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Autor Thema: Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen  (Gelesen 1562 mal)

Iris

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Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« am: 15. April 2004, 16:59:14 »

Ja, jetzt wage ich mich auch mal ins Fotografieforum. Als Hommage an eine sehr sympatische (obwohl inzwischen Digi-Fan!) Person, die mir kurzfristig ihr wunderbares 20er-Weitwinkelobjektiv für Testzwecke zur Verfügung stellte.

Das Bild ist also mit besagtem manuellen Objektiv aufgenommen worden welches zu einer Nikon FM3a gehört. Denn vor dem Urlaub habe ich mir einen kleinen Traum erfüllt :).

Wie die meisten Menschen bin in dann für Kritik offen, wenn man mich vorher sanft mit Lobeshymnen pampert. Also bitte erst mal andächtig staunen ob meiner tollen Bilddarstelllung und dann draufhauen ;).

Grüße
Iris

P.S.
Der Gehölzeexperte erkennt sofort die spitz-erotischen Knie eines Taxodium ascendens im Vordergrund, der mit einem Taxodium distichum im Hintergrund anbändelt. Man sieht deutlich die Knielandschaft; der Rest des Wurzelwerks ist abgetaucht.
« Letzte Änderung: 15. April 2004, 21:01:27 von Iris »
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Thomas

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Re:Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« Antwort #1 am: 15. April 2004, 19:01:24 »

Hallo Iris,

nun gut, zuerst das Lob: Gutes Objektiv. 8) - Außerdem hast du die Kamera tatsächlich gerade gehalten (nicht einfach bei einem solchen Weitwinkel; ich schaffe es immer, dass ein Gewässer nach einer Bildseite hin 'ausläuft'). - Und ein schönes Motiv.

Jetzt aber genug 'gepampert'. ;D

So ein Weitwinkel bietet dir die Möglichkeit, durch Abblenden eine immense Tiefenschärfe hinzukriegen. Und das hast du hier versäumt: das ist der Grund, warum außer den Knien im Vordergrund alles immer unschärfer wird, je weiter es weg ist.

Ich meine jetzt zunächst die Knie: Abblenden auf - sagen wir - Blende 8 oder 11 (es dürfte dafür hell genug gewesen sein), und dann scharf stellen auf ein mittelweit entferntes Knie.

Schärfe kontrollieren: Ich meine, bei der FM gibt es rechts unten neben dem Objektiv eine Taste, die die Blende probeweise auf den eingestellten Wert schließt - zwar wird's dann dunkel im Sucher, aber man sollte trotzdem sehen können, von wo bis wo es scharf ist.

Dann bekommen die bandelnden Knie die Schärfe, die sie verdienen ;)

Anmerkung: Die beste Abbildungsleistung haben viele Objektive im Blendenbereich um die 8 - 11; 16 oder gar 22 oder 32 erweitern die Tiefenschärfe zwar noch mehr, aber die allgemeine Schärfe beginnt etwas abzunehmen.


Ungefragt erklärende Grüße
Thomas
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Iris

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Re:Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« Antwort #2 am: 15. April 2004, 21:07:58 »

Weil ich mit dem Verbessern des Bildes (Größe) so meine Schwierigkeiten hatte, hier noch mal das bearbeitete Bild. So sollte es gehen.

Das mit der Tiefenschärfe habe ich etwas versucht. Ich finde, dass es auf dem Original auch besser - schärfer - aussieht, als auf dem Minibild. Aber ich habe dummerweise nicht aufgeschrieben welche Blende ich genau verwendet habe. GANZ scharf wollte ich den Hintergrund aber nicht, weil ich mir erhoffte, dass das leicht Verschwommene eine Illusion ergibt, dass immer mehr Kniee kommen. Naja, ist vielleicht nicht so gelungen.

Aber ich habe mit dem Weitwinkel ja noch andere Fotos gemacht...
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Iris

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Re:Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« Antwort #3 am: 15. April 2004, 21:12:27 »

Zum Beispiel diesen alten Ginko. Angeblich der erste, der nach Holland eingeführt wurde. Er wurde im Hortus Botanicus Leiden 1785 gepflanzt. Seine unteren Äste küssen den Boden und steigen aufwärts mit neuem Leben. Leider erkennt man das auf dem Bild nur schwach. - Ein Fehler von mir und die mich umgebenden Umstände haben dafür gesorgt. Denn man hätte diese zu Boden geneigten Äste natürlich von der Seite fotografieren müssen ::). Mädle Mädle ::).

Zitat
Ungefragt erklärende Grüße
Äh: du warst doch gefragt...

Iris
« Letzte Änderung: 15. April 2004, 21:14:15 von Iris »
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Günther

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Re:Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« Antwort #4 am: 15. April 2004, 21:39:40 »

Siehste wohl, Hans Huckebein, solche Weitwinkelaufnahmen sind mit Digicams - mit derzeit vertretbarem Aufwand - nicht möglich.
Ich weiß, warum ich fast immer meine alte SLR mitschleppe, ein 17mm-Äquivalent gibts nicht, vermutlich nicht einmal ein 24mm...
Tele für verwackelte Aufnahmen sind selten sooo wichtig. Abgesehen davon, daß ich mich noch - noch! - trau, 300 oder 400mm aus freier Hand zu benutzen, für Extreme braucht man sowieso ein gutes (!!!) Stativ, und da sind 1100mm schon kritisch.
Nein, voll befriedigend sind Digicams noch nicht, für gut 90 oder mehr % der Aufnahmen gut genug, aber das letzte Alzerl fehlt eben.
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Thomas

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Re:Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« Antwort #5 am: 15. April 2004, 22:59:46 »

Hallo Günther,

es gibt z.B. von Nikon ein 12-24 mm Zoom; mit Verlängerungsfaktor von 1,5 kommt man auf ein Kleinbildäquivalent von 18-36 mm. Ein irres Objektiv.

Habe mal auf die Schnelle ein Foto in 12 mm Einstellung angehängt - man kann vielleicht trotz der Verkleinerung und der JPEG-Kompression die Qualität erahnen. - Ein DIN A 4 Abzug davon ist einfach super ...


Weitwinkelgrüße
Thomas
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Günther

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Re:Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« Antwort #6 am: 15. April 2004, 23:31:40 »

Preis frag ich lieber nicht ;D
Das Foto ist ursprünglich analog oder digital?
Wenn ich richtig informiert bin, ist das Problem beim Digi-Weitwinkel, daß die Strahlen am Rande (dort ists halt wesentlich) steiler auffallen müssen als beim Film, aufgrund der Pixelkonstruktion bzw. -geometrie.
Und auch so nebenbei: erst heute hab ich wieder 800MB Bilddateien von meinen Karten in den Computer geladen...
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Thomas

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Re:Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« Antwort #7 am: 16. April 2004, 00:06:07 »

Hallo Günther,

das Foto ist digital aufgenommen (Nikon D100, genanntes Objektiv in Einstellung 12 mm), sonst gäbe es ja den von mir genannten digital-typischen Verlängerungsfaktor nicht.

Der Preis ist nicht schlecht, stimmt 8) - auch ist das Ding nicht klein. Aber es ist suuper. - Es gibt jetzt auch eine solche Optik von Sigma, glaube ich - deutlich preiswerter. Aber ob die an die Nikon-Qualität ranreicht?


Gute Nacht,
Thomas
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Günther

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Re:Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« Antwort #8 am: 16. April 2004, 07:19:10 »

Nur zum Vergleich: Welche theoretische Auflösung hat die Optik, welche theoretische Auflösung hat der Chip?
Sigma soll eher mechanisch nicht so (langzeitlich) zuverlässig sein...
1980 war hoffentlich nicht das Jahr der Aufnahme ;D
« Letzte Änderung: 16. April 2004, 07:19:55 von Günther »
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Thomas

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Re:Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« Antwort #9 am: 16. April 2004, 10:43:34 »

Auflösungen weiß ich nicht auswendig, habe leider keine Zeit zum suchen. - 1980 ist Teil der fortlaufenden Nummer des Fotos in meinem Archiv ...

Sehr gute vergleichende Infos zu digitaler und analoger Fotografie im Hinblick auf Auflösungen etc. auf z.B. dieser Seite.


Gruß
Thomas

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Iris

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Re:Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« Antwort #10 am: 16. April 2004, 11:01:50 »

Schönes Bild, Thomas (so etwas hätte ich ja auch machen können, wenn ich in einer so schönen Gegend wäre ;D).
Jaja, deine Digi macht auch gute Bilder - mit dem passenden Fotografen. Ich bin aber für Handarbeit und Technik. Mit Elektronik habe ich es nicht so und Fotografieren soll für mich ein meditativ-sensorischer Genuß sein. Zu schade, dass meine zahlreichen Begleiter dieses Gefühl beim Warten nicht zu spüren bekommen ::).

Ich habe mir jetzt das Original meiner Kniee noch mal in Ruhe angesehen und schärfer vorgestellt. Man muss das Bild einfach vergrößern. So unscharf wie durch die Datenreduktion (ich sag nur: 80 kB...) ist das Bild an sich nicht. Jetzt ärger ich mich, dass ich kein Vergleichsbild mit einer kleineren Blende gemacht habe...

Vielleicht eher von arbophilem Interesse als eine fotografische Glanzleistung: Die Taxodi haben es mir angetan. Im Hortus Botanicus habe ich ein weiteres Exempar auf der Wiese gesehen. Der bildete genau wie obiger Ginko herabhängende und wieder einwurzelnde Äste. Auf dem Bild kann man vielleicht im Vordergrund das wirre Astwerk eines von der Stammbasis weggehenden Seitenarmes erahnen. Vielleicht erkennt man mit viel gutem Willen auch, dass das Geäst im Vordergrund recht weiträumig ist, während der Ast zum Stamm hin eher dünner wird (ich gebe zu, dass dieser Effekt durch das Weitwinkel (Nikor 24/2,8) noch verstärkt wird ;)). Das vordergründige Astgeflecht bildet eine kleine neue Pflanzenanzucht. Im Bot. Garten Meise (ich meine, es war dort :-\) sahen wir eine ganze Buchenfamilie die aus einer Altmatrone hervorgegangen sein muss. Ich finde das herrlich.

Solche Bilder mit derart filigranen Strukturen (unbelaubte Äste) sehen in dem bearbeiteten und verkleinerten Format unmöglich aus. Ich hätte mehr Landschaftsaufnahmen machen sollen...

Fotografiert ihr eigentlich auch Pflanzen mit euren extremen Weitwinkeln?

Grüße
Iris
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Günther

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Re:Weitwinklige verwinkelte Aufnahmen
« Antwort #11 am: 16. April 2004, 11:14:24 »

Persönlich: eher selten. Pflanze vor Landschaft, z.B., oder Blattrosette, die sonst nicht draufzukriegen wäre, udgl.
"Normale" oder längere Brennweiten ergeben einen natürlicheren Eindruck.
Bei Nah oder Makro hat man meist sowieso keine Auswahl ;D
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