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Autor Thema: Pilze an Japanischer Kirsche  (Gelesen 4494 mal)

martina.

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Pilze an Japanischer Kirsche
« am: 10. November 2006, 18:15:32 »

Hallo,
in unserem Garten steht eine knapp 30 Jahre alte Jap. Kirsche. Sie begeistert uns im Frühjahr mit der Blütenpracht, im Sommer mit Schatten und im Herbst mit schöner Laubfärbung.

Aber: Knapp über der Erde ist der Stamm von verschiedenen Pilzen besiedelt. Gefährden diese Pilze die Standsicherheit?

Hier ein weißes Exemplar, Durchmesser ca. 5-6 cm. Sieht aus wie ein Champignon-Kopf.
« Letzte Änderung: 03. November 2017, 19:08:50 von martina. »
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martina.

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #1 am: 10. November 2006, 18:16:30 »

Dann ein dunkelbrauner, waagerecht aus dem Stamm wachsender Typ. Diese Pilze sind recht hart und holzig.
« Letzte Änderung: 03. November 2017, 19:08:26 von martina. »
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martina.

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #2 am: 10. November 2006, 18:17:51 »

Und noch ein hellbrauner, leider nicht so gut getroffen.
« Letzte Änderung: 03. November 2017, 19:07:22 von martina. »
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martina.

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #3 am: 10. November 2006, 18:18:38 »

In den Ästen sind z.T. Risse.
« Letzte Änderung: 03. November 2017, 19:07:09 von martina. »
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mensa

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #4 am: 10. November 2006, 18:30:28 »

Wieviel unterschiedliche Pilze gibt es an diesen Baumstamm ?
Gruß
mensa
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martina.

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #5 am: 10. November 2006, 18:34:14 »

Diese drei habe ich heute gefunden. Ich habe aber noch nicht alle Grasbüschel rund um den Stamm herausgerupft. Mag sein, dass da noch ein, zwei lauern.
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mensa

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #6 am: 11. November 2006, 18:08:21 »

Mehrere Pilzsorten am selben Wirt (Baumstamm) ? Normalerweise sollte es nur eine Pilzsorte seien.
Ich habe den leisen Verdacht, mit den Baum ist es bald aus, wenn dort die Schwämme gedeihen.
mensa
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martina.

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #7 am: 11. November 2006, 18:13:18 »

Hallo Mensa, das fände ich sehr, sehr schade :'(.
Macht wohl keinen Unterschied, dass er einen gegabelten Stamm hat und der weiße Pilz rechts, die braunen am linken Teil wachsen?
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Susanne

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #8 am: 12. November 2006, 10:05:54 »

Nach den Bildern kann man die Pilze kaum erkennen. Es könnten durchaus junge, ausgewachsene und alte Formen des gleichen Pilzes sein.
Daß die Pilze nur im unteren Bereich und nur an bestimmten Stellen erscheinen, hat eher etwas mit Schatten und Feuchtigkeit zu tun.
Die senkrechten Risse im Stamm lassen mich aber auch vermuten, daß der Baum abgängig ist. Wenn du an solchen Stellen einmal vorsichtig die abdeckende Rinde anhebst, kannst du sehen, ob sich darunter Fäulnis oder auch ein Pilzmyzel (zartes Geflecht) befindet. Das Myzel verbreitet sich unter der Rinde, lange bevor die Pilzkörper außen erscheinen. Deshalb macht es auch keinen Unterschied, ob der Baum einen oder mehrere Stämme hat.
Vorsichtshalber würde ich keine Hängematte mehr am Baum befestigen, nicht mehr draufklettern und besser auch nicht bei Sturm drunter stehen...


« Letzte Änderung: 12. November 2006, 10:08:11 von Susanne »
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Querkopf

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #9 am: 12. November 2006, 13:01:41 »

Hallo, Susanne,

dauert es nicht sehr lange, bis ein Holzpilz "fertig hat" mit einem Baum? Wir haben eine Pflaume im Garten, die schon Pilz-Fruchtkörper (flache, schwärzliche Dinger, hart & holzig, evtl. Altersform eines Porlings? - keine Ahnung) am Kronen-Ansatz und an Ästen hatte, als ich sie kennenlernte. Das ist 15 Jahre und einige Orkane her, und der Baum steht immer noch :) (Hängematte & Klettern verbot sich sowieso, weil Pflaumenholz von Natur aus ja spröde ist). Sicher, fragt sich, wie lange die Pflaume es noch macht. Immerhin, sie treibt, blüht und trägt nach wie vor. Und wenn man bedenkt, dass es sich um einen Pflaumengreis handelt (schätzungsweise 50 Jahre alt), dann scheint es, als ob der Pilz - im Prinzip sicheres Todesurteil für die Pflaume - das Leben des Baums letztlich doch nur wenig verkürze...

@Tinesmaragaid: Wenn du mal unter "Baumpilze" googelst, findest du eine Menge Abbildungen zum Vergleichen. Zum Beispiel hier. Ich kenne mich mit Pilzen überhaupt nicht aus, würde auch nie den Versuch wagen, sie allein nach Fotos zu bestimmen. Aber eine erste, grobe Orientierung sind Bilder denn doch.

Schöne Grüße
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potz

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #10 am: 12. November 2006, 16:30:57 »

...Sicher, man fragt sich, wie lange die Pflaume es noch macht. Immerhin, sie treibt, blüht und trägt nach wie vor. Und wenn man bedenkt, dass es sich um einen Pflaumengreis handelt (schätzungsweise 50 Jahre alt), dann scheint es, als ob der Pilz - im Prinzip sicheres Todesurteil für die Pflaume - das Leben des Baums letztlich doch nur wenig verkürze...
Jep .. selbiges bei mir! Auch Pflaume, auch Porling .. wächst+trägt immer noch munter vor sich hin :D
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Susanne

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #11 am: 12. November 2006, 18:12:42 »

Zitat
dauert es nicht sehr lange, bis ein Holzpilz "fertig hat" mit einem Baum?

1. Weißt du nicht, seit wann der Pilz schon im Baum arbeitet
2. Weißt du nicht, wie weit er in der Zeit schon gekommen ist - Fruchtkörper tauchen zwar am Ende von Myzelsträngen auf, aber nicht unbedingt an jedem Ende
3. Hängt das von der Baumart ab
4. Hängt das von Alter und Größe des Baumes ab
5. Hängt das von der Pilzart ab
6. Hängt das von der Witterung ab
7. Hängt das auch davon ab, ob noch andere Baumzerleger und -entsorger mitarbeiten

Mehr fällt mir gerade nicht ein, aber das alles müßte man genau miteinander verrechnen, um zur weiteren Standfestigkeit des Baumes eine halbwegs vernünftige Prognose machen zu können.

Ich habe das hier vor meinem Fenster mit einem großen, gut tragenden Süßkirschbaum erlebt. An einem Sonntag im Sommer höre plötzlich KNACK - WUSCH - KNIRSCH - SCHWAPP!!!
Und als ich aus dem Fenster gucke, liegt der Kirschbaum im Pool der Vermieter. Ich habe ihn dann einige Tage später mit der Kettensäge zerlegt und dabei gesehen, daß der gesamte Stamm bis auf einen schmalen, höchstens 2,5 cm starken Rindenring völlig morsch war, regelrecht bröselig, und der Baum tatsächlich nur noch von seiner Rindenhülle gehalten wurde.

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Querkopf

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #12 am: 12. November 2006, 19:50:31 »

Hallo, Susanne,

mit dem "Weißt-du-nicht" & den x Unwägbarkeiten hast du natürlich Recht. Es ging mir auch nicht um konkrete Prognosen. Eher ums Allgemeine, von dem ich einfach viel zu wenig Ahnung habe: Wie viele Zentimeter Holz-Durchmesser "schafft" ein Pilzmycel so Pi mal Daumen pro Jahr/ pro Jahrzehnt? Kann man aus der Neubildung bzw. dem Ausbleiben neuer Fruchtkörper Schlüsse ziehen auf die Vitalität von Baum & Pilz (an meiner Pflaume gab's nach dem Ausbrechen der alten, holzigen Fruchtkörper nie wieder neue)? Wächst ein Pilz, wenn er einen Baum einmal besiedelt hat, zwangsläufig so weiter, dass die Holzfäule fortschreitet? Oder kann es auch passieren, dass das Mycel durch irgendwelche Umstände abstirbt und der Baum den Anfangs-Schaden überwindet?

Vielleicht ist ja bei der letzte Frage nur der Wunsch Vater des Gedankens ;). Aber ich habe bisher - trotz einiger Recherchen - kaum Brauchbares in Erfahrung bringen können darüber, wie Baumpilze im Detail "funktionieren" und wovon die biologischen Wechselwirkungen zwischen Pilz & Baum genau abhängen :-\...

Zurück zu Tinesmaragaids Eingangsfrage: Ich könnte mir vorstellen, dass es in puncto Standsicherheit einen Unterschied macht, ob ein Baum am Stammfuß oder in der Krone Pilz-Symptome zeigt - oder lieg' ich da falsch?

Schöne Grüße
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Susanne

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Re:Pilze an Japanischer Kirsche
« Antwort #13 am: 12. November 2006, 21:51:53 »

Zitat
Wie viele Zentimeter Holz-Durchmesser "schafft" ein Pilzmycel so Pi mal Daumen pro Jahr/ pro Jahrzehnt?
- Hängt von Pilzart, Baumart, Witterungsbedingungen usw. ab.

Zitat
Kann man aus der Neubildung bzw. dem Ausbleiben neuer Fruchtkörper Schlüsse ziehen auf die Vitalität von Baum & Pilz?
- Wage ich zu verneinen. Du kannst von Fruchtkörpern auf Befall schließen, aber solange du keinen Röntgenblick hast, kannst du nicht sehen, was unter der Rinde möglicherweise im Gange ist.

Zitat
Wächst ein Pilz, wenn er einen Baum einmal besiedelt hat, zwangsläufig so weiter, dass die Holzfäule fortschreitet?
- Der Pilz wäre blöd, wenn er einen netten Baum gefunden hat und die Chance nicht nutzen würde.
Die Holzfäule kann eine Folge der Verpilzung des Baumes sein, aber auch andere Ursachen haben. Es gibt Pilze, die einfach nur auf dem Baum wachsen, ohne ihn umzubringen, deshalb ist es möglich, daß so ein harmloser Pilze neben einer aus anderen Gründen entstandenen Fäulnisstelle wächst. Um das zu unterscheiden brauchst du mehr als einen Röntgenblick.

Zitat
Oder kann es auch passieren, dass das Mycel durch irgendwelche Umstände abstirbt und der Baum den Anfangs-Schaden überwindet?
- Pilze sind Lebewesen und können sterben, auch durch andere Pilze. Auf den Fotos, die Andreachen im Pilz-thread eingestellt hat, kannst du auf #271 links im Bild einen Röhrling sehen, der mit Goldschimmel befallen ist. Da steht ein Sämling davor, aber man kann trotzdem ganz gut erkennen, daß der Kopf des Pilzes umnebelt ist. Goldschimmel heißt Goldschimmel, weil er gelbe Sporen hat, die man aber erst bei fortschreitender Reife sieht.



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