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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)

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|31|12|Man unterschätzt einfach, wie viele Elche den Purlern hier monatlich über die Leber laufen, aber es addiert sich! :-X :-X  ;D (Schantalle)

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Autor Thema: Klettergerüst  (Gelesen 2739 mal)

SemiBoes

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Klettergerüst
« am: 29. Mai 2006, 17:37:17 »

Hallo!

Nachdem ich im Atelier schon viele gute Tipps zur Begrünung meiner hässlichen Hausfassade gekriegt hab, hab ich hier jetzt das von den Wisteriabäumchen gelesen.

Dh. argwuchernde, wunderschön blühende, robuste Kletterpflanze, die sich doch selbst aufrecht halten kann.

Kann man an einer Eternitwand (dh. die hält echt garnix aus) nur so Abstandhalter einbaun und links und rechts solche Bäumchen heran ziehen, die sich eigentlich selbst halten...?

Oder generell - für welche Rankpflanze auch immer - ein Gerüst das von selbst steht und nur zur Stabilität halt Abstandhalter an der Wand montieren? Geht das?

Hier ein Bild zur Veranschaulichung...

Einfach nur, damit die Fassade verdeckt wird bei so wenig Breite wie möglich...

lg, Dani
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macrantha

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Re:Klettergerüst
« Antwort #1 am: 29. Mai 2006, 18:22:58 »

Selbstragende Kletterpflanzen?
Würden sie sich selbsttragen - müssten sie nicht klettern.
Du kannst schmal wachsende Bäume oder Spalierobst vor Deine Fasade setzten. Es gibt zwar prinzipiell sich selbst tragende Blauregen ... aber das bedeutet jahrelanges, sorgfältiges Formieren - und für den Anfang auch ein Gerüst (Anfang heißt nicht nur 5 Jahre)

Oder Du blendest eine freistehende Holzkonstruktion vor die Fasade, die am oberen Ende nur zur besseren Stabilität über Metall/Holzträger mit dieser verbunden ist.
So eine Holzwand muß dann aber in sich gut gearbeitet sein.
Denkbar wäre das ganz auch aus Metall, dann aber in einem entsprechend tiefen Fundament (wegen des hohen Gewichts).
Ich habe Dein Haus jetzt nicht mehr im Kopf ... die moderne reduzierte Variante wäre z.B. 4 Stahlträger die 2-3m vor der Fasade stehen und mit quer gehenden Elementen an der Fasade befestigt sind (z.B. unter den Balkon/unter den Dachüberstand - zwei rechts vom Eingang, zwei links). Zwischen den Stahlträgern dann Drahtseile spannen, an den Trägern Kletterpflanzen hochschicken und später waagrecht leiten. Somit hast Du dann eine dem Haus vorgelagerte Pergola (allerdings nicht gerade Marke "Eigenbau").
Alternativ das ganze natürlich auch in "rustikal" mit Holzbalken.

Du bist aber sicher, dass ihr die Eternitplatten nicht entfernen könnt? Früher waren auch hier in Franken viele alte Bauernhäuser mit diesem Material verkleidet - ein Relikt aus den "modernen" 70er/80er Jahren.
Inzwischen wurden aber im Rahmen von Dorferneuerungsmaßnahmen (Flurbereinigungsamt bzw. heute Direktion für ländliche Entwicklung) viele dieser Häuser wieder "freigelegt.
Informier Dich doch mal telefonisch bei diesem Amt - die Mitarbeiter dort haben sicher auch in Deiner Region Erfahrung mit den Vor- und Nachteilen.
LG
macrantha
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fars

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Re:Klettergerüst
« Antwort #2 am: 29. Mai 2006, 18:26:31 »

In der Theorie und sogar in der Praxis gibt es selbsttragende Wisteria- Bäumchen. Alklerdings musst du etliche Jahre darauf warten.
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Raphanus

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Re:Klettergerüst
« Antwort #3 am: 29. Mai 2006, 21:54:55 »

Ich war letztens bei uns im Land-Handel, die hatten Wisterias, die ca. 2,5m hoch waren, die sich so um das eine Bambusstäbchen rumgewickelt hatten, dass das schon irgendwie krumm war...
Der Bambusstab war nur gegen einen Zaun gelehnt, nicht befestigt...
Ob die Info was nützt....
Ich denke, wenn die was haben, das sie erdrücken können...?
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Viele Grüße - Radisanne

SemiBoes

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Re:Klettergerüst
« Antwort #4 am: 30. Mai 2006, 09:43:37 »

Hallo!

Ja, so ein selbststragendes Gerüst meinte ich. Natürlich ein Gerüst, das weiß ich schon...aber halt eins das nicht von der Fassade getragen wird, sondern sich nur "anlehnt".

Muss ich mal telefonieren, obs wirklich so viel Arbeit ist das Eternit loszuwerden. Ein Freund von uns hats gemacht - sonst ist der echt garnicht so - meinte nur, NIE WIEDER. ::)

Da wir nicht so handwerklich begabt sind, dachten wir uns, wenn der nimma mag, brauchen wir erst garnet dran denken.

Eine andere Variante wären halt auch einjährige Kletterpflanzen, die werden doch net sooo schwer, oder? Wicken oder sowas? Die halten auch Sonne und Wind aus, oder?

lg, Dani
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Wolfgang

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Re:Klettergerüst
« Antwort #5 am: 30. Mai 2006, 11:35:21 »

Versuch mal, Dir vorzustellen, was ein auf den Boden gestelltes, an die Wand angelehntes Klettergerüst bei Sturm und Wolkenbruch macht.

Wenn es übrigens echtes Eternit ist, also Asbestzement, dann würde ich sehen, dass ich es ganz schnell los werde, egal, wie viel es kostet.
« Letzte Änderung: 30. Mai 2006, 11:37:23 von Wolfgang »
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SemiBoes

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Re:Klettergerüst
« Antwort #6 am: 30. Mai 2006, 11:46:22 »

Hallo!

Keine Ahnung...in der Gegend steht das Eternitwerk, da hat jeder auf der Wetterseite Eternitverkleidung. Und viele auch begrünt - wie tun die da bitte???

Bin hoffnungslos. :(

lg, Dani
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macrantha

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Re:Klettergerüst
« Antwort #7 am: 31. Mai 2006, 23:53:16 »

Und viele auch begrünt - wie tun die da bitte???

Hallo Dani,

ich vermute mal (weil man das häufig sieht), dass diese Nachbarn einfach selbstkletternde Pflanzen wie Efeu, Wilden Wein, etc. an die Fassade gesetzt haben. Das mag für sehr wenige Jahre funktionieren, außerdem klappt es noch für die Zeit, in der der Hausbesitzer erste Probleme nicht bemerken ... dann ist es aber vorbei mit der sorgenfreien Zeit. Die gängisten Kletterer bilden lichtfliehende Triebe aus - das heißt, sie wachsen in Ritzen ein/hinterwachsen Platten/Fassadenverkleidungen.
Zwei nette Photos, die ich nie vergessen werden, waren folgende: völlig zugewucherter Spitzboden ... weil wilder Wein durch die Ziegel "eingewandert" war. Zum anderen Efeutriebe, die im Sommer durch die Ofenschlitze wuchsen.

Nächstes Problem: die Triebe hinter den Platten nehmen mit der Zeit an stärke zu (Dickenwachstum) und sprengen diese dann ab.
Du liegst also schon richtig, wenn Du eine Pflanze nicht an die Fassade lassen willst. Ein freitragendes Gerüst müsste aber entsprechende solide und gut gegründet sein ... für den Geldbetrag würde ich dann lieber die Fassade sanieren lassen.
Ansonsten: Spaliergehölze oder schmal wachsende Bäume ... diese nehmen auch nicht mehr Platz weg und können in der Wirkung viel besser sein.
LG
macrantha
« Letzte Änderung: 31. Mai 2006, 23:54:58 von macrantha »
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Querkopf

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Re:Klettergerüst
« Antwort #8 am: 01. Juni 2006, 00:31:47 »

Hallo, Dani,

... Muss ich mal telefonieren, obs wirklich so viel Arbeit ist das Eternit loszuwerden. ...

falls es tatsächlich Asbestzementplatten sein sollten, ist das nix für Heimwerker. Da setzt du besser Profis dran, die lassen das Zeug dann auch fachgerecht entsorgen. Frag mal bei Dachdeckern nach (wir sind's auf diese Art vor kurzem losgeworden).

Was Macrantha geschrieben hat, kann ich nur unterstreichen: Bloß keine Selbstklimmer (z. B. Efeu oder Wilden Wein) an solch eine Fassade pflanzen. Wir hatten sowas von unseren Vorbesitzern "geerbt" und haben grad noch die Kurve gekriegt mit dem Roden, ehe es Bauschäden gab (u.a. war ein arglos in ein Kellerfenstergitter geflochtenes Ästchen ein so dicker Ast geworden, dass er das Gitter abzusprengen drohte; ein anderer Ast hatte sich längelang unter einen Fassadenvorsprung gelegt und Hinterlüftungslöcher regelrecht "abgedichtet"; wieder andere Triebe hatten schon das Fallrohr verbogen und wollten unbedingt weiter in die Dachrinne :-\...)

Noch dicker unterstreichen möchte ich Wolfgangs - arg zarten ;) - Hinweis auf Wind & Wetter: Ein obenrum nur angelehntes Rankgerüst von mehreren Metern Höhe geht statisch einfach nicht. Oder wenn doch, dann nur mit so irrwitzigen Stärken und Bodenverankerungen, dass die Kosten explodieren und man von Ästhetik nicht mehr reden kann.

Schöne Grüße
Querkopf
« Letzte Änderung: 01. Juni 2006, 00:32:45 von Querkopf »
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"Konsequenz heißt auch den Holzweg bis zum Ende zu gehen!"
Online-Leserkommentar zu einem Artikel der österreichischen Zeitung "Der Standard" über Donald Trump, 30.04.2020

SemiBoes

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Re:Klettergerüst
« Antwort #9 am: 01. Juni 2006, 10:07:57 »

Hallo!

Danke - das ist gut, dass nicht alle anderen hier in der Umgebung eine Wunderpflanze haben und ich mich da mit der Fassade rumquäl. ;D

Hab gestern mit meinem Freund wegen dem Asbest telefoniert...er meinte, gut möglich, müssten wir 1 Platte lösen und an Fachmann zeigen, die wissen dann schon meist, ob da noch Asbest drinnen ist oder nicht.

Sonst könnt ich mir ja prinzipiell an Kostenvoranschlag dafür machen lassen...hätt ich a ordentliche Wand, könnt ich auch viel besser die ganzen tollen Begrünungsvorschläge vom Forum umsetzen - das möcht ich nämlich auf jeden Fall! ;D

lg, Dani
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