Liebe Lissi,
das kommt mir sehr bekannt vor. Da, wo ich heute mein Gemüse mache, sah es ganz genauso aus. Giersch, Brennnesseln, Gras und dazu noch die ganzen harmlosen Unkräuter.
Ich habe mich seit 1999 Stück für Stück durchgeknabbert. Es geht nicht ohne umgraben. Dazu nehme ich 'ne Grabegabel und sortiere dann aus dem lockeren Stück alles raus. Du wirst sehen, es funktioniert. Ich habe auch mit Kartoffeln angefangen.
Auf dem schlimmsten Stück habe ich ganz dick Flächenkompost gemacht. Blätter, Rasenschnitt, Sand, Grünabfälle, ganz liederliches zeug. Und darunter habe ich die Kartoffeln gestopft und einfach wachsen lassen. Nach drei Jahren habe ich jetzt in diesem Jahr ein Bilderbuch-Kartoffelbeet. An den Rändern kommt natürlich das muntere Volk von Giersch und Konsorten immer wieder aus Zaun und Hecke gekrochen. Ich vermute mal, dass aus Deiner Buchenhecke - um die ich Dich beneide

- bestimmt auch immer viel rauskommt.
Du könntest also innen um die Hecke irgendwelche alten Gehwegplatten legen. Alles, was dann noch durchkommt, kriegst Du bestimmt in den Griff.
Es wird in solchen Gegenden nie aussehen wie geleckt, ich bin hier in Berlin-Brandenburg. Es wird immer um Gehölze Schwachstellen geben. Bei mir sind es die alten Johannisbeeren. Da kriege ich natürlich den Giersch nicht raus, auch nicht aus dem Rhabarber.
Auf den Beeten wirst Du es schaffen, aber nicht in einem Zug, immer jedes Jahr etwas mehr.
Nach den ersten Kartoffeln hatte ich dort vier Jahre Erdbeeren, die waren unglaublich und der Giersch war weg.
So, das war ein Roman, aber es ist genau mein Problem, deshalb habe ich mich etwas reingekniet.
Weche Gegend ist Dein Garten?
Ich wünsche Dir viel Erfolg!
L.G.
Gänselieschen