die bestimmung anhand der blätter von sotckausschlägen ist - wie schon von brsitlecone angeführt - ein "waghalsiges" unternehmen. man denke nur an paulownia tomentosa, den blauglockenbaum, der an sich recht große blätter hat. um noch zierendere blätter zu bekommen, wird er, wenn man keinen baum will, regelmäßig auf den stock gesetzt, treibt jährlich meterlange ausschläge mit riesigen blättern. freilich ließe sich die paulownia auch so bestimmen, da sie doch sehr eigen ist. als plakatives beispiel ist sie aber sehr gut geeignet.
Nach der im Zweifelsfall geltenden Regel "Häufige Dinge sind häufig und seltene Dinge sind selten" ist es wahrscheinlich, dass es sich um einen Sämling von Winter- oder Sommerlinde oder deren Hybride handelt.
ist in solchen fällen wohl einer der besten ansatzpunkte. betula maximowicziana wird daher wohl auszuschließen sein! es sei denn, in der nähe deines onkels findet man eine entsprechende anpflanzung. wenn man sich an den charakteristika einer "normal" gewachsenen pflanze orientiert, hat betula max. auch wesentliche spitzer zulaufende blätter.
ich persönlich halte auch winter- oder sommerlinde respektive eine hybride daraus für am wahrscheinlichsten. die sommerlinde aufgrund der blattgröße bzw. behaarung auszuschließen, funktioniert aufgrund der von bristlecone angeführten argumente nicht. zu stark divergieren die charakteristika der art im normalwuchs von denen eines stockausschlages.
denkbar wäre, falls sich entsprechende gehölze in der gegend befinden, auch morus alba. habe schon ähnliche blätter (mit beträchtlicher größe) an stark zurückgeschnitten sträuchern/bäumen gesehen, die in diesem stadium auch nicht die ansonsten so typischen formvariationen aufwiesen ....