@ callis: ich glaube nicht, dass auf dem bild die selbe pflanze nochmal austreibt. ich tippe da eher auf einen separaten sämling. und auch wie du den grösseren geschnitten hast, dürfte keine probleme geben (soweit man das sagen kann). es sind jedenfalls keine zwieselverbindungen, wenn ich das richtig erkannt habe (!?). hochbinden war eine gute idee. ob ein rückschnitt erforderlich ist ... pff ... ich habe meine(n) nie irgendwie geschnitten (ausser beim umpflanzen). zur stammfestigung - denk ich - kanns durchaus sinn machen. er wird sich dort aber sicher weiter entwickeln, und du hast auch schon eine fertige unterpflanzung
@ fars: da habe ich komplett gegenteilige erfahrungen gemacht. vielleicht war es auch nur glück. im herbst 2004 wanderte ein goldregensämling (der vorher nie verpflanzt wurde) vom garten meines vaters im spätherbst in den der schwiegereltern.
der hat bestimmt einen unterarmstarken hauptstamm und mehrere stark verwachsene hauptäste. ich habe gewartet, bis alles laub herunten war und habe ihn dann so gut wie möglich ausgegraben. bezüglich des ballens habe ich die gleichen erfahrungen gemacht. da war keiner. ich musste sehr dicke hauptwurzeln kappen und war froh, dass einige dünnere wurzeln mit haarwurzelanteil drannblieben. danach habe ich ihn ordentlich auf ca 1,5 m zurückgeschnitten. die längsten triebe erreichten zwischen 3 und 3,5 meter. bei der gelegenheit habe ich auch das sehr "verwachsenen" hauptastgerüst reduziert, viele überschneidene und sich reibende äste rausgenommen. dann wurde noch am selben tag mit einschlämmen neu gepflanzt.
im frühjahr 2005 trieb er so ziemlich überall aus den versteckten knospenanlagen aus. es waren sogar einige - sehr kleine - blüten drann. auch heuer treibt er gut durch, wobei es klarerweises heuer keine blüten gibt. ich werde aber diesen sommer - oder spätestens nächstes jahr - das astwerk durchforsten müssen.
so wie es aussieht ging diese operation gut!