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Autor Thema: Vorgartengestaltung vom Herrenhaus um 1850  (Gelesen 2557 mal)

willow

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Vorgartengestaltung vom Herrenhaus um 1850
« am: 30. Oktober 2006, 11:16:54 »

Hallo,
vor gut einem Jahr haben wir das Herrenhaus von einem Gut gekauft. ZUm Frühjahr wollen wir die Fassade aufarbeiten und anschließend der Vorgarten in eine aus der Zeit angepassten ZUstand bringen. Gibt es Bücher wo man sich Ideen holen kann? Oder hat hier jemand Ahnung und Lust uns so eine Gestaltung auf Papier zu bringen. Das ganze darf natürlich nur mit Materialien aus der Zeit geschehen, da sonst der nette Herr vom Denkmalschutz schimpft ;)
Bei Bedarf stelle ich gerne ein Bild vom derzeitigen ZUstand (grusel) und die Masse ein.
LG willow


Tippfehler im Titel korrigiert.
Thomas
« Letzte Änderung: 13. November 2006, 09:34:56 von Admin »
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macrantha

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Re:Vorgartengestalltung vom Herrenhaus um 1850
« Antwort #1 am: 30. Oktober 2006, 11:44:15 »

Ein heißer Tip wäre ein Landschaftsarchitekt ::)
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Wenn Du einen Schneck behauchst, schrumpft er ins Gehäuse,
Wenn Du ihn in Kognak tauchst, sieht er weiße Mäuse. (Ringelnatz)

Eva

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Re:Vorgartengestalltung vom Herrenhaus um 1850
« Antwort #2 am: 30. Oktober 2006, 14:42:11 »

Aus welcher Zeit ist denn das Herrenhaus?
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Ginestra

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Re:Vorgartengestalltung vom Herrenhaus um 1850
« Antwort #3 am: 30. Oktober 2006, 14:49:09 »

Aus welcher Zeit ist denn das Herrenhaus?

Hältst Du 1850 für die Postleitzahl?

Gruss Essbar?
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Eva

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Re:Vorgartengestalltung vom Herrenhaus um 1850
« Antwort #4 am: 30. Oktober 2006, 14:51:41 »

 8) ;D
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SouthernBelle

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Re:Vorgartengestalltung vom Herrenhaus um 1850
« Antwort #5 am: 31. Oktober 2006, 18:26:00 »

Der nette Herr vom Denkmalschutz kennt vermutlich entweder Literatur oder jemanden, dessen Spezialgebiert der Garten zu der Zeit in der Gegend ist. Was ist mit Bildern, Rechnungen, Arbeits- und Abrechnungsbuechern (wenn es, wie zu vermuten steht, ein Gutsbetrieb war), Hoerensagen in der Gegend, Nachfahren der Originalgaertner? Wo ist die ehemalige Besitzerfamilie mit ihren Alben geblieben, ab 1880 gibts vielleicht irgendwo Demo- und Angeberphotos, zumindest der Fassade. Vielleicht haben auch die Nachfahren der Gaertner/Gutsarbeiter solche Photos. Frueher hing haeufig im Verwalterbuero ein Plan des gesamten Betriebs, da koennte man wenigstens Strukturen drauf sehen.Vielleicht darfst Du ja mal auf dem Dachboden kramen, wenn der noch existiert. Ausserdem einschlaegige Gartenzeitungen (Bibliothek des deutschen Gartenbaus). Ach ja, und dann gibts es fuer viele Bundeslaender Buecher mit Beschreibungen und Bildern noch existierender historischer Gaerten, da koennte man sicher auch Ideen klauen.

Wie genau an welchem Zustand musst Du denn bleiben?
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Gruesse

Querkopf

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Re:Vorgartengestalltung vom Herrenhaus um 1850
« Antwort #6 am: 31. Oktober 2006, 19:42:31 »

Hallo, Willow,

genau wie Cornelia würde ich auch zuerst den netten Herrn vom Denkmalschutz fragen. Und zudem versuchen, lokale Geschichts-Spuren zu finden. Eine weitere Anlaufstelle fürs Recherchieren könnte die DGGL (=Deutsche Gesellschaft für Gartenkultur und Landschaftspflege) sein. Die hat immerhin seit ewigunddreiTagen einen Arbeitskreis "Historische Gärten"; irgendwer in dem Verein kann dir bestimmt historisch kundige Gartengestalter in deiner Region nennen. Und/ oder dir Tipps geben zu einschlägiger Literatur.

So, wie du deine Frage formuliert hast, geht es ja wohl nicht um ein echtes Gartendenkmal. Sondern "nur" um den Garten zu einem denkmalgeschützten Haus, also um die Gestaltung des Denkmal-Umfeldes - da guckt der nette Herr vom Denkmalschutz zwar genau hin, freilich viel weniger streng als bei einem Gartendenkmal. Oder wollt ihr von euch aus den historischen Zustand möglichst treu wiederherstellen?

Schöne Grüße
Querkopf
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Habakuk

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Re:Vorgartengestaltung vom Herrenhaus um 1850
« Antwort #7 am: 13. November 2006, 01:19:26 »

Bei uns in Österreich denkt der Denkmalschutz auch nicht an das Nach- und Zurückbauen von Weggerissenem. Es wäre sinnlos, alte Türme, Burgmauern u.a. wiederzuerrichten. Im 21.Jahrhundert sollen moderne Bauten so schön gebaut werden, daß sie es wert sind, erhalten zu werden, um im 22. Jahrhundert unter Denkmalschutz gestellt zu werden.

Das trifft auch auf Gärten zu. Red mit Deinem Denkmal-Beamten!

Ein moderner (formaler?) Garten wäre viel besser, als der hundertste einheitliche Bürgergarten aus 1850.



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Habakuk

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Re:Vorgartengestalltung vom Herrenhaus um 1850
« Antwort #8 am: 13. November 2006, 01:21:35 »

Bei Bedarf stelle ich gerne ein Bild vom derzeitigen ZUstand (grusel) und die Masse ein. LG willow

Bedarf ist da! Stelle ein !
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Laila

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Re:Vorgartengestalltung vom Herrenhaus um 1850
« Antwort #9 am: 13. November 2006, 06:28:31 »

Hallo Querkopf :)

So, wie du deine Frage formuliert hast, geht es ja wohl nicht um ein echtes Gartendenkmal. Sondern "nur" um den Garten zu einem denkmalgeschützten Haus, also um die Gestaltung des Denkmal-Umfeldes - da guckt der nette Herr vom Denkmalschutz zwar genau hin, freilich viel weniger streng als bei einem Gartendenkmal.

Hmm, was genau ist denn der Unterschied zwischen einem echten Gartendenkmal und einem denkmalgeschützten Garten? Bzw. wie unterscheidet man das oder wo kann man das nachlesen?

Bei uns ist's im Moment noch so, dass wir erst einmal dabei sind unseren Garten über's Jahr hinweg kennenzulernen, aber nächstes Jahr werden auch wir uns mit dieser Frage auseinandersetzen dürfen. Ich hab' zwar schon versucht an entsprechende Infos zu kommen, mein Wissensstand ist aber aktuell, dass der Denkmalschutz da nicht groß unterscheidet: Falls das komplette Areal unter Denkmalschutz steht, dann gilt auch über's komplette Grundstück das Denkmalschutzgesetz.

Danke Dir für Deine Hilfe! :)

Laila




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Querkopf

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Re:Vorgartengestalltung vom Herrenhaus um 1850
« Antwort #10 am: 13. November 2006, 20:32:37 »

Hallo, Gizi,

... Ein moderner (formaler?) Garten wäre viel besser, als der hundertste einheitliche Bürgergarten aus 1850.
"einheitlich" waren Bürgergärten um 1850 gerade nicht - insofern kann's hochinteressant (und auch hochästhetisch) sein, der einstigen Gestalt eines individuellen Gartens nachzuspüren und sie wiederherzustellen. Natürlich nicht im Sinne sklavischer Nachahmung, sondern in ihren Strukturen, ihren wesentlichen Grundzügen, sozusagen ihrem Geist.

Andererseits schätzen kundige Denkmalschützer es auch oft, wenn das Umfeld eines Denkmals in bewusstem Kontrast zum Denkmal selbst gestaltet wird. Dann kommt's freilich entscheidend auf die gestalterische Qualität an. 08/15-Thujahecken-Gartenzwerg-Gedöns vorm Entree eines Herrenhauses von anno 1850, das geht nicht ;) - aber klare, schlichte, originell moderne Formensprache, das kann als Gegensatz zum Historischen sehr gut gehen.

@Laila:
... was genau ist denn der Unterschied zwischen einem echten Gartendenkmal und einem denkmalgeschützten Garten? ...
das ist das Gleiche, so weit ich weiß. Falls es doch Nuancen-Unterschiede geben sollte, machen sie den Kohl nicht fett ;).

... Falls das komplette Areal unter Denkmalschutz steht, dann gilt auch übers komplette Grundstück das Denkmalschutzgesetz. ...
Das ist der Knackpunkt. Denkmalschützer sind nämlich penible Leute und gucken genau hin, was sie unter Schutz stellen - und sehr, sehr häufig sind das eben nur einzelne, genau bezeichnete Bauten/ Gebäude-Ensembles und nicht das gesamte Gelände. (Wie's im konkreten Fall aussieht, kann man in der Denkmalliste des jeweiligen Bundeslandes detailliert nachlesen.) Außerdem hat das Unterschutzstellen ja eine ganz triviale Voraussetzung: Vom historischen Original muss noch was Erkennbares da sein, das sich schützen lässt. (Den Zwiebelturm zum Beispiel, mit dem Kapelle XYZ mal im 17. Jh. gebaut wurde, kann heute keiner mehr schützen, wenn er im 18. Jh. abgebrannt ist und durch was Einfacheres ersetzt wurde ;)...)

Das ist bei Gärten oft schwierig, naturgemäß. Denn selbst (viele) Bäume haben nur eine begrenzte Lebensspanne, und wenn z. B. die morsch gewordenen alten Pappeln nicht ersetzt wurden, ist der Original-Charakter eines Gartens schnell verloren. Kein Denkmalpfleger, der bei Verstand ist, wird in solchen Fällen einen Garten unter ebenso strengen Schutz stellen wie das "typisch" gebliebene Haus davor oder dahinter. Tja, und dann muss man bei der Gartengestaltung eben nur drauf achten, dass sie eine angemessene Umgebung liefert fürs (Bau-)Denkmal. Wie das geschieht, das ist ein weites Feld; darüber muss man in jedem Einzelfall mit den zuständigen Leuten diskutieren.

Kann man in der Regel auch. Und je größer die ästhetischen Qualitäten des Entwurfs sind, den man vorlegt, desto leichter ist dann die Debatte.

Schöne Grüße
Querkopf
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LolloRosso

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Re:Vorgartengestaltung vom Herrenhaus um 1850
« Antwort #11 am: 13. November 2006, 22:11:15 »

...anschließend der Vorgarten in eine aus der Zeit angepassten ZUstand bringen.

Das finde ich mal ein interessantes Projekt.

Was mir so auf Anhieb einfällt, wäre mal bei zeitgenössischen Autoren und Malern nachzuforschen. Z.B. bei Goethe, der ja auch Gärten besessen hat. (Wie wärs mit einem Gingko? :D )
Garten-Literatur
Und bei Karl Foerster, der Vorschläge zur Wiederherstellung von Goethes Garten in Weimar gemacht hat, wie dort auch nachzulesen ist.

Wäre schön, nur Pflanzen zu verwenden, die damals schon verfügbar waren, und in Mode waren. Also z.B. Alte Rosen, keine Englischen oder so. Veilchen, Vergißmeinnicht, Aurikel (glaube ich).

lg
Renate
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