Hallo, Remedy,
auch von mir erstmal: Willkommen

!
... Clematis mögen allgemein keine schweren, kalten und nassen Böden...
Das stimmt zwar im Prinzip - aber es kommt denn doch auf die genauen Umstände an. Bei mir verhüllen diverse Clematis an sonnigen Stellen einen ungeliebten Maschendrahtzaun, und sie machen das trotz schweren, tonigen Lehmbodens ausgesprochen wacker (u.a. Clematis rehderiana, Cl. orientalis, mehrere Viticellas, außerdem einige großblütige Hybriden, die - toitoitoi - bisher welkefrei geblieben sind). Allerdings habe ich keine Probleme mit Staunässe. Nur die üblichen Problemchen, die man mit Lehmboden eben so hat: steinhart gebackene Oberfläche bei Trockenheit, Verschlämmung bei starkem Niederschlag. Gegen beides versuche ich's mit Dauermulch.
Alle meine Clematis haben freilich recht lange gebraucht, um in Schwung zu kommen (ein, zwei Jahre länger als in Lockerboden-Gärten, so weit ich das vergleichen kann). Aber einmal im Gang, sind alle gut gewachsen. Einzige Ausnahme: Cl. alpina - mit einer solchen habe ich's drei Mal probiert, und jedes Mal sind die Pflanzen trotz erhöhter "Warft"-Pflanzung regelrecht ersoffen. Alpinas mögen Lehm offenbar überhaupt nicht, dieses Experiment werde ich nicht wiederholen.
Wenn du aber ernsthaft mit Staunässe zu kämpfen hast, dann - Macrantha hat's schon geschrieben - sind Geißblätter eine bessere Wahl. Tipp: Die Sorte 'Hall's Profilic' hat sich bei mir an einem sehr warmen Standort (SW-Wand) bisher noch nie Läuse oder Mehltau eingefangen. Wird allerdings sehr üppig, da sollte dein Sichtschutzzaun schon gut hoch & breit sein

.
Schöne Grüße
Querkopf