weiß denn sonst der entsprechende Blattteil eines Samen, daß er nach oben wachsen soll?
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max.

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #2 am: 02. Mai 2006, 21:57:52 »

weiß nicht. denn auch die - wenigen-an der unterseite der saatkartoffel entspringenden triebe wachsen währende der vorkeimzeit um die kartoffel um nach oben und werden zu blattrieben..
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pocoloco

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #3 am: 02. Mai 2006, 22:32:53 »

Ich denke, eine Knolle oder Zwiebel kann es sich leisten, zuerst die Blatttriebe ins Rennen zu schicken, wenn das Klima für die Wurzelbildung nicht paßt. Wenn die Knollen dunkel liegen, geht es schon recht gleichzeitig mit der Triebbildung "oben und unten" los. Aber auch hier kann die Schwerkraft natürlich das Hemmnis sein, da das "Grün" gerne nach oben will und da ja nun die Knolle im Wege ist. Ein Saatkorn hat da natürlich keine Reserven, da wird beides sofort ausgebildet, bzw. ist eigentlich in der Anlage im Saatkorn schon vorhanden und wird nur aktiviert. Aber es ist ja bei vielen Pflanzen so, daß die Augen das Potenzial für beides haben, je nach Umweltbedingungen. Wurzeln werden erst gebildet, wenn genügend Feuchte vorhanden ist und dann geht´s der Schwerkraft entgegen. Ich habe mich allerdings schon auch gefragt, ob die unterschiedlichen Keime einer Kartoffel dann unterschiedliche Mutterpflanzen werden oder ob das ganze eher als "Netzwerk" funktioniert.
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max.

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #4 am: 02. Mai 2006, 22:35:49 »

Zitat
Ich habe mich allerdings schon auch gefragt, ob die unterschiedlichen Keime einer Kartoffel dann unterschiedliche Mutterpflanzen werden oder ob das ganze eher als "Netzwerk" funktioniert.
das verstehe ich nicht. erklärst du das bitte? was meinst du mit "unterschiedlich"? ihre funktion?
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pocoloco

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #5 am: 02. Mai 2006, 22:47:06 »

Eine Kartoffel bildet ja mehrere Keime, die allem Anschein ja auch unabhängig von einander lebensfähig sind, da man ja auch einen solchen Keim alleine kultivieren kann, beispielsweise indem man die Knolle teilt. Wenn ich sie nun nicht teile, werden es mehrere eigenständige Pflanzen oder gibt es da etwas das sagt, wir sind eins?
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max.

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #6 am: 02. Mai 2006, 22:57:23 »

@pocoloco,
Zitat
werden es mehrere eigenständige Pflanzen oder gibt es da etwas das sagt, wir sind eins?

klasse frage!
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brennnessel

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #7 am: 03. Mai 2006, 05:22:28 »

Ich habe mich allerdings schon auch gefragt, ob die unterschiedlichen Keime einer Kartoffel dann unterschiedliche Mutterpflanzen werden oder ob das ganze eher als "Netzwerk" funktioniert.
das ist doch reine vegetative vermehrung.... die müssen ja alle dieselben anlagen der mutterknolle mithaben... oder nicht?
lg lisl
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callis

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #8 am: 03. Mai 2006, 08:10:22 »

Mal eine andere Frage:
Ist es besser, wenn die Kartoffeln vor dem Pflanzen schon lange (ca. 5 cm) Triebe haben oder erst ganz kurze?
Ich frage deshalb, weil ich meine Bamberger Hörnchen endlich in die Erde bringen will, sie aber trotz 4-wöchiger Lagerung in einer Kiste und gelegentlicher Befeuchtung nur erst ganz kurze Stummeltriebe gebildet haben und ich allmählich an ihrer Wuchskraft zu zweifeln beginne.

P.S. Ich hatte extra große Pflanzkartoffeln zurückbehalten.
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brennnessel

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #9 am: 03. Mai 2006, 09:37:25 »

hallo callis,
wenn du die bamberger hörnchen aus eigener ernte oder als saatkartoffeln gekauft hast, brauchst du dir um die austriebskraft keine sorgen zu machen!
sie sind ja der sorte Linzer Delikatess sehr ähnlich und die bekommt auch erst sehr spät und dann sehr dünne keime. die pflanzen sehen später trotzdem normal aus!
wenn du aber gekaufte speisekartoffeln nimmst, ist es nicht ausgeschlossen, dass sie mit keimhemmenden stoffen behandelt wurden.
lg lisl
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arumgrande

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #10 am: 03. Mai 2006, 15:34:52 »

Hallo Sauzahn und alle,
ich meine, alle Augen der Kartoffeln werden zu Sproß-Trieben. Aus diesen wachsen dann seitlich die Wurzeln heraus - oder unmittelbar an der alten Knolle wachsen die dazugehörigen Wurzeln ( weiß ich nur ungenau! ). Man kann auch - sparsamerweise - Pflanzknollen in mehrere Teile schneiden, im Extremfall soviele wie Augen austreiben. Siehe auch im web: http://www.fabio-angeli.de/html/body_april_1.html
( Das hat nichts mit dem 1.April zu tun, die Web-Adresse täuscht! )
Obenliegende Augen werden von der Saftversorgung wahrscheinlich genauso gefördert wie die oberen Austriebe eines Baumes. Das hat sich für viele Pflanzen in der Evolution bewährt und durchgesetzt.
Im Dunkeln wachsen die Sproß-Triebe entgegen der Schwerkraft, die Wurzeln folgen Feuchtigkeit, Nährstoffen und der Schwerkraft. Wenn die Sproß-Triebe Licht bekommen, wachsen sie dem Licht entgegen und werden grün = bilden Chlorphyll und betreiben Photosynthese.
Alle Augen bilden je eine neue Pflanze, diese wachsen natürlich auch eng neben- und durcheinander und sind genetisch identisch. Die alte Knolle wird aufgezehrt, schrumpft ein und kompostiert vor Ort. Wer Kartoffeln viel zu lange lagert, kann das live beobachten!
Gruß
hermann
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Wer weiß, daß er nichts weiß, weiß mehr als der, der nicht weiß, daß er nichts weiß!

netrag

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #11 am: 03. Mai 2006, 18:23:58 »

Hallo Sauzahn,
habe gerade Deinen Thread entdeckt. Also ich bin der Meinung, daß jedes Auge der Kartoffelknolle in der Lage ist sowohl Sproß wie auch Wurzeln zu bilden. Wenn Du eine Kartoffel im Licht keimen läßt und nicht zu wenig Luftfeuchtigkeit vorhanden ist, siehst Du an jedem Keim schon einen Wurzelansatz. Da meine Kartoffeln der Sorte "Blaue Schweden" im vergangenen Jahr nicht die gesündesten waren, habe ich mir das vorher beschriebene zu Nutze gemacht und von einer Knolle die Keime samt Würzelchen abpräpariert und in Töpfe gepflanzt. Sind mitlerweile schon ganz passable Pflanzen geworden.
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Herzl.Gruß aus der Schorfheide
netrag

pocoloco

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #12 am: 03. Mai 2006, 22:09:31 »

.... eher als "Netzwerk" funktioniert.
Zitat
das ist doch reine vegetative vermehrung.... die müssen ja alle dieselben anlagen der mutterknolle mithaben... oder nicht?
Das ist schon richtig, nur gilt das für alle Knollen einer Sorte in Deinem Acker, weil alle sind Klone, genau wie die Sprosse einer Knolle.
...und ich allmählich an ihrer Wuchskraft zu zweifeln beginne.
Das liegt an der Keimruhe. Es gibt einfach Sorten, die keimen schon im Januar, andere, wie die Pink fir Apple brauchen einen extra Weckruf. ;D
Zitat
Ich hatte extra große Pflanzkartoffeln zurückbehalten.
Man nimmt eher die mittelmäßigen. :D
...Obenliegende Augen werden von der Saftversorgung wahrscheinlich genauso gefördert wie die oberen Austriebe eines Baumes. Das hat sich für viele Pflanzen in der Evolution bewährt und durchgesetzt.
Im Dunkeln wachsen die Sproß-Triebe entgegen der Schwerkraft, die Wurzeln folgen Feuchtigkeit, Nährstoffen und der Schwerkraft. Wenn die Sproß-Triebe Licht bekommen, wachsen sie dem Licht entgegen und werden grün = bilden Chlorphyll und betreiben Photosynthese. Alle Augen bilden je eine neue Pflanze, ...
Danke Herrman, es scheint mir, Du hast den Vorgang recht genau beschrieben. :D
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Andi H.

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #13 am: 09. Mai 2006, 12:33:45 »

Eine kleine Korrektur würd ich noch gern anmerken: das unterschiedliche Verhalten der "Augen" ist nämlich nur scheinbar. Wurzeln entstehen nicht aus Knospen, sind darauf auch gar nicht angewiesen.

Oder von Anfang an: eine Kartoffel ist eine Sprossknolle. Das heißt, eigentlich ist das Organ, aus dem sie entstanden ist, direkt vergleichbar mit einem Baumstamm, einem Erdbeeren-Ausleger oder der Blattrosette einer Königskerze (ich weiß, ich hab gerade die Extrembeispiele rausgesucht ;) ). Das mag für manche trivial sein, aber obwohl die Kartoffel im Alltagsleben als Diaspore (als Verbreitungseinheit) verwendet wird, verhält sie sich völlig anders als ein Same.

Wie fast jeder andere Spross ist auch die Kartoffel rundherum beblättert, wenn diese sog. Niederblätter auch extrem reduziert sind und höchstens als winzige braune Schuppen wahrnehmbar sind (kurze Infos dazu u.a. an der Uni Marburg ). In der Blattachsel jedes Niederblattes befindet sich ein Meristem, quasi ein Haufen "embryonaler Stammzellen", aus dem jeweils ein Seitenspross entspringen kann.

Was die Kartoffel (und viele andere Pflanzen übrigens auch) darüber hinaus auszeichnet, ist jedoch die Fähigkeit, sog. "sprossbürtige Wurzeln" zu bilden. Diese haben mit der primären, der Keimwurzel nix mehr zu tun, und sie können an jeder beliebigen Stelle des Sprosses hervorbrechen, sobald die entsprechende Stelle unten und feucht genug liegt. Diese Wurzeln entstehen aus dem Kambium und bahnen sich ihren Weg durch die Rinde nach außen.

Das heißt, durch die Reize "Schwerkraft" und "Feuchtigkeit" werden nicht etwa die Seitenknospen "umgepolt", sondern ihr Austrieb gehemmt, und die Bildung von Seitenwurzeln gefördert.

Hm, ich hoffe ich konnte die Verwirrung nun einigermaßen klären...

Lieben Gruß
Andreas
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Andi H.

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Re:keimen von kartoffeln
« Antwort #14 am: 09. Mai 2006, 12:37:05 »

Ach, noch kurz nachgehakt: die aus einer einzigen Kartoffel emportreibenden Pflanzen sind tatsächlich nur eine einzige. Nicht vergessen: der eigentliche Hauptspross ist die Kartoffel - man denke an die Analogie vom Baumstamm. Die grünen Triebe sind quasi nur die Äste.
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