Ich habe die Frage nach dem richtigen Makroobjektiv mal in einen eigenen Thread abgetrennt.
Referenzklasse ist sicher das
Nikon AF D 60/2.8 Micro-Nikkor Objektiv (bis Abbildungsmaßstab 1:1), das
Nikon 105 / 2,8 D Micro-Nikkor erreicht nicht die Schärfeleistung des 60ers, ist aber auch sehr gut. Es tut mir leid, Canon-Fans: So gute Makros gibt's von Canon nicht - wobei ich zugebe, dass man bei 'normalen' Fotos, wie wir sie hier meist machen, den Unterschied höchstwahrscheinlich nicht feststellen kann.
Eine sehr gute Alternative wegen des exzellenten Preis-Leistungsverhältnisses bietet das Sigma EX 105/2,8 DG Macro Objektiv - hier für
Canon dSLR , hier
für Nikon, hier
für Minolta und Sony, und hier
für Four-Thirds und schließlich
für Sigma selbst.
Ich habe es auch, und es ist sehr gut, leichter als die Pendants von Nikon oder Canon, und es ist zudem preiswerter.
Generelle Überlegung zur Brennweitenwahl50 bis 60 mm sind als Standard der Makrofotografie anzusehen (entsprechen an den meisten Digitalkameras durch den Verlängerungsfaktor optisch ca. 75 bis 90 mm, also einer leichten Telebrennweite). Diese Objektive zeichnen sich durch extreme Schärfe aus.
Eine mäßige Telebrennweite von um die 105 mm (entspricht an den meisten Digitalkameras durch den Verlängerungsfaktor optisch ca. 160 mm) bringt eine geringere Tiefenschärfe mit sich. Das hat den Vorteil, dass man leichter unscharfe Hintergründe erzeugen kann. Für Insektenfotografen interessant: Durch den größeren Aufnahmeabstand einer Brennweite um die 100 mm bleibt man außerhalb der Fluchtdistanz, d.h. die Viecher hauen nicht so schnell ab. - Genereller Nachteil aber: Die Verwacklungsgefahr ist stärker als bei Brennweiten um die 50 bis 60 mm. D.h. man braucht häufiger ein Stativ.
Längere Makro-Brennweiten sind nur noch schwer und bei gutem Licht (bzw. hoher ISO-Zahl) aus der Hand einsetzbar. Hier ist oft ein Stativ erforderlich.
Ich hoffe, das sind einige nützliche Informationen für alle, die an einem Makroobjektiv interessiert sind.
Liebe Grüße
Thomas