Lisl hat einen Teil der Probleme schon beschrieben, die beim Weißkohlanbau auftreten können.
Eigentlich jede Entscheidung, die wir treffen, ist eine Aufwand / Nutzen - Entscheidung.
Welchen Nutzen verspricht man sich von Weißkohl?
Er ist lange lagerfähig, gesundheitszuträglich, aber nicht leicht verdaulich, über seinen kulinarischen Nutzen kann man streiten. Bioweißkohl wird - zumindest bei uns - kaum angeboten, ist man erpicht drauf, ist der eigene Garten die beste Quelle.
Welcher Aufwand steht dem entgegen?
Hoher Flächenbedarf, lange Kulturdauer, Ausfälle durch Schädlinge (ist bei allen Blattkohlen kritisch, ich baue nur Kohlrabi- und Rosenkohl, Blumen- und ein wenig Grünkohl an), Düngerbedarf mit Gefahr der Überdüngung.
Ist es der kohlige Geschmack, wären vielleicht Kohlrüben (Steckrüben) eine Alternative (die bei mir nun endlich fruchten - monatelang wartete ich vergeblich auf Knollen.....).
Wenn es nicht um eigenes Biogemüse gibt - kaum ein Gemüse wird billiger angeboten als Weißkohl - "lohnt" sich der Aufwand gewiss nicht.
gülisar