Mal ne ganz dumme Frage: ein fremder Befruchter (also z.B. eine Zucchini beim Kürbis) kann doch erst in der nächsten Generation, die aus den Samen gezogen wird, sichtbar werden, oder?
Genau so. Eine Zucchini-Pflanze wird immer Zucchini-Früchte bringen, egal ob die Blüten von einer anderen Zucchini oder aber von einem Halloween-Kürbis bestäubt wurden. Und die Früchte eines Speisekürbis sind auch dann genießbar, wenn die Blüte von einem Zierkürbis bestäubt wurde.
Nur beim Ölkürbis bin ich mir nicht sicher, weil die schalenlosen Samen, um die es bei ihm geht, ja schon aus der befruchteten Eizelle entstanden sein müssten, nicht aus dem zur Mutterpflanze gehörenden Blütenboden oder was-weiss-ich. Wenn ein Ölkürbis von einem normalen Kürbis bestäubt wird, hat er dann trotzdem schalenlose Samen? Mein eigener Ölkürbis letztes Jahr hatte schalenlose Samen, aber ich weiß nicht ob er selbst- oder fremdbestäubt wurde.
Oder wirkt sich das tatsächlich noch auf die nach der Befruchtung entstehende Frucht aus? Habe wohl in Bio nicht so ganz aufgepaßt
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Wenn es um die Früchte geht wirkt es sich nicht aus, bei den Samen ist mir die Sache noch nicht ganz klar. Bei Mais z.B. zeigt sich der Bestäubereinfluss sofort: wenn ein eigentlich hellgelber Zuckermais von einem roten Futtermais bestäubt wird, dann wird man im Kolben rote Körner sehen, und sie werden nicht so zart und süß sein wie sie eigentlich sein sollten.
Bye,
Robert
Sorry für die späte Antwort, aber besser spät als nie, gell...