Centifolien sind eigentlich sehr zäh, darum würde ich sagen: Versuch macht kluch!

Am liebsten mögen sie zwar fetten Boden und volle Sonne, ich kenn aber einige die sich auch in/unter Multiflora-Gestrüppen und an relativ
trockenen und schattigen Plätzen sehr gut halten.
Vièrge de Cléry braucht viel Futter und Verblühtes sollte gut ausgeschnitten werden (ruhig die Triebe dabei auch leicht zurücknehmen), dann remontiert sie zuverlässig. Meine bekommt nach der Hauptblüte immer nochmal eine Kahniggelmistjauche oder ähnliche Kraftnahrung und ich achte drauf, daß sie auch genug Wasser hat.
Mir wiederum hat Herr Weingart versichrt daß Rose des Peintres und Centifolia major identisch seien, hab auch bei den osen die ich unter diesen beiden Namen hier stehen habe keine Unterschiede feststellen können. Beide sind wurzelecht, das eine ist ein von Herrn Weingart als typische Centifolia major eingestufter Ausläufer aus einem alten Bauerngarten der Region, das andere ist ein Ausläufer von Christine Meile.
Das Remontieren von Centifolien st eigentlich auch nicht soooo ungewöhnlich: Sie haben ja auch einen Schuß Damascena bifera Blut und blühen darum überwiegend schon am einjährigen Holz, außerdem meist etwas später und länger als andere Einmalblühende. Mit leichem Rückschnitt und nochmaliger Düngung nach der Blüte kann man sie also relativ einfach zum Nachblühen überreden. Die Veranlagung dazu ist dann vielleicht auch je nach Standort, Sorte und Klon mehr oder weniger ausgeprägt vorhanden. - Vielleicht ist "Typ Kassel" ja auch nix anderes al´s ein Sport oder regionaler Klon der diese igenschaft in stärkerem Ausmaß besitzt als die "ordinäre" ("communis") R. centifolia major?
Ich hab in echt noch keine gesehen darum ist es nur eine Theorie.
Unpassend dazu wäre aber die (mehrfach gehörte/gelesene) Feststellung daß Typ Kassel wenig duften soll.
Da können wir nächsten Sommer mal interessane Vergleiche anstellen!