Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
News: Ich habe gerade einen Kopf an eine Kollegin verschenkt. 3 liegen noch im Kühlfach zuhause. (Anonymes Zitat aus einem Fachthread)
Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
25. September 2018, 19:19:02
Erweiterte Suche  
News: Ich habe gerade einen Kopf an eine Kollegin verschenkt. 3 liegen noch im Kühlfach zuhause. (Anonymes Zitat aus einem Fachthread)

Neuigkeiten:

|20|7|Mische ein bisschen Torheit in dein ernsthaftes Tun und Trachten! Albernheiten im rechten Moment sind etwas ganz Köstliches.  (Horaz)

Plantura Banner qddG
Seiten: 1 ... 265 266 [267]   nach unten

Autor Thema: Frage zu Glyphosat  (Gelesen 261715 mal)

Staudo

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 30691
    • mein Park
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #3990 am: Heute um 15:06:53 »

Scheint noch schlimmer zu sein.

Eben. Nur wer kennt schon Carfentrazone oder Deiquat?  ;)
Gespeichert
Es könnte mal wieder regnen.

Rieke

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2209
  • Klimazone 7a
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #3991 am: Heute um 15:10:55 »

Ich würde das sehr zurückhaltend beurteilen. Der Bestand der Honigbiene ist eher durch das Imkersterben gefährdet. Wildbienen wiederum leiden an der perfektionierten Landwirtschaft, am Rückgang extensiv gepflegter Kulturlandwirtschaft und an Beton.

Wenn die Darmflora von Honigbienen beeinträchtigt wird, könnte Glyphosat für die Darmflora von Wildbienen auch nicht gut verträglich sein.

PNAS ist übrigens ein sehr renommiertes Journal, natürlich mit Peer-Review der Veröffentlichungen, d.h. vor der Publikation werden die Arbeiten immer von anderen Wissenschaftlern kritisch gelesen, die dann durchaus eine Studie zurückweisen können oder die Autoren nochmal ins Labos schicken. Der Verlag wird den guten Ruf des Journals nicht leichtfertig durch schlecht gemachte Studien aufs Spiel setzen.
Gespeichert
Wo bleibt der Regen?

realp

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2240
  • Neuenburgersee / Schweiz 8a
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #3992 am: Heute um 15:16:16 »

Letzte Tage im Fachgeschäft für Gifte (Grosshandel für Düngemittel und Artverwantes):
Ich : Ich hätte gerne eine Flasche 'Roundup'.
Verkäufer: Betreiben Sie Landwirtschaft ? (Muss er gem. der neuesten Verordungen fragen.)
Ich : Ja. ( Denn dieser Begriff ist ja ein 'weites Feld' . Immerhin hatten wir dieses Jahr 3 Tomaten im Topf.)
Verkäufer: Einen halben Liter oder die Gross-Packung?
Gespeichert

Wühlmaus

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 4908
  • Raue Ostalb, 6b, Tallage 500m üNN
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #3993 am: Heute um 15:24:26 »

@Hyla
Selber anbauen ist immer gut ;)

Zu der Studie: Ich denke, die ist wirklich zuverlässig, aber ich habe meine Probleme, sie auf "das tägliche Leben der (Honig)Bienen" zu übertragen.
Wenn ich es richtig sehe, wird mit Glyphosat doch weniger Blühendes (und schon gar nicht blühende Obstbaumkulturen, wie auf dem suggestiven Bild zu sehen) behandelt, sondern auflaufendes Unkraut oder auch erntereifes Getreide gespritzt. Beides sind nicht unbedingt die Ziele von Futter suchenden Bienen.

Ich sehe auch in der Studie nicht eine Beschreibung, wie die Bienen in ihrem natürlichen Alltag das Glyphosat aufnehmen, bzw. mit ihm in Kontakt kommen. Es ist schon ein Unterschied, wenn Bienen eine mit Glyphosat versetzte Zuckerlösung angeboten bekommen. Das heißt, für mich schwebt diese Untersuchung etwas im realitätsfernen  Testraum.
Gespeichert
WühlmausGrüße

"Das Schiff ist sicherer, wenn es im Hafen liegt. Aber dafür wurde es nicht gebaut." Paulo Coelho

Rieke

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2209
  • Klimazone 7a
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #3994 am: Heute um 15:28:46 »

Oder man sieht die Honigbiene als ein Beispiel, wie Glyphosat Insekten indirekt schädigen könnte. Mich würde interessieren, ob sich die Darmflora von Bienen in der freien Wildbahn je nach Glyphosatbelastung unterscheidet.
Gespeichert
Wo bleibt der Regen?

Wühlmaus

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 4908
  • Raue Ostalb, 6b, Tallage 500m üNN
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #3995 am: Heute um 15:40:57 »

Ja! Da entstehen viele Optionen für weiterführenden Untersuchungen.

Alleine für sich betrachtet ist diese Studie wirklich interessant und für mich ist die Existenz dieses Bakteriums und die daraus entstehende Verbindung von Pflanzengift zu Bienen komplett neu. Aber es gibt zu viele offene Fragen um pauschal eine Schuld am "Bienensterben" bei Glyphosat zu finden.
Gespeichert
WühlmausGrüße

"Das Schiff ist sicherer, wenn es im Hafen liegt. Aber dafür wurde es nicht gebaut." Paulo Coelho

thuja thujon

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3189
  • Naturraum 22; Klimazone 8b/9a
    • BI Trassenwald
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #3996 am: Heute um 16:09:47 »

Scheint noch schlimmer zu sein.

Eben. Nur wer kennt schon Carfentrazone oder Deiquat?  ;)
Die beiden sind im Vergleich zum Glyphosat nicht systemisch, werden also nicht von der Pflanze aufgenommen und in der Pflanze verteilt. Sie kommen also nicht bis zur Knolle, sondern bleiben im Kraut.
Im Bioanbau wird das Laub abgeschlegelt. Kostet etwas mehr Diesel als das spritzen.
Abflammen macht man glaube ich nicht wegen der Kosten.

Die Studie mag forscherich interessant sein, ich fand sie etwas zu mühsam zu lesen heute mittag, habs nur überflogen, hole ich bei Gelegenheit nach.
Das Risiko für (Wild)Bienen ist gering, mit Glyphosat in diesen Dosen in Kontakt zu kommen. Wie Wühlmaus erwähnt, wirds hauptsächlich für die Stoppelbehandlung und ähnliches eingesetzt. Oder wie 2017, also in nassen Jahren oder nach milden Wintern, um zB. die Zwischenbegrünung abzutöten wenn sie nicht erfroren ist.
Gespeichert
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität

Rieke

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2209
  • Klimazone 7a
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #3997 am: Heute um 16:15:34 »

Ich habe die Publikation bisher auch nur angelesen. Ich würde sie als einen Hinweis werten, in wiefern Glyphosat ein Faktor von vielen bei der Gefährdung von Bienen (und anderen Insekten?) sein könnte. Die zentralen Probleme sind aus meiner Sicht der Verlust von Lebensräumen und Verinselung.
Gespeichert
Wo bleibt der Regen?

Staudo

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 30691
    • mein Park
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #3998 am: Heute um 16:18:22 »

Die zentralen Probleme sind aus meiner Sicht der Verlust von Lebensräumen und Verinselung.

Das sehe ich ganz genauso.
Gespeichert
Es könnte mal wieder regnen.

thuja thujon

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3189
  • Naturraum 22; Klimazone 8b/9a
    • BI Trassenwald
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #3999 am: Heute um 16:22:09 »

Es gibt deutlich weniger Fliegen, wenn wir bei Insektenbiomasse bleiben.
Mit eine Folge dessen, dass immer weniger Mist und Gülle in der Gegend rumliegt und auch die menschlichen Fäkalien nicht mehr einfach in Flüsse eingeleitet werden.
Gespeichert
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität

Hyla

  • Jr. Member
  • **
  • Offline Offline
  • Beiträge: 69
  • Zone 7a
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4000 am: Heute um 16:25:54 »

Sorry, wenn ich das so sage, aber ich glaube, daß bei uns viele Bienen totgepflegt werden.
Es wird hier eine derartige Panik vor der Varroa verbreitet, daß man schon gar nicht mehr weiß, was man noch alles ins Volk knallen soll.
Dazu kommt ein Umgang mit den Völkern, daß es mich gruselt.
Letztes Jahr hatten wir z.B. zwei Wochen Dauerregen. Der nächste Imker von uns hat gerade dann abgeschleudert, aber wirklich bis zum letzten Rest.  >:(
Was nicht verdeckelt war, kam in den Met. Keine Chance für seine Völker irgendwie den Verlust auszugleichen.
Das Ende vom Lied waren sechs Schwärme, die unbedingt zu uns wollten.
Die kamen aber nicht übern Winter, weil zu klein und zu spät im Jahr.
Wenn man dann fragt, heißt es "Nein, von uns sind die nicht!"  >:(
Ein Teil des Bienensterbens ist definitiv hausgemacht.

Letztes Jahr waren wirklich wenig Insekten da, das stimmt. Aber dieses Jahr hatten wir wieder eine annähernd normale Anzahl.
« Letzte Änderung: Heute um 16:28:37 von Hyla »
Gespeichert
Liebe Grüße!

thuja thujon

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3189
  • Naturraum 22; Klimazone 8b/9a
    • BI Trassenwald
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4001 am: Heute um 16:33:59 »

Am Schluss ist noch das Wetter schuld.  ;D
Oder Klima, Blütezeitverschiebung und so...
Gespeichert
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität

Hyla

  • Jr. Member
  • **
  • Offline Offline
  • Beiträge: 69
  • Zone 7a
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4002 am: Heute um 17:24:18 »

Ja, alles Spökenkiekerei. Was genaues weiß man nicht.
Ich versuche auch irgendeinen vernünftigen Anhaltspunkt auszumachen, finde aber keinen. :P
Gespeichert
Liebe Grüße!

michaelbasso

  • Senior Member
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 592
  • 愚か者だけがこれを読んでいる
Re: Frage zu Glyphosat
« Antwort #4003 am: Heute um 18:51:19 »

Die zentralen Probleme sind aus meiner Sicht der Verlust von Lebensräumen und Verinselung.

Das sehe ich ganz genauso.

Genau so sehe ich das auch. Aber ich sehe auch, das die Technik und die chem. Hilfsmittel ( das ist jetzt kein spezielles Problem von Glyphosat) es eben sehr einfach machen die Landschaft "zu pflegen", auch da wo es sonst zu aufwändig wäre.
Das sind im Extrem solche Landschaften mit Fichte auf Golfrasen an bayrischer Landstraße, die es so schön in den Heimatfilmen der ARD zu sehen gibt.
Vieles wird nicht gepflegt, weil es einen Nutzen hat, sondern schlicht weil man es kann.
Gespeichert
Lüneburg, Niedersachsen
Seiten: 1 ... 265 266 [267]   nach oben
 

Garten-pur.de Nutzungsbedingungen | Impressum | Datenschutzerklärung

Forum Garten-pur | Powered by SMF, Simple Machines
© 2001-2015 garten-pur. All Rights Reserved.
Garten-pur.de