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News: Originelle Formulierungen sind noch nicht originelle Einsichten.  (Ludwig Marcuse)
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Autor Thema: stickstoffdüngung durch leguminosen?  (Gelesen 4966 mal)

max.

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stickstoffdüngung durch leguminosen?
« am: 14. Dezember 2006, 17:20:09 »

gelegentlich liest man, unter anderem hier in #12, daß bei mischkultur mit leguminosen die daneben gepflanzten gemüse von dem stickstoff profitierten, den die stickstoffbakterien in den leguminosenwurzeln produzieren. das leuchtet mir nicht ein.
warum sollten denn die bohnenpflanzen etwas von ihrem stickstoff abgeben, den sie ja für sich produzieren lassen, und wie sollten denn die wurzeln benachbarter gemüsepflanzen die noch lebenden stickstoffknöllchen anzapfen?
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macrantha

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #1 am: 14. Dezember 2006, 17:23:16 »

Es ist wohl so (mit Quelle kann ich nicht dienen), dass auch verwertbarer Stickstoff ins umgebende Erdreich diffundiert.
Ob das die Bakterien einfach ausscheiden ???
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max.

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #2 am: 14. Dezember 2006, 18:04:24 »

vielleicht weiß es einer der herren/frauen botaniker genauer. evtl. ist die ja eher allgemeine frage im botanikfach besser untergebracht.
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apfelundquitte

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #3 am: 14. Dezember 2006, 19:30:46 »

Früher bauten Bauern Mischkulturen an. Sommerung aus Hafer und Wicken.Die Kultur wurde verhaltener gedüngt.Auch hat Rotklee oder Luzerne einen Fruchtfolgewert in der Form,daß Folgekulturen einen Teil des Stickstoff aus den Kulturen der Vorjahre nutzten.Heutige Grünbrachen werden mit Klee-Gras Gemischen bestellt.Für Details Öko Bauer oder Öko Gärtner oder alte bauern fragen.
Gruß Apfelundquitte (praktischer konventioneller Bauer 57 Jahre alt)
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max.

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #4 am: 14. Dezember 2006, 19:37:19 »

genauso weiß ich es auch. willkommen übrigens! bauern sind ja hier leider eher dünn gesät.
die kleewirtschaft ist ja- zumindest in meiner gegend- fast verschwunden. "früher" galt eine vorkultur mit luzerne oder rotklee als das einzig wahre. so schnell wandelt sich alles...
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max.

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #5 am: 17. Dezember 2006, 19:12:00 »

ich hol das nochmal hervor. vielleicht weiß ja jemand etwas genaueres dazu.
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Günther

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #6 am: 17. Dezember 2006, 19:17:18 »

Meines Wissens kommt der Stickstoff erst für andere Pflanzen verfügbar in den Boden, wenn die jeweiligen Leguminosen wieder abgebaut werden, untergegraben, untergepflügt, verrotten gelassen.
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max.

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #7 am: 17. Dezember 2006, 19:22:42 »

das glaube ich auch, weiß es aber nicht. und wie in #1 erwähnt, liest man öfter anderes dazu.
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brennnessel

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #8 am: 17. Dezember 2006, 19:22:43 »

 man soll nach der ernte bohnen, erbsen etc. nicht ausreißen, damit die wurzeln mit den anhaftenden stickstoffsammelnden bakterienknöllchen im boden bleiben .


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Feder

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #9 am: 17. Dezember 2006, 19:37:44 »

Das kenne ich auch so wie Lisl. Ich glaube nicht, dass es um die Blattamasse geht. Wenn man z.B. Bohnenpflanzen ausreisst sieht man diese stickstoffhaltigen Knöllchen an den Wurzeln hängen.
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2006, 19:38:05 von Feder »
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  Pat Parelli

max.

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #10 am: 17. Dezember 2006, 19:41:17 »

das ist klar. mir ging es aber um die in #1 geäußerte vermutung.
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Günther

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #11 am: 17. Dezember 2006, 19:41:54 »

das glaube ich auch, weiß es aber nicht. und wie in #1 erwähnt, liest man öfter anderes dazu.

"öfter" dürfte stark übertrieben sein. Durch Mischkultur kann es sehr wohl gegenseitige Beeinflussung geben, positiv, aber auch negativ, das ist bekannt. Eine quasi direkte Stickstoffdüngung durch lebende Leguminosen gehört in den Bereich "rural legends".
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Feder

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #12 am: 17. Dezember 2006, 19:48:15 »

Soviel ich weiss sind derartige Symbiosevorgänge noch sehr wenig erforscht. Man muss sich vorstellen, dass das Substrat ein lebendiger Organismus in ständigem Auf- und Umbau durch vielfältige Mikroben ist. Nicht wie von Chemikern gerne angenommen tote Mineralstoffe. Wurzeln nehmen auch nicht nur in Wasser gelöste Mineralstoffe auf, sondern "fressen" z.b. auch Zellen.
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  Pat Parelli

max.

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #13 am: 17. Dezember 2006, 19:50:53 »

aber die symbiose ist ja die der leguminose mit den knöllchenbakterien.
da sind die gegenseitigen vorteile bekannt.
warum sollte aber die pflanze ihrem zufällig daneben gepflanzten nachbarn etwas abgeben?
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lonesome_

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Re:stickstoffdüngung durch leguminosen?
« Antwort #14 am: 17. Dezember 2006, 19:51:57 »

frage: warum reisst ihr die stickstoffsammler raus? ich schneide bohnen u.andere oberhalb des bodens ab.
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